GWD Minden belohnt sich nicht - 26:30 in Stuttgart Jörg Wehling Stuttgart. Handball-Bundesligist GWD Minden belohnte sich am Donnerstagabend im Schwabenland nicht für eine ordentliche Vorstellung. Trotz einer konzentrierten ersten Halbzeit und einer 13:12-Pausenführung verlor die Mannschaft von Trainer Frank Carstens beim TVB Stuttgart mit 26:30-Toren. Über weite Strecken war die Partie ausgeglichen. Den entscheidenden Rückstand handelte sich das Carstens-Team zwischen der 40. und 45. Minute ein, als sie plötzlich mit vier Treffern zurücklagen. "Für uns war heute mehr drin. Wir sind nicht mit der Führung in die Pause gegangen, die möglich war", sagte Trainer Frank Carstens anschließend. Statt mit drei bis vier Toren vorne zu liegen, war der Vorsprung nur hauchdünn. Zur zweiten Halbzeit fand Carstens: "Da hat uns in der Offensive die Präzision gefehlt. Und die Abwehrleistung war nicht mehr so da, wie noch in der ersten Halbzeit." Der lief aus Mindener Sicht gut. Das erste Tor der Partie markierte zwar die Gastgeber, dennoch erwischten die Mindener einen Auftakt nach Maß. Nach dem 0:1-Rückstand erzielte DorukPehlivan das erste GWD-Tor. Nach drei Fehlwürfen traf dann auch endlich Christoffer Rambo. Nach neun Minuten führten die Gäste mit 4:2. Und die Führung hätte sogar noch höher führen können, weil Mats Korte mit einem Siebenmeter an Johannes Bitter scheiterte. Nach 11 Minuten führte GWD mit 6:3. Der Grund dafür war, dass die GWD-Defensive gut verschob und in der Offensive mit viel Druck agierte. Das zahlt sich aus. Nach Zuspiel von Rambo trifft Lucas Meister zum 7:4 (14.). Und es schien zunächst so weiterzugehen. Nach 19 Minuten führte Minden mit 8:6, vorne herrscht aber dafür Flaute. Trainer Frank Carstens nahm eine Auszeit. Doch bitter für Grün-Weiß: Die Gastgeber zogen aufgrund unnötiger Ballverluste beim 9:8 vorbei. Die achtminütige Ladehemmung beendete Justus Richtzenhain mit dem 9:9 (23.). Anschließend wechselten die Führungen. Nach 27 Minuten führte Stuttgart mit 12:11. Doch GWD antwortete, Christoffer Rambo und AliaksandrPadshyvalau sorgen für die 13:12-Pausenführung. Stuttgart nahm zwar noch eine Auszeit, doch den letzten Ball hatten die Gäste. Christoffer Rambo schloss aber zehn Sekunden vor Schluss aus ungünstiger Position ab. Der daraus resultierende Tempogegenstoß wurde von Padshyvalau immerhin an der Mittellinie unterbrochen. In der zweiten Halbzeit startete Minden richtig gut. Dennoch hieß es nach der 15:13-Führung schnell wieder 15:15 (35.). Gut funktionierte das Zusammenspiel von Christoffer Rambo und Lucas Meister in dieser Phase. So behaupteten die Gäste zunächst eine knappe Führung. Die Partie blieb ausgeglichen. Nach 42 Minuten hieß es schließlich 18:18 und wenig später 19:18 für Stuttgart. Frank Carstens nahm eine Auszeit, monierte noch einmal die einfachen Ballverluste in Unterzahl (43.). So kam Stuttgart zu einigen einfachen Toren, die die Vorentscheidung brachten. Die nächsten beiden Treffer markierten die Stuttgarter per Tempogegenstoß. Im Angriff verloren Rambo und Co. dafür immer mehr die spielerische Linie gegen eine nun sattelfeste Stuttgarter Abwehr. Stuttgart zog auf 21:18 (45.) davon. DorukPehlivan sorgte immerhin mit seinem Treffer für das 19:21. Beim 23:19 waren aber die Gastgeber erstmals mit vier Treffern vorne (48.). GWD kämpfte, kam aber nicht näher heran. Nach 49 Minuten hieß es dann 23:20. In der Schlussphase stand Carsten Lichtlein zwischen den Pfosten, der sein Team im Spiel hielt. Padshyvalau verkürzte auf 21:23 (51.). Aber die Stuttgarter gaben den Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Nach 53 Minuten hieß es 25:22. Ein Wechselfehler brachte GWD dann in der Schlussphase unnötig in Unterzahl. Sechs Minuten vor Schluss hieß es dann 27:23. Trainer Frank Carstens nahm seine letzte Auszeit, um zu retten, was zu retten war. "Wir müssen uns ein bisschen beeilen", gab Carstens seinen Spielern mit auf das Feld. Rambo verkürzte auf 24:27, auf der Gegenseite parierte Lichtlein einen Wurf von Außen. Die Chance zum 25:27 vergab Pehlivan, der nur den Pfosten traf. GWD agierte mit einer 5:1-Deckung. Dennoch trafen die Hausherren etwas glücklich zum 28:24. Am Ende hieß es schließlich 26:30. TVB Stuttgart - GWD Minden 30:26 (12:13). Tore für Stuttgart: Zieker 6, Häfner 6, Lönn 5, Kristjansson 5/1, Pfattheicher 3, Schulze 2,Peshevski 2, Weiß 1. Tore für GWD Minden: Rambo 8, Meister 6, Padshyvalau 5, Pehlivan 5, Richtzenhain 1, Strakeljahn 1.

GWD Minden belohnt sich nicht - 26:30 in Stuttgart

MIt hängenden Köpfen verlassen die enttäuschten GWD-Spieler die Halle. Pix-Sportfotos /Sandy Dinkelacker © jwehling

Stuttgart. Handball-Bundesligist GWD Minden belohnte sich am Donnerstagabend im Schwabenland nicht für eine ordentliche Vorstellung. Trotz einer konzentrierten ersten Halbzeit und einer 13:12-Pausenführung verlor die Mannschaft von Trainer Frank Carstens beim TVB Stuttgart mit 26:30-Toren. Über weite Strecken war die Partie ausgeglichen. Den entscheidenden Rückstand handelte sich das Carstens-Team zwischen der 40. und 45. Minute ein, als sie plötzlich mit vier Treffern zurücklagen.

"Für uns war heute mehr drin. Wir sind nicht mit der Führung in die Pause gegangen, die möglich war", sagte Trainer Frank Carstens anschließend. Statt mit drei bis vier Toren vorne zu liegen, war der Vorsprung nur hauchdünn. Zur zweiten Halbzeit fand Carstens: "Da hat uns in der Offensive die Präzision gefehlt. Und die Abwehrleistung war nicht mehr so da, wie noch in der ersten Halbzeit."

Lucas Meister setzt sich hier gegen die Stuttgarter Deckung durch. Foto: Pix-Sportfotos /Sandy Dinkelacker - © jwehling
Lucas Meister setzt sich hier gegen die Stuttgarter Deckung durch. Foto: Pix-Sportfotos /Sandy Dinkelacker - © jwehling

Der lief aus Mindener Sicht gut. Das erste Tor der Partie markierte zwar die Gastgeber, dennoch erwischten die Mindener einen Auftakt nach Maß. Nach dem 0:1-Rückstand erzielte DorukPehlivan das erste GWD-Tor. Nach drei Fehlwürfen traf dann auch endlich Christoffer Rambo. Nach neun Minuten führten die Gäste mit 4:2. Und die Führung hätte sogar noch höher führen können, weil Mats Korte mit einem Siebenmeter an Johannes Bitter scheiterte. Nach 11 Minuten führte GWD mit 6:3. Der Grund dafür war, dass die GWD-Defensive gut verschob und in der Offensive mit viel Druck agierte. Das zahlt sich aus. Nach Zuspiel von Rambo trifft Lucas Meister zum 7:4 (14.).

Und es schien zunächst so weiterzugehen. Nach 19 Minuten führte Minden mit 8:6, vorne herrscht aber dafür Flaute. Trainer Frank Carstens nahm eine Auszeit. Doch bitter für Grün-Weiß: Die Gastgeber zogen aufgrund unnötiger Ballverluste beim 9:8 vorbei. Die achtminütige Ladehemmung beendete Justus Richtzenhain mit dem 9:9 (23.). Anschließend wechselten die Führungen. Nach 27 Minuten führte Stuttgart mit 12:11. Doch GWD antwortete, Christoffer Rambo und AliaksandrPadshyvalau sorgen für die 13:12-Pausenführung. Stuttgart nahm zwar noch eine Auszeit, doch den letzten Ball hatten die Gäste. Christoffer Rambo schloss aber zehn Sekunden vor Schluss aus ungünstiger Position ab. Der daraus resultierende Tempogegenstoß wurde von Padshyvalau immerhin an der Mittellinie unterbrochen.

In der zweiten Halbzeit startete Minden richtig gut. Dennoch hieß es nach der 15:13-Führung schnell wieder 15:15 (35.). Gut funktionierte das Zusammenspiel von Christoffer Rambo und Lucas Meister in dieser Phase. So behaupteten die Gäste zunächst eine knappe Führung. Die Partie blieb ausgeglichen. Nach 42 Minuten hieß es schließlich 18:18 und wenig später 19:18 für Stuttgart. Frank Carstens nahm eine Auszeit, monierte noch einmal die einfachen Ballverluste in Unterzahl (43.). So kam Stuttgart zu einigen einfachen Toren, die die Vorentscheidung brachten. Die nächsten beiden Treffer markierten die Stuttgarter per Tempogegenstoß. Im Angriff verloren Rambo und Co. dafür immer mehr die spielerische Linie gegen eine nun sattelfeste Stuttgarter Abwehr. Stuttgart zog auf 21:18 (45.) davon. DorukPehlivan sorgte immerhin mit seinem Treffer für das 19:21. Beim 23:19 waren aber die Gastgeber erstmals mit vier Treffern vorne (48.). GWD kämpfte, kam aber nicht näher heran. Nach 49 Minuten hieß es dann 23:20.

In der Schlussphase stand Carsten Lichtlein zwischen den Pfosten, der sein Team im Spiel hielt. Padshyvalau verkürzte auf 21:23 (51.). Aber die Stuttgarter gaben den Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Nach 53 Minuten hieß es 25:22. Ein Wechselfehler brachte GWD dann in der Schlussphase unnötig in Unterzahl. Sechs Minuten vor Schluss hieß es dann 27:23. Trainer Frank Carstens nahm seine letzte Auszeit, um zu retten, was zu retten war. "Wir müssen uns ein bisschen beeilen", gab Carstens seinen Spielern mit auf das Feld. Rambo verkürzte auf 24:27, auf der Gegenseite parierte Lichtlein einen Wurf von Außen. Die Chance zum 25:27 vergab Pehlivan, der nur den Pfosten traf. GWD agierte mit einer 5:1-Deckung. Dennoch trafen die Hausherren etwas glücklich zum 28:24. Am Ende hieß es schließlich 26:30.

TVB Stuttgart - GWD Minden 30:26 (12:13).

Tore für Stuttgart: Zieker 6, Häfner 6, Lönn 5, Kristjansson 5/1, Pfattheicher 3, Schulze 2,
Peshevski 2, Weiß 1.

Tore für GWD Minden: Rambo 8, Meister 6,
Padshyvalau 5, Pehlivan 5, Richtzenhain 1, Strakeljahn 1.

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