GWD-Gegner im Porträt: Die Zukunft am Kreis heißt Johannes Golla Stefan Rüter Flensburg. „Für mich war das etwas ganz Besonderes“, sagt Johannes Golla im Rückblick auf die WM im Januar. Nach den Absagen von Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler war Golla am Kreis gesetzt und nutzte seine Chance. Beim 31:24-Sieg gegen Brasilien erzielte der Flensburger sieben Tore bei sieben Würfen – eine Golla-Gala. Auch sonst überzeugte der 23-Jährige und zeigte, dass er die Zukunft am Kreis ist. Doch nach der Rückkehr der Rückschlag: Golla hatte sich das Corona-Virus eingefangen und fiel erst einmal aus. „Zum Glück hatte ich keine schweren Symptome und die Krankheit verlief einigermaßen milde mit Kopf- und Gliederschmerzen und etwas Schnupfen“, berichtet Kreisläufer. Sein Weg bis in die Nationalmannschaft war lang und begann vor gut 23 Jahren in Eltville am Rhein, einem Ort in der Nähe von Wiesbaden. Dort ist Johannes Golla aufgewachsen und Schuld am familiären Handball-Hype ist Papa Peter: „Er hat mich früh zum Handball gebracht und damals selbst in der 2. Liga gespielt“, berichtet Golla über den Vater. Auch Johannes Schwester Paulina hat das Handball-Gen abbekommen und spielt beim Buxtehuder SV in der Frauen-Bundesliga. Der Sport ist natürlich immer ein großes Thema bei den Familien-Treffen. Seit ein paar Wochen hat Johannes Golla selbst eine kleine Familie: Er ist gerade zum ersten Mal Vater geworden und freut sich über eine Tochter. Für andere Dinge als Handball und Kind bleibt momentan kaum Zeit: „Wir haben viele neue, spannende Herausforderungen zu bewältigen.“ Auch sportlich kommen einige Herausforderungen auf Golla zu. Das nächste Etappenziel ist ein Sieg gegen GWD. Vor diesem Gegner hat Golla vor allem nach dem überzeugenden Auftritt gegen die Rhein-Neckar Löwen richtig Respekt und bezeichnet Minden als „voll und ganz konkurrenzfähig“. Denkt er an die Grün-Weißen, kommt ihm als erstes ein Spieler in den Sinn, der gar nicht mehr bei GWD spielt: „Marian Michalczik ist einer meiner besten Freunde aus der Nationalmannschaft, den ich schon seit vielen Jahren kenne. Es war immer schön, ihn bei Spielen gegen Minden zu treffen.“ Darauf muss Golla dieses Mal verzichten. Nächste Woche spielt Golla mit der Nationalmannschaft in Michalcziks neuer Heimat Berlin um das Olympia-Ticket. Bei dem Vierer-Turnier gegen Schweden, Slowenien und Algerien muss mindestens Platz zwei her: „Es werden schwere Aufgaben, vor allem gegen Schweden und Slowenien, weil beide mit sehr viel Selbstvertrauen in diese Quali gehen werden“, sagt Golla, der sich natürlich den Olympia-Traum erfüllen will. Und dann wäre da ja noch der Meisterschaftskampf gegen den THW Kiel. Nur ein Punkt trennt die beiden Nordrivalen aktuell. Der Flensburger Kreisläufer ist heiß auf seine zweite Meisterschaft, bleibt aber zurückhaltend: „Es sind noch viele Spiele zu spielen. Wir möchten auf jeden Fall unsere gute Ausgangsposition verteidigen und um die Meisterschaft kämpfen.“

GWD-Gegner im Porträt: Die Zukunft am Kreis heißt Johannes Golla

Torgefährlich und abwehrstark: Die Zukunft in der Nationalmannschaft gehört Johannes Golla. Foto: Anderson/ Eibner © Eibner-Pressefoto

Flensburg. „Für mich war das etwas ganz Besonderes“, sagt Johannes Golla im Rückblick auf die WM im Januar. Nach den Absagen von Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler war Golla am Kreis gesetzt und nutzte seine Chance. Beim 31:24-Sieg gegen Brasilien erzielte der Flensburger sieben Tore bei sieben Würfen – eine Golla-Gala. Auch sonst überzeugte der 23-Jährige und zeigte, dass er die Zukunft am Kreis ist.

Doch nach der Rückkehr der Rückschlag: Golla hatte sich das Corona-Virus eingefangen und fiel erst einmal aus. „Zum Glück hatte ich keine schweren Symptome und die Krankheit verlief einigermaßen milde mit Kopf- und Gliederschmerzen und etwas Schnupfen“, berichtet Kreisläufer.

Sein Weg bis in die Nationalmannschaft war lang und begann vor gut 23 Jahren in Eltville am Rhein, einem Ort in der Nähe von Wiesbaden. Dort ist Johannes Golla aufgewachsen und Schuld am familiären Handball-Hype ist Papa Peter: „Er hat mich früh zum Handball gebracht und damals selbst in der 2. Liga gespielt“, berichtet Golla über den Vater.

Auch Johannes Schwester Paulina hat das Handball-Gen abbekommen und spielt beim Buxtehuder SV in der Frauen-Bundesliga. Der Sport ist natürlich immer ein großes Thema bei den Familien-Treffen.

Seit ein paar Wochen hat Johannes Golla selbst eine kleine Familie: Er ist gerade zum ersten Mal Vater geworden und freut sich über eine Tochter. Für andere Dinge als Handball und Kind bleibt momentan kaum Zeit: „Wir haben viele neue, spannende Herausforderungen zu bewältigen.“

Auch sportlich kommen einige Herausforderungen auf Golla zu. Das nächste Etappenziel ist ein Sieg gegen GWD. Vor diesem Gegner hat Golla vor allem nach dem überzeugenden Auftritt gegen die Rhein-Neckar Löwen richtig Respekt und bezeichnet Minden als „voll und ganz konkurrenzfähig“.

Denkt er an die Grün-Weißen, kommt ihm als erstes ein Spieler in den Sinn, der gar nicht mehr bei GWD spielt: „Marian Michalczik ist einer meiner besten Freunde aus der Nationalmannschaft, den ich schon seit vielen Jahren kenne. Es war immer schön, ihn bei Spielen gegen Minden zu treffen.“ Darauf muss Golla dieses Mal verzichten.

Nächste Woche spielt Golla mit der Nationalmannschaft in Michalcziks neuer Heimat Berlin um das Olympia-Ticket. Bei dem Vierer-Turnier gegen Schweden, Slowenien und Algerien muss mindestens Platz zwei her: „Es werden schwere Aufgaben, vor allem gegen Schweden und Slowenien, weil beide mit sehr viel Selbstvertrauen in diese Quali gehen werden“, sagt Golla, der sich natürlich den Olympia-Traum erfüllen will.

Und dann wäre da ja noch der Meisterschaftskampf gegen den THW Kiel. Nur ein Punkt trennt die beiden Nordrivalen aktuell. Der Flensburger Kreisläufer ist heiß auf seine zweite Meisterschaft, bleibt aber zurückhaltend: „Es sind noch viele Spiele zu spielen. Wir möchten auf jeden Fall unsere gute Ausgangsposition verteidigen und um die Meisterschaft kämpfen.“

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