GWD-Coach Carstens im "Alarm-Modus": Es hakt im Team und Reißky fällt lange aus Marcus Riechmann Minden. Fünf Spiele, nur ein Sieg. Zuletzt setzte es Niederlagen gegen die Zweitligisten Wilhelmshavener HV (22:24) und ASV Hamm-Westfalen (27:28). Es läuft nicht rund für die Handballer von GWD Minden. Doch es sind weniger die in der Vorbereitungszeit regelmäßig flauen Ergebnisse, die Trainer Frank Carstens Sorgen bereiten, als vielmehr die Erkenntnis: „Wir erleben gerade keine besonders gute Phase. Wir befinden uns in einem gewissen Alarm-Modus.“ „Es gibt handballerische Baustellen, aber da bin ich mit dem Stand einverstanden“, sagt der Coach und sieht bis zum ersten Saisonspiel in drei Wochen gegen die TSV Hannover-Burgdorf noch genügend Zeit. Kopfzerbrechen bereitet dem Trainer die Mentalität im Team: „Das war ernüchternd“, stellt Carstens fest, der nach dem Abpfiff des Testspiels gegen Hamm noch ein paar Minuten nachdenklich am Spielfeldrand verharrte. Er kritisiert mit Blick auf Torabschlüsse und Abwehrarbeit: „Wir müssen konsequenter agieren, wir müssen gemeinschaftlicher agieren.“ Es hakt derzeit just an der Stelle, die sich in den vergangenen Jahren zur Stärke entwickelt hatte: Dem Zusammenhalt, der Kooperation als Team. Am Mittwoch gegen Hamm fiel vor allem Christopher Rambo aus dem Rahmen. Der Leistungsträger wirkte absent. „Undiszipliniert“ nennt es Carstens und ließ den Norweger in der zweiten Spielhälfte auf der Bank. Das soll kein Dauerzustand sein, denn der Trainer sagt: „An Rambo und Lucas Meister hängt viel.“ Ohne Rambo spielen hieß ohne Linkshänder im rechten Rückraum spielen. Aliaksandr Padshyvalau und Doruk Pehlivan – zwei Gewinner des Tages – bildeten mit Juri Knorr das Rückraumtrio und machten das ordentlich. „Die Formation ist eine Alternative, das muss sie auch sein“, sagt Carstens und leitet damit über zur Situation von Christoph Reißky: Der Linkshänder wurde wegen des Sehnenrisses an der Schulter nun in Hamburg operiert. „Es ist gut gelaufen, nun kann es nur noch nach vorne gehen“, meldet der 25-Jährige. „Wir rechnen damit, dass uns Christoph rund ein halbes Jahr fehlen wird“, schätzt Frank von Behren. Daher gilt für den Sportgeschäftsführer: „Diesen Zeitraum können wir nicht einfach so überbrücken. Wir benötigen eine Alternative.“ Ein interessanter Kandidat könnte der 39-jährige Christian Zeitz sein. Der wurfgewaltige Routinier, der viele Jahre gemeinsam mit von Behren in der Nationalmannschaft spielte, war zuletzt als Nothelfer beim Erstligisten TVB Stuttgart im Einsatz und ist derzeit vereinslos. Er äußerte im Sommer: „Ich will noch eine Saison spielen. Ich fühle mich fit.“ Neben „Vorruheständlern“ nimmt von Behren auch „überbesetzte“ Kader anderer Klubs in den Blick. Bis zum Saisonstart bleibt ihm jedoch nicht viel Zeit: „Es ist knapp, aber wir starten nicht bei Null“, sagt von Behren.

GWD-Coach Carstens im "Alarm-Modus": Es hakt im Team und Reißky fällt lange aus

Frank Carstens schaut dem Spiel seiner Mannschaft am Mittwochabend kritisch zu. Er sagt: "Wir befinden uns in einem gewissen Alarmzustand." © MT-Foto: Riechmann

Minden. Fünf Spiele, nur ein Sieg. Zuletzt setzte es Niederlagen gegen die Zweitligisten Wilhelmshavener HV (22:24) und ASV Hamm-Westfalen (27:28). Es läuft nicht rund für die Handballer von GWD Minden. Doch es sind weniger die in der Vorbereitungszeit regelmäßig flauen Ergebnisse, die Trainer Frank Carstens Sorgen bereiten, als vielmehr die Erkenntnis: „Wir erleben gerade keine besonders gute Phase. Wir befinden uns in einem gewissen Alarm-Modus.“

„Es gibt handballerische Baustellen, aber da bin ich mit dem Stand einverstanden“, sagt der Coach und sieht bis zum ersten Saisonspiel in drei Wochen gegen die TSV Hannover-Burgdorf noch genügend Zeit. Kopfzerbrechen bereitet dem Trainer die Mentalität im Team: „Das war ernüchternd“, stellt Carstens fest, der nach dem Abpfiff des Testspiels gegen Hamm noch ein paar Minuten nachdenklich am Spielfeldrand verharrte. Er kritisiert mit Blick auf Torabschlüsse und Abwehrarbeit: „Wir müssen konsequenter agieren, wir müssen gemeinschaftlicher agieren.“ Es hakt derzeit just an der Stelle, die sich in den vergangenen Jahren zur Stärke entwickelt hatte: Dem Zusammenhalt, der Kooperation als Team.

Christoph Reißky, hier am Ball im Spiel gegen den THW Kiel, wird GWD nach seiner Operation lange fehlen. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Christoph Reißky, hier am Ball im Spiel gegen den THW Kiel, wird GWD nach seiner Operation lange fehlen. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel

Am Mittwoch gegen Hamm fiel vor allem Christopher Rambo aus dem Rahmen. Der Leistungsträger wirkte absent. „Undiszipliniert“ nennt es Carstens und ließ den Norweger in der zweiten Spielhälfte auf der Bank. Das soll kein Dauerzustand sein, denn der Trainer sagt: „An Rambo und Lucas Meister hängt viel.“

Mit sieben Toren war Aliaksandr Padshyvalau gegen Hamm am Mittwoch bester GWD-Schütze. „So gut und so engagiert habe ich ihn lange nicht gesehen. So brauchen wir ihn“ lobte Trainer Frank Carstens den weißrussischen Spielmacher. - © MT-Foto: Riechmann
Mit sieben Toren war Aliaksandr Padshyvalau gegen Hamm am Mittwoch bester GWD-Schütze. „So gut und so engagiert habe ich ihn lange nicht gesehen. So brauchen wir ihn“ lobte Trainer Frank Carstens den weißrussischen Spielmacher. - © MT-Foto: Riechmann

Ohne Rambo spielen hieß ohne Linkshänder im rechten Rückraum spielen. Aliaksandr Padshyvalau und Doruk Pehlivan – zwei Gewinner des Tages – bildeten mit Juri Knorr das Rückraumtrio und machten das ordentlich. „Die Formation ist eine Alternative, das muss sie auch sein“, sagt Carstens und leitet damit über zur Situation von Christoph Reißky: Der Linkshänder wurde wegen des Sehnenrisses an der Schulter nun in Hamburg operiert. „Es ist gut gelaufen, nun kann es nur noch nach vorne gehen“, meldet der 25-Jährige.

„Wir rechnen damit, dass uns Christoph rund ein halbes Jahr fehlen wird“, schätzt Frank von Behren. Daher gilt für den Sportgeschäftsführer: „Diesen Zeitraum können wir nicht einfach so überbrücken. Wir benötigen eine Alternative.“ Ein interessanter Kandidat könnte der 39-jährige Christian Zeitz sein. Der wurfgewaltige Routinier, der viele Jahre gemeinsam mit von Behren in der Nationalmannschaft spielte, war zuletzt als Nothelfer beim Erstligisten TVB Stuttgart im Einsatz und ist derzeit vereinslos. Er äußerte im Sommer: „Ich will noch eine Saison spielen. Ich fühle mich fit.“

Neben „Vorruheständlern“ nimmt von Behren auch „überbesetzte“ Kader anderer Klubs in den Blick. Bis zum Saisonstart bleibt ihm jedoch nicht viel Zeit: „Es ist knapp, aber wir starten nicht bei Null“, sagt von Behren.

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