Espen Christensen nimmt eine besondere Erinnerung aus seiner Zeit bei GWD mit Marcus Riechmann Minden. Die Bewertung ist eindeutig. „Wir hatten eine super Zeit“, sagt Espen Christensen und denkt dabei nicht nur an Handball. Nach drei Jahren als Torhüter bei GWD Minden nimmt der Norweger mehr mit als nur sportliche Erinnerungen. „Unser Sohn Aksel ist in Minden zur Welt gekommen. Deshalb wird Minden immer mit uns sein“, erläutert der 34-Jährige die besondere Beziehung zur Weserstadt, in der er sich mit seiner Frau Frida „sehr wohlgefühlt“ hat. Als Nachfolger von Gerrie Eijlers kam Christensen im Sommer 2017 vom dänischen Klub GOG Handbol. 84 Ligaspiele hat er für GWD bestritten. Zunächst im Gespann mit dem Dänen Kim Sonne Hansen, seit einem Jahr als Partner von Malte Semisch. „Wir haben uns gut entwickelt, es ist jedes Jahr besser geworden“, sagt er über sein Team, vor allem in der abrupt beendeten Corona-Saison habe man einen großen Schritt voran gemacht. „Die Stimmung war klasse, da war eine Menge Energie in der Mannschaft“, beschreibt Christensen einen guten Spirit im jungen Team und sagt über sich selbst: „Ich bin eigentlich immer mit Spaß zum Training gefahren.“ Trotzdem traf Christensen eine Wahl, die ihn künftig von GWD trennen wird. Er wechselt in die erste schwedische Liga zum Spitzen-Klub IFK Kristianstad. „Das war eine super schwere Entscheidung“, berichtet er vom im November getroffenen Entschluss. Nach vielen Jahren, in den das Leben als Handballprofi alles bestimmte, stand nun der Wunsch seiner Frau nach einer beruflichen Entwicklung in ihrer schwedischen Heimat im Raum. „Sie hat sich eine Rückkehr ins normale Leben mit normaler Arbeit gewünscht“, erzählt der Norweger, der mit der Familie bereits vor einigen Wochen nach Südschweden umgezogen ist. Zunächst sind sie bei den Schwiegereltern in Malmö untergekommen, alsbald geht es ins eigene Haus in Lund. Für ihn selbst gilt: „Ich werde im Juni 35 Jahre alt. Ich habe noch ein paar gute Jahre im Körper, ich fühle mich fit. Die Perspektive ist reizvoll, mit Kristianstad international zu spielen und national um Titel zu kämpfen.“ Acht Jahre war Christensen bereits in der schwedischen Liga aktiv. „Ich kenne noch viele Spieler“, sagt er. Doch in der aktuellen Mannschaft in Kristianstad sind keine alten Weggefährten. In Trainer Ljubomir Vranjes oder dem aus Wetzlar kommenden Linksaußen Emil Frend Öfors trifft Christensen auf alte Bundesliga-Bekannte. Und im Derby gegen Ystad wird er seinen alten Mindener Kollegen Dalibor Doder wiedersehen. Bezugspersonen in Minden waren vor allem seine drei norwegischen Landsmänner: Christoffer Rambo, Kevin Gulliksen und der wie er selbst abwandernde Magnus Gullerud. „Das war schon gut“, sagt Christensen über die Norwegen-Connection. Mit seinem Haus im Simeonsglacis verbindet er die Erinnerung an einen täglichen Weg: „Die Bäckerei Bertermann war direkt nebenan. Da bin ich morgens oft mit dem Hund hingegangen und habe frische Brötchen gekauft. Das war super.“ Der Abschied aus Minden Anfang Mai hat ihm nicht gefallen. Zwar gab es ein kleines Treffen mit dem Fan-Club. Doch Christensen sagt: „Das war nett, aber von den Fans hätte ich mich gern richtig verabschiedet. Auch von der Mannschaft. Ich muss noch mal zurückkommen, wenn wieder alles normal ist.“ Übernachten würde er dann nicht bei Rambo: „Der hat drei Jungs zuhause“, sagt Christensen augenzwinkernd. Der nach der Abschiedsparty nötigen Ruhe wegen wäre Teamkollege Gulliksen die erste Wahl: „Ich würde bei Kevin und Bea schlafen – oder im Hotel Lindgart.“ Über seinen Nachfolger bei GWD hat er lobende Worte übrig: „Carsten Lichtlein ist ein guter Typ, er bringt eine Menge Erfahrung mit. Dem muss man nichts mehr erklären“, sagt der Norweger. Einen humorvollen Tipp hat er dann aber doch noch: „Ich hoffe, er hat ein schnelles Auto. Denn in Minden muss man viel fahren. Man muss zum Training nach Stemmer oder Unterlübbe und zu den Heimspielen nach Lübbecke. Ein Fahrrad reicht da nicht.“

Espen Christensen nimmt eine besondere Erinnerung aus seiner Zeit bei GWD mit

Auf Wiedersehen: Nach drei Mindener Jahren wechselt Torhüter Espen Christensen nach Schweden zu IFK Kristianstad. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden. Die Bewertung ist eindeutig. „Wir hatten eine super Zeit“, sagt Espen Christensen und denkt dabei nicht nur an Handball. Nach drei Jahren als Torhüter bei GWD Minden nimmt der Norweger mehr mit als nur sportliche Erinnerungen. „Unser Sohn Aksel ist in Minden zur Welt gekommen. Deshalb wird Minden immer mit uns sein“, erläutert der 34-Jährige die besondere Beziehung zur Weserstadt, in der er sich mit seiner Frau Frida „sehr wohlgefühlt“ hat.

Als Nachfolger von Gerrie Eijlers kam Christensen im Sommer 2017 vom dänischen Klub GOG Handbol. 84 Ligaspiele hat er für GWD bestritten. Zunächst im Gespann mit dem Dänen Kim Sonne Hansen, seit einem Jahr als Partner von Malte Semisch. „Wir haben uns gut entwickelt, es ist jedes Jahr besser geworden“, sagt er über sein Team, vor allem in der abrupt beendeten Corona-Saison habe man einen großen Schritt voran gemacht. „Die Stimmung war klasse, da war eine Menge Energie in der Mannschaft“, beschreibt Christensen einen guten Spirit im jungen Team und sagt über sich selbst: „Ich bin eigentlich immer mit Spaß zum Training gefahren.“

Trotzdem traf Christensen eine Wahl, die ihn künftig von GWD trennen wird. Er wechselt in die erste schwedische Liga zum Spitzen-Klub IFK Kristianstad. „Das war eine super schwere Entscheidung“, berichtet er vom im November getroffenen Entschluss. Nach vielen Jahren, in den das Leben als Handballprofi alles bestimmte, stand nun der Wunsch seiner Frau nach einer beruflichen Entwicklung in ihrer schwedischen Heimat im Raum. „Sie hat sich eine Rückkehr ins normale Leben mit normaler Arbeit gewünscht“, erzählt der Norweger, der mit der Familie bereits vor einigen Wochen nach Südschweden umgezogen ist. Zunächst sind sie bei den Schwiegereltern in Malmö untergekommen, alsbald geht es ins eigene Haus in Lund. Für ihn selbst gilt: „Ich werde im Juni 35 Jahre alt. Ich habe noch ein paar gute Jahre im Körper, ich fühle mich fit. Die Perspektive ist reizvoll, mit Kristianstad international zu spielen und national um Titel zu kämpfen.“

Acht Jahre war Christensen bereits in der schwedischen Liga aktiv. „Ich kenne noch viele Spieler“, sagt er. Doch in der aktuellen Mannschaft in Kristianstad sind keine alten Weggefährten. In Trainer Ljubomir Vranjes oder dem aus Wetzlar kommenden Linksaußen Emil Frend Öfors trifft Christensen auf alte Bundesliga-Bekannte. Und im Derby gegen Ystad wird er seinen alten Mindener Kollegen Dalibor Doder wiedersehen.

Bezugspersonen in Minden waren vor allem seine drei norwegischen Landsmänner: Christoffer Rambo, Kevin Gulliksen und der wie er selbst abwandernde Magnus Gullerud. „Das war schon gut“, sagt Christensen über die Norwegen-Connection. Mit seinem Haus im Simeonsglacis verbindet er die Erinnerung an einen täglichen Weg: „Die Bäckerei Bertermann war direkt nebenan. Da bin ich morgens oft mit dem Hund hingegangen und habe frische Brötchen gekauft. Das war super.“

Der Abschied aus Minden Anfang Mai hat ihm nicht gefallen. Zwar gab es ein kleines Treffen mit dem Fan-Club. Doch Christensen sagt: „Das war nett, aber von den Fans hätte ich mich gern richtig verabschiedet. Auch von der Mannschaft. Ich muss noch mal zurückkommen, wenn wieder alles normal ist.“ Übernachten würde er dann nicht bei Rambo: „Der hat drei Jungs zuhause“, sagt Christensen augenzwinkernd. Der nach der Abschiedsparty nötigen Ruhe wegen wäre Teamkollege Gulliksen die erste Wahl: „Ich würde bei Kevin und Bea schlafen – oder im Hotel Lindgart.“

Über seinen Nachfolger bei GWD hat er lobende Worte übrig: „Carsten Lichtlein ist ein guter Typ, er bringt eine Menge Erfahrung mit. Dem muss man nichts mehr erklären“, sagt der Norweger. Einen humorvollen Tipp hat er dann aber doch noch: „Ich hoffe, er hat ein schnelles Auto. Denn in Minden muss man viel fahren. Man muss zum Training nach Stemmer oder Unterlübbe und zu den Heimspielen nach Lübbecke. Ein Fahrrad reicht da nicht.“

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