Es geht doch: GWD feiert den ersten Sieg des Jahres Astrid Plaßhenrich Coburg/Minden. Es geht doch! Handball-Bundesligist GWD Minden hat das immens wichtige Vier-Punkte-Spiel beim HC Coburg souverän mit 28:24 (16:12) gewonnen. Die Mindener bauen den Vorsprung zur Abstiegszone damit aus, Coburg bleibt auf dem letzten Platz. Mit Teamgeist und den unbedingten Willen feierten die Mindener den ersten Sieg des Jahres. "Wir haben heute auf unseren Stärken vertraut", sagte GWD-Schlussmann Malte Semisch. In Coburg begann überraschend Simon Strakeljahn auf der Mitte. Der 22-Jährige ersetzte Juri Knorr, der zwar auf der Bank saß, aber dessen Oberschenkel zwickte. Auch Kevin Gulliksen saß nach seiner im Training zugezogenen Sprunggelenkverletzung zunächst am Spielfeldrand, erhielt aber nach einer knappen Viertelstunde seine erste Einsatzzeit. GWD-Trainer Frank Carstens reagierte auf die personellen Ausfälle in der Abwehr mit Kreativität. Doruk Pehlivan und Max Janke bildeten zunächst den Innenblock. Auf den Halbpositionen deckten in den ersten Minuten Joschua Thiele und Christoffer Rambo. Aber das wechselte schnell: Um Pehlivan zu entlasten, kam Miro Schluroff. Auch Rambo bekam in der Abwehr Pausen, indem Max Staar auf die Halbposition rückte und Gulliksen auf seiner angestammten Außenposition deckte. Die Erkenntnis: Alle Formationen funktionierten. Vor allem in der Anfangsphase ging im GWD-Spiel nahezu nichts schief. Die Mindener drückten aufs Tempo. Die Coburger schienen davon, von der Spielausrichtung und der Aufstellung der Grün-Weißen überrascht. Das Team des Ex-Lübbeckers Alois Mraz hatte den Rückenwind von dem 27:26-Derbysieg gegen HC Erlangen komplett verloren. "Ihr glaubt wohl, dass geht hier von alleine", blaffte der HC-Coach seine Spieler in der ersten Auszeit an (14.). Aber auch das half nicht. Denn: Die Grün-Weißen agierten als Kollektiv - und Pehlivan traf wie er wollte. Aus seinen fünf ersten Versuchen resultierten fünf Treffer. Der junge Türke zeigte sich im Vergleich zum Unentschieden gegen die HSG Nordhorn-Lingen vorne wie hinten stark verbessert - wie auch seine Nebenleute. Nach zwei schnellen Pehlivan-Toren zum 2:0 (2.) verteidigte GWD durchgängig die Führung. In diesem Jahr war das zum ersten Mal der Fall. Max Starr erhöhte auf 8:4 (13.), Christoffer Rambo auf 9:5 (14.). Dann ließen Konzentration und das spielerische Selbstverständnis nach. Carstens nahm die erste Auszeit nach knapp 19 Minuten. "Ihr braucht gar nicht so ein Risiko gehen", sagte der GWD-Trainer, "werft weiter aus dem Rückraum." GWD wackelte, fiel aber nicht um. Zum einen weil die Coburger Mindens Fehler nicht ausnutzen konnten, zum anderen weil Malte Semisch im GWD-Tor mit wichtigen Paraden den Gastgebern den letzten Nerv raubte. Rambo traf schließlich zur verdienten Vier-Tore-Führung zur Pause. Nach dem Wechsel war zunächst der HC im Aufwind. Milos Grozdanic traf doppelt zum 14:16. Die Mindener blieben unbeeindruckt. GWD zog nach einem Tor von Linksaußen Joscha Ritterbach auf 22:16 davon (42.). Erstmals lagen die Grün-Weißen mit sechs Treffern in Front. Ein lange Zeit nicht mehr gekanntes Gefühl. Und: Coburg fand jetzt gar keine Mittel mehr gegen die Mindener. Wenn der HC doch noch mal auf drei Tore herankam, hatte GWD immer eine Antwort parat - und fing an zu zaubern. Als Ritterbach per Kempa-Trick zum 26:22 getroffen hatte (50.), war der erste grün-weiße Sieg in diesem Jahr sicher. GWD ließ nichts mehr anbrennen, die zwei Punkte waren im Sack.

Es geht doch: GWD feiert den ersten Sieg des Jahres

Joscha Ritterbach traf zur wichtigen Mindener 26:22-Führung per Kempa-Trick. Archivfoto: Noah Wedel © Noah Wedel

Coburg/Minden. Es geht doch! Handball-Bundesligist GWD Minden hat das immens wichtige Vier-Punkte-Spiel beim HC Coburg souverän mit 28:24 (16:12) gewonnen. Die Mindener bauen den Vorsprung zur Abstiegszone damit aus, Coburg bleibt auf dem letzten Platz. Mit Teamgeist und den unbedingten Willen feierten die Mindener den ersten Sieg des Jahres. "Wir haben heute auf unseren Stärken vertraut", sagte GWD-Schlussmann Malte Semisch.

In Coburg begann überraschend Simon Strakeljahn auf der Mitte. Der 22-Jährige ersetzte Juri Knorr, der zwar auf der Bank saß, aber dessen Oberschenkel zwickte. Auch Kevin Gulliksen saß nach seiner im Training zugezogenen Sprunggelenkverletzung zunächst am Spielfeldrand, erhielt aber nach einer knappen Viertelstunde seine erste Einsatzzeit.

GWD-Schlussmann Malte Semisch überzeugte mit zahlreichen Paraden. Archivfoto: Noah Wedel - © Noah Wedel
GWD-Schlussmann Malte Semisch überzeugte mit zahlreichen Paraden. Archivfoto: Noah Wedel - © Noah Wedel

GWD-Trainer Frank Carstens reagierte auf die personellen Ausfälle in der Abwehr mit Kreativität. Doruk Pehlivan und Max Janke bildeten zunächst den Innenblock. Auf den Halbpositionen deckten in den ersten Minuten Joschua Thiele und Christoffer Rambo. Aber das wechselte schnell: Um Pehlivan zu entlasten, kam Miro Schluroff. Auch Rambo bekam in der Abwehr Pausen, indem Max Staar auf die Halbposition rückte und Gulliksen auf seiner angestammten Außenposition deckte. Die Erkenntnis: Alle Formationen funktionierten. Vor allem in der Anfangsphase ging im GWD-Spiel nahezu nichts schief.

Die Mindener drückten aufs Tempo. Die Coburger schienen davon, von der Spielausrichtung und der Aufstellung der Grün-Weißen überrascht. Das Team des Ex-Lübbeckers Alois Mraz hatte den Rückenwind von dem 27:26-Derbysieg gegen HC Erlangen komplett verloren. "Ihr glaubt wohl, dass geht hier von alleine", blaffte der HC-Coach seine Spieler in der ersten Auszeit an (14.). Aber auch das half nicht. Denn: Die Grün-Weißen agierten als Kollektiv - und Pehlivan traf wie er wollte. Aus seinen fünf ersten Versuchen resultierten fünf Treffer. Der junge Türke zeigte sich im Vergleich zum Unentschieden gegen die HSG Nordhorn-Lingen vorne wie hinten stark verbessert - wie auch seine Nebenleute.

Nach zwei schnellen Pehlivan-Toren zum 2:0 (2.) verteidigte GWD durchgängig die Führung. In diesem Jahr war das zum ersten Mal der Fall. Max Starr erhöhte auf 8:4 (13.), Christoffer Rambo auf 9:5 (14.). Dann ließen Konzentration und das spielerische Selbstverständnis nach. Carstens nahm die erste Auszeit nach knapp 19 Minuten. "Ihr braucht gar nicht so ein Risiko gehen", sagte der GWD-Trainer, "werft weiter aus dem Rückraum." GWD wackelte, fiel aber nicht um. Zum einen weil die Coburger Mindens Fehler nicht ausnutzen konnten, zum anderen weil Malte Semisch im GWD-Tor mit wichtigen Paraden den Gastgebern den letzten Nerv raubte. Rambo traf schließlich zur verdienten Vier-Tore-Führung zur Pause.

Nach dem Wechsel war zunächst der HC im Aufwind. Milos Grozdanic traf doppelt zum 14:16. Die Mindener blieben unbeeindruckt. GWD zog nach einem Tor von Linksaußen Joscha Ritterbach auf 22:16 davon (42.). Erstmals lagen die Grün-Weißen mit sechs Treffern in Front. Ein lange Zeit nicht mehr gekanntes Gefühl. Und: Coburg fand jetzt gar keine Mittel mehr gegen die Mindener. Wenn der HC doch noch mal auf drei Tore herankam, hatte GWD immer eine Antwort parat - und fing an zu zaubern. Als Ritterbach per Kempa-Trick zum 26:22 getroffen hatte (50.), war der erste grün-weiße Sieg in diesem Jahr sicher. GWD ließ nichts mehr anbrennen, die zwei Punkte waren im Sack.

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