Erstes Bundesligaspiel für GWD im Oktober - Frank von Behren sieht viele Vorteile Astrid Plaßhenrich Minden (mt/dpa). Die Handball-Bundesliga (HBL) ist den Empfehlungen ihrer Mitglieder gefolgt: Demnach wird die Bundesliga am 1. Oktober in die neue Saison starten – Stand heute. „Ziel war es, die Anzahl an Geisterspielen so gering wie möglich zu halten“, sagte Frank von Behren, Geschäftsführer Sport bei GWD Minden: „Die Chancen stehen mit einem Start im Oktober deutlich besser als mit einem Start im September.“ Bund und Länder hatten bereits Mitte Juni beschlossen, dass Großveranstaltungen, wie größere Sportereignisse, mit Zuschauern bis Ende Oktober untersagt sind. Was ein „größeres Sportereignis“ ist, ist allerdings nicht eindeutig definiert. Fest steht: Es wird eine knackige Saison. Der 1. Spieltag ist Anfang Oktober, der letzte spätestens neun Monate später am 30. Juni. In der Zeit werden auch internationale Wettbewerbe, wie beispielsweise die Champions League oder die WM Mitte Januar in Ägypten gespielt. Im Anschluss der Saison ist für den 23. Juli 2021 die Eröffnungsfeier für die Olympischen Spiele geplant. Vorausgesetzt die Pandemie macht den ehrgeizigen Planungen keinen Strich durch die Rechnung. Sollte der Zeitplan durchgezogen werden, stehen vor allem für die Nationalspieler hohe Belastungen an. Die Saison wird aber auch deshalb knackig, weil es aufgrund des Saisonabbruchs keine Ab-, sondern nur Aufsteiger gibt und die Liga von 18 auf 20 Mannschaften aufgestockt wird. Das heißt: Anstatt 34 Spieltage umfasst die Serie nun 38. Die Erstellung des Spielplans ist eine ambitionierte Angelegenheit. Der soll spätestens Ende Juli vorliegen. „In jedem Fall erwartet uns eine sehr komplexe Saison, die uns aufgrund der hohen Termindichte viel Flexibilität und Solidarität abverlangen wird“, sagte Frank Bohmann. Der HBL-Geschäftsführer betonte, dass das Präsidium an dem klassischen Saisonmodell festhalte, weil alle anderen Varianten nicht ausreichend praktikabel, wirtschaftlich und fair gewesen wären. Überlegungen gingen auch dahin, Play-offs zu spielen oder Doppelspieltage einzuführen. Etwas Flexibilität in der Terminplanung bringt die Tatsache, dass der DHB-Pokal eine Saison aussetzt und die internationalen Verbände Termine gestrichen haben. Um den Spielbetrieb überhaupt wieder aufzunehmen, müssen die Bundesligavereine ein umfassendes Hygiene- und Betriebskonzept mit Kontaktverfolgung umsetzen, das in den kommenden Wochen fertig- und vorgestellt wird. Dieses dient den Profiklubs als Grundlage für die jeweilige Abstimmung mit den regionalen Behörden. GWD geht davon aus, die gesamte Saison in der Lübbecker Kreissporthalle zu spielen. Frank von Behren ist froh, dass der Bundesligastart endlich feststeht: „Wir haben jetzt Planungssicherheit.“ Am 14. Juli kehrt die Mannschaft aus ihrem Urlaub zurück. Zunächst stehen die medizinischen Tests an, dann die erste Trainingsphase. „Wir profitieren davon, dass wir bereits wieder in der Halle und mit Ball trainieren konnten, nachdem die Lockerungen für den Sport griffen“, sagt von Behren. Andere Bundesligavereine haben seit Mitte März nicht mehr trainieren dürfen. Für sie bringt der Saisonstart im Oktober ebenfalls wichtige Zeit mit sich. Denn die lange Wettkampfvorbereitung verringert das Verletzungsrisiko. „Wir leben in einer besonderen Situation. Die Spieler haben noch nie so lange nicht oder nur individuell oder dosiert trainiert. Sie müssen auf das Niveau vor Corona erst einmal wieder herangeführt werden“, macht Frank von Behren deutlich. Die vorläufigen Planungen von GWD sehen vor, im August das Pensum einige Tage noch einmal herunterzufahren, um dann mit der zweiten Trainingsphase in die finale Vorbereitung zu gehen. „Die Phase von Juli bis Ende September ist einfach zu lang, um durchzutrainieren“, erklärt der Geschäftsführer. Die Autorin ist erreichbar unterAstrid.Plasshenrich@MT.de

Erstes Bundesligaspiel für GWD im Oktober - Frank von Behren sieht viele Vorteile

Ob die GWD-Fans in der kommenden Saison so eng sitzen dürfen, wie im Februar im Spiel gegen die Füchse Berlin scheint zu diesem Zeitpunkt ausgeschlossen. Das Hygienekonzept wird in den nächsten Tagen vorgestellt. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden (mt/dpa). Die Handball-Bundesliga (HBL) ist den Empfehlungen ihrer Mitglieder gefolgt: Demnach wird die Bundesliga am 1. Oktober in die neue Saison starten – Stand heute. „Ziel war es, die Anzahl an Geisterspielen so gering wie möglich zu halten“, sagte Frank von Behren, Geschäftsführer Sport bei GWD Minden: „Die Chancen stehen mit einem Start im Oktober deutlich besser als mit einem Start im September.“ Bund und Länder hatten bereits Mitte Juni beschlossen, dass Großveranstaltungen, wie größere Sportereignisse, mit Zuschauern bis Ende Oktober untersagt sind. Was ein „größeres Sportereignis“ ist, ist allerdings nicht eindeutig definiert.

Fest steht: Es wird eine knackige Saison. Der 1. Spieltag ist Anfang Oktober, der letzte spätestens neun Monate später am 30. Juni. In der Zeit werden auch internationale Wettbewerbe, wie beispielsweise die Champions League oder die WM Mitte Januar in Ägypten gespielt. Im Anschluss der Saison ist für den 23. Juli 2021 die Eröffnungsfeier für die Olympischen Spiele geplant. Vorausgesetzt die Pandemie macht den ehrgeizigen Planungen keinen Strich durch die Rechnung. Sollte der Zeitplan durchgezogen werden, stehen vor allem für die Nationalspieler hohe Belastungen an.

Die Saison wird aber auch deshalb knackig, weil es aufgrund des Saisonabbruchs keine Ab-, sondern nur Aufsteiger gibt und die Liga von 18 auf 20 Mannschaften aufgestockt wird. Das heißt: Anstatt 34 Spieltage umfasst die Serie nun 38. Die Erstellung des Spielplans ist eine ambitionierte Angelegenheit. Der soll spätestens Ende Juli vorliegen. „In jedem Fall erwartet uns eine sehr komplexe Saison, die uns aufgrund der hohen Termindichte viel Flexibilität und Solidarität abverlangen wird“, sagte Frank Bohmann. Der HBL-Geschäftsführer betonte, dass das Präsidium an dem klassischen Saisonmodell festhalte, weil alle anderen Varianten nicht ausreichend praktikabel, wirtschaftlich und fair gewesen wären. Überlegungen gingen auch dahin, Play-offs zu spielen oder Doppelspieltage einzuführen. Etwas Flexibilität in der Terminplanung bringt die Tatsache, dass der DHB-Pokal eine Saison aussetzt und die internationalen Verbände Termine gestrichen haben.

Um den Spielbetrieb überhaupt wieder aufzunehmen, müssen die Bundesligavereine ein umfassendes Hygiene- und Betriebskonzept mit Kontaktverfolgung umsetzen, das in den kommenden Wochen fertig- und vorgestellt wird. Dieses dient den Profiklubs als Grundlage für die jeweilige Abstimmung mit den regionalen Behörden. GWD geht davon aus, die gesamte Saison in der Lübbecker Kreissporthalle zu spielen.

Frank von Behren ist froh, dass der Bundesligastart endlich feststeht: „Wir haben jetzt Planungssicherheit.“ Am 14. Juli kehrt die Mannschaft aus ihrem Urlaub zurück. Zunächst stehen die medizinischen Tests an, dann die erste Trainingsphase. „Wir profitieren davon, dass wir bereits wieder in der Halle und mit Ball trainieren konnten, nachdem die Lockerungen für den Sport griffen“, sagt von Behren. Andere Bundesligavereine haben seit Mitte März nicht mehr trainieren dürfen. Für sie bringt der Saisonstart im Oktober ebenfalls wichtige Zeit mit sich. Denn die lange Wettkampfvorbereitung verringert das Verletzungsrisiko. „Wir leben in einer besonderen Situation. Die Spieler haben noch nie so lange nicht oder nur individuell oder dosiert trainiert. Sie müssen auf das Niveau vor Corona erst einmal wieder herangeführt werden“, macht Frank von Behren deutlich. Die vorläufigen Planungen von GWD sehen vor, im August das Pensum einige Tage noch einmal herunterzufahren, um dann mit der zweiten Trainingsphase in die finale Vorbereitung zu gehen. „Die Phase von Juli bis Ende September ist einfach zu lang, um durchzutrainieren“, erklärt der Geschäftsführer.

Die Autorin ist erreichbar unterAstrid.Plasshenrich@MT.de

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