Eine spannende Kombination: Korte und Kranzmann bilden das neue Linksaußen-Gespann Astrid Plaßhenrich Minden. Die Parallelen sind frappant. Wechsel zu GWD Minden in der C-Jugend, Abitur am Besselgymnasium, Sprung in den Profikader direkt nach den A-Junioren, Wirtschaftsstudium neben dem Handball und die Position: Mats Korte und Florian Kranzmann haben bereits jetzt einiges gemein. Und in Zukunft wird sich ihre Zusammenarbeit intensivieren. Denn die beiden bilden ab Sommer das neue Linksaußen-Gespann bei GWD. Korte unterschrieb jetzt einen Drei-Jahres-Vertrag bei dem Handball-Bundesligisten, Kranzmann hatte über denselben Zeitraum bereits vor Weihnachten seine Unterschrift unter das Arbeitspapier gesetzt. Klar ist damit auch: Joscha Ritterbach wird nach zwei Jahren Minden verlassen. Ein neues Vertragsangebot blieb für ihn aus. Mats Korte ist erst 23 Jahre alt, geht im Sommer aber bereits in seine sechste Profi-Saison. Seit 2016 gehört der 1,88 Meter lange Rechtshänder dem Bundesligakader an. An der Seite von Charlie Sjöstrand und Luka Zvizej entwickelte sich Korte in seinen ersten Profijahren zu einem gestandenen Bundesligaspieler. Seine Rolle hat sich nun verändert. Denn jetzt wird sich der 18-jährige Kranzmann an ihm orientieren. Und beide fühlen sich mit ihrer Aufgabe wohl. „Florian ist extrem ehrgeizig, er hat sich den Vertrag verdient. Ich glaube, dass wir jetzt eine sehr spannende Kombination auf Linksaußen haben“, sagt Korte. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass der Schritt von der Jugend zu den Profis extrem ist. „Auch die mentale Belastung ist sehr hoch und wird oft unterschätzt“, sagt der Hahler. Dass Kranzmann den Schritt in die Bundesliga überhaupt schaffen könnte, spürte er bei seinem ersten Kurzeinsatz gegen die HSG Wetzlar im November 2019. Ritterbach war verletzt und Korte musste eine Zeitstrafe absitzen. „Da habe ich gemerkt, dass es klappen kann“, sagt Kranzmann und schließt an: „Ich weiß, dass ich von Mats viel lernen kann – auf und neben dem Spielfeld. Wir haben ein gutes Verhältnis.“ So hat ihm Korte auch wichtige Tipps für sein Fernstudium der Betriebswirtschaftslehre geben können. Das beginnt in ein paar Wochen. Neben seinem Leben als Handballprofi und Student gehört der Teenager auch der Sportfördergruppe der Bundeswehr an. Im November absolvierte Kranzmann die Grundausbildung, jetzt stehen alle sechs bis acht Wochen Lehrgänge mit U21-Bundestrainer Martin Heuberger in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf an. Der 1,92 Meter lange Linksaußen, der in der C-Jugend noch der kleinste Spieler seiner Mannschaft war, weiß um seine Stärken, aber auch in welchen Bereichen er sich verbessern muss. „Aufgrund meiner Größe konnte ich in den letzten Jahren auch auf den Halbpositionen, in der Mitte oder vorgezogen decken“, sagt der Bielefelder, „um in der Bundesliga auf den Positionen zu bestehen, muss ich körperlich aber noch zulegen.“ Das merkt er auch immer dann, wenn er im Training auf Christian Zeitz trifft. Ihn und Carsten Lichtlein hat Kranzmann mit fünf Jahren bei der WM 2007 das erste Mal im ehemaligen Gerry-Weber-Stadion live gesehen. „Damals habe ich die Bilder der Nationalspieler aus Zeitungen ausgeschnitten und in ein Heft geklebt. Das habe ich sogar noch und mir neulich erst angeschaut“, sagt der Teenager und lacht. Jetzt wird er in der kommenden Saison mit den beiden 40-Jährigen zusammenspielen. Frank von Behren ist überzeugt, dass Kranzmann in der Bundesliga Fuß fassen wird: „Wir sind von seinem Talent überzeugt und sind uns sicher, dass er den Umweg über die 2. Mannschaft nicht braucht“, sagt der Geschäftsführer Sport. Joscha Ritterbach wird hingegen keinen neuen Vertrag erhalten und GWD im Sommer verlassen. Vor zwei Jahren war der 26-Jährige von FA Göppingen nach Minden gekommen und hatte zusammen mit Korte das Linksaußen-Gespann gebildet. Sein Ziel ist bislang unbekannt. „Wir sind sportlich nicht unzufrieden mit Joscha, aber sowohl er als auch Mats haben den Anspruch die Nummer 1 auf ihrer Position zu sein, und Mats hat sich durchgesetzt“, sagt von Behren. Korte weiß das Vertrauen zu schätzen: „Es ist eine schöne Bestätigung.“ Ein wichtiger Faktor für seine Vertragsverlängerung sei auch Trainer Frank Carstens gewesen, dessen Kontrakt bis 2023 läuft. Allerdings wünscht sich der 23-Jährige mehr Beständigkeit in der Kaderplanung. „Enorm wichtig ist auch eine eigene Heimspielstätte“, sagt Korte. Fest steht wohl auch, dass von Behren auf der Rechtsaußen-Position tätig werden muss. Nach MT-Informationen wechselt Kevin Gulliksen im Sommer nach Göppingen. Bei den Schwaben läuft der Vertrag von Marco Rentschler aus.

Eine spannende Kombination: Korte und Kranzmann bilden das neue Linksaußen-Gespann

Florian Kranzmann will hoch hinaus: Der 18-Jährige hat seinen ersten Profivertrag unterschrieben. Foto: Christian Bendig © Christian Bendig

Minden. Die Parallelen sind frappant. Wechsel zu GWD Minden in der C-Jugend, Abitur am Besselgymnasium, Sprung in den Profikader direkt nach den A-Junioren, Wirtschaftsstudium neben dem Handball und die Position: Mats Korte und Florian Kranzmann haben bereits jetzt einiges gemein. Und in Zukunft wird sich ihre Zusammenarbeit intensivieren. Denn die beiden bilden ab Sommer das neue Linksaußen-Gespann bei GWD. Korte unterschrieb jetzt einen Drei-Jahres-Vertrag bei dem Handball-Bundesligisten, Kranzmann hatte über denselben Zeitraum bereits vor Weihnachten seine Unterschrift unter das Arbeitspapier gesetzt. Klar ist damit auch: Joscha Ritterbach wird nach zwei Jahren Minden verlassen. Ein neues Vertragsangebot blieb für ihn aus.

Mats Korte ist erst 23 Jahre alt, geht im Sommer aber bereits in seine sechste Profi-Saison. Seit 2016 gehört der 1,88 Meter lange Rechtshänder dem Bundesligakader an. An der Seite von Charlie Sjöstrand und Luka Zvizej entwickelte sich Korte in seinen ersten Profijahren zu einem gestandenen Bundesligaspieler. Seine Rolle hat sich nun verändert. Denn jetzt wird sich der 18-jährige Kranzmann an ihm orientieren. Und beide fühlen sich mit ihrer Aufgabe wohl. „Florian ist extrem ehrgeizig, er hat sich den Vertrag verdient. Ich glaube, dass wir jetzt eine sehr spannende Kombination auf Linksaußen haben“, sagt Korte. Aus eigener Erfahrung weiß er, dass der Schritt von der Jugend zu den Profis extrem ist. „Auch die mentale Belastung ist sehr hoch und wird oft unterschätzt“, sagt der Hahler.

Mats Korte hat sich bei GWD als Nummer 1 auf Linksaußen etabliert. Zudem ist er inzwischen ein sicherer Siebenmeter-Schütze. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel
Mats Korte hat sich bei GWD als Nummer 1 auf Linksaußen etabliert. Zudem ist er inzwischen ein sicherer Siebenmeter-Schütze. Foto: Noah Wedel - © Noah Wedel

Dass Kranzmann den Schritt in die Bundesliga überhaupt schaffen könnte, spürte er bei seinem ersten Kurzeinsatz gegen die HSG Wetzlar im November 2019. Ritterbach war verletzt und Korte musste eine Zeitstrafe absitzen. „Da habe ich gemerkt, dass es klappen kann“, sagt Kranzmann und schließt an: „Ich weiß, dass ich von Mats viel lernen kann – auf und neben dem Spielfeld. Wir haben ein gutes Verhältnis.“ So hat ihm Korte auch wichtige Tipps für sein Fernstudium der Betriebswirtschaftslehre geben können. Das beginnt in ein paar Wochen. Neben seinem Leben als Handballprofi und Student gehört der Teenager auch der Sportfördergruppe der Bundeswehr an. Im November absolvierte Kranzmann die Grundausbildung, jetzt stehen alle sechs bis acht Wochen Lehrgänge mit U21-Bundestrainer Martin Heuberger in der Sportschule der Bundeswehr in Warendorf an. Der 1,92 Meter lange Linksaußen, der in der C-Jugend noch der kleinste Spieler seiner Mannschaft war, weiß um seine Stärken, aber auch in welchen Bereichen er sich verbessern muss. „Aufgrund meiner Größe konnte ich in den letzten Jahren auch auf den Halbpositionen, in der Mitte oder vorgezogen decken“, sagt der Bielefelder, „um in der Bundesliga auf den Positionen zu bestehen, muss ich körperlich aber noch zulegen.“ Das merkt er auch immer dann, wenn er im Training auf Christian Zeitz trifft. Ihn und Carsten Lichtlein hat Kranzmann mit fünf Jahren bei der WM 2007 das erste Mal im ehemaligen Gerry-Weber-Stadion live gesehen. „Damals habe ich die Bilder der Nationalspieler aus Zeitungen ausgeschnitten und in ein Heft geklebt. Das habe ich sogar noch und mir neulich erst angeschaut“, sagt der Teenager und lacht.

Jetzt wird er in der kommenden Saison mit den beiden 40-Jährigen zusammenspielen. Frank von Behren ist überzeugt, dass Kranzmann in der Bundesliga Fuß fassen wird: „Wir sind von seinem Talent überzeugt und sind uns sicher, dass er den Umweg über die 2. Mannschaft nicht braucht“, sagt der Geschäftsführer Sport.

Joscha Ritterbach wird hingegen keinen neuen Vertrag erhalten und GWD im Sommer verlassen. Vor zwei Jahren war der 26-Jährige von FA Göppingen nach Minden gekommen und hatte zusammen mit Korte das Linksaußen-Gespann gebildet. Sein Ziel ist bislang unbekannt. „Wir sind sportlich nicht unzufrieden mit Joscha, aber sowohl er als auch Mats haben den Anspruch die Nummer 1 auf ihrer Position zu sein, und Mats hat sich durchgesetzt“, sagt von Behren.

Korte weiß das Vertrauen zu schätzen: „Es ist eine schöne Bestätigung.“ Ein wichtiger Faktor für seine Vertragsverlängerung sei auch Trainer Frank Carstens gewesen, dessen Kontrakt bis 2023 läuft. Allerdings wünscht sich der 23-Jährige mehr Beständigkeit in der Kaderplanung. „Enorm wichtig ist auch eine eigene Heimspielstätte“, sagt Korte.

Fest steht wohl auch, dass von Behren auf der Rechtsaußen-Position tätig werden muss. Nach MT-Informationen wechselt Kevin Gulliksen im Sommer nach Göppingen. Bei den Schwaben läuft der Vertrag von Marco Rentschler aus.

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