„Ein absoluter Blackout“: GWD Minden arbeitet Essen-Debakel auf Jörg Wehling Minden. Die Aufarbeitung des schwachen Auftritts in Essen (20:29) stand über und nach Ostern vordringlich auf dem Trainingsplan beim Handball-Bundesligisten GWD Minden. Denn auf einer Skala der schwachen Spiele dürfte die Auswärtspartie gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt schon jetzt einen Topplatz erreichen und wohl auch behalten. Viel schlimmer nach dem chancenlosen Auftritt in Essen ist allerdings folgendes: Statt sich mit einem satten Polster in das Mittelfeld der Bundesliga zu verabschieden, geht die Blickrichtung nun erst einmal wieder nach unten in die bedrohliche Zone. „Es war eine absolute Nicht-Leistung von uns, ein Blackout und ein Schuss vor den Bug“, zählte GWD-Trainer Frank Carstens die Attribute auf, die dem Auftritt im Ruhrpott seiner Meinung nach entsprachen. Die Aufgabe von Carstens ist es nun, seine Spieler aus dem mentalen Loch zu holen, in dem sie sich befinden. „Es geht nun darum, einen Matchplan zu finden, der uns über 60 Minuten durch die kommende Partie in Lemgo tragen kann“, sagt der GWD-Coach. Eine plausible Erklärung für den schwachen Auftritt nach zuvor acht konstanten und soliden Leistungen hatten weder er noch seine Spieler parat. „Jeder hinterfragt sich nach so einer Partie natürlich. Das muss man aber auch. Entscheidend ist, wie man auf eine solche Nichtleistung reagiert“, sagt der GWD-Trainer. Die Mängelliste war in der Tat lang. Weder das Tempospiel, noch der Positionsangriff oder die Abwehr funktionierten. Zudem war die Chancenverwertung eklatant schlecht. „Wir sind über weite Strecken in falsche Einzelaktionen zerfallen“, sagt Carstens. Zwei Akteure nahm der GWD-Trainer aber von seiner Kritik ausdrücklich aus. So lobte er den erneut stark haltenden Malte Semisch (12 Paraden) und den Youngster Florian Kranzmann. Der Linksaußen hatte mit vier Toren aus fünf Versuchen die beste Quote im GWD-Dress. „Florian hatte seine Sache mit Bravour erledigt“, sagt Carstens zu einem der wenigen Lichtblicke des Essen-Spiels. Bei der Kritik nahm er GWD-Trainer allerdings auch sich selbst nicht aus. Er wechselte durch, veränderte die Taktik, doch die Chancenlosigkeit seines Teams blieb. „Wenn nichts klappt, keine Maßnahme eine Wirkung hat und jeder Effekt verpufft, den man sich erhofft, dann ist das auch als Trainer in so einem Spiel kein gutes Gefühl“, sagt der GWD-Trainer. Das soll sich nun nicht wiederholen mit einem besseren und erfolgreicheren Auftritt als zuletzt.

„Ein absoluter Blackout“: GWD Minden arbeitet Essen-Debakel auf

GWD-Trainer Frank Carstens. Foto: Wedel © Noah Wedel

Minden. Die Aufarbeitung des schwachen Auftritts in Essen (20:29) stand über und nach Ostern vordringlich auf dem Trainingsplan beim Handball-Bundesligisten GWD Minden. Denn auf einer Skala der schwachen Spiele dürfte die Auswärtspartie gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt schon jetzt einen Topplatz erreichen und wohl auch behalten.

Viel schlimmer nach dem chancenlosen Auftritt in Essen ist allerdings folgendes: Statt sich mit einem satten Polster in das Mittelfeld der Bundesliga zu verabschieden, geht die Blickrichtung nun erst einmal wieder nach unten in die bedrohliche Zone.

„Es war eine absolute Nicht-Leistung von uns, ein Blackout und ein Schuss vor den Bug“, zählte GWD-Trainer Frank Carstens die Attribute auf, die dem Auftritt im Ruhrpott seiner Meinung nach entsprachen.

Die Aufgabe von Carstens ist es nun, seine Spieler aus dem mentalen Loch zu holen, in dem sie sich befinden. „Es geht nun darum, einen Matchplan zu finden, der uns über 60 Minuten durch die kommende Partie in Lemgo tragen kann“, sagt der GWD-Coach.

Eine plausible Erklärung für den schwachen Auftritt nach zuvor acht konstanten und soliden Leistungen hatten weder er noch seine Spieler parat. „Jeder hinterfragt sich nach so einer Partie natürlich. Das muss man aber auch. Entscheidend ist, wie man auf eine solche Nichtleistung reagiert“, sagt der GWD-Trainer.

Die Mängelliste war in der Tat lang. Weder das Tempospiel, noch der Positionsangriff oder die Abwehr funktionierten. Zudem war die Chancenverwertung eklatant schlecht. „Wir sind über weite Strecken in falsche Einzelaktionen zerfallen“, sagt Carstens.

Zwei Akteure nahm der GWD-Trainer aber von seiner Kritik ausdrücklich aus. So lobte er den erneut stark haltenden Malte Semisch (12 Paraden) und den Youngster Florian Kranzmann. Der Linksaußen hatte mit vier Toren aus fünf Versuchen die beste Quote im GWD-Dress. „Florian hatte seine Sache mit Bravour erledigt“, sagt Carstens zu einem der wenigen Lichtblicke des Essen-Spiels.

Bei der Kritik nahm er GWD-Trainer allerdings auch sich selbst nicht aus. Er wechselte durch, veränderte die Taktik, doch die Chancenlosigkeit seines Teams blieb. „Wenn nichts klappt, keine Maßnahme eine Wirkung hat und jeder Effekt verpufft, den man sich erhofft, dann ist das auch als Trainer in so einem Spiel kein gutes Gefühl“, sagt der GWD-Trainer.

Das soll sich nun nicht wiederholen mit einem besseren und erfolgreicheren Auftritt als zuletzt.

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