Ein E-Bike zum Abschied: Nach neun Jahren endet die Ära von Trainer Kai Wandschneider in Wetzlar Wetzlar (apl). Neun Jahre, 312 Spiele saß Kai Wandschneider für die HSG Wetzlar als Cheftrainer auf der Bank. Nun endete gegen GWD Minden eine Ära. Bereits vor der Schlusssirene lag der 61-Jährige seinen neben der Platte stehenden Spielern in den Armen. Sie hatten ihm mit dem Sieg im letzten Saisonspiel einen gebührenden Abschied bereitet. Die ersten GWD-Spieler stiegen bereits in den Bus, als Kai Wandschneider zu dem Hit „Superjeilezick“ von den Brings das letzte Mal in seiner Funktion als Trainer die Rittal-Arena betrat und im Mittelkreis seine Abschiedsrede hielt. Von sentimentalen Gefühlen wurde er allerdings trotz seiner langen Amtszeit nicht übermannt. Dafür stand zu lange fest, dass sein Vertrag kein sechstes Mal verlängert wird. Stattdessen hatte der leidenschaftliche Gitarrenspieler wie immer einen Plan. Und zwar sagte er Danke. Immer wieder. Wandschneider dankte seinen Spielern, zählte seine Kapitäne auf, er dankte seinem Trainerteam, den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, den Sponsoren, den Physios, Ärzten, dem Vereinsvorstand – und am Ende der langen Rede der Fans. Spätestens in dem Moment standen alle in der Halle, der rhythmische Applaus wollte nicht enden. Schließlich gab es von dem Verein auch noch ein Geschenk: Der 61-Jährige kann nun mit einem E-Bike seine Touren drehen. Sein Nachfolger auf der Wetzlarer Trainerbank steht auch schon seit Monaten fest: Benjamin Matschke wird das Amt übernehmen. Der stieg am Donnerstag nach dem 24:24 in Lübbecke gegen Minden mit den Eulen Ludwigshafen ab, bleibt aber trotzdem erstklassig. Die HSG verabschiedete neben Wandschneider auch Torwart Tibor Ivanisevic, der hinter Nationaltorhüter Till Klimpke nur die Nummer zwei war, sowie Anton Lindskog (zur SG Flensburg-Handewitt) und Kapitän Kristian Björnsen (neuer Verein ist noch nicht bekannt). Dafür verlängerte Lenny Rubin seinen Vertrag. Der Schweizer Nationalmannschaftskollege von Mindens Lucas Meister bleibt drei weitere Jahre an der Lahn.

Ein E-Bike zum Abschied: Nach neun Jahren endet die Ära von Trainer Kai Wandschneider in Wetzlar

Kai Wandschneider betritt die Bühne. Foto: imago © imago images/Oliver Vogler

Wetzlar (apl). Neun Jahre, 312 Spiele saß Kai Wandschneider für die HSG Wetzlar als Cheftrainer auf der Bank. Nun endete gegen GWD Minden eine Ära. Bereits vor der Schlusssirene lag der 61-Jährige seinen neben der Platte stehenden Spielern in den Armen. Sie hatten ihm mit dem Sieg im letzten Saisonspiel einen gebührenden Abschied bereitet.

Die ersten GWD-Spieler stiegen bereits in den Bus, als Kai Wandschneider zu dem Hit „Superjeilezick“ von den Brings das letzte Mal in seiner Funktion als Trainer die Rittal-Arena betrat und im Mittelkreis seine Abschiedsrede hielt. Von sentimentalen Gefühlen wurde er allerdings trotz seiner langen Amtszeit nicht übermannt. Dafür stand zu lange fest, dass sein Vertrag kein sechstes Mal verlängert wird.

Stattdessen hatte der leidenschaftliche Gitarrenspieler wie immer einen Plan. Und zwar sagte er Danke. Immer wieder. Wandschneider dankte seinen Spielern, zählte seine Kapitäne auf, er dankte seinem Trainerteam, den Mitarbeitern der Geschäftsstelle, den Sponsoren, den Physios, Ärzten, dem Vereinsvorstand – und am Ende der langen Rede der Fans. Spätestens in dem Moment standen alle in der Halle, der rhythmische Applaus wollte nicht enden.

Schließlich gab es von dem Verein auch noch ein Geschenk: Der 61-Jährige kann nun mit einem E-Bike seine Touren drehen. Sein Nachfolger auf der Wetzlarer Trainerbank steht auch schon seit Monaten fest: Benjamin Matschke wird das Amt übernehmen. Der stieg am Donnerstag nach dem 24:24 in Lübbecke gegen Minden mit den Eulen Ludwigshafen ab, bleibt aber trotzdem erstklassig.

Die HSG verabschiedete neben Wandschneider auch Torwart Tibor Ivanisevic, der hinter Nationaltorhüter Till Klimpke nur die Nummer zwei war, sowie Anton Lindskog (zur SG Flensburg-Handewitt) und Kapitän Kristian Björnsen (neuer Verein ist noch nicht bekannt). Dafür verlängerte Lenny Rubin seinen Vertrag. Der Schweizer Nationalmannschaftskollege von Mindens Lucas Meister bleibt drei weitere Jahre an der Lahn.

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