Ein Büffel für den Stamm: GWD Minden will gegen Göppingen die Aufholjagd fortsetzen Marcus Riechmann Minden. Der erste Sieg der Saison hat die Handballer von GWD Minden auf den Geschmack gebracht. Drei Tage nach dem erleichternden 29:25-Erfolg bei der MT Melsungen will der heimische Handball-Bundesligist am heutigen Samstag gegen Frisch Auf Göppingen nachlegen. „Auch zu Hause wollen wir die Null endlich streichen“, hofft Trainer Frank Carstens nach vier vergeblichen Anläufen auf die ersten Punkte in der Kampa-Halle. Der Sieg in Kassel habe dem Team gut getan, sagt Carstens, doch die weiterhin anspruchsvolle Situation beim Tabellenschlusslicht sei allen Spielern bewusst: „Die Lage ist unverändert, wir müssen noch viele Punkte holen, um die Liga zu halten“, sagt Carstens, der in einem Atemzug aber den Fortschritt betont: „Wir sind vorwärts gekommen, es ist eine stabile Leistungsentwicklung abzulesen. Wir hoffen auf den einen oder anderen Überraschungspunkt in den kommenden Hammerspielen.“ Nach der Phase der Selbstfindung ist das im Sommer umfänglich umgekrempelte Team nun mit dem ersten Sieg in der Rolle des Jägers angekommen. Lediglich zwei Punkte liegt GWD in der Tabelle hinter HBW Balingen-Weilstetten und TVB Stuttgart, vier Punkte fehlen zum TuS N-Lübbecke und zur TSV Hannover-Burgdorf. Der Kreis der Teams, aus denen sich im Juni wohl die beiden Absteiger kristallisieren werden, hängt bereits einträchtig im Keller der Liga beisammen.„Jäger sind wir schon seit ein paar Wochen“, verweist der Mindener Trainer auf die knapp verpassten Erfolgserlebnisse gegen Lemgo und Hannover. Nach dieser Feststellung bläst Carstens mit einem Grinsen im Gesicht verbal ins Jagdhorn: „Jetzt haben wir das erste Stück Wild erlegt. Aber es ist erstmal nur ein kleines Kaninchen, noch kein Büffel. Da muss noch mehr kommen, um den Stamm satt zu kriegen.“ Am besten sollen also zwei Punkte heute gegen Göppingen auf den Tisch. Doch die Aufgabe hat es in sich: Die Baden-Württemberger sind fraglos näher am Büffel dran, als es das Melsungen war. „Das ist eine sehr kämpferische Mannschaft, die kommen über Kampf und Emotionalität“, sagt Carstens und vermutet: „Das wird eine interessante Paarung.“ Der Mindener Trainer betont die individuelle Klasse und die Zweikampfstärke des Tabellensechsten, der erst am Mittwoch dem Spitzenreiter SC Magdeburg alles abforderte und nur knapp 24:25 unterlag. Göppingen verfügt in Sebastian Heymann und Routinier Tim Kneule über torgefährliche Spieler im linken Rückraum und auf der Mite. Mit dem 35-jährigen Kneule, der seit 2006 bei Frisch Auf spielt, verlängerte der Klub gerade erst den Vertrag um ein weiteres Jahr bis 2023. Mit dem Dänen Jon Lindenchrone Andersen im rechten Rückraum sowie dem von GWD gewechselten Norweger Kevin Gulliksen auf dem rechten Flügel habe FAG im Sommer perfekte Ergänzungen erhalten. „An guten Tagen trifft Kevin das Tor auch aus der Cafeteria“, sagt Carstens über seinen ehemaligen Schützling. Über die Qualität von Nationalspieler Marcel Schiller auf der linken Außenbahn „muss man gar nicht erst reden“, meint Carstens, der die Gegenstöße der beiden besten Göppinger Torjäger möglichst verhindern will. Großen Respekt hat er aber vor allem vor einem Spieler im Team von Trainer Hartmut Mayerhoffer: Kresimir Kozina. „Er ist einer der ausgefuchstesten Kreisläufer der Liga“ sagt Carstens über den 31-jährigen Kroaten, den die GWD-Abwehr um Max Janke und Joshua Thiele möglichst von den Pässen abschirmen soll. Das gelang beim letzten Aufeinandertreffen sehr gut: Im Juni legte GWD mit einem 24:23-Heimsieg gegen Frisch Auf die Basis für den Klassenerhalt.

Ein Büffel für den Stamm: GWD Minden will gegen Göppingen die Aufholjagd fortsetzen

Torjäger im Anflug: Mindens Linkshänder Tomas Urban, hier beim Spiel in Hannover, hat sich schnell zu einem Leistungsträger entwickelt. Foto: Angela Metge ©Angela Metge

Minden. Der erste Sieg der Saison hat die Handballer von GWD Minden auf den Geschmack gebracht. Drei Tage nach dem erleichternden 29:25-Erfolg bei der MT Melsungen will der heimische Handball-Bundesligist am heutigen Samstag gegen Frisch Auf Göppingen nachlegen. „Auch zu Hause wollen wir die Null endlich streichen“, hofft Trainer Frank Carstens nach vier vergeblichen Anläufen auf die ersten Punkte in der Kampa-Halle.

Der Sieg in Kassel habe dem Team gut getan, sagt Carstens, doch die weiterhin anspruchsvolle Situation beim Tabellenschlusslicht sei allen Spielern bewusst: „Die Lage ist unverändert, wir müssen noch viele Punkte holen, um die Liga zu halten“, sagt Carstens, der in einem Atemzug aber den Fortschritt betont: „Wir sind vorwärts gekommen, es ist eine stabile Leistungsentwicklung abzulesen. Wir hoffen auf den einen oder anderen Überraschungspunkt in den kommenden Hammerspielen.“

Nach der Phase der Selbstfindung ist das im Sommer umfänglich umgekrempelte Team nun mit dem ersten Sieg in der Rolle des Jägers angekommen. Lediglich zwei Punkte liegt GWD in der Tabelle hinter HBW Balingen-Weilstetten und TVB Stuttgart, vier Punkte fehlen zum TuS N-Lübbecke und zur TSV Hannover-Burgdorf. Der Kreis der Teams, aus denen sich im Juni wohl die beiden Absteiger kristallisieren werden, hängt bereits einträchtig im Keller der Liga beisammen.

„Jäger sind wir schon seit ein paar Wochen“, verweist der Mindener Trainer auf die knapp verpassten Erfolgserlebnisse gegen Lemgo und Hannover. Nach dieser Feststellung bläst Carstens mit einem Grinsen im Gesicht verbal ins Jagdhorn: „Jetzt haben wir das erste Stück Wild erlegt. Aber es ist erstmal nur ein kleines Kaninchen, noch kein Büffel. Da muss noch mehr kommen, um den Stamm satt zu kriegen.“

Am besten sollen also zwei Punkte heute gegen Göppingen auf den Tisch. Doch die Aufgabe hat es in sich: Die Baden-Württemberger sind fraglos näher am Büffel dran, als es das Melsungen war. „Das ist eine sehr kämpferische Mannschaft, die kommen über Kampf und Emotionalität“, sagt Carstens und vermutet: „Das wird eine interessante Paarung.“

Der Mindener Trainer betont die individuelle Klasse und die Zweikampfstärke des Tabellensechsten, der erst am Mittwoch dem Spitzenreiter SC Magdeburg alles abforderte und nur knapp 24:25 unterlag. Göppingen verfügt in Sebastian Heymann und Routinier Tim Kneule über torgefährliche Spieler im linken Rückraum und auf der Mite. Mit dem 35-jährigen Kneule, der seit 2006 bei Frisch Auf spielt, verlängerte der Klub gerade erst den Vertrag um ein weiteres Jahr bis 2023. Mit dem Dänen Jon Lindenchrone Andersen im rechten Rückraum sowie dem von GWD gewechselten Norweger Kevin Gulliksen auf dem rechten Flügel habe FAG im Sommer perfekte Ergänzungen erhalten. „An guten Tagen trifft Kevin das Tor auch aus der Cafeteria“, sagt Carstens über seinen ehemaligen Schützling. Über die Qualität von Nationalspieler Marcel Schiller auf der linken Außenbahn „muss man gar nicht erst reden“, meint Carstens, der die Gegenstöße der beiden besten Göppinger Torjäger möglichst verhindern will. Großen Respekt hat er aber vor allem vor einem Spieler im Team von Trainer Hartmut Mayerhoffer: Kresimir Kozina. „Er ist einer der ausgefuchstesten Kreisläufer der Liga“ sagt Carstens über den 31-jährigen Kroaten, den die GWD-Abwehr um Max Janke und Joshua Thiele möglichst von den Pässen abschirmen soll. Das gelang beim letzten Aufeinandertreffen sehr gut: Im Juni legte GWD mit einem 24:23-Heimsieg gegen Frisch Auf die Basis für den Klassenerhalt.

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