Drei Rote Karten sind zu viel: GWD verliert auch gegen Wetzlar Astrid Plaßhenrich Lübbecke (mt). Erst Pusica, dann Meister und schließlich Rambo: Am 2. Spieltag der Handball-Bundesliga sahen gleich drei Leistungsträger von GWD Minden gegen die HSG Wetzlar die Rote Karte. Das war zu viel. Die Grün-Weißen gaben nach einer guten ersten Halbzeit das erste Heimspiel dieser Saison in der Lübbecker Kreissporthalle aus der Hand und verloren mit 24:29 (15:13). Optisch herrschte aufgrund der begrenzten Zuschauerkapazitäten tatsächlich eine Art "Turnhallen-Atmosphäre". Aber die Fans machten sich lautstark bemerkbar. Es schien, als wenn die Mindener Anhänger noch einmal 20 Prozent mehr gaben, um GWD anzufeuern. Der Lärmpegel war jedenfalls bundesligareif. Mindens Trainer Frank Carstens schickte zunächst Torwart Malte Semisch, Joscha Ritterbach, Juri Knorr, Christoffer Rambo, Miljan Pusica, Lucas Meister sowie Kevin Gulliksen auf die Platte. Und nach knapp zwei Minuten ging GWD zum ersten Mal in dieser Saison in Führung: Kreisläufer Lucas Meister erzielte das 1:0. Danach entwickelte sich ein enges Duell. GWD hatte mit 4:2 nach einem Tor von Rechsaußen Kevin Gulliksen geführt (8.), Wetzlar drehte das Ergebnis zum 7:5 nach einem Treffer des Rückraumrechten Stefan Cavor (15.) zu seinen Gunsten. Doch nachdem Gulliksen die Grün-Weißen mit 9:8 erneut in Front gebracht hatte (21.), gab Minden die Führung bis zur Pause nicht mehr aus der Hand. Insgesamt erwischte GWD einen besseren Start als noch in Hannover (25:26). Dort waren die Anfangsminuten von Nervösität und Fehlern geprägt. Gegen Wetzlar spielte Minden seine Angriffe geduldig und konzentriert gegen die kompakte 6:0-Deckung aus, ließen aber trotzdem zu viele klare Chancen liegen. In der Abwehr packten die GWD-Spieler mit der nötigen Aggressivität zu, machten es Wetzlar schwer, zu Abschlüssen zu kommen. Zudem stand Semisch immer wieder goldrichtig. Am Ende der ersten Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse. Lucas Meister traf acht Sekunden vor der Pause zum 15:13. Im Gegenzug sah Kapitän Miljan Pusica wegen der dritten Zeitstrafe die Rote Karte. GWD musste in der zweiten Halbzeit also ohne seinen Abwehrchef auskommen. Zwar hatten Doruk Pehlivan zum 16:13 (32.) und Lucas Meister zum 17:14 (33.) getroffen, doch dann wurde es bitter. Zunächst sah Meister beim Stand von 17:15 die Rote Karte (38.), dann drehte Wetzlar das Spiel auf 18:17 (40.) und im direkten Gegenzug musste auch Christoffer Rambo mit Rot das Feld verlassen. Christian Zeitz, der seinen ersten Kurzeinsatz im GWD-Trikot in der 13. Minute erhalten hatte, als Christoffer Rambo seine erste Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste, war nun mehr gefordert als ürsprünglich geplant. Dass die Bindung zum GWD-Spiel fehlte, war nach den wenigen Trainingseinheiten mit seinem neuen Team nicht verwunderlich. Überhaupt spielte GWD nun mit einer Aufstellung, die es in dieser Konstellation noch nie gab und wohl auch nicht mehr geben wird. Folglich lief auch nicht mehr viel bei den Mindenern zusammen. Wetzlar baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und brachte über ein 19:23 (51.) und 21:27 (56.) den 29:24-Sieg sicher nach Hause.

Drei Rote Karten sind zu viel: GWD verliert auch gegen Wetzlar

Mindens Christoffer Rambo (rechts) stört Wetzlars spielenden Co-Trainer Filip Mirkulovski. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Lübbecke (mt). Erst Pusica, dann Meister und schließlich Rambo: Am 2. Spieltag der Handball-Bundesliga sahen gleich drei Leistungsträger von GWD Minden gegen die HSG Wetzlar die Rote Karte. Das war zu viel. Die Grün-Weißen gaben nach einer guten ersten Halbzeit das erste Heimspiel dieser Saison in der Lübbecker Kreissporthalle aus der Hand und verloren mit 24:29 (15:13).

Optisch herrschte aufgrund der begrenzten Zuschauerkapazitäten tatsächlich eine Art "Turnhallen-Atmosphäre". Aber die Fans machten sich lautstark bemerkbar. Es schien, als wenn die Mindener Anhänger noch einmal 20 Prozent mehr gaben, um GWD anzufeuern. Der Lärmpegel war jedenfalls bundesligareif.

Mindens Trainer Frank Carstens schickte zunächst Torwart Malte Semisch, Joscha Ritterbach, Juri Knorr, Christoffer Rambo, Miljan Pusica, Lucas Meister sowie Kevin Gulliksen auf die Platte. Und nach knapp zwei Minuten ging GWD zum ersten Mal in dieser Saison in Führung: Kreisläufer Lucas Meister erzielte das 1:0.

Danach entwickelte sich ein enges Duell. GWD hatte mit 4:2 nach einem Tor von Rechsaußen Kevin Gulliksen geführt (8.), Wetzlar drehte das Ergebnis zum 7:5 nach einem Treffer des Rückraumrechten Stefan Cavor (15.) zu seinen Gunsten. Doch nachdem Gulliksen die Grün-Weißen mit 9:8 erneut in Front gebracht hatte (21.), gab Minden die Führung bis zur Pause nicht mehr aus der Hand.

Insgesamt erwischte GWD einen besseren Start als noch in Hannover (25:26). Dort waren die Anfangsminuten von Nervösität und Fehlern geprägt. Gegen Wetzlar spielte Minden seine Angriffe geduldig und konzentriert gegen die kompakte 6:0-Deckung aus, ließen aber trotzdem zu viele klare Chancen liegen. In der Abwehr packten die GWD-Spieler mit der nötigen Aggressivität zu, machten es Wetzlar schwer, zu Abschlüssen zu kommen. Zudem stand Semisch immer wieder goldrichtig.

Am Ende der ersten Halbzeit überschlugen sich die Ereignisse. Lucas Meister traf acht Sekunden vor der Pause zum 15:13. Im Gegenzug sah Kapitän Miljan Pusica wegen der dritten Zeitstrafe die Rote Karte. GWD musste in der zweiten Halbzeit also ohne seinen Abwehrchef auskommen.

Zwar hatten Doruk Pehlivan zum 16:13 (32.) und Lucas Meister zum 17:14 (33.) getroffen, doch dann wurde es bitter. Zunächst sah Meister beim Stand von 17:15 die Rote Karte (38.), dann drehte Wetzlar das Spiel auf 18:17 (40.) und im direkten Gegenzug musste auch Christoffer Rambo mit Rot das Feld verlassen.

Christian Zeitz, der seinen ersten Kurzeinsatz im GWD-Trikot in der 13. Minute erhalten hatte, als Christoffer Rambo seine erste Zwei-Minuten-Strafe absitzen musste, war nun mehr gefordert als ürsprünglich geplant. Dass die Bindung zum GWD-Spiel fehlte, war nach den wenigen Trainingseinheiten mit seinem neuen Team nicht verwunderlich.

Überhaupt spielte GWD nun mit einer Aufstellung, die es in dieser Konstellation noch nie gab und wohl auch nicht mehr geben wird. Folglich lief auch nicht mehr viel bei den Mindenern zusammen. Wetzlar baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus und brachte über ein 19:23 (51.) und 21:27 (56.) den 29:24-Sieg sicher nach Hause.

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