Dramatische Schlussphase: GWD muss im Abstiegskrimi gegen Nordhorn in ein Unentschieden einwilligen Astrid Plaßhenrich Lübbecke. Es war der erwartete Abstiegskrimi: GWD Minden und die HSG Nordhorn-Lingen begegneten sich im Kellerduell der Handball-Bundesliga auf Augenhöhe, schenkten sich nichts. Schließlich mussten sich die Teams die Punkte teilen. Nach umkämpften 60 Minuten hieß das Ergebnis 27:27 (16:16). Damit bleibt GWD über dem Strich, Nordhorn auf einen direkten Abstiegsplatz. "Es fühlt sich an wie ein Punktverlust", sagte Mindens Trainer Frank Carstens direkt nach dem Spiel. Der HSG war die fehlende Spielpraxis in den Anfangsminuten anzumerken. Es lief nicht rund bei den Niedersachsen. GWD erwischte dagegen einen guten Start, packte in der Abwehr energisch zu und war im Torabschluss effektiv. Doruk Pehlivan, Christoffer Rambo und Kevin Gulliksen brachten die Mindener schnell mit 3:1 in Führung (3.). Nach einer knappen Viertelstunde hatten sich die Mindener erstmals eine Drei-Tore-Führung erarbeitet. Mats Korte verwandelte einen Siebenmeter zum 8:5. Doch der Vorsprung hielt nicht lange. Zwar hatte Rambo zum 10:7 getroffen (18.), doch dann kam die HSG immer besser ins Spiel. Luca de Boer hatte für Nordhorn zum 10:10 ausgeglichen (22.), dann brachte Dominik Kalafut die Emsländer erstmals mit 11:10 in Front (23.). GWD-Trainer Frank Carstens hatte im Vorfeld der Partie vor dem bulligen Kreisläufer mit seinen 116 Kilogramm Kampfgewicht gewarnt - und der kam zusehends auf Touren. Doch auch GWD schloss immer wieder seine Angriffe erfolgreich ab. So ging es nahezu im Gleichschritt auf die Pause zu. Drei Sekunden vor der Halbzeitsirene überschlugen sich dann aber die Ereignisse: Die HSG erhielt einen Freiwurf. Das Schiedsrichtergespann Jannik Otto und Raphael Piper pfiff die Aktion zurück. Christian Zeitz habe den Abstand nicht eingehalten. Die Folge: die zweite Zwei-Minute-Strafe für den 40-Jährigen. Der beschwerte sich aber lautstark bei den Unparteiischen, erhielt daraufhin die Rote und damit eine Doppelzeitstrafe sowie anschließend sogar die Blaue Karte. Zeitz droht damit eine längere Spielsperre. Aus dem letzten Wurf des ersten Durchgangs konnten die Emsländer kein Kapital schlagen. Mit einem 16:16 ging es in die Kabine. Auch in der zweiten Halbzeit ging es in jeder Aktion immens eng zu. Dazu lief ein gebürtiger Mindener zur Hochform auf: HSG-Torhüter Björn Buhrmester glänzte mit zahlreichen Paraden. Aber auch Mindens Schlussmänner Malte Semisch in der ersten Halbzeit und Carsten Lichtlein im zweiten Durchgang zeichneten sich immer wieder aus. Keines der Teams konnte sich auch nur mit zwei Toren absetzen. Zudem musste die HSG personell der Partie Tribut zollen: Georg Pöhle sah in der 40. Minute ebenfalls die Rote Karte. Alles lief auf ein Herzschlagfinale hinaus. Dann die entscheidende Minuten. Kevin Gulliksen brachte Minden mit 27:26 in Führung, und GWD kam wieder in Ballbesitz. Juri Knorr übernahm die Verantwortung. Doch der junge Spielmacher scheiterte mit einem Hüftwurf am Aluminium (57.). Alexander Terwolbeck glich aus. Den Grün-Weißen blieben 35 Sekunden für den letzten Angriff: Pehlivan ging ins Eins-gegen-Eins und verlor den Ball. Die HSG hatte jetzt noch 14 Sekunden, aber auch der Angriff verpuffte. Mehr Drama im Abstiegskampf geht nicht.

Dramatische Schlussphase: GWD muss im Abstiegskrimi gegen Nordhorn in ein Unentschieden einwilligen

Zweikampf im Abstiegskrimi: Mindens Kevin Gulliksen (rechts) versucht Nordhorns Philipp Vorlicek aufzuhalten. GWD-Zugang Max Janke beobachtet die Aktion. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Lübbecke. Es war der erwartete Abstiegskrimi: GWD Minden und die HSG Nordhorn-Lingen begegneten sich im Kellerduell der Handball-Bundesliga auf Augenhöhe, schenkten sich nichts. Schließlich mussten sich die Teams die Punkte teilen. Nach umkämpften 60 Minuten hieß das Ergebnis 27:27 (16:16). Damit bleibt GWD über dem Strich, Nordhorn auf einen direkten Abstiegsplatz. "Es fühlt sich an wie ein Punktverlust", sagte Mindens Trainer Frank Carstens direkt nach dem Spiel.

Der HSG war die fehlende Spielpraxis in den Anfangsminuten anzumerken. Es lief nicht rund bei den Niedersachsen. GWD erwischte dagegen einen guten Start, packte in der Abwehr energisch zu und war im Torabschluss effektiv. Doruk Pehlivan, Christoffer Rambo und Kevin Gulliksen brachten die Mindener schnell mit 3:1 in Führung (3.). Nach einer knappen Viertelstunde hatten sich die Mindener erstmals eine Drei-Tore-Führung erarbeitet. Mats Korte verwandelte einen Siebenmeter zum 8:5. Doch der Vorsprung hielt nicht lange. Zwar hatte Rambo zum 10:7 getroffen (18.), doch dann kam die HSG immer besser ins Spiel.

Luca de Boer hatte für Nordhorn zum 10:10 ausgeglichen (22.), dann brachte Dominik Kalafut die Emsländer erstmals mit 11:10 in Front (23.). GWD-Trainer Frank Carstens hatte im Vorfeld der Partie vor dem bulligen Kreisläufer mit seinen 116 Kilogramm Kampfgewicht gewarnt - und der kam zusehends auf Touren. Doch auch GWD schloss immer wieder seine Angriffe erfolgreich ab. So ging es nahezu im Gleichschritt auf die Pause zu.

Drei Sekunden vor der Halbzeitsirene überschlugen sich dann aber die Ereignisse: Die HSG erhielt einen Freiwurf. Das Schiedsrichtergespann Jannik Otto und Raphael Piper pfiff die Aktion zurück. Christian Zeitz habe den Abstand nicht eingehalten. Die Folge: die zweite Zwei-Minute-Strafe für den 40-Jährigen. Der beschwerte sich aber lautstark bei den Unparteiischen, erhielt daraufhin die Rote und damit eine Doppelzeitstrafe sowie anschließend sogar die Blaue Karte. Zeitz droht damit eine längere Spielsperre. Aus dem letzten Wurf des ersten Durchgangs konnten die Emsländer kein Kapital schlagen. Mit einem 16:16 ging es in die Kabine.

Auch in der zweiten Halbzeit ging es in jeder Aktion immens eng zu. Dazu lief ein gebürtiger Mindener zur Hochform auf: HSG-Torhüter Björn Buhrmester glänzte mit zahlreichen Paraden. Aber auch Mindens Schlussmänner Malte Semisch in der ersten Halbzeit und Carsten Lichtlein im zweiten Durchgang zeichneten sich immer wieder aus. Keines der Teams konnte sich auch nur mit zwei Toren absetzen. Zudem musste die HSG personell der Partie Tribut zollen: Georg Pöhle sah in der 40. Minute ebenfalls die Rote Karte.

Alles lief auf ein Herzschlagfinale hinaus. Dann die entscheidende Minuten. Kevin Gulliksen brachte Minden mit 27:26 in Führung, und GWD kam wieder in Ballbesitz. Juri Knorr übernahm die Verantwortung. Doch der junge Spielmacher scheiterte mit einem Hüftwurf am Aluminium (57.). Alexander Terwolbeck glich aus. Den Grün-Weißen blieben 35 Sekunden für den letzten Angriff: Pehlivan ging ins Eins-gegen-Eins und verlor den Ball. Die HSG hatte jetzt noch 14 Sekunden, aber auch der Angriff verpuffte. Mehr Drama im Abstiegskampf geht nicht.

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