Doruk Pehlivan ist bei GWD Minden ein interessanter Kandidat für die Michalczik-Nachfolge Marcus Riechmann Minden. Nachdem sich die Verpflichtung von Mait Patrail für GWD Minden nicht realisieren ließ, weil sich der Este für einen Wechsel von der TSV Hannover-Burgdorf zu den Rhein-Neckar Löwen entschied, steht nun ein anderer Name auf der Kandidatenliste des heimischen Handball-Bundesligisten. Statt des 32-jährigen Routiniers Patrail könnte der 22-jährige türkische Nationalspieler Doruk Pehlivan in Minden die Nachfolge von Mannschaftskapitän Marian Michalczik antreten. Mehrere polnische Medien berichten übereinstimmend, dass Pehlivans aktueller Klub KS PGE Vive Kielce eine Ausleihe des 2,01 Meter großen Rückraumspielers plant. Als Interessenten in der Bundesliga werden Aufsteiger HSC Coburg und GWD Minden genannt. Bei GWD wollte man die Personalie nicht näher kommentieren. Ohne konkret werden zu wollen äußerte Sportgeschäftsführer Frank von Behren lediglich zur Michalczik-Nachfolge: „Wir sind ein Stück weitergekommen.“ Der aus Ankara stammende Pehlivan gilt als großes Talent mit bereits internationaler Erfahrung. Der Rechtshänder spielte von 2018 bis 2019 ein Jahr beim österreichischen Klub „Fivers“ Margareten. Er zeigte in Wien eine starke Saison und weckte das Interesse des polnischen Spitzenklubs. Kielce, Champions-League-Sieger von 2016, löste Pehlivan vorzeitig aus dem Vertrag mit den Österreichern und stattete ihn mit einem Vierjahres-Vertrag aus. „Ein bemerkenswerter Vorgang“, bewertet Frank von Behren die Verpflichtung als Zeichen des von Kielce in Pehlivan erkannten Potenzials. Doch angesichts wirtschaftlicher Probleme dünnt man beim Klub von Trainer Talant Dujshebaev und des deutschen Nationaltorhüters Andreas Wolff offenbar den Kader aus. Pehlivan soll ausgeliehen werden. Mit 22 Jahren ist der wuchtige Pehlivan, dessen Gewicht mit rund 110 Kilogramm angegeben wird, ein Jahr jünger als der von GWD zu den Füchsen Berlin wechselnde Marian Michalczik und der Grieche Savvas Savvas, dessen Vertrag bei GWD nach zwei Jahren nicht verlängert wurde. Zu Pehlivan, mit dem erstmals ein türkischer Handballprofi für GWD spielen würde, will sich Manager von Behren nicht konkret äußern, doch klar ist: Zum Start der ersten Vorbereitungsphase Mitte Juli hätte man den Kader gerne komplett. „Je eher wir alles geklärt haben, umso besser“, sagt von Behren, aber: „Wir setzen uns nicht unter Druck.“ Ganz grundsätzlich, so von Behren, sind die finanziellen Möglichkeiten in Corona-Zeiten für GWD wie auch für alle anderen Erstligisten begrenzt. „Wir müssen vorsichtig agieren“, sagt der 44-Jährige angesichts reduzierter Zuschauerzahlen oder möglicher Geisterspiele und dem Aufwand für die Umsetzung von Hygiene-Konzepten für die neue Saison. „Das ist beträchtlich“, sagt von Behren über den finanziellen Aspekt. Die mit dem Hilfspaket des Bundes im Raum stehende Unterstützung des Profisports sei hilfreich, decke aber die tatsächlichen Einnahmeausfälle bei weitem nicht ab. Und so ist die Verpflichtung des jungen Türken am Ende auch eine Kostenfrage. So geht es bei GWD weiter Derzeit dürfen sich die Spieler ausruhen. Noch knapp zwei Wochen macht der Handball-Bundesligist GWD Minden Pause, ehe Trainer Frank Carstens seine Profis am 14. Juli wieder einberuft. Dann startet die nächste Phase der Vorbereitung auf den Start der neuen Saison, der Anfang Oktober angesetzt ist. Neben den medizinischen Leistungsüberprüfungen im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen steht zum Auftakt auch das traditionelle Fußballspiel auf dem Plan. Am 17. oder 18. Juli wollen sich die GWD-Handballer mit dem Bezirksligisten FT Dützen messen. Die Trainingsphase wird abgeschlossen von Testspielen gegen unterklassige Gegner. Nach einer weiteren Pause beginnt Mitte August dann die konkrete Saisonvorbereitung. Ende August ist ein Testspiel gegen den Klassenpartner HSG Nordhorn-Lingen angesetzt. Im Raum stehen weitere Testspiele, auch der Spiel-Cup gemeinsam mit dem TuS N-Lübbecke könnte in einer Corona-Edition ausgetragen werden.

Doruk Pehlivan ist bei GWD Minden ein interessanter Kandidat für die Michalczik-Nachfolge

Ein Jahr spielte Doruk Pehlivan (links) für KS Kielce. Nun will der polnische Spitzenklub den jungen Türken in die Handball-Bundesliga ausleihen. Foto: Anna Benicewicz-Miazga © Anna Benicewicz-Miazga

Minden. Nachdem sich die Verpflichtung von Mait Patrail für GWD Minden nicht realisieren ließ, weil sich der Este für einen Wechsel von der TSV Hannover-Burgdorf zu den Rhein-Neckar Löwen entschied, steht nun ein anderer Name auf der Kandidatenliste des heimischen Handball-Bundesligisten. Statt des 32-jährigen Routiniers Patrail könnte der 22-jährige türkische Nationalspieler Doruk Pehlivan in Minden die Nachfolge von Mannschaftskapitän Marian Michalczik antreten.

Mehrere polnische Medien berichten übereinstimmend, dass Pehlivans aktueller Klub KS PGE Vive Kielce eine Ausleihe des 2,01 Meter großen Rückraumspielers plant. Als Interessenten in der Bundesliga werden Aufsteiger HSC Coburg und GWD Minden genannt. Bei GWD wollte man die Personalie nicht näher kommentieren. Ohne konkret werden zu wollen äußerte Sportgeschäftsführer Frank von Behren lediglich zur Michalczik-Nachfolge: „Wir sind ein Stück weitergekommen.“

Der aus Ankara stammende Pehlivan gilt als großes Talent mit bereits internationaler Erfahrung. Der Rechtshänder spielte von 2018 bis 2019 ein Jahr beim österreichischen Klub „Fivers“ Margareten. Er zeigte in Wien eine starke Saison und weckte das Interesse des polnischen Spitzenklubs. Kielce, Champions-League-Sieger von 2016, löste Pehlivan vorzeitig aus dem Vertrag mit den Österreichern und stattete ihn mit einem Vierjahres-Vertrag aus. „Ein bemerkenswerter Vorgang“, bewertet Frank von Behren die Verpflichtung als Zeichen des von Kielce in Pehlivan erkannten Potenzials.

Doch angesichts wirtschaftlicher Probleme dünnt man beim Klub von Trainer Talant Dujshebaev und des deutschen Nationaltorhüters Andreas Wolff offenbar den Kader aus. Pehlivan soll ausgeliehen werden. Mit 22 Jahren ist der wuchtige Pehlivan, dessen Gewicht mit rund 110 Kilogramm angegeben wird, ein Jahr jünger als der von GWD zu den Füchsen Berlin wechselnde Marian Michalczik und der Grieche Savvas Savvas, dessen Vertrag bei GWD nach zwei Jahren nicht verlängert wurde.

Zu Pehlivan, mit dem erstmals ein türkischer Handballprofi für GWD spielen würde, will sich Manager von Behren nicht konkret äußern, doch klar ist: Zum Start der ersten Vorbereitungsphase Mitte Juli hätte man den Kader gerne komplett. „Je eher wir alles geklärt haben, umso besser“, sagt von Behren, aber: „Wir setzen uns nicht unter Druck.“

Ganz grundsätzlich, so von Behren, sind die finanziellen Möglichkeiten in Corona-Zeiten für GWD wie auch für alle anderen Erstligisten begrenzt. „Wir müssen vorsichtig agieren“, sagt der 44-Jährige angesichts reduzierter Zuschauerzahlen oder möglicher Geisterspiele und dem Aufwand für die Umsetzung von Hygiene-Konzepten für die neue Saison. „Das ist beträchtlich“, sagt von Behren über den finanziellen Aspekt. Die mit dem Hilfspaket des Bundes im Raum stehende Unterstützung des Profisports sei hilfreich, decke aber die tatsächlichen Einnahmeausfälle bei weitem nicht ab. Und so ist die Verpflichtung des jungen Türken am Ende auch eine Kostenfrage.

So geht es bei GWD weiter

Derzeit dürfen sich die Spieler ausruhen. Noch knapp zwei Wochen macht der Handball-Bundesligist GWD Minden Pause, ehe Trainer Frank Carstens seine Profis am 14. Juli wieder einberuft. Dann startet die nächste Phase der Vorbereitung auf den Start der neuen Saison, der Anfang Oktober angesetzt ist.

Neben den medizinischen Leistungsüberprüfungen im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen steht zum Auftakt auch das traditionelle Fußballspiel auf dem Plan. Am 17. oder 18. Juli wollen sich die GWD-Handballer mit dem Bezirksligisten FT Dützen messen. Die Trainingsphase wird abgeschlossen von Testspielen gegen unterklassige Gegner.

Nach einer weiteren Pause beginnt Mitte August dann die konkrete Saisonvorbereitung. Ende August ist ein Testspiel gegen den Klassenpartner HSG Nordhorn-Lingen angesetzt. Im Raum stehen weitere Testspiele, auch der Spiel-Cup gemeinsam mit dem TuS N-Lübbecke könnte in einer Corona-Edition ausgetragen werden.

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