Die ungeplante Baustelle - bei GWD hapert es in der Abwehr Sebastian Külbel Minden. Die Enttäuschung saß auch gestern noch tief, und doch hat GWD Minden nach der 29:32-Derbyniederlage gegen den TBV Lemgo Lippe schnell in den Analysemodus umgeschaltet. Der Spielplan lässt keine Zeit für lange Trauer, schon am Donnerstag steht in der Handball-Bundesliga das Auswärtsspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf auf dem Plan. „Es muss ja weitergehen“, sagt Trainer Frank Carstens und sieht in der ZAG-Arena die nächste Chance, „die verdammte Null wegzukriegen“. Die steht bei GWD nach acht Niederlagen weiterhin auf der Habenseite und muss nicht nur beim Blick auf die Tabelle schleunigst verschwinden: Vier Gegner, darunter Hannover, liegen mit jeweils vier Punkten noch in Reichweite. Zudem soll das ersehnte Erfolgserlebnis zur Mindener Initialzündung werden.Der Weg dahin führt über harte Arbeit. Die hat im Angriff erste Erfolge gebracht, wie Carstens findet: „Wir haben uns in den letzten beiden Spielen stark verbessert und Lösungen entwickelt, die konkurrenzfähig waren.“ Das gelang mit der Rückraumbesatzung Grebenc/Pieczkowski/Urban, die so nie geplant war. Auch übermorgen wird es auf diese Drei ankommen, denn aufgrund von Fußverletzungen fällt Nikola Jukic weiter aus und steht Christian Zeitz höchstens für Kurzeinsätze in der Abwehr bereit. Genau dort liegt zurzeit auch die größte Baustelle im GWD-Spiel, was vor der Saison nicht zu erwarten war. „Das hat uns absolut überrascht“, sagt auch Carstens, dem vor allem die Zweikampfleistung seines Teams nicht ausreicht. „Da müssen wir einfach konsequenter werden und bis zuletzt die richtige Beinarbeit und Aggressivität zeigen“, fordert der Coach. Sinnbild der Abwehrprobleme ist Lucas Meister. „Er ist zurzeit nicht in der Form, die er am Ende der letzten Saison hatte. Deshalb haben wir die Deckung auch umgestellt“, erklärt der Coach. Das habe gegen Lemgo gut geklappt, zumindest in der Formation Sechs gegen Sechs. „Diese Dinge müssen wir ausbauen und Lucas den Weg zurück zu alter Stärke zeigen“, fordert Carstens. Meister ist auch auf anderer Ebene zurzeit ein Thema bei GWD: MT-Informationen zufolge wird der Schweizer Kreisläufer seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und Minden am Saisonende verlassen. Frank von Behren, Sport-Geschäftsführer bei GWD, kommentiert diese Personalie vorerst nicht. Dennoch denkt er natürlich stetig über die Zusammensetzung des Kaders nach – vor allem angesichts des schwachen Starts: „Wir werden aber nicht in Aktionismus verfallen. Denn es ist sehr schwer, in der jetzigen Phase Spieler zu bekommen, die uns weiterhelfen.“ Von Behren setzt weiterhin auf das aktuelle Personal und bescheinigt dem Team Fortschritte – „aber das muss sich jetzt langsam in Punkten niederschlagen“. Das ist auch Coach Carstens bewusst: „Ich weiß nicht, wie der Druck noch größer werden sollte. Und je länger es dauert, desto schwieriger wird es.“ Zeit für einen Befreiungsschlag.

Die ungeplante Baustelle - bei GWD hapert es in der Abwehr

GWD-Verteidiger Lucas Meister streckt sich nach einem Wurf von Lemgos Tim Suton. Dem Schweizer fehlt die Form der Vorsaison. ©Angela Metge

Minden. Die Enttäuschung saß auch gestern noch tief, und doch hat GWD Minden nach der 29:32-Derbyniederlage gegen den TBV Lemgo Lippe schnell in den Analysemodus umgeschaltet. Der Spielplan lässt keine Zeit für lange Trauer, schon am Donnerstag steht in der Handball-Bundesliga das Auswärtsspiel bei der TSV Hannover-Burgdorf auf dem Plan.

„Es muss ja weitergehen“, sagt Trainer Frank Carstens und sieht in der ZAG-Arena die nächste Chance, „die verdammte Null wegzukriegen“. Die steht bei GWD nach acht Niederlagen weiterhin auf der Habenseite und muss nicht nur beim Blick auf die Tabelle schleunigst verschwinden: Vier Gegner, darunter Hannover, liegen mit jeweils vier Punkten noch in Reichweite. Zudem soll das ersehnte Erfolgserlebnis zur Mindener Initialzündung werden.

Der Weg dahin führt über harte Arbeit. Die hat im Angriff erste Erfolge gebracht, wie Carstens findet: „Wir haben uns in den letzten beiden Spielen stark verbessert und Lösungen entwickelt, die konkurrenzfähig waren.“ Das gelang mit der Rückraumbesatzung Grebenc/Pieczkowski/Urban, die so nie geplant war. Auch übermorgen wird es auf diese Drei ankommen, denn aufgrund von Fußverletzungen fällt Nikola Jukic weiter aus und steht Christian Zeitz höchstens für Kurzeinsätze in der Abwehr bereit.

Genau dort liegt zurzeit auch die größte Baustelle im GWD-Spiel, was vor der Saison nicht zu erwarten war. „Das hat uns absolut überrascht“, sagt auch Carstens, dem vor allem die Zweikampfleistung seines Teams nicht ausreicht. „Da müssen wir einfach konsequenter werden und bis zuletzt die richtige Beinarbeit und Aggressivität zeigen“, fordert der Coach.

Sinnbild der Abwehrprobleme ist Lucas Meister. „Er ist zurzeit nicht in der Form, die er am Ende der letzten Saison hatte. Deshalb haben wir die Deckung auch umgestellt“, erklärt der Coach. Das habe gegen Lemgo gut geklappt, zumindest in der Formation Sechs gegen Sechs. „Diese Dinge müssen wir ausbauen und Lucas den Weg zurück zu alter Stärke zeigen“, fordert Carstens.

Meister ist auch auf anderer Ebene zurzeit ein Thema bei GWD: MT-Informationen zufolge wird der Schweizer Kreisläufer seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern und Minden am Saisonende verlassen. Frank von Behren, Sport-Geschäftsführer bei GWD, kommentiert diese Personalie vorerst nicht.

Dennoch denkt er natürlich stetig über die Zusammensetzung des Kaders nach – vor allem angesichts des schwachen Starts: „Wir werden aber nicht in Aktionismus verfallen. Denn es ist sehr schwer, in der jetzigen Phase Spieler zu bekommen, die uns weiterhelfen.“ Von Behren setzt weiterhin auf das aktuelle Personal und bescheinigt dem Team Fortschritte – „aber das muss sich jetzt langsam in Punkten niederschlagen“.

Das ist auch Coach Carstens bewusst: „Ich weiß nicht, wie der Druck noch größer werden sollte. Und je länger es dauert, desto schwieriger wird es.“ Zeit für einen Befreiungsschlag.

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