Die nächste Pleite: Auch in Balingen geht GWD Minden leer aus Marcus Riechmann Balingen. Der Null-Punkte-Start ist perfekt. GWD Minden hat auch das zweite Spiel der Saison verloren. Bei der HBW Balingen-Weilstetten kassierten die Mindener Handballer eine 21:27 (11:15)-Niederlage und bleiben damit Schlusslicht der Bundesliga. Balingen genügte eine konzentrierte und disziplinierte Leistung, um im Duell der Kellerklubs am Ende souverän zu gewinnen. Zudem hatten die Gastgeber die beiden besten Spieler des Tages in ihren Reihen. Matchwinner eins war Linkshänder Vladan Lipovina, der im rechten Rückraum von der Mindener Abwehr kaum zu stoppen war. Matchwinner Nummer zwei war - wie so oft in Spielen gegen GWD Minden - der Torwart: Mario Ruminsky wehrte knapp 20 Würfe ab. Etliche schlecht vorbereitete und ausgeführte Würfe waren darunter, aber auch einige Top-Chancen nahm Ruminsky den Gästestürmern ab. Ganz nebenbei entzauberte der 24-Jährige auch den neuen Mindener Vollstrecker: Tomas Urban, der am Mittwoch gegen die SG Flensburg-Handewitt noch beide Strafwürfe versenkt hatte, traf gegen Ruminsky keinen seiner beiden Versuche ins Netz. "Wir müssen an vielen Stellen besser werden. Balingen hat das besser gemacht, war routinierter und hatte ein paar Mal etwas Glück. Das hat dann gereicht, um verdient zu gewinnen", sagte GWD-Trainer Frank Carstens unmittelbar nach dem Abpfiff. Nur in den Anfangsminuten lagen die Gäste in Führung. Erst setzte Amine Darmoul seinen Kreisläufer Lukas Meister zum 1:0 in Szene, dann traf der Tunesier selbst zum 2:1. Als danach erst Nikola Jukic vorbeizielte und dann Meister am Kreis mit einem Heber lediglich die Latte traf, schoben sich die Hausherren vorbei. Das 3:2 erzielte in der 6. Minute Vladan Lipovina. Es war der erste von vier Treffern des starken Balinger Rückraumschützen in Halbzeit eins. Als danach Mindens neuer Siebenmeterschütze Tomas Urban mit dem ersten Strafwurf an Balingens Keeper Ruminsky scheiterte, legte die HBW im Gegenzug direkt das 4:2 vor. Damit waren die drei Eckpfeifer des Tages gesetzt: Lipovina und Ruminsky waren im Spiel angekommen, die Führung gaben die Hausherren bis zum Schluss nicht mehr ab. Doch GWD ließ sich vom Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Als auch Torwart Malte Semisch die Rolle des Siebenmetertöters übernahm und den zweiten Versuch von Gregor Thomann abwehrte, kamen die Gäste im Gegenzug zum Ausgleich. Rechtsaußen Max Staar machte mit seinem zweiten Tor in Folge das 6:6. Danach ließ Minden die Chance zur erneuten Führung liegen. Nach einem „Steal" kam im Gegenstoß der Ball zu Mats Korte, doch aus schwieriger Lage traf der Linksaußen nicht. Im Gegenzug machten es die Gastgeber besser. Der Rückraumlinke Jona Schoch bediente mit einem Kempa-Anspiel seinen Partner Lipovina, der zum 8:7 für Balingen traf (16.). Beim 8:10, Moritz Strosack hatte soeben für HBW das erste Kontertor erzielt, nahm GWD-Coach Frank Carstens eine Auszeit, beruhigte seine Spieler: „Einmal durchatmen Jungs." Doch Minden geriet nun aus dem Rhythmus. Nikola Jukic und Jan Grebenc leisteten sich unvorbereitete Würfe, dazu hatte GWD ein wenig Pech, dass in einigen Situationen der Freiwurfpfiff ausblieb. Und so löste sich sich Balingen von 11:10 auf 14:10. Linksaußen Mats Korte, der wie Staar auf der anderen Seite stark agierte, sorgte mit einem Dreher für das 14:11. Doch die Gallier von der Alb, wie sich die Balinger nennen, spielten den letzten Angriff clever über ihren besten Mann aus: Lipovina setzte sich gegen Max Janke durch und warf an zwei weiteren Mindener Abwehrspielern vorbei zum 15:11-Halbzeitstand ein. So ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Minden spielte ordentlich mit, immer wieder gelangen auch nett anzusehende Aktionen und Treffer. Doch das Spiel der Gäste war zu fehlerhaft. Im Rückraum fehlt es an Harmonie. Und Pieczkowski und Darmoul fehlt es an Unterstützung der Nebenleute. Einmal noch machten die Gäste auf sich aufmerksam. Als Max Staar einen der wenigen Konter zum 15:18 vollendete und gleich im nächsten Angriff Jukic nach einem erweiterten Gegenstoß zum 16:18 traf, kam ein wenig Schwung in den Laden. Doch HBW-Coach Jens Bürkle nahm eine Auszeit und den Gästen den Wind aus den Segeln. Angeführt vom bärenstarken Lipovina stellte Balingen das Ergebnis auf 21:16 (47.). Als dann Keeper Mario Ruminsky Mindens Jukic einen weiteren freien Wurf abnahm und im Gegenzug HBW-Außen Strosack aus dem Gedränge am Kreis das 23:17 (51.) erzielte, war die Partie früh entschieden. Souverän spielte Balingen die Schlussminuten herunter. HBW Balingen-Weilstetten: Sejr, Ruminsky 1.-60. – Lipovina 6/1, Thomann 1, Ingason, Nothdurft 4, Wiederstein 1, Schoch 3, Zintel 3, Scott, Stevanovic, Saueressig 1, Volz, Heinzelmann 1, Strosack 7. GWD Minden: Lichtlein, Semisch 1.-60. – Meister 3, Janke, Kranzmann, Richtzenhain, Zeitz, Korte 4, Thiele, Pieczkowski 2, Schluroff 1, Jukic 3, Staar 3, Urban 1, Grebenc, Darmoul 4. Schiedsrichter: Tönnies/Schulz. Zuschauer: 1.396.

Die nächste Pleite: Auch in Balingen geht GWD Minden leer aus

Wie am Mittwoch in Minden war GWD-Kreisläufer Lucas Meister auch am Samstagabend in Balingen frustriert. Er holte sich mit GWD die zweite Niederlage ab. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Balingen. Der Null-Punkte-Start ist perfekt. GWD Minden hat auch das zweite Spiel der Saison verloren. Bei der HBW Balingen-Weilstetten kassierten die Mindener Handballer eine 21:27 (11:15)-Niederlage und bleiben damit Schlusslicht der Bundesliga.

Balingen genügte eine konzentrierte und disziplinierte Leistung, um im Duell der Kellerklubs am Ende souverän zu gewinnen. Zudem hatten die Gastgeber die beiden besten Spieler des Tages in ihren Reihen. Matchwinner eins war Linkshänder Vladan Lipovina, der im rechten Rückraum von der Mindener Abwehr kaum zu stoppen war. Matchwinner Nummer zwei war - wie so oft in Spielen gegen GWD Minden - der Torwart: Mario Ruminsky wehrte knapp 20 Würfe ab.

Etliche schlecht vorbereitete und ausgeführte Würfe waren darunter, aber auch einige Top-Chancen nahm Ruminsky den Gästestürmern ab. Ganz nebenbei entzauberte der 24-Jährige auch den neuen Mindener Vollstrecker: Tomas Urban, der am Mittwoch gegen die SG Flensburg-Handewitt noch beide Strafwürfe versenkt hatte, traf gegen Ruminsky keinen seiner beiden Versuche ins Netz.

"Wir müssen an vielen Stellen besser werden. Balingen hat das besser gemacht, war routinierter und hatte ein paar Mal etwas Glück. Das hat dann gereicht, um verdient zu gewinnen", sagte GWD-Trainer Frank Carstens unmittelbar nach dem Abpfiff.

Nur in den Anfangsminuten lagen die Gäste in Führung. Erst setzte Amine Darmoul seinen Kreisläufer Lukas Meister zum 1:0 in Szene, dann traf der Tunesier selbst zum 2:1. Als danach erst Nikola Jukic vorbeizielte und dann Meister am Kreis mit einem Heber lediglich die Latte traf, schoben sich die Hausherren vorbei. Das 3:2 erzielte in der 6. Minute Vladan Lipovina. Es war der erste von vier Treffern des starken Balinger Rückraumschützen in Halbzeit eins. Als danach Mindens neuer Siebenmeterschütze Tomas Urban mit dem ersten Strafwurf an Balingens Keeper Ruminsky scheiterte, legte die HBW im Gegenzug direkt das 4:2 vor. Damit waren die drei Eckpfeifer des Tages gesetzt: Lipovina und Ruminsky waren im Spiel angekommen, die Führung gaben die Hausherren bis zum Schluss nicht mehr ab.

Doch GWD ließ sich vom Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Als auch Torwart Malte Semisch die Rolle des Siebenmetertöters übernahm und den zweiten Versuch von Gregor Thomann abwehrte, kamen die Gäste im Gegenzug zum Ausgleich. Rechtsaußen Max Staar machte mit seinem zweiten Tor in Folge das 6:6.

Danach ließ Minden die Chance zur erneuten Führung liegen. Nach einem „Steal" kam im Gegenstoß der Ball zu Mats Korte, doch aus schwieriger Lage traf der Linksaußen nicht. Im Gegenzug machten es die Gastgeber besser. Der Rückraumlinke Jona Schoch bediente mit einem Kempa-Anspiel seinen Partner Lipovina, der zum 8:7 für Balingen traf (16.).

Beim 8:10, Moritz Strosack hatte soeben für HBW das erste Kontertor erzielt, nahm GWD-Coach Frank Carstens eine Auszeit, beruhigte seine Spieler: „Einmal durchatmen Jungs." Doch Minden geriet nun aus dem Rhythmus. Nikola Jukic und Jan Grebenc leisteten sich unvorbereitete Würfe, dazu hatte GWD ein wenig Pech, dass in einigen Situationen der Freiwurfpfiff ausblieb. Und so löste sich sich Balingen von 11:10 auf 14:10. Linksaußen Mats Korte, der wie Staar auf der anderen Seite stark agierte, sorgte mit einem Dreher für das 14:11. Doch die Gallier von der Alb, wie sich die Balinger nennen, spielten den letzten Angriff clever über ihren besten Mann aus: Lipovina setzte sich gegen Max Janke durch und warf an zwei weiteren Mindener Abwehrspielern vorbei zum 15:11-Halbzeitstand ein.

So ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Minden spielte ordentlich mit, immer wieder gelangen auch nett anzusehende Aktionen und Treffer. Doch das Spiel der Gäste war zu fehlerhaft. Im Rückraum fehlt es an Harmonie. Und Pieczkowski und Darmoul fehlt es an Unterstützung der Nebenleute. Einmal noch machten die Gäste auf sich aufmerksam. Als Max Staar einen der wenigen Konter zum 15:18 vollendete und gleich im nächsten Angriff Jukic nach einem erweiterten Gegenstoß zum 16:18 traf, kam ein wenig Schwung in den Laden.

Doch HBW-Coach Jens Bürkle nahm eine Auszeit und den Gästen den Wind aus den Segeln. Angeführt vom bärenstarken Lipovina stellte Balingen das Ergebnis auf 21:16 (47.). Als dann Keeper Mario Ruminsky Mindens Jukic einen weiteren freien Wurf abnahm und im Gegenzug HBW-Außen Strosack aus dem Gedränge am Kreis das 23:17 (51.) erzielte, war die Partie früh entschieden. Souverän spielte Balingen die Schlussminuten herunter.

HBW Balingen-Weilstetten: Sejr, Ruminsky 1.-60. – Lipovina 6/1, Thomann 1, Ingason, Nothdurft 4, Wiederstein 1, Schoch 3, Zintel 3, Scott, Stevanovic, Saueressig 1, Volz, Heinzelmann 1, Strosack 7.

GWD Minden: Lichtlein, Semisch 1.-60. – Meister 3, Janke, Kranzmann, Richtzenhain, Zeitz, Korte 4, Thiele, Pieczkowski 2, Schluroff 1, Jukic 3, Staar 3, Urban 1, Grebenc, Darmoul 4.

Schiedsrichter: Tönnies/Schulz.

Zuschauer: 1.396.

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