Die Lage spitzt sich für GWD zu: Das Restprogramm im Abstiegskampf im Überblick Sebastian Külbel Minden. Vor dem Endspurt in der Handball-Bundesliga hat GWD Minden den Klassenerhalt selbst in der Hand. Das ist die gute Nachricht für Trainer Frank Carstens und sein Team. Die schlechte offenbart sich beim Blick auf das Restprogramm der Abstiegskandidaten. Denn GWD ist gegenüber den Konkurrenten nicht nur bei der Anzahl der ausstehenden Spiele im Nachteil. Während die drei weiteren gefährdeten Klubs aus Stuttgart, Balingen und Ludwigshafen alle heute Abend die erste von noch vier Partien bestreiten, darf GWD nur noch dreimal antreten und muss Daumen drücken, dass die anderen verlieren. Das haben die Mindener am heute und morgen anstehenden 35. Spieltag nämlich bereits getan: Die 20:29-Niederlage in der vorgezogenen Partie beim bereits als Absteiger feststehenden Tusem Essen am 1. April könnte noch zu einer schweren Bürde werden. Schon jetzt spitzt sich für GWD alles auf das Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen am nächsten Donnerstag zu: Eine Niederlage in der vorletzten Runde wäre wohl gleichbedeutend mit dem Abstieg. Zudem müssen die Mindener hoffen, dass dem Tabellen-17. aus Rheinland-Pfalz bis dahin nicht eine Sensation gegen die Top-Teams Magdeburg oder Kiel gelingt. Zum entscheidenden Faktor wird auch Frisch Auf Göppingen: Sowohl GWD als auch die Eulen bestreiten noch ein Heimspiel gegen den Altmeister, der als Siebter nur noch äußerst vage Chancen auf eine Europapokal-Qualifikation hat. Für Minden wird die Partie gegen die Schwaben am Sonntag der ersten Charaktertest. Die geringsten Sorgen im Quartett der bedrohten Teams hat der TVB Stuttgart, der heute den ersten Matchball zum Klassenerhalt hat: Mit einem Sieg bei der so gut wie abgestiegenen HSG Nordhorn-Lingen wäre der TVB quasi gerettet. Auch in den weiteren Spielen darf sich Stuttgart Chancen ausrechnen. Balingens Hoffnungen liegen auf den Heimauftritten gegen Wetzlar und Hannover. In Berlin und Flensburg, die beide noch um ihre Saisonziele kämpfen, dürfte dagegen wenig drin sein. GWD kann dagegen in allen drei ausstehenden Spielen punkten – und muss das wohl auch zweimal tun. Denn bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich, und den hat Minden gegen Balingen bereits verloren. Auch gegen Ludwigshafen sieht es nach dem 24:30 im Hinspiel schlecht aus. Die Eulen haben auch alle Spiele gegen Stuttgart und Balingen gewonnen

Die Lage spitzt sich für GWD zu: Das Restprogramm im Abstiegskampf im Überblick

Frank Carstens (links) treibt seine Mannschaft am Spielfeldrand an. Foto: Wedel © Noah Wedel

Minden. Vor dem Endspurt in der Handball-Bundesliga hat GWD Minden den Klassenerhalt selbst in der Hand. Das ist die gute Nachricht für Trainer Frank Carstens und sein Team. Die schlechte offenbart sich beim Blick auf das Restprogramm der Abstiegskandidaten. Denn GWD ist gegenüber den Konkurrenten nicht nur bei der Anzahl der ausstehenden Spiele im Nachteil.

Während die drei weiteren gefährdeten Klubs aus Stuttgart, Balingen und Ludwigshafen alle heute Abend die erste von noch vier Partien bestreiten, darf GWD nur noch dreimal antreten und muss Daumen drücken, dass die anderen verlieren. Das haben die Mindener am heute und morgen anstehenden 35. Spieltag nämlich bereits getan: Die 20:29-Niederlage in der vorgezogenen Partie beim bereits als Absteiger feststehenden Tusem Essen am 1. April könnte noch zu einer schweren Bürde werden.

Schon jetzt spitzt sich für GWD alles auf das Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen am nächsten Donnerstag zu: Eine Niederlage in der vorletzten Runde wäre wohl gleichbedeutend mit dem Abstieg. Zudem müssen die Mindener hoffen, dass dem Tabellen-17. aus Rheinland-Pfalz bis dahin nicht eine Sensation gegen die Top-Teams Magdeburg oder Kiel gelingt. Zum entscheidenden Faktor wird auch Frisch Auf Göppingen: Sowohl GWD als auch die Eulen bestreiten noch ein Heimspiel gegen den Altmeister, der als Siebter nur noch äußerst vage Chancen auf eine Europapokal-Qualifikation hat. Für Minden wird die Partie gegen die Schwaben am Sonntag der ersten Charaktertest.

Die geringsten Sorgen im Quartett der bedrohten Teams hat der TVB Stuttgart, der heute den ersten Matchball zum Klassenerhalt hat: Mit einem Sieg bei der so gut wie abgestiegenen HSG Nordhorn-Lingen wäre der TVB quasi gerettet. Auch in den weiteren Spielen darf sich Stuttgart Chancen ausrechnen. Balingens Hoffnungen liegen auf den Heimauftritten gegen Wetzlar und Hannover. In Berlin und Flensburg, die beide noch um ihre Saisonziele kämpfen, dürfte dagegen wenig drin sein.

GWD kann dagegen in allen drei ausstehenden Spielen punkten – und muss das wohl auch zweimal tun. Denn bei Punktgleichheit zählt der direkte Vergleich, und den hat Minden gegen Balingen bereits verloren. Auch gegen Ludwigshafen sieht es nach dem 24:30 im Hinspiel schlecht aus. Die Eulen haben auch alle Spiele gegen Stuttgart und Balingen gewonnen

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