Der nächste Nackenschlag: GWD verliert nach Katastrophenstart auch das Kellerduell in Stuttgart Marcus Riechmann Stuttgart. Nächster Anlauf, nächster Nackenschlag: GWD Minden hat nach einer katastrophalen Anfangsphase auch das Kellerduell der Handball-Bundesliga beim TVB Stuttgart verloren. Mit 31:35 (15:20) kassierte GWD in der Porsche-Arena die 13. Niederlage der Saison und hängt immer aussichtsloser am Ende der Tabelle fest. Die Stuttgarter hingegen vergrößerten mit nunmehr 9:17 Punkten den Vorsprung auf GWD auf sieben Punkte. Für Minden geht es am kommenden Donnerstag, 9. Dezember, mit dem Heimspiel gegen den Bergischen HC weiter. Das Spiel im Schwabenland begann wie so viele GWD-Spiele zuvor begonnen hatten: Minden verpennte die Anfangsphase total und lag nach einem neuerlichen Katastrophenstart nach gerade mal fünf Minuten mit 0:5 im Rückstand. Zum 1:5 erzielte Nikola Jukic nach 6:16 Minuten den ersten Treffer der Gäste. Doch ein Wachmacher war das Tor des Kroaten für sein Team nicht. Das Mindener Debakel der Anfangsminuten setzte sich auch danach nahtlos fort.Die Abwehr agierte gegen die Stuttgarter derart tölpelhaft, als hätte es keine Videoanalyse gegeben. Sechs Zuspiele über den Kreis gelangen dem TVB innerhalb der ersten zehn Minuten. Auch im Angriff passte wenig. Amine Darmoul rechtfertigte seine Aufstellung in der Startformation nicht, auch Niclas Pieczkowski fand nicht ins Spiel. Nahezu jeder GWD-Profi erlaubte sich einen Fehler oder derer auch zwei oder drei. Mal waren es Fehlwürfe gegen TVB-Keeper Ivan Pesic, mal Fehlpässe. Und als wären es der Missgeschicke nicht so schon genug, traten die GWD-Angreifer bei gleich drei Würfen in den Torkreis. Eine Häufung von Anfängerfehlern, wie es sie selten in der Bundesliga zu sehen gibt. Die Männer in Grün-Weiß spielten, als wären sie von allen guten Geistern verlassen. "Wir haben nicht gespielt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten den Kreis viel besser verteidigen. Das haben wir nicht geschafft, und dann haben wir viel zu viele schnelle Gegenstöße bekommen. Das waren viel zu einfache Tore für Stuttgart, dafür mussten die gar nichts machen", analysierte Mindens Torwart Carsten Lichtlein die Startphase, in der er oft von seiner Abwehr alleingelassen wurde. Da sich bei Minden dann auch noch drei Zeitstrafen zwischen der 10. und 18. Minute dazu addierten, hatten die Hausherren leichtes Spiel. Das von Mittelmann Andri Runarsson geführte TVB-Team war hellwach, zielstrebig und oft zu schnell für die von der Situation überforderten Gäste. Stuttgart löste sich auf 9:2, 10:4 und 12:6 (17. Minute). Mühsam kämpften sich die Gäste ins Spiel. Belebend wirkte sich die Einwechslung von Miro Schluroff aus, der sich mit drei Toren zum 8:13 gut einbrachte. Mit Max Janke und Tomas Urban spielte Minden im Angriff nun stabiler. Auch die Abwehr um den eingewechselten Torwart Malte Semisch hatte sich besser gegen das Stuttgarter Kreisspiel aufgestellt. Der Lohn: Beim 15:19 verkürzte Rechtsaußen Max Staar den Rückstand kurz vor der Halbzeitpause auf vier Tore (15:19). Mit dem 15:20 und der nächsten Zeitstrafe für Janke ging es in die Kabinen. In der zweiten Halbzeit wurde es nicht schlechter, aber auch nicht besser. Beide Teams agierten nun auf Augenhöhe. GWD spielte sich durchaus gute Chancen heraus und besaß damit immer mal wieder die Gelegenheit, den Rückstand abzuknabbern. Doch die Gäste scheiterten zu oft aus besten Wurfpositionen an Stuttgarts Torwart Ivan Pesic. Dem Team von Coach Frank Carstens fehlte der Punch, um die Hausherren nch eimal unter Stress zu setzen. So kam GWD nie näher als auf fünf Tore heran. Die Schwaben hielten das Niveau der ersten Hälfte nicht mehr, doch sie mussten sich nie um die Punkte sorgen, weil die Mindener einfach nichts aus ihren Chancen machten. Mit gleich mehreren Paraden in Folge hielt Pesic beim 30:25 den Vorsprung fest und stellte die Weichen sieben Minuten vor dem Abpfiff auf Heimsieg. GWD Minden: Semisch, Lichtlein – Meister, Janke 2, Kranzmann, Richtzenhain, Zeitz, Korte 4, Thiele 2, Pieczkowski, Schluroff 3, Jukic 4, Staar 6, Urban 7/2, Grebenc 1, Darmoul 2.

Der nächste Nackenschlag: GWD verliert nach Katastrophenstart auch das Kellerduell in Stuttgart

Miro Schluroff belebte nach seiner Einwechslung in der ersten Halbzeit nicht nur wegen dreier Treffer in Folge das Mindener Angriffsspiel. Foto: PIX-Sportfotos/Sandy Dinkelacker

Stuttgart. Nächster Anlauf, nächster Nackenschlag: GWD Minden hat nach einer katastrophalen Anfangsphase auch das Kellerduell der Handball-Bundesliga beim TVB Stuttgart verloren. Mit 31:35 (15:20) kassierte GWD in der Porsche-Arena die 13. Niederlage der Saison und hängt immer aussichtsloser am Ende der Tabelle fest. Die Stuttgarter hingegen vergrößerten mit nunmehr 9:17 Punkten den Vorsprung auf GWD auf sieben Punkte. Für Minden geht es am kommenden Donnerstag, 9. Dezember, mit dem Heimspiel gegen den Bergischen HC weiter.

Das Spiel im Schwabenland begann wie so viele GWD-Spiele zuvor begonnen hatten: Minden verpennte die Anfangsphase total und lag nach einem neuerlichen Katastrophenstart nach gerade mal fünf Minuten mit 0:5 im Rückstand. Zum 1:5 erzielte Nikola Jukic nach 6:16 Minuten den ersten Treffer der Gäste. Doch ein Wachmacher war das Tor des Kroaten für sein Team nicht. Das Mindener Debakel der Anfangsminuten setzte sich auch danach nahtlos fort.

Die Abwehr agierte gegen die Stuttgarter derart tölpelhaft, als hätte es keine Videoanalyse gegeben. Sechs Zuspiele über den Kreis gelangen dem TVB innerhalb der ersten zehn Minuten. Auch im Angriff passte wenig. Amine Darmoul rechtfertigte seine Aufstellung in der Startformation nicht, auch Niclas Pieczkowski fand nicht ins Spiel. Nahezu jeder GWD-Profi erlaubte sich einen Fehler oder derer auch zwei oder drei. Mal waren es Fehlwürfe gegen TVB-Keeper Ivan Pesic, mal Fehlpässe. Und als wären es der Missgeschicke nicht so schon genug, traten die GWD-Angreifer bei gleich drei Würfen in den Torkreis. Eine Häufung von Anfängerfehlern, wie es sie selten in der Bundesliga zu sehen gibt. Die Männer in Grün-Weiß spielten, als wären sie von allen guten Geistern verlassen.

"Wir haben nicht gespielt, was wir uns vorgenommen haben. Wir wollten den Kreis viel besser verteidigen. Das haben wir nicht geschafft, und dann haben wir viel zu viele schnelle Gegenstöße bekommen. Das waren viel zu einfache Tore für Stuttgart, dafür mussten die gar nichts machen", analysierte Mindens Torwart Carsten Lichtlein die Startphase, in der er oft von seiner Abwehr alleingelassen wurde.

Da sich bei Minden dann auch noch drei Zeitstrafen zwischen der 10. und 18. Minute dazu addierten, hatten die Hausherren leichtes Spiel. Das von Mittelmann Andri Runarsson geführte TVB-Team war hellwach, zielstrebig und oft zu schnell für die von der Situation überforderten Gäste. Stuttgart löste sich auf 9:2, 10:4 und 12:6 (17. Minute). Mühsam kämpften sich die Gäste ins Spiel. Belebend wirkte sich die Einwechslung von Miro Schluroff aus, der sich mit drei Toren zum 8:13 gut einbrachte. Mit Max Janke und Tomas Urban spielte Minden im Angriff nun stabiler. Auch die Abwehr um den eingewechselten Torwart Malte Semisch hatte sich besser gegen das Stuttgarter Kreisspiel aufgestellt. Der Lohn: Beim 15:19 verkürzte Rechtsaußen Max Staar den Rückstand kurz vor der Halbzeitpause auf vier Tore (15:19). Mit dem 15:20 und der nächsten Zeitstrafe für Janke ging es in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit wurde es nicht schlechter, aber auch nicht besser. Beide Teams agierten nun auf Augenhöhe. GWD spielte sich durchaus gute Chancen heraus und besaß damit immer mal wieder die Gelegenheit, den Rückstand abzuknabbern. Doch die Gäste scheiterten zu oft aus besten Wurfpositionen an Stuttgarts Torwart Ivan Pesic. Dem Team von Coach Frank Carstens fehlte der Punch, um die Hausherren nch eimal unter Stress zu setzen. So kam GWD nie näher als auf fünf Tore heran. Die Schwaben hielten das Niveau der ersten Hälfte nicht mehr, doch sie mussten sich nie um die Punkte sorgen, weil die Mindener einfach nichts aus ihren Chancen machten. Mit gleich mehreren Paraden in Folge hielt Pesic beim 30:25 den Vorsprung fest und stellte die Weichen sieben Minuten vor dem Abpfiff auf Heimsieg.

GWD Minden: Semisch, Lichtlein – Meister, Janke 2, Kranzmann, Richtzenhain, Zeitz, Korte 4, Thiele 2, Pieczkowski, Schluroff 3, Jukic 4, Staar 6, Urban 7/2, Grebenc 1, Darmoul 2.

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