Der nächste Anlauf: Das fordert GWD-Coach Frank Carstens fürs Spiel in Erlangen Marcus Riechmann Minden. Mit der Stadt Erlangen verbindet Frank Carstens besondere Erinnerungen. Im Frankenland absolvierte er am 28. Februar 2015 sein erstes Pflichtspiel als Trainer von GWD Minden. 23:19 gewannen die Mindener Handballer seinerzeit. Auch danach waren die Reisen zum aktuell einzigen bayrischen Erstligisten meist lohnend. Einzig in der gemeinsamen Zweitliga-Saison kehrte GWD im Dezember 2015 mit leeren Händen und einer 22:26-Niederlage heim. Seitdem beide Klubs wieder in der Bundesliga spielen, hat Frank Carstens beim HCE nicht mehr verloren und 6:2 Punkte als prächtige Auswärtsbilanz. Nun kann man sich zwar von den Statistiken nichts kaufen, doch als Stimmungsaufheller für sein mit sich haderndem Team möchte der Trainer die gute Bilanz nutzen: „Wir haben da oft gut ausgesehen“, sagt der 49-Jährige vor dem Spiel seiner Mannschaft in der Arena Nürnberg am Samstagabend um 20.30 Uhr: „Ich bin optimistisch, dass wir eine gute Leistung abliefern werden.“ Grundsätzlich ist die Ausgangslage gut. Alle Spieler sind gesund. Auch Miro Schluroff, der zuletzt noch an den Folgen einer Fingerverletzung laboriert hatte, ist als letzter GWD-Profi von der Krankenliste gestrichen worden. Der 21-Jährige soll den linken Rückraum um Feuerkraft aus der Distanz bereichern. Doch der Gesamtzustand des Teams ist ungewiss. „Wir haben jetzt zwei ordentliche Lektionen erhalten“, lässt Frank Carstens keinen Zweifel daran, dass der Saisonstart mit den klaren Niederlagen gegen SG Flensburg-Handewitt und HBW Balingen-Weilstetten ordentlich daneben gegangen ist. Neben zahlreichen anderen Defiziten war dem Trainer in beiden Spielen ein Umstand besonders sauer aufgestoßen: Am Ende fehlte die Gegenwehr und die Niederlagen fielen höher aus als es eigentlich nötig gewesen wäre. „Wir brauchen den Glauben an uns selbst“, wiederholt der Trainer eine zentrale Notwendigkeit für erfolgreichere Handballspiele. Man habe in der vergangenen Woche intensive Gespräche geführt. „Aber man kann Selbstvertrauen nicht herbei reden. Am Ende muss man es sich erarbeiten“, sagt der Coach. Er setzt darauf, dass mit Trainingsfleiß und positiven Erfahrungen in den Partien das Vertrauen der Spieler wachsen wird. In den zurückliegenden Trainingstagen habe das Team viel am Kleingruppenspiel gearbeitet. Das Zwei-gegen-Zwei sei sowohl im Angriff als auch in der Abwehr ein großes Thema gewesen. Stabile Abläufe und zuverlässige Abwehrleistung seien wichtige Bausteine, hebt Carstens hervor. „Das war eine intensive Woche. Ich bin selbst gespannt, wie weit wir gekommen sind.“ Genau darauf hebt der Trainer auch ab, wenn er über seine Erwartung an das dritte Saisonspiel spricht. „Ich will das sehen, was wir uns erarbeitet haben“, nennt er seinen Anspruch vor dem Gastspiel beim formstarken HCE um Trainer Michael Haaß. Neben den sportlichen Sorgen rückte auch die nach wie vor existente Bedrohungslage durch das Corona-Virus wieder auf die Tagesordnung. Die frischen Infektionen zweier Spieler beim benachbarten TuS N-Lübbecke machten den GWD-Verantwortlichen bewusst, dass auch die Impfung keinen vollständigen Schutz bietet. „Mich hat die Nachricht erstmal überrascht“, gestand Mindens Sportgeschäftsführer Frank von Behren, „aber es macht bewusst, dass es jeden treffen kann – auch uns.“ Er erläuterte: Man halte die Regeln ein, das Team sei geimpft. „Aber absolute Sicherheit gibt es nicht“, sagt von Behren, der die Spieler in Gesprächen erneut für die latente Gefahr sensibilisieren will.

Der nächste Anlauf: Das fordert GWD-Coach Frank Carstens fürs Spiel in Erlangen

Gute Aktion in Balingen: GWD-Spielmacher Niclas Pieczkowski bindet den balinger Außenverteidiger Moritz Strosack und spielt den Pass auf Linksaußen Mats Korte. Gute Kleingruppenarbeit wünscht sich Trainer Frank Carstens auch für das Spiel in Erlangen. Foto: Dennis Duddek/ Eibner-Pressefoto © Eibner-Pressefoto Info: 0172/8374655

Minden. Mit der Stadt Erlangen verbindet Frank Carstens besondere Erinnerungen. Im Frankenland absolvierte er am 28. Februar 2015 sein erstes Pflichtspiel als Trainer von GWD Minden. 23:19 gewannen die Mindener Handballer seinerzeit.

Auch danach waren die Reisen zum aktuell einzigen bayrischen Erstligisten meist lohnend. Einzig in der gemeinsamen Zweitliga-Saison kehrte GWD im Dezember 2015 mit leeren Händen und einer 22:26-Niederlage heim. Seitdem beide Klubs wieder in der Bundesliga spielen, hat Frank Carstens beim HCE nicht mehr verloren und 6:2 Punkte als prächtige Auswärtsbilanz.

Nun kann man sich zwar von den Statistiken nichts kaufen, doch als Stimmungsaufheller für sein mit sich haderndem Team möchte der Trainer die gute Bilanz nutzen: „Wir haben da oft gut ausgesehen“, sagt der 49-Jährige vor dem Spiel seiner Mannschaft in der Arena Nürnberg am Samstagabend um 20.30 Uhr: „Ich bin optimistisch, dass wir eine gute Leistung abliefern werden.“

Grundsätzlich ist die Ausgangslage gut. Alle Spieler sind gesund. Auch Miro Schluroff, der zuletzt noch an den Folgen einer Fingerverletzung laboriert hatte, ist als letzter GWD-Profi von der Krankenliste gestrichen worden. Der 21-Jährige soll den linken Rückraum um Feuerkraft aus der Distanz bereichern.

Doch der Gesamtzustand des Teams ist ungewiss. „Wir haben jetzt zwei ordentliche Lektionen erhalten“, lässt Frank Carstens keinen Zweifel daran, dass der Saisonstart mit den klaren Niederlagen gegen SG Flensburg-Handewitt und HBW Balingen-Weilstetten ordentlich daneben gegangen ist. Neben zahlreichen anderen Defiziten war dem Trainer in beiden Spielen ein Umstand besonders sauer aufgestoßen: Am Ende fehlte die Gegenwehr und die Niederlagen fielen höher aus als es eigentlich nötig gewesen wäre.

„Wir brauchen den Glauben an uns selbst“, wiederholt der Trainer eine zentrale Notwendigkeit für erfolgreichere Handballspiele. Man habe in der vergangenen Woche intensive Gespräche geführt. „Aber man kann Selbstvertrauen nicht herbei reden. Am Ende muss man es sich erarbeiten“, sagt der Coach. Er setzt darauf, dass mit Trainingsfleiß und positiven Erfahrungen in den Partien das Vertrauen der Spieler wachsen wird.

In den zurückliegenden Trainingstagen habe das Team viel am Kleingruppenspiel gearbeitet. Das Zwei-gegen-Zwei sei sowohl im Angriff als auch in der Abwehr ein großes Thema gewesen. Stabile Abläufe und zuverlässige Abwehrleistung seien wichtige Bausteine, hebt Carstens hervor. „Das war eine intensive Woche. Ich bin selbst gespannt, wie weit wir gekommen sind.“ Genau darauf hebt der Trainer auch ab, wenn er über seine Erwartung an das dritte Saisonspiel spricht. „Ich will das sehen, was wir uns erarbeitet haben“, nennt er seinen Anspruch vor dem Gastspiel beim formstarken HCE um Trainer Michael Haaß.

Neben den sportlichen Sorgen rückte auch die nach wie vor existente Bedrohungslage durch das Corona-Virus wieder auf die Tagesordnung. Die frischen Infektionen zweier Spieler beim benachbarten TuS N-Lübbecke machten den GWD-Verantwortlichen bewusst, dass auch die Impfung keinen vollständigen Schutz bietet. „Mich hat die Nachricht erstmal überrascht“, gestand Mindens Sportgeschäftsführer Frank von Behren, „aber es macht bewusst, dass es jeden treffen kann – auch uns.“ Er erläuterte: Man halte die Regeln ein, das Team sei geimpft. „Aber absolute Sicherheit gibt es nicht“, sagt von Behren, der die Spieler in Gesprächen erneut für die latente Gefahr sensibilisieren will.

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