Der Glaube der Eulen ist groß: Coach Benjamin Matschke plant zum Abschied das nächste Wunder Stefan Rüter Minden. Benjamin Matschke ist ein Trainer, der mitreißen kann, der alle Energie in seine Mannschaft packt. Und er ist ein Mann der Wunder. Drei Mal hat er mit den Eulen Ludwigshafen am letzten Spieltag den Aufstieg (2017) oder den Klassenerhalt (2018, 2019) geschafft. Das kann kein Zufall sein. Die Eulen sahen auch in dieser Saison schon wieder wie ein sicherer Absteiger aus. Neun Punkte nach 21 Spielen waren eine mickrige Ausbeute. Danach hat der Trainer das Spielsystem radikal verändert. „Frank Carstens wird das alles analysiert haben. Ich will nicht zu viel verraten, aber unsere Mittelmänner kommen jetzt sicher mehr zur Geltung“, erklärt der 38-jährige Taktikfuchs. Der Erfolg gibt ihm Recht. 15 Punkte aus 14 Spielen hat Ludwigshafen geholt. Plötzlich ist das Wunder zum Greifen nah, der Traum vom Klassenerhalt ist eingepflanzt. „Unsere Rückrunde hat nix mehr mit der Hinrunde zu tun“, freut sich Matschke über den Aufschwung. „Der Glaube ist groß, dass wir es wieder schaffen können.“ Das klingt wie eine Warnung. Bereits 2019 war ein Sieg gegen Minden das fehlende Puzzleteil. Am letzten Spieltag besiegten die Eulen GWD in einer dramatischen Partie 31:30. Weil Bietigheim und Gummersbach Unentschieden spielten, blieben die Eulen drin. Eine der verrücktesten Nummern der Bundesliga-Geschichte. Diese Energieleistungen kosten natürlich Kraft. „Das ist schon hart, auch mental“, sagt Matschke. Er macht auch deshalb am Sonntag Schluss: „Nach vier Jahren Abstiegskampf geht meine Zeit bei den Eulen zu Ende.“ Er trainiert ab Sommer die HSG Wetzlar. Dort spielt Minden am letzten Spieltag. Sollte GWD tatsächlich gegen die Eulen verlieren, geht es dann um alles. Und die Wetzlarer Jungs wollen ihrem neuen Trainer bestimmt nicht das nächste Wunder vermasseln. „Das ist eine verrückte Konstellation“, findet auch Matschke: „Aber ich glaube, dass Minden in Wetzlar gewinnen kann.“ Benjamin Matschke ist aber nicht nur Handball. An zwei Tagen in der Woche unterrichtet er am Gymnasium. Morgen machen seine Schüler das Sport-Abitur. Der 38-Jährige liebt den Lehrer-Job. „Es ist eine tolle Abwechslung zum Handball“, sagt der zweifache Vater. Regelrecht begeistert ist er von seinem heutigen Gegenüber: „Ich schätze Frank Carstens unheimlich. Er ist mit allen Wassern gewaschen. Und ein toller Mensch.“ Und doch will er ihn unbedingt ärgern. In der Regel sind Spiele zwischen GWD und den Eulen immer eng, emotional, dramatisch. Benjamin Matschke glaubt an den Sieg. Das verrät ein kleines Detail: Das Interview mit ihm fand auf der Busfahrt der Eulen nach Minden statt. Matschke verriet, dass er gerade dabei war, die Videoschnipsel für das Heimspiel am Sonntag gegen Göppingen zu schneiden. Der Eulen-Trainer erklärt das so: „Das letzte Spiel wird für uns eine große Bedeutung haben.“ Matschke plant das nächste Eulen-Wunder.

Der Glaube der Eulen ist groß: Coach Benjamin Matschke plant zum Abschied das nächste Wunder

Vater der Ludwigshafener Wunder: Trainer Benjamin Matschke plant die nächste Rettung mit den Eulen. Foto Michael Bermel/imago-images © imago images/Eibner

Minden. Benjamin Matschke ist ein Trainer, der mitreißen kann, der alle Energie in seine Mannschaft packt. Und er ist ein Mann der Wunder. Drei Mal hat er mit den Eulen Ludwigshafen am letzten Spieltag den Aufstieg (2017) oder den Klassenerhalt (2018, 2019) geschafft. Das kann kein Zufall sein.

Die Eulen sahen auch in dieser Saison schon wieder wie ein sicherer Absteiger aus. Neun Punkte nach 21 Spielen waren eine mickrige Ausbeute. Danach hat der Trainer das Spielsystem radikal verändert. „Frank Carstens wird das alles analysiert haben. Ich will nicht zu viel verraten, aber unsere Mittelmänner kommen jetzt sicher mehr zur Geltung“, erklärt der 38-jährige Taktikfuchs.

Der Erfolg gibt ihm Recht. 15 Punkte aus 14 Spielen hat Ludwigshafen geholt. Plötzlich ist das Wunder zum Greifen nah, der Traum vom Klassenerhalt ist eingepflanzt. „Unsere Rückrunde hat nix mehr mit der Hinrunde zu tun“, freut sich Matschke über den Aufschwung. „Der Glaube ist groß, dass wir es wieder schaffen können.“

Das klingt wie eine Warnung. Bereits 2019 war ein Sieg gegen Minden das fehlende Puzzleteil. Am letzten Spieltag besiegten die Eulen GWD in einer dramatischen Partie 31:30. Weil Bietigheim und Gummersbach Unentschieden spielten, blieben die Eulen drin. Eine der verrücktesten Nummern der Bundesliga-Geschichte.

Diese Energieleistungen kosten natürlich Kraft. „Das ist schon hart, auch mental“, sagt Matschke. Er macht auch deshalb am Sonntag Schluss: „Nach vier Jahren Abstiegskampf geht meine Zeit bei den Eulen zu Ende.“ Er trainiert ab Sommer die HSG Wetzlar. Dort spielt Minden am letzten Spieltag. Sollte GWD tatsächlich gegen die Eulen verlieren, geht es dann um alles. Und die Wetzlarer Jungs wollen ihrem neuen Trainer bestimmt nicht das nächste Wunder vermasseln. „Das ist eine verrückte Konstellation“, findet auch Matschke: „Aber ich glaube, dass Minden in Wetzlar gewinnen kann.“

Benjamin Matschke ist aber nicht nur Handball. An zwei Tagen in der Woche unterrichtet er am Gymnasium. Morgen machen seine Schüler das Sport-Abitur. Der 38-Jährige liebt den Lehrer-Job. „Es ist eine tolle Abwechslung zum Handball“, sagt der zweifache Vater.

Regelrecht begeistert ist er von seinem heutigen Gegenüber: „Ich schätze Frank Carstens unheimlich. Er ist mit allen Wassern gewaschen. Und ein toller Mensch.“ Und doch will er ihn unbedingt ärgern. In der Regel sind Spiele zwischen GWD und den Eulen immer eng, emotional, dramatisch.

Benjamin Matschke glaubt an den Sieg. Das verrät ein kleines Detail: Das Interview mit ihm fand auf der Busfahrt der Eulen nach Minden statt. Matschke verriet, dass er gerade dabei war, die Videoschnipsel für das Heimspiel am Sonntag gegen Göppingen zu schneiden. Der Eulen-Trainer erklärt das so: „Das letzte Spiel wird für uns eine große Bedeutung haben.“ Matschke plant das nächste Eulen-Wunder.

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