Der Ball war kein Freund: In Mannheim geht bei GWD Minden so manches schief Marcus Riechmann Manheim/Minden. Wenn GWD Minden in der aktuellen Verfassung für einen Sieg in der Handball-Bundesliga für einen Sieg in Frage kommen will, dann muss bei der Mannschaft schon ziemlich viel zusammenpassen. Am Donnerstag in Mannheim passte nicht allzu viel zusammen. Die zwangsläufige Konsequenz: die 27:31-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen, die elfte Pleite der Saison. „Das ist die Sache simpel auf den Punkt gebracht“, bestätigte Trainer Frank Carstens nach dem Fehlerfestival seiner Mannschaft gegen die nicht unbezähmbar scheinenden Löwen. Seine Spieler prellten sich den Ball auf den Fuß oder passten ihn als unerreichbaren Tiefflieger zu den Teamkollegen. Sie warfen das Spielgerät bisweilen direkt ins Aus oder in der Hände ihrer Gegenspieler. Es war bisweilen kaum auszuhalten, welche Missgeschicke den Mindenern vor allem in der ersten Halbzeit unterliefen. Der Ball war in der SAP-Arena nicht der Freud der Männer in Grün. Mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen den konterstarken Tabellenführer SC Magdeburg am letzten Novembersonntag darf Mindens Keeper Malte Semisch angst und bange werden.„Das war schon mal besser“. grantelte der Trainer, dem neben den Fehlern auch die Grundhaltung seiner Spieler in den Anfangsminuten missfiel: „Wir müssen griffiger sein, sonst klappt das nicht.“ Doch während sich die Gäste emotional in die Partie einarbeiteten, blieb ihre handballerische Darbietung bis zur Halbzeitpause auf bescheidenem Niveau. Insgesamt 19 technische Fehler hatte Carstens am Ende auf dem Statistik-Zettel stehen. Zwölf davon erlaubten sich die Mindener in Abschnitt eins. Dazu addierten sich sechs schlechte Abschlüsse und lediglich neun Tore. Der ungewohnt schwach aufgepumpte Ball und die ebenso ungewohnte 5:1-Abwehrformation der Löwen, mit der Minden erstmals in dieser Saison konfrontiert war, hatten sicher ihren Anteil an den Unzulänglichkeiten des Liga-Schlusslichtes. Doch Carstens wollte das nicht gelten lassen: „Es waren einfach zu viele ganz einfache Fehler dabei.“Es spricht für die charakterliche Integrität des Teams, dass sich die Mindener trotz des meist zwischen fünf und sieben Toren pendelnden Rückstands nicht hängen ließen. Beinahe wurden sie sogar noch dafür belohnt. Amine Darmoul brachte GWD in der 56. Minute auf 26:29 heran. Kurz darauf hatte Minden die Chance zum 27:29, doch der mutig spielende Miro Schluroff warf ein wenig zu überhastet, Löwen Keeper Nikolas Katsigiannis wehrte den Ball ab.Es ist eine ironische Randnote, dass ausgerechnet der erste Mindener Fehlwurf der zweiten Halbzeit die Niederlage besiegelte. „Wir hatten eine hervorragende Wurfquote von 70 Prozent“, nannte Carstens einen positiven Aspekt. Er führte aus: „Wir machen in der zweiten Halbzeit unsere Tore. Aber leider fangen wir uns auch immer welche.“ Und so schaffte es GWD eben nicht, mal etwas mehr Druck auf die wenig souveränen Gastgeber aufzubauen und sich auf Schlagweite heranzuarbeiten.

Der Ball war kein Freund: In Mannheim geht bei GWD Minden so manches schief

Es war zum in den Ball beißen: Mindens Torhüter Malte Semisch lässt nach einem der zahlreichen Gegentore seinen Frust am Spielgerät aus, das ihm, aber vor allem seinen Mitspielern große Probleme bereitete. Foto: Michael Bermel/Eibner © Eibner-Pressefoto

Manheim/Minden. Wenn GWD Minden in der aktuellen Verfassung für einen Sieg in der Handball-Bundesliga für einen Sieg in Frage kommen will, dann muss bei der Mannschaft schon ziemlich viel zusammenpassen. Am Donnerstag in Mannheim passte nicht allzu viel zusammen. Die zwangsläufige Konsequenz: die 27:31-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen, die elfte Pleite der Saison.

„Das ist die Sache simpel auf den Punkt gebracht“, bestätigte Trainer Frank Carstens nach dem Fehlerfestival seiner Mannschaft gegen die nicht unbezähmbar scheinenden Löwen. Seine Spieler prellten sich den Ball auf den Fuß oder passten ihn als unerreichbaren Tiefflieger zu den Teamkollegen. Sie warfen das Spielgerät bisweilen direkt ins Aus oder in der Hände ihrer Gegenspieler. Es war bisweilen kaum auszuhalten, welche Missgeschicke den Mindenern vor allem in der ersten Halbzeit unterliefen. Der Ball war in der SAP-Arena nicht der Freud der Männer in Grün. Mit Blick auf das kommende Heimspiel gegen den konterstarken Tabellenführer SC Magdeburg am letzten Novembersonntag darf Mindens Keeper Malte Semisch angst und bange werden.

„Das war schon mal besser“. grantelte der Trainer, dem neben den Fehlern auch die Grundhaltung seiner Spieler in den Anfangsminuten missfiel: „Wir müssen griffiger sein, sonst klappt das nicht.“ Doch während sich die Gäste emotional in die Partie einarbeiteten, blieb ihre handballerische Darbietung bis zur Halbzeitpause auf bescheidenem Niveau. Insgesamt 19 technische Fehler hatte Carstens am Ende auf dem Statistik-Zettel stehen. Zwölf davon erlaubten sich die Mindener in Abschnitt eins. Dazu addierten sich sechs schlechte Abschlüsse und lediglich neun Tore. Der ungewohnt schwach aufgepumpte Ball und die ebenso ungewohnte 5:1-Abwehrformation der Löwen, mit der Minden erstmals in dieser Saison konfrontiert war, hatten sicher ihren Anteil an den Unzulänglichkeiten des Liga-Schlusslichtes. Doch Carstens wollte das nicht gelten lassen: „Es waren einfach zu viele ganz einfache Fehler dabei.“

Es spricht für die charakterliche Integrität des Teams, dass sich die Mindener trotz des meist zwischen fünf und sieben Toren pendelnden Rückstands nicht hängen ließen. Beinahe wurden sie sogar noch dafür belohnt. Amine Darmoul brachte GWD in der 56. Minute auf 26:29 heran. Kurz darauf hatte Minden die Chance zum 27:29, doch der mutig spielende Miro Schluroff warf ein wenig zu überhastet, Löwen Keeper Nikolas Katsigiannis wehrte den Ball ab.

Es ist eine ironische Randnote, dass ausgerechnet der erste Mindener Fehlwurf der zweiten Halbzeit die Niederlage besiegelte. „Wir hatten eine hervorragende Wurfquote von 70 Prozent“, nannte Carstens einen positiven Aspekt. Er führte aus: „Wir machen in der zweiten Halbzeit unsere Tore. Aber leider fangen wir uns auch immer welche.“ Und so schaffte es GWD eben nicht, mal etwas mehr Druck auf die wenig souveränen Gastgeber aufzubauen und sich auf Schlagweite heranzuarbeiten.

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