Den nächsten Gegner als Vorbild: Der SC Magdeburg hat die stärkste Wurfquote der Liga Sebastian Külbel Minden. Es muss ja nicht gleich so kommen wie am 22. Oktober 2016. Damals fegte GWD Minden in der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg in die Handball-Bundesliga den SC Magdeburg mit 34:24 aus der Kampa-Halle. Es ist bis heute der letzte Sieg gegen das Top-Team aus Sachsen-Anhalt, das auch beim Gastspiel am heutigen Samstag (18.30 Uhr) in der Lübbecker Kreissporthalle klarer Favorit ist. Mit dem Premierentitel in der European League bewies der SCM am Pfingstsonntag internationale Klasse, als Tabellenvierter mit zwei Spielen weniger hat er auch in der Liga noch alle Chancen, die Rhein-Neckar Löwen von Rang drei zu verdrängen. Und auch die personellen und taktischen Voraussetzungen erzeugen bei allen Gegnern viel Respekt. „Magdeburg wird uns ganz anders fordern als der Bergische HC“, betont GWD-Trainer Frank Carstens vor dem letzten Heimspiel in Lübbecke ohne Zuschauer. Denn der heutige Gegner beherrscht genau das in Perfektion, woran es bei seiner Mannschaft zurzeit so hapert: „Wenn man etwas von ihnen lernen kann, dann, wie man seine Chancen nutzt.“ Mit einer Wurfquote von 68 Prozent ist der frisch gekürte Europapokalsieger das effizienteste Team der Liga. Ganz unten in dieser Liste stehen dagegen die Mindener, die nur 55 Prozent ihrer Würfe aufs Tor verwandeln. Magdeburgs Stärke gründet auf einer guten Chancenauswahl und der auf Durchbrüche ausgelegten Spielweise. „Sie haben viele kleine Spieler im Rückraum, die alle sehr passstark sind“, erklärt Carstens: „Und wenn Michael Damgaard dabei ist, haben sie noch mehr Möglichkeiten.“ Der dänische Rückraumschütze hat aus nie ganz geklärten Verletzungsgründen monatelang kaum gespielt, kam zuletzt aber wieder mehr zum Einsatz. „Wir müssen die Rückraumspieler vom Tor weghalten, das ist die große Aufgabe“, betont der GWD-Trainer und fordert zudem starkes Zweikampfverhalten. Auch auf SCM-Spielmacher Marko Bezjak werfen die Mindener ein genaues Auge: „Er ist einer der besten Passgeber der Welt und setzt seine Mitspieler präzise ein“, warnt Carstens. So zum Beispiel seine Außenangreifer, die in der Liga die beste Wurfeffektivität haben. Genau daran müssen die Mindener Schützen arbeiten. Nur gut 36 Prozent ihrer Versuche brachten sie am Mittwochabend im Tor unter und kassierten vor allem deshalb mit dem 24:25 beim Bergischen HC die erste Niederlage nach zuvor sechs ungeschlagenen Spielen in Folge. „Das müssen wir am Samstag besser machen“, betont Frank Carstens. Der Weg sei dennoch der richtige: „Mit der Leistung und der Umsetzung vieler taktischer Vorgaben war ich zufrieden. Wir spielen die Chancen ja heraus.“ Nur verwandelt wurden sie eben nicht: „Da hat man dann auch gesehen, wie der Kopf runtergeht.“ Heute muss er schnell wieder gehoben werden, und vielleicht hilft dabei der Blick aufs Hinspiel. Beim 28:29 am 14. Februar war es knapp bis zum letzten Ball – eine Situation, in der sich die Mindener nach den vielen engen Spielen der vorigen Wochen zu Spezialisten entwickelt haben. Läuft es heute wieder so, ist für GWD etwas drin. Ein Kantersieg aber wohl eher nicht.

Den nächsten Gegner als Vorbild: Der SC Magdeburg hat die stärkste Wurfquote der Liga

Joshua Thiele und die anderen GWD-Angreifer wollen gegen Magdeburg ihre Chancen besser nutzen. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden. Es muss ja nicht gleich so kommen wie am 22. Oktober 2016. Damals fegte GWD Minden in der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg in die Handball-Bundesliga den SC Magdeburg mit 34:24 aus der Kampa-Halle. Es ist bis heute der letzte Sieg gegen das Top-Team aus Sachsen-Anhalt, das auch beim Gastspiel am heutigen Samstag (18.30 Uhr) in der Lübbecker Kreissporthalle klarer Favorit ist.

Mit dem Premierentitel in der European League bewies der SCM am Pfingstsonntag internationale Klasse, als Tabellenvierter mit zwei Spielen weniger hat er auch in der Liga noch alle Chancen, die Rhein-Neckar Löwen von Rang drei zu verdrängen. Und auch die personellen und taktischen Voraussetzungen erzeugen bei allen Gegnern viel Respekt.

„Magdeburg wird uns ganz anders fordern als der Bergische HC“, betont GWD-Trainer Frank Carstens vor dem letzten Heimspiel in Lübbecke ohne Zuschauer. Denn der heutige Gegner beherrscht genau das in Perfektion, woran es bei seiner Mannschaft zurzeit so hapert: „Wenn man etwas von ihnen lernen kann, dann, wie man seine Chancen nutzt.“ Mit einer Wurfquote von 68 Prozent ist der frisch gekürte Europapokalsieger das effizienteste Team der Liga. Ganz unten in dieser Liste stehen dagegen die Mindener, die nur 55 Prozent ihrer Würfe aufs Tor verwandeln.

Magdeburgs Stärke gründet auf einer guten Chancenauswahl und der auf Durchbrüche ausgelegten Spielweise. „Sie haben viele kleine Spieler im Rückraum, die alle sehr passstark sind“, erklärt Carstens: „Und wenn Michael Damgaard dabei ist, haben sie noch mehr Möglichkeiten.“ Der dänische Rückraumschütze hat aus nie ganz geklärten Verletzungsgründen monatelang kaum gespielt, kam zuletzt aber wieder mehr zum Einsatz.

„Wir müssen die Rückraumspieler vom Tor weghalten, das ist die große Aufgabe“, betont der GWD-Trainer und fordert zudem starkes Zweikampfverhalten. Auch auf SCM-Spielmacher Marko Bezjak werfen die Mindener ein genaues Auge: „Er ist einer der besten Passgeber der Welt und setzt seine Mitspieler präzise ein“, warnt Carstens. So zum Beispiel seine Außenangreifer, die in der Liga die beste Wurfeffektivität haben.

Genau daran müssen die Mindener Schützen arbeiten. Nur gut 36 Prozent ihrer Versuche brachten sie am Mittwochabend im Tor unter und kassierten vor allem deshalb mit dem 24:25 beim Bergischen HC die erste Niederlage nach zuvor sechs ungeschlagenen Spielen in Folge. „Das müssen wir am Samstag besser machen“, betont Frank Carstens. Der Weg sei dennoch der richtige: „Mit der Leistung und der Umsetzung vieler taktischer Vorgaben war ich zufrieden. Wir spielen die Chancen ja heraus.“ Nur verwandelt wurden sie eben nicht: „Da hat man dann auch gesehen, wie der Kopf runtergeht.“

Heute muss er schnell wieder gehoben werden, und vielleicht hilft dabei der Blick aufs Hinspiel. Beim 28:29 am 14. Februar war es knapp bis zum letzten Ball – eine Situation, in der sich die Mindener nach den vielen engen Spielen der vorigen Wochen zu Spezialisten entwickelt haben. Läuft es heute wieder so, ist für GWD etwas drin. Ein Kantersieg aber wohl eher nicht.

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