„Das nervt megamäßig“ - GWD-Trainer Carstens blickt auf die brisante Lage im Keller der Bundesliga Marcus Riechmann Minden. Eine Mini-Serie von sechs Spielen ohne Niederlage, 9:7 Punkte, bis auf das letzte Spiel gegen Magdeburg stabil am oberen Leistungslimit – die Handballer von GWD Minden haben sich in den vergangenen Wochen deutlich über dem Saisonniveau präsentiert. Und trotzdem ist es dem Bundesligisten nicht gelungen, das Polster auf die Abstiegszone auszubauen. Im Gegenteil: Die Eulen Ludwigshafen haben im Mai 8:4 Punkte geholt und den Rückstand auf GWD verkürzt. „Das nervt megamäßig“, nimmt Frank Carstens bei der Bewertung der Situation kein Blatt vor den Mund. Der GWD-Trainer hätte sich gewünscht, dass die guten Leistungen seines Teams die Lage entspannen würden, doch bei noch fünf ausstehenden Spieltagen (Eulen sogar sechs) ist der Vorsprung vor HBW Balingen/Weilstetten (drei Punkte) und Ludwigshafen (vier) kein Ruhekissen. „Das haben wir immer gesagt und auch so erwartet“, ist die brisante Lage im Saisonendspurt für Carstens keine Überraschung. Doch er macht deutlich: Die Ausgangslage ist gut. „Wir haben vier Punkte Vorsprung“, sagt er und wechselt die Perspektive: „Nach oben zum TVB Stuttgart sind es auch nur zwei Punkte.“ Der deutlichen 25:35-Pleite gegen den SC Magdeburg vom Wochenende hängt Carstens nicht hinterher. „Wir müssen die Köpfe wieder hoch nehmen“, sagt der erfahrene Coach und blickt dem Auswärtsspiel gegen den SC DHfK Leipzig am morgigen Mittwoch entschlossen entgegen: „Wir werden noch mal alles mobilisieren.“ Die Reise nach Sachsen zum Tabellenneunten bildet den Abschluss des Spiele-Marathons mit der dichten Taktung von acht Partien in vier Wochen. Noch einmal Gas geben, dann folgt eine kurze Erholungsphase für Geist und Körper, ehe das Heimspiel gegen den THW Kiel am Samstag, 12. Juni, den 14-tägigen Endspurt einläutet. Mit Individualtraining für die Reservisten und einer Regenerationseinheit für die Vielspieler hat GWD am Sonntag die Vorbereitung auf das Leipzig-Spiel aufgenommen. Ein Tag für Abwehrschulung und ein Tag für Angriffstraining stehen zu Verfügung. „Das ist mehr als wir vor manchen anderen Spielen hatten“, sagt Carstens und betont, worauf es vor allem ankommt: „Die mentale Frische ist wichtig.“ Hier erwartet der 49-Jährige einen unerwarteten Impuls: „Wir werden in Leipzig zum ersten Mal wieder vor Zuschauern spielen. So, wie bei uns demnächst auch. Schön, dass das zum Saisonende noch möglich wird“, freut sich der Trainer auf die Rückkehr der lang vermissten Atmosphäre. Auch auf die Rückkehr von Miro Schluroff freut sich Carstens. Nach der im Spiel beim Bergischen HC erlittenen Daumenverletzung musste der 21-jährige Rückraumspieler gegen Magdeburg pausieren. Gegen Leipzig soll er wieder dabei sein. Damit erweitere man die Möglichkeiten in der Offensive freut sich der Trainer, dass er der Leipziger Abwehr eine zusätzliche taktische Aufgabe stellen kann. Denn die Rotation im linken Rückraum zwischen Schluroff und Doruk Pehlivan ist zugleich ein Systemwechsel im GWD-Angriff. „Die beiden sind total unterschiedliche Spielertypen“, sagt Carstens. Die Zukunft des Teams in der 1. Liga ist noch nicht gesichert, der Kader für die neue Saison hingegen ist nahezu komplett. Lediglich die Verpflichtung eines zusätzlichen Rückraumspielers stehe noch im Raum, bestätigte Sportgeschäftsführer Frank von Behren auf Nachfrage und sprach dabei von einem Kann, aber keinem Muss. Kein Thema ist die Rückkehr von Maxim Orlov, der aktuell mit der A-Jugend der Füchse Berlin um die Deutsche Meisterschaft spielt. „Wir haben miteinander gesprochen, aber das ist schon eine Weile her“, bestätigte von Behren einen Kontakt zum Junioren-Nationalspieler, der in der B-Jugend von GWD zu den Füchsen wechselte. „Aber da hat sich nicht konkretisiert“, hat von Behren die Gespräche mit dem nächsten Berliner Talent nach Miro Schluroff nicht vertieft. Bekanntlich wählte man bei GWD eine andere Variante und verpflichtet als Talent für den Rückraum Magnus Holpert aus der A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt.

„Das nervt megamäßig“ - GWD-Trainer Carstens blickt auf die brisante Lage im Keller der Bundesliga

Der Wucht des SC Magdeburg, hier mit dem ehemaligen GWD-Kreisläufer Magnus Gullerud am Ball, war Minden mit Maximilian Janke (rechts) und Lucas Meister am Samstag nicht gewachsen. Morgen gegen Leipzig, Jankes Ex-Verein, will das GWD-Team wieder größere Gegenwehr zeigen. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden. Eine Mini-Serie von sechs Spielen ohne Niederlage, 9:7 Punkte, bis auf das letzte Spiel gegen Magdeburg stabil am oberen Leistungslimit – die Handballer von GWD Minden haben sich in den vergangenen Wochen deutlich über dem Saisonniveau präsentiert. Und trotzdem ist es dem Bundesligisten nicht gelungen, das Polster auf die Abstiegszone auszubauen. Im Gegenteil: Die Eulen Ludwigshafen haben im Mai 8:4 Punkte geholt und den Rückstand auf GWD verkürzt.

„Das nervt megamäßig“, nimmt Frank Carstens bei der Bewertung der Situation kein Blatt vor den Mund. Der GWD-Trainer hätte sich gewünscht, dass die guten Leistungen seines Teams die Lage entspannen würden, doch bei noch fünf ausstehenden Spieltagen (Eulen sogar sechs) ist der Vorsprung vor HBW Balingen/Weilstetten (drei Punkte) und Ludwigshafen (vier) kein Ruhekissen. „Das haben wir immer gesagt und auch so erwartet“, ist die brisante Lage im Saisonendspurt für Carstens keine Überraschung. Doch er macht deutlich: Die Ausgangslage ist gut. „Wir haben vier Punkte Vorsprung“, sagt er und wechselt die Perspektive: „Nach oben zum TVB Stuttgart sind es auch nur zwei Punkte.“

Der deutlichen 25:35-Pleite gegen den SC Magdeburg vom Wochenende hängt Carstens nicht hinterher. „Wir müssen die Köpfe wieder hoch nehmen“, sagt der erfahrene Coach und blickt dem Auswärtsspiel gegen den SC DHfK Leipzig am morgigen Mittwoch entschlossen entgegen: „Wir werden noch mal alles mobilisieren.“

Die Reise nach Sachsen zum Tabellenneunten bildet den Abschluss des Spiele-Marathons mit der dichten Taktung von acht Partien in vier Wochen. Noch einmal Gas geben, dann folgt eine kurze Erholungsphase für Geist und Körper, ehe das Heimspiel gegen den THW Kiel am Samstag, 12. Juni, den 14-tägigen Endspurt einläutet.

Mit Individualtraining für die Reservisten und einer Regenerationseinheit für die Vielspieler hat GWD am Sonntag die Vorbereitung auf das Leipzig-Spiel aufgenommen. Ein Tag für Abwehrschulung und ein Tag für Angriffstraining stehen zu Verfügung. „Das ist mehr als wir vor manchen anderen Spielen hatten“, sagt Carstens und betont, worauf es vor allem ankommt: „Die mentale Frische ist wichtig.“

Hier erwartet der 49-Jährige einen unerwarteten Impuls: „Wir werden in Leipzig zum ersten Mal wieder vor Zuschauern spielen. So, wie bei uns demnächst auch. Schön, dass das zum Saisonende noch möglich wird“, freut sich der Trainer auf die Rückkehr der lang vermissten Atmosphäre.

Auch auf die Rückkehr von Miro Schluroff freut sich Carstens. Nach der im Spiel beim Bergischen HC erlittenen Daumenverletzung musste der 21-jährige Rückraumspieler gegen Magdeburg pausieren. Gegen Leipzig soll er wieder dabei sein. Damit erweitere man die Möglichkeiten in der Offensive freut sich der Trainer, dass er der Leipziger Abwehr eine zusätzliche taktische Aufgabe stellen kann. Denn die Rotation im linken Rückraum zwischen Schluroff und Doruk Pehlivan ist zugleich ein Systemwechsel im GWD-Angriff. „Die beiden sind total unterschiedliche Spielertypen“, sagt Carstens.

Die Zukunft des Teams in der 1. Liga ist noch nicht gesichert, der Kader für die neue Saison hingegen ist nahezu komplett. Lediglich die Verpflichtung eines zusätzlichen Rückraumspielers stehe noch im Raum, bestätigte Sportgeschäftsführer Frank von Behren auf Nachfrage und sprach dabei von einem Kann, aber keinem Muss. Kein Thema ist die Rückkehr von Maxim Orlov, der aktuell mit der A-Jugend der Füchse Berlin um die Deutsche Meisterschaft spielt. „Wir haben miteinander gesprochen, aber das ist schon eine Weile her“, bestätigte von Behren einen Kontakt zum Junioren-Nationalspieler, der in der B-Jugend von GWD zu den Füchsen wechselte. „Aber da hat sich nicht konkretisiert“, hat von Behren die Gespräche mit dem nächsten Berliner Talent nach Miro Schluroff nicht vertieft. Bekanntlich wählte man bei GWD eine andere Variante und verpflichtet als Talent für den Rückraum Magnus Holpert aus der A-Jugend der SG Flensburg-Handewitt.

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