Das gute Gefühl ist zurück: Gelungenes Comeback von Lucas Meister Sebastian Külbel Minden. Auch nach der Schlusssirene war Lucas Meister gleich wieder mittendrin. Der Kreisläufer tanzte im Zentrum des Jubelkreises, mit dem die Spieler von GWD Minden den ersehnten siebten Saisonsieg in der Handball-Bundesliga feierten. Für Meister war das 22:20 bei der HSG Nordhorn-Lingen ein besonderes Spiel: Mehr als vier Monate nach dem Abriss einer Bizepssehne im linken Arm stand der Schweizer erstmals wieder auf dem Feld und trug seinen Teil zum ersten Erfolg nach zuvor vier Niederlagen bei. Der 24-Jährige kam in beiden Halbzeiten von der Bank ins Spiel und sorgte vor allem in der Abwehr für Entlastung. „Das Selbstverständnis war gleich wieder da, ich hatte einige Zweikämpfe und habe keinen verloren. Ich stand da und hatte ein gutes Gefühl“, schilderte Meister sein Comeback. Als er dann in der 58. Minute auch noch zwei Finger von Luca de Boer ins rechte Auge bekam, war der Kreisläufer endgültig zurück in der harten Bundesliga-Realität. Beim Augenarzttermin am Freitag wurden keine weiteren Schäden festgestellt, so dass sich Meister gleich zum nächsten Handball-Einsatz auf den Weg machte: Mit der Schweizer Nationalmannschaft stehen nächste Woche zwei EM-Qualifikationsspiele gegen Dänemark und in Nordmazedonien an. „Ob und wie viel ich da spiele, müssen wir aber noch schauen“, sagte Meister am Telefon während der gut sechsstündigen Autofahrt nach Basel, die er mit seinem Hund Joris bestritt. Auch für Juri Knorr stehen mit der deutschen Auswahl EM-Qualifikationsspiele in Bosnien und gegen Estland an, die der GWD-Spielmacher mit dem Schwung seiner neun Tore angehen kann. Und auch wenn der 20-Jährige etwas mürrisch die geringe Qualität des Kellerduells bemängelte, sah er den Wert des Sieges: „Wir können wieder gewinnen, dieses Gefühl hatten wir ein wenig verloren in den letzten Wochen. Heute haben wir uns das über Kampf und Wille zurückgeholt.“ So sahen es auch die Verantwortlichen, für die das Ergebnis im Vordergrund stand. „Das ist Abstiegskampf, da gewinnt man keinen Schönheitspreis“, sagte Sport-Geschäftsführer Frank von Behren: „Dieser Sieg ist ein ganz wichtiger Schritt, wir haben uns aus einer schwierigen Phase selbst heraus gekämpft.“ Auch Frank Carstens wollte sich mit Ästhetikfragen nicht lange aufhalten: „So laufen diese Spiele nun mal, wenn beide Mannschaften stark unter Druck stehen. Wir haben uns diese Punkte nach den letzten Wochen mehr als verdient.“ In den kommenden Spielen sollen schnell weitere dazu kommen, wie nicht nur Meister ankündigt: „Ich gehe fest davon aus, dass wir die Qualität haben, um da unten raus zu kommen.“ Wie sehr die Tabellensituation die Spieler beschäftigen kann, zeigte sich bei Christoffer Rambo. Dem besten GWD-Torschützen gelang in Lingen lange wenig, von neun Versuchen verwandelte er gerade einmal zwei – bis zur Schlussphase: In der 57. und 58. Minute stieg der Norweger zweimal aus zehn Metern hoch und hämmerte den Ball zum vorentscheidenden 21:18 ins Netz. „Dafür steht er auf dem Feld, diese Tore kann bei uns nur er machen“, sagte Carstens. Rambo gehörte am Donnerstag zum letzten Rückraum-Aufgebot der Mindener, nachdem auch noch der erkrankte Christian Zeitz ausgefallen war. Immerhin reichte es bei Simon Strakeljahn zu Kurzeinsätzen, während Miro Schluroff seine üppige Einsatzzeit für vier Tore und gute Ansätze nutzte. Nicht zum Zuge kam derweil Alexej Demerza, der aber erstmals im GWD-Kader stand. Diesem wird der Rückraum-Linke auch bis zum Saisonende angehören, nachdem die Leihe zum Zweitligisten TV Emsdetten beendet ist.

Das gute Gefühl ist zurück: Gelungenes Comeback von Lucas Meister

Wieder mittendrin: Lucas Meister (Dritter von rechts) feierte nach fünf Monaten sein Comeback bei GWD Minden und freut sich hier mit Trainer Frank Carstens über den Sieg in Lingen. Foto: Noah Wedel © Noah Wedel

Minden. Auch nach der Schlusssirene war Lucas Meister gleich wieder mittendrin. Der Kreisläufer tanzte im Zentrum des Jubelkreises, mit dem die Spieler von GWD Minden den ersehnten siebten Saisonsieg in der Handball-Bundesliga feierten. Für Meister war das 22:20 bei der HSG Nordhorn-Lingen ein besonderes Spiel: Mehr als vier Monate nach dem Abriss einer Bizepssehne im linken Arm stand der Schweizer erstmals wieder auf dem Feld und trug seinen Teil zum ersten Erfolg nach zuvor vier Niederlagen bei.

Der 24-Jährige kam in beiden Halbzeiten von der Bank ins Spiel und sorgte vor allem in der Abwehr für Entlastung. „Das Selbstverständnis war gleich wieder da, ich hatte einige Zweikämpfe und habe keinen verloren. Ich stand da und hatte ein gutes Gefühl“, schilderte Meister sein Comeback. Als er dann in der 58. Minute auch noch zwei Finger von Luca de Boer ins rechte Auge bekam, war der Kreisläufer endgültig zurück in der harten Bundesliga-Realität.

Beim Augenarzttermin am Freitag wurden keine weiteren Schäden festgestellt, so dass sich Meister gleich zum nächsten Handball-Einsatz auf den Weg machte: Mit der Schweizer Nationalmannschaft stehen nächste Woche zwei EM-Qualifikationsspiele gegen Dänemark und in Nordmazedonien an. „Ob und wie viel ich da spiele, müssen wir aber noch schauen“, sagte Meister am Telefon während der gut sechsstündigen Autofahrt nach Basel, die er mit seinem Hund Joris bestritt.

Auch für Juri Knorr stehen mit der deutschen Auswahl EM-Qualifikationsspiele in Bosnien und gegen Estland an, die der GWD-Spielmacher mit dem Schwung seiner neun Tore angehen kann. Und auch wenn der 20-Jährige etwas mürrisch die geringe Qualität des Kellerduells bemängelte, sah er den Wert des Sieges: „Wir können wieder gewinnen, dieses Gefühl hatten wir ein wenig verloren in den letzten Wochen. Heute haben wir uns das über Kampf und Wille zurückgeholt.“

So sahen es auch die Verantwortlichen, für die das Ergebnis im Vordergrund stand. „Das ist Abstiegskampf, da gewinnt man keinen Schönheitspreis“, sagte Sport-Geschäftsführer Frank von Behren: „Dieser Sieg ist ein ganz wichtiger Schritt, wir haben uns aus einer schwierigen Phase selbst heraus gekämpft.“ Auch Frank Carstens wollte sich mit Ästhetikfragen nicht lange aufhalten: „So laufen diese Spiele nun mal, wenn beide Mannschaften stark unter Druck stehen. Wir haben uns diese Punkte nach den letzten Wochen mehr als verdient.“ In den kommenden Spielen sollen schnell weitere dazu kommen, wie nicht nur Meister ankündigt: „Ich gehe fest davon aus, dass wir die Qualität haben, um da unten raus zu kommen.“

Wie sehr die Tabellensituation die Spieler beschäftigen kann, zeigte sich bei Christoffer Rambo. Dem besten GWD-Torschützen gelang in Lingen lange wenig, von neun Versuchen verwandelte er gerade einmal zwei – bis zur Schlussphase: In der 57. und 58. Minute stieg der Norweger zweimal aus zehn Metern hoch und hämmerte den Ball zum vorentscheidenden 21:18 ins Netz. „Dafür steht er auf dem Feld, diese Tore kann bei uns nur er machen“, sagte Carstens.

Rambo gehörte am Donnerstag zum letzten Rückraum-Aufgebot der Mindener, nachdem auch noch der erkrankte Christian Zeitz ausgefallen war. Immerhin reichte es bei Simon Strakeljahn zu Kurzeinsätzen, während Miro Schluroff seine üppige Einsatzzeit für vier Tore und gute Ansätze nutzte. Nicht zum Zuge kam derweil Alexej Demerza, der aber erstmals im GWD-Kader stand. Diesem wird der Rückraum-Linke auch bis zum Saisonende angehören, nachdem die Leihe zum Zweitligisten TV Emsdetten beendet ist.

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