Carstens-Team will sich in Hannover Rückenwind für harten Herbst holen Sebastian Külbel Minden. Letzte Ausfahrt Hannover? Der Blick auf den Terminplan lässt für GWD Minden einen schweren November vermuten. In vier Spielen geht es viermal gegen Teams mit Europapokal-Ambitionen – und mehr. Umso größer ist die Bedeutung der Auswärtspartie bei der TSV Hannover-Burgdorf, die endlich die ersten Punkte für den Tabellenletzten der Handball-Bundesliga bringen soll. Trainer Frank Carstens will sich bei seiner Arbeit aber gar nicht so sehr von kommenden Gegnern oder Tabellenständen leiten lassen. Ihn interessiert nach dem verpatzten Saisonstart seiner Mannschaft mit acht Niederlagen nur eine Zahl: Die Null muss weg. „In unserer Situation ist deshalb jedes Spiel enorm wichtig. Und es gibt auch für jedes Spiel einen Plan, denn jeder Gegner hat seine Schwächen." Dennoch ist klar, dass die Chance für Minden beim Gastgeber deutlich größer sein dürfte als etwa Ende November im Heimspiel gegen Spitzenreiter SC Magdeburg. Auch dazwischen stehen mit MT Melsungen, FA Göppingen und den Rhein-Neckar Löwen drei Gegner mit dem Anspruch, im oberen Drittel mitzuspielen. Mit einem positiven Ergebnis in der ZAG-Arena könnte sich GWD am morgigen Abend Rückenwind für die nächsten Wochen holen. Genau das hat der niedersächsische Nachbar am vorigen Donnerstag geschafft: Das 35:31 beim HC Erlangen war der zweite Saisonsieg des Tabellen-14. und die Trendwende nach zuvor vier Niederlagen. Das hat auch Carstens registriert: „Für Hannover waren das Big Points, vor allem die Schlussphase war sehr stark." Genau da hapert es zurzeit bei den Grün-Weißen, die sich in den vorigen beiden Spielen zwar deutlich gesteigert haben, aber zweimal zum Ende hin einbrachen. Kein Wunder, dass Sport-Geschäftsführer Frank von Behren mehr Konstanz fordert: „Wir haben gute Phasen, aber es reicht nicht für 60 Minuten. Es geht jetzt darum, ein positives Signal zu setzen und ein Spiel zu gewinnen." Wie das funktionieren kann, zeigte GWD am Sonntag gegen im OWL-Derby gegen den TBV Lemgo, als 45 Minuten lang fast alle Pläne von Coach Carstens aufgingen – bis dann doch noch alles kaputt brach. „Wir brauchen ein besseres Level, um zu punkten", sagt Carstens daher auch: „Offensiv haben wir Fortschritte gemacht sowohl bei der Anzahl der Tore als auch bei den herausgespielten Chancen. Entwicklungspotenzial haben wir vor allem in der Defensive." Die muss sich am Donnerstag auf einen angriffsstarken Gegner einrichten: „Hannover hat enorm viel Power und Wurfkraft im Rückraum", sagt der GWD-Trainer. Denn gerade in diesem zentralen Mannschaftsteil sei der Kader der „Recken" tief besetzt, „da haben sie viele Möglichkeiten". Dem steht ein Mindener Rückraum gegenüber, in dem die Not-Besetzung Jan Grebenc, Niclas Pieczkowski und Tomas Urban gegen Lemgo gut funktionierte. Letzterer wurde zwar eigentlich als Rechtsaußen geholt, ragte jedoch mit zehn Toren heraus. „Das war outstanding", meint Carstens, „das dürfen wir aber nicht jedes Mal von ihm erwarten."

Carstens-Team will sich in Hannover Rückenwind für harten Herbst holen

Tomas Urban (Mitte) war am Sonntag der herausragende GWD-Spieler und erzielte zehn Tore im OWL-Derby gegen Lemgo. „Das dürfen wir aber nicht jedes Mal von ihm erwarten“, sagt sein Trainer Frank Carstens, der in Hannover ein variableres Angriffsspiel fordert. Foto: Angela Metge ©Angela Metge

Minden. Letzte Ausfahrt Hannover? Der Blick auf den Terminplan lässt für GWD Minden einen schweren November vermuten. In vier Spielen geht es viermal gegen Teams mit Europapokal-Ambitionen – und mehr. Umso größer ist die Bedeutung der Auswärtspartie bei der TSV Hannover-Burgdorf, die endlich die ersten Punkte für den Tabellenletzten der Handball-Bundesliga bringen soll.

Trainer Frank Carstens will sich bei seiner Arbeit aber gar nicht so sehr von kommenden Gegnern oder Tabellenständen leiten lassen. Ihn interessiert nach dem verpatzten Saisonstart seiner Mannschaft mit acht Niederlagen nur eine Zahl: Die Null muss weg. „In unserer Situation ist deshalb jedes Spiel enorm wichtig. Und es gibt auch für jedes Spiel einen Plan, denn jeder Gegner hat seine Schwächen."

Dennoch ist klar, dass die Chance für Minden beim Gastgeber deutlich größer sein dürfte als etwa Ende November im Heimspiel gegen Spitzenreiter SC Magdeburg. Auch dazwischen stehen mit MT Melsungen, FA Göppingen und den Rhein-Neckar Löwen drei Gegner mit dem Anspruch, im oberen Drittel mitzuspielen. Mit einem positiven Ergebnis in der ZAG-Arena könnte sich GWD am morgigen Abend Rückenwind für die nächsten Wochen holen.

Genau das hat der niedersächsische Nachbar am vorigen Donnerstag geschafft: Das 35:31 beim HC Erlangen war der zweite Saisonsieg des Tabellen-14. und die Trendwende nach zuvor vier Niederlagen. Das hat auch Carstens registriert: „Für Hannover waren das Big Points, vor allem die Schlussphase war sehr stark."

Genau da hapert es zurzeit bei den Grün-Weißen, die sich in den vorigen beiden Spielen zwar deutlich gesteigert haben, aber zweimal zum Ende hin einbrachen. Kein Wunder, dass Sport-Geschäftsführer Frank von Behren mehr Konstanz fordert: „Wir haben gute Phasen, aber es reicht nicht für 60 Minuten. Es geht jetzt darum, ein positives Signal zu setzen und ein Spiel zu gewinnen."

Wie das funktionieren kann, zeigte GWD am Sonntag gegen im OWL-Derby gegen den TBV Lemgo, als 45 Minuten lang fast alle Pläne von Coach Carstens aufgingen – bis dann doch noch alles kaputt brach. „Wir brauchen ein besseres Level, um zu punkten", sagt Carstens daher auch: „Offensiv haben wir Fortschritte gemacht sowohl bei der Anzahl der Tore als auch bei den herausgespielten Chancen. Entwicklungspotenzial haben wir vor allem in der Defensive."

Die muss sich am Donnerstag auf einen angriffsstarken Gegner einrichten: „Hannover hat enorm viel Power und Wurfkraft im Rückraum", sagt der GWD-Trainer. Denn gerade in diesem zentralen Mannschaftsteil sei der Kader der „Recken" tief besetzt, „da haben sie viele Möglichkeiten". Dem steht ein Mindener Rückraum gegenüber, in dem die Not-Besetzung Jan Grebenc, Niclas Pieczkowski und Tomas Urban gegen Lemgo gut funktionierte. Letzterer wurde zwar eigentlich als Rechtsaußen geholt, ragte jedoch mit zehn Toren heraus. „Das war outstanding", meint Carstens, „das dürfen wir aber nicht jedes Mal von ihm erwarten."

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