Carstens-Team rechnet sich trotz Krise bei den Rhein-Neckar Löwen etwas aus Sebastian Külbel Minden. Der Blick auf die Tabelle der Handball-Bundesliga ist für Schlusslicht GWD Minden ohnehin unerfreulich, vor dem heutigen Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen ist er fast verboten. Denn die Gastgeber stehen zurzeit mit einem negativen Punktekonto kurz vor der Abstiegszone – und das verzerrt die wahren Kräfteverhältnisse. „Wer sie danach beurteilt, macht einen Fehler“, warnt GWD-Trainer Frank Carstens vor dem heutigen Duell in der SAP Arena, denn: „Das Potenzial der Löwen ist riesig.“ Zwar ist die ganz große Zeit der Mannheimer mit den Meisterschaften 2016 und 2017 vorbei, aber dennoch waren sie seit der Premiere unter ihrem aktuellen Namen zur Saison 2007/2008 nie schlechter als Platz sechs. Und so haben die Mindener auch vor dem aktuellen Löwen-Kader großen Respekt. Coach Carstens verweist etwa auf den stark besetzten Rückraum mit Spielern wie Niklas Kirkelokke, Albin Lagergren oder Lukas Nilsson. Und natürlich Juri Knorr, der im Sommer nach zwei Jahren bei GWD nach Mannheim wechselte. „Wir verfolgen seine Entwicklung, da ist man auch ein bisschen Fan“, sagt der Mindener Trainer über das Ausnahmetalent: „Wir wünschen ihm, dass er das Beste erreicht – aber nicht am Donnerstag. Wir werden ihn ein bisschen prüfen.“ Noch mehr zielt Carstens’ Taktik aber auf die zentrale Achse des Löwen-Spiels zwischen Regisseur Andy Schmid und Kreisläufer Jannik Kohlbacher ab. „Die müssen wir lahmlegen, das war die Strategie der vergangenen Spiele gegen sie – und damit hatten wir sie oft am Rande eines Punktverlusts oder haben ihnen sogar etwas abgenommen.“ Bei den Rhein-Neckar Löwen fällt Torhüter David Späth mit einer schweren Knieprellung aus. Minden setzt auch heute wieder auf Ballgewinne in der Abwehr, um das zuletzt verbesserte Tempospiel weiter in Schwung zu bringen. Im Positionsangriff sieht der Trainer auf schnelles Passspiel und Eins-gegen-Eins-Situationen als Weg zum Erfolg. Ein Fall für Amine Darmoul: „Auf ihn wird es ankommen“, betont Carstens. Und auch wenn sein Team angesichts der 2:20-Punkte-Bilanz gehörig unter Druck steht, bleibt GWD klarer Außenseiter bei den Löwen. „Die müssen gegen uns immer gewinnen, auf Augenhöhe waren wir nie“, betont Carstens: „Aber das darf keine Rolle spielen für uns.“ Genauso wie der Blick auf die Tabelle.

Carstens-Team rechnet sich trotz Krise bei den Rhein-Neckar Löwen etwas aus

„Wir werden ihn ein bisschen prüfen“: GWD freut sich auf das Wiedersehen mit Juri Knorr. Foto: Oliver Vogler/imago © imago images/Oliver Vogler

Minden. Der Blick auf die Tabelle der Handball-Bundesliga ist für Schlusslicht GWD Minden ohnehin unerfreulich, vor dem heutigen Auswärtsspiel bei den Rhein-Neckar Löwen ist er fast verboten. Denn die Gastgeber stehen zurzeit mit einem negativen Punktekonto kurz vor der Abstiegszone – und das verzerrt die wahren Kräfteverhältnisse.

„Wer sie danach beurteilt, macht einen Fehler“, warnt GWD-Trainer Frank Carstens vor dem heutigen Duell in der SAP Arena, denn: „Das Potenzial der Löwen ist riesig.“ Zwar ist die ganz große Zeit der Mannheimer mit den Meisterschaften 2016 und 2017 vorbei, aber dennoch waren sie seit der Premiere unter ihrem aktuellen Namen zur Saison 2007/2008 nie schlechter als Platz sechs.

Und so haben die Mindener auch vor dem aktuellen Löwen-Kader großen Respekt. Coach Carstens verweist etwa auf den stark besetzten Rückraum mit Spielern wie Niklas Kirkelokke, Albin Lagergren oder Lukas Nilsson. Und natürlich Juri Knorr, der im Sommer nach zwei Jahren bei GWD nach Mannheim wechselte. „Wir verfolgen seine Entwicklung, da ist man auch ein bisschen Fan“, sagt der Mindener Trainer über das Ausnahmetalent: „Wir wünschen ihm, dass er das Beste erreicht – aber nicht am Donnerstag. Wir werden ihn ein bisschen prüfen.“

Noch mehr zielt Carstens’ Taktik aber auf die zentrale Achse des Löwen-Spiels zwischen Regisseur Andy Schmid und Kreisläufer Jannik Kohlbacher ab. „Die müssen wir lahmlegen, das war die Strategie der vergangenen Spiele gegen sie – und damit hatten wir sie oft am Rande eines Punktverlusts oder haben ihnen sogar etwas abgenommen.“ Bei den Rhein-Neckar Löwen fällt Torhüter David Späth mit einer schweren Knieprellung aus.

Minden setzt auch heute wieder auf Ballgewinne in der Abwehr, um das zuletzt verbesserte Tempospiel weiter in Schwung zu bringen. Im Positionsangriff sieht der Trainer auf schnelles Passspiel und Eins-gegen-Eins-Situationen als Weg zum Erfolg. Ein Fall für Amine Darmoul: „Auf ihn wird es ankommen“, betont Carstens. Und auch wenn sein Team angesichts der 2:20-Punkte-Bilanz gehörig unter Druck steht, bleibt GWD klarer Außenseiter bei den Löwen. „Die müssen gegen uns immer gewinnen, auf Augenhöhe waren wir nie“, betont Carstens: „Aber das darf keine Rolle spielen für uns.“ Genauso wie der Blick auf die Tabelle.

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