Auch gegen Hamm reicht es nicht: GWD Minden verliert Testspiel gegen den Zweitligisten Minden (rich). GWD Minden wartet weiter auf den zweiten Sieg der Saisonvorbereitung. Gestern Abend kassierte der Handball-Bundesligist gegen den ASV Hamm-Westfalen in der heimischen Trainingshalle in Minden-Süd eine 27:28 (13:14)-Niederlage. Die Ernüchterung im Lager der Grün-Weißen war nach dem Abpfiff greifbar. Während sich die Spieler des Zweitligisten lächelnd abklatschten und spürbar Selbstvertrauen tankten, hingen die Mindener wenige Tage nach dem 22:24 gegen den Zweitliga-Aufsteiger Wilhelmshavener HV nach der zweiten Niederlage gegen einen Klub aus dem Unterhaus in Folge ihren Gedanken nach. Abgesehen vom verletzt fehlenden Christoph Reißky war Minden in Bestbesetzung angetreten. Bei Hamm ließ Trainer Michael Lerscht die ehemaligen GWD-Spieler Sören Südmeier und Marten Franke wegen leichter Verletzungen zuschauen. „Südi“ sah einen GWD-Blitzstart. Neuzugang Doruk Pehlivan deutete im linken Rückraum an, welches Potenzial in ihm steckt. Der Türke nutzte die Räume und sorgte mit wuchtigen Würfen für eine 5:2-Führung. GWD gelangen geführt von Aliaksandr Padshyvalau einige schöne Offensiv-Kombinationen, leistete sich aber etliche Fehlwürfe und Stockfehler. Zudem zeigte sich früh, dass die Abwehr nicht auf Touren kam. Die Folgen: Leichte Gegentore, fehlende Ballgewinne und – von letzterem Umstand bedingt – auch kaum Tempospiel. Hamm zog von 4:6 auf 7:6 vorbei und nahm eine knappe Führung mit in die Halbzeitkabine. GWD setzte in Halbzeit zwei komplett auf einen Rechtshänder-Rückraum. Der wenig überzeugende Christoffer Rambo blieb auf der Bank, stattdessen übte Coach Frank Carstens die Variante mit rotierenden Rechtshändern. Daran lag es jedoch nicht, dass Minden nicht mehr an den Gästen vorbeikam. Als es in den Schlussminuten nicht mehr ums „Testen“ sondern ernsthaft ums Gewinnen ging, holte GWD von 24:27 noch auf 27:28 (Pehlivan) auf. 28 Sekunden vor Ende gab Carstens nochmal in einer Auszeit Instruktionen. Er wollte den letzten Angriff weder dem Team noch dem Zufall überlassen. Doch mit dem finalen Wurf scheiterte Rechtsaußen Kevin Gulliksen an ASV-Torwart Felix Storbeck – die letzte Szene als Sinnbild des Spiels.

Auch gegen Hamm reicht es nicht: GWD Minden verliert Testspiel gegen den Zweitligisten

Doruk Pehlivan, hier im Zweikampf gegen Hamms Gerrit Genz im Südmeier-Trikot, setzte Akzente. © MT-Foto: Riechmann

Minden (rich). GWD Minden wartet weiter auf den zweiten Sieg der Saisonvorbereitung. Gestern Abend kassierte der Handball-Bundesligist gegen den ASV Hamm-Westfalen in der heimischen Trainingshalle in Minden-Süd eine 27:28 (13:14)-Niederlage.

Die Ernüchterung im Lager der Grün-Weißen war nach dem Abpfiff greifbar. Während sich die Spieler des Zweitligisten lächelnd abklatschten und spürbar Selbstvertrauen tankten, hingen die Mindener wenige Tage nach dem 22:24 gegen den Zweitliga-Aufsteiger Wilhelmshavener HV nach der zweiten Niederlage gegen einen Klub aus dem Unterhaus in Folge ihren Gedanken nach.

Abgesehen vom verletzt fehlenden Christoph Reißky war Minden in Bestbesetzung angetreten. Bei Hamm ließ Trainer Michael Lerscht die ehemaligen GWD-Spieler Sören Südmeier und Marten Franke wegen leichter Verletzungen zuschauen. „Südi“ sah einen GWD-Blitzstart. Neuzugang Doruk Pehlivan deutete im linken Rückraum an, welches Potenzial in ihm steckt. Der Türke nutzte die Räume und sorgte mit wuchtigen Würfen für eine 5:2-Führung. GWD gelangen geführt von Aliaksandr Padshyvalau einige schöne Offensiv-Kombinationen, leistete sich aber etliche Fehlwürfe und Stockfehler. Zudem zeigte sich früh, dass die Abwehr nicht auf Touren kam. Die Folgen: Leichte Gegentore, fehlende Ballgewinne und – von letzterem Umstand bedingt – auch kaum Tempospiel. Hamm zog von 4:6 auf 7:6 vorbei und nahm eine knappe Führung mit in die Halbzeitkabine.

GWD setzte in Halbzeit zwei komplett auf einen Rechtshänder-Rückraum. Der wenig überzeugende Christoffer Rambo blieb auf der Bank, stattdessen übte Coach Frank Carstens die Variante mit rotierenden Rechtshändern. Daran lag es jedoch nicht, dass Minden nicht mehr an den Gästen vorbeikam. Als es in den Schlussminuten nicht mehr ums „Testen“ sondern ernsthaft ums Gewinnen ging, holte GWD von 24:27 noch auf 27:28 (Pehlivan) auf. 28 Sekunden vor Ende gab Carstens nochmal in einer Auszeit Instruktionen. Er wollte den letzten Angriff weder dem Team noch dem Zufall überlassen. Doch mit dem finalen Wurf scheiterte Rechtsaußen Kevin Gulliksen an ASV-Torwart Felix Storbeck – die letzte Szene als Sinnbild des Spiels.

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