Vereinsvertreter bringen ihre Ideen mit ein: Der Fußballkreis plant die Kreisliga A Astrid Plaßhenrich Minden. Es hätten 20 sein sollen. Doch als Thomas Schickentanz, Vorsitzender des Fußball- und Leichtathletikkreises Minden, um 19.32 Uhr – zwei Minuten nach Beginn der Videokonferenz – durchzählte, waren nur neun Vereine der Fußball-Kreisliga A vertreten. Vier weitere kamen im Laufe der virtuellen Versammlung hinzu. Sieben Klubs blieben dem Angebot der Funktionäre fern, über die Planungen zur kommenden Saison zu diskutieren. Die, die dabei waren, brachten sich konstruktiv mit ein, so dass der Kreisvorstand weitere Ideen aufnahm und Entscheidungen bereits festzurrte. StaffelstärkeUlrich Faymann geht vom Status quo aus. „Wir planen aktuell einen Spielbetrieb mit 20 Mannschaften“, sagte der Vorsitzende des Kreis-Fußballausschusses. Bislang habe noch keine Mannschaft zurückgezogen. Dafür haben die Vereine aber noch bis zum 30. Juni Zeit. Anton Jakob, Geschäftsführer von Union Minden, gab zu bedenken: „Jeder Verein muss intensiv darüber nachdenken, wie viele Mannschaften er melden kann.“ Einige Minuten später schloss Jakob an: „Wir überlegen ernsthaft, ob wir unsere 2. Mannschaft aus der Kreisliga A zurückziehen.“ Modus„Wenn es bei der Staffelstärke bleibt, werden wir wieder in zwei Gruppen spielen müssen“, stellte Faymann eine bereits gefällte und unumstößlichen Entscheidung des Fußballkreises fest. „Ansonsten bekommen wir ein erhebliches Zeitproblem“, meint der Fußball-Vorsitzende. Soll heißen: Der Modus bleibt wie in der zurückliegenden, annullierten Saison bestehen. Bei einer 20er-Staffelstärke werden die Mannschaften in zwei Gruppen aufgeteilt. An die Findungsphase mit Hin- und Rückspiel schließt sich eine Auf- und Abstiegsrunde an. Die ersten fünf und die letzten fünf Teams jeder Gruppe werden nach der Vorrunde zu neuen Ligen zusammengeführt. Dort werden Meister und Absteiger ermittelt. Die Ergebnisse von den Mannschaften, die in der Findungsphase bereits gegeneinander gespielt haben, werden mitgenommen. „Erst wenn sich die Liga auf 16 oder 17 Mannschaften verkleinern sollte, können wir wieder auf eine eingleisige Staffel übergehen“, erklärte Faymann. Für den Fall habe der Fußballkreis bereits Plan B und C in der Schublade liegen. GruppenfindungDie Gruppen der annullierten Saison wurden nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt. Die Mannschaften des Süd- und Nordkreises blieben unter sich. Das stieß auf Kritik. „Wir wollen doch alle mal aus unserem Dunstkreis heraus und andere Sportplätze sehen“, erklärte Daniel Gieseking, Fußballobmann von RW Maaslingen. Tim Jüngling vom SV Hausberge schlug vor, die Gruppen auszulosen: „Das wäre fairer.“ Thomas Beinke vom TuS Volmerdingsen gab zu bedenken, dass durch einen Losentscheid aber auch unterschiedliche Leistungsstärken in den Gruppen entstehen können. Deshalb stieß Dirk Mayer mit seinem Vorschlag auf breite Zustimmung. Der Coach der SG Gorspen-Vahlsen/Windheim empfahl, die Tabellenstände aus der abgebrochenen Saison mit einzubeziehen. Nach seinen Überlegungen sollen der Erste, Dritte, Fünfte, Siebte und Neunte der Gruppe A mit den Zweiten, Vierten, Sechsten, Achten und Zehnten der Gruppe B zur kommenden Saison die Findungsrunde spielen. „Das ist eine sehr gute Idee. Die nehmen wir gerne in unsere Planung mit auf“, sagte Ulrich Faymann. Saisonstart und -endeDer Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen hat angekündigt, am Wochenende 14./15. August in die neue Spielzeit starten zu wollen. Der Verband behält sich allerdings die Option vor, je nach Pandemielage erst Anfang September den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. An diesen Daten richtet sich auch der Fußballkreis aus, der den Vorgaben des Verbandes nicht zwingend folgen muss. „Wenn wir erst im September loslegen können, fehlen uns gleich sechs Spieltage“, sagte Faymann, der zu Serienbeginn mit Englischen Wochen plant. Die Saison soll an Fronleichnam, 16. Juni 2022, enden. Besondere SchwierigkeitenDie Stadt Minden habe beschlossen, öffentliche Sportplätze von Mitte Dezember bis Mitte März für den Trainings- und Spielbetrieb zu sperren. Das berichtete Thomas Schickentanz. Damit wäre die Wintervorbereitung – auch wetterunabhängig – stark eingeschränkt. „Darüber muss ich mit dem Bürgermeister aber noch einmal reden“, kündigte der Kreisvorsitzende ein Gespräch mit Michael Jäcke (SPD) an: „Die Stadt rühmt sich immer als Sportstadt, aber dazu gehören auch Fußball und Breitensport und nicht nur GWD.“ Ulrich Faymann wies auch noch einmal darauf hin, dass nicht jeder Verein über Flutlicht verfügt. Spielverlegungen unter der Woche seien auch deshalb oft schwierig. Vorbereitung„Ich habe in der vergangenen Saison verfolgt, wie viele Muskel- und Bänderverletzungen es insgesamt gab. Und das waren definitiv zu viele“, meinte Thomas Schickentanz. Deswegen sicherte der Kreisvorsitzende den Vereinen eine Vorbereitungszeit von mindestens vier Wochen zu. Corona spielt allerdings auch in diesen Überlegungen die zentrale Rolle. „Bislang wissen wir nicht, wann wir wieder ein geregeltes Training aufnehmen und die Sportanlagen mit den Kabinen wieder uneingeschränkt nutzen dürfen“, gab Schickentanz zu bedenken. „Aber ihr könnt Euch sicher sein: Wir geben Euch hinreichend Zeit für die Vorbereitung“, erklärte der Funktionär. Freundschaftsspiele sind mindestens bis zum 30. Juni verboten. PokalDie Meinungen über den Kreispokal-Wettbewerb gingen auseinander. „Ist der Kreis überhaupt dazu verpflichtet, den Pokal auszurichten?“, fragte Volmerdingsens Thomas Beinke im Hinblick auf die eng getaktete Meisterschaftsrunde. „Das nicht“, sagte Schickentanz in seiner Funktion als Pokalspielleiter, „aber über den Kreis qualifizieren sich die Sieger für den Verbandspokal – und der ist finanziell für die Mannschaften lukrativ. Auch deswegen möchte ich an dem Wettbewerb festhalten.“ Andere Vereinsvertreter stimmten zu. „Der Pokal gehört einfach dazu“, meinte etwa Mirko Bressel von RW Rehme. Um die Vorbereitung nicht mit Pokalspielen zu belasten, entschied Schickentanz unter Zustimmung der Vereine, die erste Runde Mitte September anzusetzen und das Endspiel in den Frühjahr 2022 zu legen. Traditionell waren die ersten beiden Runden bis zum Saisonstart gespielt. Das Finale fand am Tag der Deutschen Einheit statt. Kreisliga BDarüber hinaus gaben die Funktionäre bekannt, dass sich die Qualifikation für die eingleisige Kreisliga B auf die Saison 2022/23 verschiebt. Normalerweise hätte diese in der nun kommenden Serie ausgetragen werden sollen. So bleibt es mindestens bis zum Start zur Spielzeit 2023/24 bei der zweigleisigen Variante.

Vereinsvertreter bringen ihre Ideen mit ein: Der Fußballkreis plant die Kreisliga A

Wann die Vorbereitung zur Fußballsaison 2021/22 starten wird, steht noch nicht fest. Der Fußballkreis Minden will den Mannschaften mindestens vier Wochen für die Vorbereitung geben. © Kevin Kurek

Minden. Es hätten 20 sein sollen. Doch als Thomas Schickentanz, Vorsitzender des Fußball- und Leichtathletikkreises Minden, um 19.32 Uhr – zwei Minuten nach Beginn der Videokonferenz – durchzählte, waren nur neun Vereine der Fußball-Kreisliga A vertreten. Vier weitere kamen im Laufe der virtuellen Versammlung hinzu. Sieben Klubs blieben dem Angebot der Funktionäre fern, über die Planungen zur kommenden Saison zu diskutieren. Die, die dabei waren, brachten sich konstruktiv mit ein, so dass der Kreisvorstand weitere Ideen aufnahm und Entscheidungen bereits festzurrte.

StaffelstärkeUlrich Faymann geht vom Status quo aus. „Wir planen aktuell einen Spielbetrieb mit 20 Mannschaften“, sagte der Vorsitzende des Kreis-Fußballausschusses. Bislang habe noch keine Mannschaft zurückgezogen. Dafür haben die Vereine aber noch bis zum 30. Juni Zeit. Anton Jakob, Geschäftsführer von Union Minden, gab zu bedenken: „Jeder Verein muss intensiv darüber nachdenken, wie viele Mannschaften er melden kann.“ Einige Minuten später schloss Jakob an: „Wir überlegen ernsthaft, ob wir unsere 2. Mannschaft aus der Kreisliga A zurückziehen.“

Modus„Wenn es bei der Staffelstärke bleibt, werden wir wieder in zwei Gruppen spielen müssen“, stellte Faymann eine bereits gefällte und unumstößlichen Entscheidung des Fußballkreises fest. „Ansonsten bekommen wir ein erhebliches Zeitproblem“, meint der Fußball-Vorsitzende. Soll heißen: Der Modus bleibt wie in der zurückliegenden, annullierten Saison bestehen. Bei einer 20er-Staffelstärke werden die Mannschaften in zwei Gruppen aufgeteilt. An die Findungsphase mit Hin- und Rückspiel schließt sich eine Auf- und Abstiegsrunde an. Die ersten fünf und die letzten fünf Teams jeder Gruppe werden nach der Vorrunde zu neuen Ligen zusammengeführt. Dort werden Meister und Absteiger ermittelt. Die Ergebnisse von den Mannschaften, die in der Findungsphase bereits gegeneinander gespielt haben, werden mitgenommen. „Erst wenn sich die Liga auf 16 oder 17 Mannschaften verkleinern sollte, können wir wieder auf eine eingleisige Staffel übergehen“, erklärte Faymann. Für den Fall habe der Fußballkreis bereits Plan B und C in der Schublade liegen.

GruppenfindungDie Gruppen der annullierten Saison wurden nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt. Die Mannschaften des Süd- und Nordkreises blieben unter sich. Das stieß auf Kritik. „Wir wollen doch alle mal aus unserem Dunstkreis heraus und andere Sportplätze sehen“, erklärte Daniel Gieseking, Fußballobmann von RW Maaslingen. Tim Jüngling vom SV Hausberge schlug vor, die Gruppen auszulosen: „Das wäre fairer.“ Thomas Beinke vom TuS Volmerdingsen gab zu bedenken, dass durch einen Losentscheid aber auch unterschiedliche Leistungsstärken in den Gruppen entstehen können. Deshalb stieß Dirk Mayer mit seinem Vorschlag auf breite Zustimmung. Der Coach der SG Gorspen-Vahlsen/Windheim empfahl, die Tabellenstände aus der abgebrochenen Saison mit einzubeziehen. Nach seinen Überlegungen sollen der Erste, Dritte, Fünfte, Siebte und Neunte der Gruppe A mit den Zweiten, Vierten, Sechsten, Achten und Zehnten der Gruppe B zur kommenden Saison die Findungsrunde spielen. „Das ist eine sehr gute Idee. Die nehmen wir gerne in unsere Planung mit auf“, sagte Ulrich Faymann.

Saisonstart und -endeDer Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen hat angekündigt, am Wochenende 14./15. August in die neue Spielzeit starten zu wollen. Der Verband behält sich allerdings die Option vor, je nach Pandemielage erst Anfang September den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. An diesen Daten richtet sich auch der Fußballkreis aus, der den Vorgaben des Verbandes nicht zwingend folgen muss. „Wenn wir erst im September loslegen können, fehlen uns gleich sechs Spieltage“, sagte Faymann, der zu Serienbeginn mit Englischen Wochen plant. Die Saison soll an Fronleichnam, 16. Juni 2022, enden.

Besondere SchwierigkeitenDie Stadt Minden habe beschlossen, öffentliche Sportplätze von Mitte Dezember bis Mitte März für den Trainings- und Spielbetrieb zu sperren. Das berichtete Thomas Schickentanz. Damit wäre die Wintervorbereitung – auch wetterunabhängig – stark eingeschränkt. „Darüber muss ich mit dem Bürgermeister aber noch einmal reden“, kündigte der Kreisvorsitzende ein Gespräch mit Michael Jäcke (SPD) an: „Die Stadt rühmt sich immer als Sportstadt, aber dazu gehören auch Fußball und Breitensport und nicht nur GWD.“ Ulrich Faymann wies auch noch einmal darauf hin, dass nicht jeder Verein über Flutlicht verfügt. Spielverlegungen unter der Woche seien auch deshalb oft schwierig.

Vorbereitung„Ich habe in der vergangenen Saison verfolgt, wie viele Muskel- und Bänderverletzungen es insgesamt gab. Und das waren definitiv zu viele“, meinte Thomas Schickentanz. Deswegen sicherte der Kreisvorsitzende den Vereinen eine Vorbereitungszeit von mindestens vier Wochen zu. Corona spielt allerdings auch in diesen Überlegungen die zentrale Rolle. „Bislang wissen wir nicht, wann wir wieder ein geregeltes Training aufnehmen und die Sportanlagen mit den Kabinen wieder uneingeschränkt nutzen dürfen“, gab Schickentanz zu bedenken. „Aber ihr könnt Euch sicher sein: Wir geben Euch hinreichend Zeit für die Vorbereitung“, erklärte der Funktionär. Freundschaftsspiele sind mindestens bis zum 30. Juni verboten.

PokalDie Meinungen über den Kreispokal-Wettbewerb gingen auseinander. „Ist der Kreis überhaupt dazu verpflichtet, den Pokal auszurichten?“, fragte Volmerdingsens Thomas Beinke im Hinblick auf die eng getaktete Meisterschaftsrunde. „Das nicht“, sagte Schickentanz in seiner Funktion als Pokalspielleiter, „aber über den Kreis qualifizieren sich die Sieger für den Verbandspokal – und der ist finanziell für die Mannschaften lukrativ. Auch deswegen möchte ich an dem Wettbewerb festhalten.“ Andere Vereinsvertreter stimmten zu. „Der Pokal gehört einfach dazu“, meinte etwa Mirko Bressel von RW Rehme. Um die Vorbereitung nicht mit Pokalspielen zu belasten, entschied Schickentanz unter Zustimmung der Vereine, die erste Runde Mitte September anzusetzen und das Endspiel in den Frühjahr 2022 zu legen. Traditionell waren die ersten beiden Runden bis zum Saisonstart gespielt. Das Finale fand am Tag der Deutschen Einheit statt. Kreisliga BDarüber hinaus gaben die Funktionäre bekannt, dass sich die Qualifikation für die eingleisige Kreisliga B auf die Saison 2022/23 verschiebt. Normalerweise hätte diese in der nun kommenden Serie ausgetragen werden sollen. So bleibt es mindestens bis zum Start zur Spielzeit 2023/24 bei der zweigleisigen Variante.

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