Union Minden: Meyer bleibt, Schnitker muss gehen - der Grund liegt im Dunkeln Marcus Riechmann Minden. Bei Union Minden wurden zwei personelle Weichen gestellt: Die eine führt in eine gemeinsame Zukunft, die andere auf ein Abstellgleis. Der Verein setzt zum einen die Zusammenarbeit mit Tim Meyer als Trainer der A-Liga-Fußballer fort. Das gilt für den bisherigen Sportlichen Leiter nicht. Die Wege des Klubs und von Mario Schnitker haben sich getrennt. Beide Entscheidungen bestätigte gestern der Vereinsvorsitzende Torsten Schwier. „Wir machen weiter und wollen das, was wir angefangen haben, auch weiterführen“, sagt Schwier über die Vertragsverlängerung mit Tim Meyer, die „gerne länger als ein Jahr“ laufen darf. Schwier lobt das Training und die Teamführung des jungen Trainers, der viel Erfahrung als Spieler mitbringt. „Er ist nah an der Mannschaft dran und findet eine gute Ansprache“, sagt der Vereinschef über die Arbeit Meyers, der vor einem Jahr als Nachfolger von Jens Meier antrat und von der Rolle des Co-Trainers zum leitenden Coach aufstieg. „Ich bin froh, dass mir der Verein dass Vertrauen schenkt“, gibt der 35-Jährige die Blumen zurück. Er freue sich auf die kommende Arbeit mit der Mannschaft: „Wir sind noch nicht am Ende des Weges angekommen. Wir wollen uns weiter entwickeln.“ Die im Juli 2019 begonnene Zusammenarbeit mit Mario Schnitker ließ der Verein hingegen zum Jahresende auslaufen. Schnitker habe ordentliche Arbeit geleleistet, dankt Schwier und begründet die Trennung: „Es gab unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie es weitergehen soll.“ Er nennt seine Vorstellung von der näheren Zukunft des Stadtvereins: Eine stete Entwicklung des Teams bewirken und dann schauen, welche sportlichen Ziele und welche Spielklasse damit erreicht werden kann. „Meine Zielsetzung wäre in etwa die gleiche“, sagt Mario Schnitker und wirft damit die Frage auf, wie die – die Trennung begründenden – „unterschiedlichen Vorstellungen“ aussehen. Doch einen konkreten Grund für das Ende der Zusammenarbeit nach eineinhalb Jahren nennt auch Schnitker nicht. Die Ursache des Abschieds bleibt im Dunkeln. Der 46-Jährige zieht durchaus zufrieden Bilanz: „Wir wollten mehr Minden ins Team holen und den Teamgedanken stärken. Das ist uns gelungen. Wir haben die Mannschaft gut aufgestellt, die Qualität ist da. Ich hätte das gern weitergeführt“, sagt Schnitker, der mit Blick auf die laufenden Saison bedauert: „Da sind ein paar Spiele etwas unglücklich gelaufen.“ Sein Amt gebe er im Guten ab: „Union ist ein tolles Produkt. Der Mannschaft wünsche ich den Erfolg, den sie verdient.“ Wann dieser Erfolg eintreten kann ist ebenso ungewiss wie der Neustart der ruhenden Saison. Aktuell belegt die Mannschaft in Staffel 1 der Kreisliga A den dritten Tabellenplatz. Da darf es beim Stadtverein, der im Sommer 2018 aus der Bezirksliga abstieg, in Zukunft wieder etwas mehr sein. Als wichtige Weichenstellung für bessere Zeiten betrachtet Schwier die Jugendspielgemeinschaft mit dem TuS Mindenerheide: „Das hat für Stabilität gesorgt, wir haben fast alle Jugendklassen besetzt.“ Die Position des Sportlichen Leiters wolle man auf lange Sicht wieder besetzen, sagt Schwier, doch zunächst werde Trainer Meyer die Aufgabe zumindest für die 1. Mannschaft parallel übernehmen. „Tim ist Ansprechpartner für die Kaderplanung“, sagt Schwier. Auch hier müssen die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

Union Minden: Meyer bleibt, Schnitker muss gehen - der Grund liegt im Dunkeln

Tim Meyer ist seit einem Jahr Coach bei Union Minden. Auch in der neuen Saison wird er an der Seitenlinie stehen. MT-Foto: Sebastian Külbel © Külbel

Minden. Bei Union Minden wurden zwei personelle Weichen gestellt: Die eine führt in eine gemeinsame Zukunft, die andere auf ein Abstellgleis. Der Verein setzt zum einen die Zusammenarbeit mit Tim Meyer als Trainer der A-Liga-Fußballer fort. Das gilt für den bisherigen Sportlichen Leiter nicht. Die Wege des Klubs und von Mario Schnitker haben sich getrennt. Beide Entscheidungen bestätigte gestern der Vereinsvorsitzende Torsten Schwier.

„Wir machen weiter und wollen das, was wir angefangen haben, auch weiterführen“, sagt Schwier über die Vertragsverlängerung mit Tim Meyer, die „gerne länger als ein Jahr“ laufen darf. Schwier lobt das Training und die Teamführung des jungen Trainers, der viel Erfahrung als Spieler mitbringt. „Er ist nah an der Mannschaft dran und findet eine gute Ansprache“, sagt der Vereinschef über die Arbeit Meyers, der vor einem Jahr als Nachfolger von Jens Meier antrat und von der Rolle des Co-Trainers zum leitenden Coach aufstieg.

Mario Schnitker ist nicht mehr Sportlicher Leiter bei Unnion Minden. MT-Foto: Sebastian Külbel - © Külbel
Mario Schnitker ist nicht mehr Sportlicher Leiter bei Unnion Minden. MT-Foto: Sebastian Külbel - © Külbel

„Ich bin froh, dass mir der Verein dass Vertrauen schenkt“, gibt der 35-Jährige die Blumen zurück. Er freue sich auf die kommende Arbeit mit der Mannschaft: „Wir sind noch nicht am Ende des Weges angekommen. Wir wollen uns weiter entwickeln.“

Die im Juli 2019 begonnene Zusammenarbeit mit Mario Schnitker ließ der Verein hingegen zum Jahresende auslaufen. Schnitker habe ordentliche Arbeit geleleistet, dankt Schwier und begründet die Trennung: „Es gab unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie es weitergehen soll.“ Er nennt seine Vorstellung von der näheren Zukunft des Stadtvereins: Eine stete Entwicklung des Teams bewirken und dann schauen, welche sportlichen Ziele und welche Spielklasse damit erreicht werden kann.

„Meine Zielsetzung wäre in etwa die gleiche“, sagt Mario Schnitker und wirft damit die Frage auf, wie die – die Trennung begründenden – „unterschiedlichen Vorstellungen“ aussehen. Doch einen konkreten Grund für das Ende der Zusammenarbeit nach eineinhalb Jahren nennt auch Schnitker nicht. Die Ursache des Abschieds bleibt im Dunkeln.

Der 46-Jährige zieht durchaus zufrieden Bilanz: „Wir wollten mehr Minden ins Team holen und den Teamgedanken stärken. Das ist uns gelungen. Wir haben die Mannschaft gut aufgestellt, die Qualität ist da. Ich hätte das gern weitergeführt“, sagt Schnitker, der mit Blick auf die laufenden Saison bedauert: „Da sind ein paar Spiele etwas unglücklich gelaufen.“ Sein Amt gebe er im Guten ab: „Union ist ein tolles Produkt. Der Mannschaft wünsche ich den Erfolg, den sie verdient.“

Wann dieser Erfolg eintreten kann ist ebenso ungewiss wie der Neustart der ruhenden Saison. Aktuell belegt die Mannschaft in Staffel 1 der Kreisliga A den dritten Tabellenplatz. Da darf es beim Stadtverein, der im Sommer 2018 aus der Bezirksliga abstieg, in Zukunft wieder etwas mehr sein. Als wichtige Weichenstellung für bessere Zeiten betrachtet Schwier die Jugendspielgemeinschaft mit dem TuS Mindenerheide: „Das hat für Stabilität gesorgt, wir haben fast alle Jugendklassen besetzt.“

Die Position des Sportlichen Leiters wolle man auf lange Sicht wieder besetzen, sagt Schwier, doch zunächst werde Trainer Meyer die Aufgabe zumindest für die 1. Mannschaft parallel übernehmen. „Tim ist Ansprechpartner für die Kaderplanung“, sagt Schwier. Auch hier müssen die Weichen für die Zukunft gestellt werden.

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