Überraschung: Der FLVW lässt den Ausgang der Fußballsaison weiter offen Astrid Plaßhenrich Kaiserau. Die Fußballer haben mit der Annullierung der Saison gerechnet. Doch der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) lässt den Ausgang der Saison weiter offen. "Aufgrund der Spielordnung ist ein Abbruch der Saison nicht möglich", sagt Manfred Schnieders, FLVW-Vizepräsident Amateurfußball, während einer Pressekonferenz am Montagmittag. Die kommende Saison im Seniorenfußball soll am 15. August starten, die Jugend zwei Wochen später. Das Transferfenster wird nicht angepasst. So lange einzelne Staffeln eine Wertung erreichen können, also mindestens 50 Prozent der Spiele bis zum 30. Juni austragen werden, hält der Verband an der Weiterführung der Saison fest. Wie der Spielbetrieb aufrecht gehalten werden soll, steht allerdings noch nicht fest. Das hänge von den weiteren Corona-Schutzverordnungen ab. Nach Anpassung und Verlängerung der Schutzverordnung muss der Trainingsstart für Seniorenteams - Stand heute - mindestens bis zum 18. April pausieren. Dagegen steht fest: Eine Saisonverlängerung über den 30. Juni hinaus wird es nicht geben. Zum einen müssten Wechselmodalitäten mit dem Stichtag 30. Juni geändert werden, zum anderen beginnen die Sommerferien am 5. Juli. "Wir haben das oft diskutiert, uns aber auch in Hinblick auf die neue Saison, die Mitte August solide starten soll, dagegen entschieden", erklärt Schnieders. Der Westfalenpokal mit dem Landesligisten RW Maaslingen soll weiter ausgetragen werden, der Kreispokal-Wettbewerb soll ebenfalls zu Ende gespielt werden. Sollte es zu einer Annullierung der Saison kommen, wird es weder Auf- noch Absteiger geben. "Wenn rein rechnerisch eine Wertung nicht erreicht werden kann, wird die Saison annulliert", sagt Schnieders. Wichtig: Jede Staffel wird isoliert betrachtet. "Eine pauschale Regelung gibt es nicht", erklärt Schnieders. FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski gab auch seine persönliche Meinung preis. Der Funktionär findet die Weiterführung der Saison widersinnig. Man könne aktuell keine seriöse Planung abgeben. "Das ist aber das was die Vereine eigentlich wollen, eine Planungssicherheit", sagt Walaschewski. Aber die Spielordnung und die Satzung lassen dem Verband keine andere Möglichkeit. "Ich persönlich halte die Beendigung der Saison und die Annullierung der Ergebnisse für das sinnvollste und gerechteste. Eine sportlich faire Beendigung scheint mir nicht mehr möglich."

Überraschung: Der FLVW lässt den Ausgang der Fußballsaison weiter offen

Die Fußballsaison 2020/2021 ist noch nicht beendet. Wann der Trainings- und Spielbetrieb für Seniorenteams wieder augenommen wird, ist aber ungewiss. © imago images/Avanti

Kaiserau. Die Fußballer haben mit der Annullierung der Saison gerechnet. Doch der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) lässt den Ausgang der Saison weiter offen. "Aufgrund der Spielordnung ist ein Abbruch der Saison nicht möglich", sagt Manfred Schnieders, FLVW-Vizepräsident Amateurfußball, während einer Pressekonferenz am Montagmittag. Die kommende Saison im Seniorenfußball soll am 15. August starten, die Jugend zwei Wochen später. Das Transferfenster wird nicht angepasst.

So lange einzelne Staffeln eine Wertung erreichen können, also mindestens 50 Prozent der Spiele bis zum 30. Juni austragen werden, hält der Verband an der Weiterführung der Saison fest. Wie der Spielbetrieb aufrecht gehalten werden soll, steht allerdings noch nicht fest. Das hänge von den weiteren Corona-Schutzverordnungen ab. Nach Anpassung und Verlängerung der Schutzverordnung muss der Trainingsstart für Seniorenteams - Stand heute - mindestens bis zum 18. April pausieren.

Dagegen steht fest: Eine Saisonverlängerung über den 30. Juni hinaus wird es nicht geben. Zum einen müssten Wechselmodalitäten mit dem Stichtag 30. Juni geändert werden, zum anderen beginnen die Sommerferien am 5. Juli. "Wir haben das oft diskutiert, uns aber auch in Hinblick auf die neue Saison, die Mitte August solide starten soll, dagegen entschieden", erklärt Schnieders.

Der Westfalenpokal mit dem Landesligisten RW Maaslingen soll weiter ausgetragen werden, der Kreispokal-Wettbewerb soll ebenfalls zu Ende gespielt werden.

Sollte es zu einer Annullierung der Saison kommen, wird es weder Auf- noch Absteiger geben. "Wenn rein rechnerisch eine Wertung nicht erreicht werden kann, wird die Saison annulliert", sagt Schnieders. Wichtig: Jede Staffel wird isoliert betrachtet. "Eine pauschale Regelung gibt es nicht", erklärt Schnieders.

FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski gab auch seine persönliche Meinung preis. Der Funktionär findet die Weiterführung der Saison widersinnig. Man könne aktuell keine seriöse Planung abgeben. "Das ist aber das was die Vereine eigentlich wollen, eine Planungssicherheit", sagt Walaschewski. Aber die Spielordnung und die Satzung lassen dem Verband keine andere Möglichkeit. "Ich persönlich halte die Beendigung der Saison und die Annullierung der Ergebnisse für das sinnvollste und gerechteste. Eine sportlich faire Beendigung scheint mir nicht mehr möglich."

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