Strecken für den Klassenerhalt: Verschärfter Abstieg aus der Kreisliga A möglich Astrid Plaßhenrich Minden. Es ist ein großes Puzzle, das Ulrich Faymann zusammensetzen muss. Die Staffeleinteilungen von den Kreisligen A bis C sind für den Vorsitzenden des Kreis-Fußballausschusses Minden das eine. Das andere ist den Rahmenterminplan des Verbandes auf Kreisebene herunterzubrechen, an den sich der Fußballkreis stets orientiert. Hinzu kommen noch die Wünsche der Vereine, die Faymann versucht, zu erfüllen. „Ich habe in den vergangenen Wochen sehr viele Pläne gemacht. Immer wieder kamen Änderungen. Jetzt steht endlich alles“, sagt der Mindener Fußballchef. Staffeleinteilungen Die Kreisliga A besteht wie in der vergangenen Saison aus zwei Gruppen. Da Union Minden II sich dazu entschlossen hat, in der Kreisliga B Nord zu starten, bilden neun Mannschaften die Kreisliga A1. Die Kreisliga A2 besteht wie im Vorjahr aus zehn Teams. „Wir sind zudem dem Vorschlag der Vereine gefolgt, die Gruppen nicht mehr nach regionalen Aspekten zusammenzusetzen“, sagt Faymann. Der neuen Einteilung lag die Tabelle der abgebrochenen Saison 2020/21 zugrunde. „Der Erste, Dritte, Fünfte, Siebte und Neunte der letzten Gruppe A spielen nun mit den Zweiten, Vierten, Sechsten, Achten und Zehnten der letzten Gruppe B die Findungsrunde. Die restlichen Mannschaften bilden die zweite Staffel“, erklärt Faymann. Die ersten vier der Gruppe 1 spielen mit den ersten fünf der Gruppe 2 nach der Findungsrunde um den Aufstieg. Die restlichen Teams kämpfen gegen den Abstieg. Die Ergebnisse von den Mannschaften, die in der Findungsphase bereits gegeneinander gespielt haben, werden mitgenommen. Die Staffelstärken der Kreisligen B und C bleiben annähernd gleich. Insgesamt haben 68 Mannschaften auf Kreisebene gemeldet, hinzu kommen neun überkreisliche Teams. Erstmals gibt es auch eine verbandsübergreifende Spielgemeinschaft: Der TuS Wasserstraße hat sich mit dem niedersächsischen TuS Leese geeinigt und tritt als SG Wasserstraße/Leese II in der Kreisliga C2 an. Verschärfter Abstieg Für die Mannschaften der Kreisliga A kann es ein sehr hartes Jahr werden. Das hängt allerdings vom Abschneiden der heimischen Bezirksligisten ab. „Ziel ist es, in der kommenden Saison wieder eine eingleisige Kreisliga A mit 16 Mannschaften zu bilden“, sagt Ulrich Faymann. Das bedeutet, dass mindestens vier Mannschaften in die Kreisligen B absteigen werden. Im Fall dass ein heimischer Bezirksligist unter dem Strich landet, erhöht sich die Zahl der A-Liga-Absteiger auf fünf. Steigen drei Teams aus dem Fußballkreis Minden aus der Bezirksliga ab, müssen sogar sieben A-Ligisten den bitteren Gang in die Kreisligen B antreten. Die Staffeln der beiden B-Ligen sollen in der Saison 2022/2023 auf jeweils 14 Teams aufgestockt werden – aktuell sind es zwölf (Kreisliga B Nord) und elf (Kreisliga B Süd). Gleichzeitig greift dann die Strukturreform. „Die hatten wir wegen der Pandemie zweimal zurückgestellt“, sagt Faymann. Ab der Spielzeit 2023/2024 wird es eine eingleisige Kreisliga B geben. Termine Die Serien starten wie die überkreislichen Meisterschaften am Sonntag, 29. August. Das Jahr endet für die Teams der Kreisligen A und B am 28. November, für die Mannschaften der Kreisligen C aufgrund der Staffelgröße von 13 Teams am 5. Dezember. Die C-Ligen nehmen den Spielbetrieb am 13. März wieder auf, die A- und B-Ligen eine Woche später. Die Findungsrunde der Kreisliga A wird am 3. April beendet. Eine Woche später haben die A-Ligisten spielfrei. „Wir brauchen den Puffer, falls noch Nachholspiele anstehen“, sagt Faymann. Dafür müssen sich die Mannschaften darauf einstellen, sowohl Gründonnerstag (14. April) als auch Ostermontag (18. April) zu spielen. Pfingstmontag (6. Juni) enden die C-Ligen. Die Kreisliga A spielt bis zum 12. Juni. Für die B-Ligen ist am 22. Mai Schluss. Schiedsrichterproblematik „Die Zahl der Schiedsrichter hat sich dramatisch verschlechtert“, sagt Ulrich Faymann. Inzwischen gibt es nur noch 78 Unparteiische im Kreis. Die Folge: Auch die Mannschaften der Kreisligen B müssen hin und wieder damit rechnen, dass es zu ihren Spielen keine Schiedsrichteransetzung mehr gibt. „Die Teams müssen sich dann untereinander einigen, wer pfeift“, erklärt der Mindener Fußballchef. Fest steht: Überkreisliche Partien und die Kreisliga A haben Vorrang. Wie der Schiedsrichtermangel behoben werden kann, ist eine der großen Fragen, die der Fußballkreis lösen möchte. Antworten gibt es darauf im Moment allerdings keine.

Strecken für den Klassenerhalt: Verschärfter Abstieg aus der Kreisliga A möglich

Der Haddenhauser SV und der SV Bölhorst-Häverstädt treffen auch in dieser Saison in der Findungsrunde der Kreisliga A aufeinander. © Astrid Plaßhenrich

Minden. Es ist ein großes Puzzle, das Ulrich Faymann zusammensetzen muss. Die Staffeleinteilungen von den Kreisligen A bis C sind für den Vorsitzenden des Kreis-Fußballausschusses Minden das eine. Das andere ist den Rahmenterminplan des Verbandes auf Kreisebene herunterzubrechen, an den sich der Fußballkreis stets orientiert. Hinzu kommen noch die Wünsche der Vereine, die Faymann versucht, zu erfüllen. „Ich habe in den vergangenen Wochen sehr viele Pläne gemacht. Immer wieder kamen Änderungen. Jetzt steht endlich alles“, sagt der Mindener Fußballchef.

Staffeleinteilungen

Die Kreisliga A besteht wie in der vergangenen Saison aus zwei Gruppen. Da Union Minden II sich dazu entschlossen hat, in der Kreisliga B Nord zu starten, bilden neun Mannschaften die Kreisliga A1. Die Kreisliga A2 besteht wie im Vorjahr aus zehn Teams. „Wir sind zudem dem Vorschlag der Vereine gefolgt, die Gruppen nicht mehr nach regionalen Aspekten zusammenzusetzen“, sagt Faymann. Der neuen Einteilung lag die Tabelle der abgebrochenen Saison 2020/21 zugrunde. „Der Erste, Dritte, Fünfte, Siebte und Neunte der letzten Gruppe A spielen nun mit den Zweiten, Vierten, Sechsten, Achten und Zehnten der letzten Gruppe B die Findungsrunde. Die restlichen Mannschaften bilden die zweite Staffel“, erklärt Faymann. Die ersten vier der Gruppe 1 spielen mit den ersten fünf der Gruppe 2 nach der Findungsrunde um den Aufstieg. Die restlichen Teams kämpfen gegen den Abstieg. Die Ergebnisse von den Mannschaften, die in der Findungsphase bereits gegeneinander gespielt haben, werden mitgenommen.

Die Staffelstärken der Kreisligen B und C bleiben annähernd gleich. Insgesamt haben 68 Mannschaften auf Kreisebene gemeldet, hinzu kommen neun überkreisliche Teams. Erstmals gibt es auch eine verbandsübergreifende Spielgemeinschaft: Der TuS Wasserstraße hat sich mit dem niedersächsischen TuS Leese geeinigt und tritt als SG Wasserstraße/Leese II in der Kreisliga C2 an.

Verschärfter Abstieg

Für die Mannschaften der Kreisliga A kann es ein sehr hartes Jahr werden. Das hängt allerdings vom Abschneiden der heimischen Bezirksligisten ab. „Ziel ist es, in der kommenden Saison wieder eine eingleisige Kreisliga A mit 16 Mannschaften zu bilden“, sagt Ulrich Faymann. Das bedeutet, dass mindestens vier Mannschaften in die Kreisligen B absteigen werden. Im Fall dass ein heimischer Bezirksligist unter dem Strich landet, erhöht sich die Zahl der A-Liga-Absteiger auf fünf. Steigen drei Teams aus dem Fußballkreis Minden aus der Bezirksliga ab, müssen sogar sieben A-Ligisten den bitteren Gang in die Kreisligen B antreten.

Die Staffeln der beiden B-Ligen sollen in der Saison 2022/2023 auf jeweils 14 Teams aufgestockt werden – aktuell sind es zwölf (Kreisliga B Nord) und elf (Kreisliga B Süd). Gleichzeitig greift dann die Strukturreform. „Die hatten wir wegen der Pandemie zweimal zurückgestellt“, sagt Faymann. Ab der Spielzeit 2023/2024 wird es eine eingleisige Kreisliga B geben.

Termine

Die Serien starten wie die überkreislichen Meisterschaften am Sonntag, 29. August. Das Jahr endet für die Teams der Kreisligen A und B am 28. November, für die Mannschaften der Kreisligen C aufgrund der Staffelgröße von 13 Teams am 5. Dezember. Die C-Ligen nehmen den Spielbetrieb am 13. März wieder auf, die A- und B-Ligen eine Woche später.

Die Findungsrunde der Kreisliga A wird am 3. April beendet. Eine Woche später haben die A-Ligisten spielfrei. „Wir brauchen den Puffer, falls noch Nachholspiele anstehen“, sagt Faymann. Dafür müssen sich die Mannschaften darauf einstellen, sowohl Gründonnerstag (14. April) als auch Ostermontag (18. April) zu spielen. Pfingstmontag (6. Juni) enden die C-Ligen. Die Kreisliga A spielt bis zum 12. Juni. Für die B-Ligen ist am 22. Mai Schluss.

Schiedsrichterproblematik

„Die Zahl der Schiedsrichter hat sich dramatisch verschlechtert“, sagt Ulrich Faymann. Inzwischen gibt es nur noch 78 Unparteiische im Kreis. Die Folge: Auch die Mannschaften der Kreisligen B müssen hin und wieder damit rechnen, dass es zu ihren Spielen keine Schiedsrichteransetzung mehr gibt. „Die Teams müssen sich dann untereinander einigen, wer pfeift“, erklärt der Mindener Fußballchef. Fest steht: Überkreisliche Partien und die Kreisliga A haben Vorrang. Wie der Schiedsrichtermangel behoben werden kann, ist eine der großen Fragen, die der Fußballkreis lösen möchte. Antworten gibt es darauf im Moment allerdings keine.

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