Sport nur noch nach 2G-Regel - Auswirkungen der neuen Verordnung im Fußball und Handball Sebastian Külbel,Jörg Wehling Minden. Dem Sport stehen mit der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen gravierende Änderungen bevor. Wie erwartet gilt ab heute die 2G-Regel – und das hat auch im Mindener Land spürbare Auswirkungen. „Der Besuch von Veranstaltungen und Einrichtungen im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich ist nur noch immunisierten Personen gestattet, die vollständig geimpft oder genesen sind“, heißt es in der vom heutigen Mittwoch an gültigen Corona-Schutzverordnung. Gleiches gilt für „die gemeinsame Sportausübung (Wettkampf und Training) auf und in Sportstätten sowie außerhalb von Sportstätten im öffentlichen Raum sowohl im Amateursport als auch im Profisport.“ Das bestätigt auch Thomas Schickentanz, Vorsitzender des Fußballkreises Minden: „Die 2G-Regel gilt für Spieler und Zuschauer, die Kontrolle führt der Ausrichter, also in unserem Fall der Heimverein durch.“ Dieser sei bei Verstößen haftbar. Da im Fußball auf Kreisebene nur noch ein Spieltag vor der Winterpause ansteht, haben ihn schon Anfragen erreicht, ob dieser noch durchgezogen werden müsse. „Das sind aber alles Fragen, die ich im Moment nicht beantworten kann“, sagte Schickentanz gestern am frühen Abend. Später war noch eine Videokonferenz zwischen den Kreisvorsitzenden und dem Präsidium des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen anberaumt, um die aktuelle Lage zu besprechen. Die Haltung des Kreis-Chefs ist ist klar: „Alle wollen Sport treiben, aber nicht alle sind daran interessiert, alles dafür zu tun. Dieser Egoismus ist absolut nicht sport- und mannschaftsfreundlich.“ Den Amateur-Handball treffen die strengeren Corona-Regeln kaum. „Wir haben das drohende Szenario in einer Präsidiumssitzung bereits am vergangenen Sonntag durchgesprochen. Wir sind vorbereitet“, sagt Andreas Tiemann, Vize-Präsident Spieltechnik im Handballverband Westfalen (HVW). Die einzige wesentliche Änderung für die Vereine ist, dass der Zugang zu den Hallen nun nach 2G-Regelungen geprüft werden muss. „Das gilt natürlich auch für alle, die am Spiel beteiligt sind, wie Spieler, Schiedsrichter und sonstige Funktionäre“, sagt Tiemann und ergänzt: „Die Spieler, die nicht geimpft sind, haben eben Pech gehabt.“Nach Tiemanns Kenntnisstand liegt die Impfquote bei den Handballern aber ohnehin deutlich über 90 Prozent. Dass einer Mannschaft Spielunfähigkeit droht, glaubt der HVW-Funktionär auch nicht. Seiner Ansicht nach könne der Spielbetrieb weitergehen. Der Handballkreis Minden-Lübbecke berät heute Morgen über die neue Lage: „Aber es ist davon auszugehen, dass wir uns der Entscheidung des Handballverbandes Westfalen anschließen werden“, sagt Vorsitzender Reinhold Kölling.

Sport nur noch nach 2G-Regel - Auswirkungen der neuen Verordnung im Fußball und Handball

Der Sport steht vor neuen Corona-Einschränkungen. © Sebastian Külbel

Minden. Dem Sport stehen mit der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen gravierende Änderungen bevor. Wie erwartet gilt ab heute die 2G-Regel – und das hat auch im Mindener Land spürbare Auswirkungen.

„Der Besuch von Veranstaltungen und Einrichtungen im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich ist nur noch immunisierten Personen gestattet, die vollständig geimpft oder genesen sind“, heißt es in der vom heutigen Mittwoch an gültigen Corona-Schutzverordnung. Gleiches gilt für „die gemeinsame Sportausübung (Wettkampf und Training) auf und in Sportstätten sowie außerhalb von Sportstätten im öffentlichen Raum sowohl im Amateursport als auch im Profisport.“

Das bestätigt auch Thomas Schickentanz, Vorsitzender des Fußballkreises Minden: „Die 2G-Regel gilt für Spieler und Zuschauer, die Kontrolle führt der Ausrichter, also in unserem Fall der Heimverein durch.“ Dieser sei bei Verstößen haftbar. Da im Fußball auf Kreisebene nur noch ein Spieltag vor der Winterpause ansteht, haben ihn schon Anfragen erreicht, ob dieser noch durchgezogen werden müsse.

„Das sind aber alles Fragen, die ich im Moment nicht beantworten kann“, sagte Schickentanz gestern am frühen Abend. Später war noch eine Videokonferenz zwischen den Kreisvorsitzenden und dem Präsidium des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen anberaumt, um die aktuelle Lage zu besprechen. Die Haltung des Kreis-Chefs ist ist klar: „Alle wollen Sport treiben, aber nicht alle sind daran interessiert, alles dafür zu tun. Dieser Egoismus ist absolut nicht sport- und mannschaftsfreundlich.“

Den Amateur-Handball treffen die strengeren Corona-Regeln kaum. „Wir haben das drohende Szenario in einer Präsidiumssitzung bereits am vergangenen Sonntag durchgesprochen. Wir sind vorbereitet“, sagt Andreas Tiemann, Vize-Präsident Spieltechnik im Handballverband Westfalen (HVW). Die einzige wesentliche Änderung für die Vereine ist, dass der Zugang zu den Hallen nun nach 2G-Regelungen geprüft werden muss. „Das gilt natürlich auch für alle, die am Spiel beteiligt sind, wie Spieler, Schiedsrichter und sonstige Funktionäre“, sagt Tiemann und ergänzt: „Die Spieler, die nicht geimpft sind, haben eben Pech gehabt.“

Nach Tiemanns Kenntnisstand liegt die Impfquote bei den Handballern aber ohnehin deutlich über 90 Prozent. Dass einer Mannschaft Spielunfähigkeit droht, glaubt der HVW-Funktionär auch nicht. Seiner Ansicht nach könne der Spielbetrieb weitergehen. Der Handballkreis Minden-Lübbecke berät heute Morgen über die neue Lage: „Aber es ist davon auszugehen, dass wir uns der Entscheidung des Handballverbandes Westfalen anschließen werden“, sagt Vorsitzender Reinhold Kölling.

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