Sechs Monate Sperre und zwei Wertungen - Kreissportgericht fällt Urteile zu drei Kreisliga-B-Spielen Minden. Das Sportgericht des Fußballkreises Minden hat die Vorkommnisse in drei Kreisliga-B-Spielen der laufenden Saison aufgearbeitet und Urteile gefällt. Zwei von ihnen waren abgebrochen worden. In der Partie zwischen der TSG Neuenknick und SuS Wulferdingsen II am 19. September hatte Gästetrainer Thomas Knop seine Mannschaft in der 73. Minute beim Stand von 3:0 für Neuenknick vom Platz genommen, nachdem er laut eigener Aussage von TSG-Co-Trainer Sascha Berndt mit den Worten „Ich zieh’ dich auf links“ bedroht worden war. Der Beschuldigte stritt diese Aussage ab. Alexandros Papassimos, Vorsitzender des Kreissportgerichts (KSG), hat im schriftlichen Verfahren als Einzelrichter ein Ordnungsgeld in Höhe von 200 Euro für Berndt verhängt und zudem einen Verweis gegen diesen ausgesprochen. Die Partie wird mit 2:0 Toren für Neuenknick gewertet. Auch das Heimspiel der TSG am 29. August gegen Union Minden II (4:3) zog ein schriftliches Verfahren nach sich. Betroffen war diesmal Union-Kapitän Bahrem Erbek wegen des Verdachts eines tätlichen Angriffs auf Schiedsrichter Ullrich Mespe. Er soll diesem aus Frust über eine Entscheidung den Ball aus kurzer Distanz in den Rücken geschossen haben. Union-Trainer Baris Agirman hatte seinerzeit geschildert, dass Erbek den Ball aus Ärger weggeschossen und dabei unglücklich den Schiedsrichter getroffen habe. KSG-Vorsitzender Papassimos sah als Einzelrichter allerdings den Vorwurf eines tätlichen Angriffs als erwiesen an und sperrte Erbek für sechs Monate bis einschließlich 29. April. „Zugunsten des Spielers wurde ein minderschwerer Fall zugrunde gelegt“, heißt es in dem Urteil weiter. Bereits nach 30 Minuten abgebrochen worden war am 10. Oktober die Partie zwischen FC BW Holtrup und SC Rodenbeck. Schiedsrichter Olaf Biere hatte das Spiel vorzeitig beendet und angegeben, von Gästespieler Alhaj Osman als „Nazi“ bezeichnet worden zu sein. Dieser beteuerte, eine derartige Äußerung nicht getätigt zu haben. Er habe sich nach Holtrups Führungstreffer zum 1:0 nur beschwert, dass dieses aus einer Abseitsposition gefallen sei. Die Beteiligten zeigten sich seinerzeit überrascht über den Abbruch. Im schriftlichen Verfahren sprach Papassimos als Einzelrichter eine Sperre von acht Spielen gegen Osman aus. Zudem wird das Spiel mit 2:0 Toren für Holtrup gewertet.

Sechs Monate Sperre und zwei Wertungen - Kreissportgericht fällt Urteile zu drei Kreisliga-B-Spielen

Am 10. Oktober beendete Schiedsrichter Olaf Biere das Spiel zwischen Holtrup und Rodenbeck nach 30 Minuten wegen einer Beleidigung als "Nazi". Das Kreissportgericht fällte jetzt ein Urteil. © Daniel Branahl

Minden. Das Sportgericht des Fußballkreises Minden hat die Vorkommnisse in drei Kreisliga-B-Spielen der laufenden Saison aufgearbeitet und Urteile gefällt. Zwei von ihnen waren abgebrochen worden.

In der Partie zwischen der TSG Neuenknick und SuS Wulferdingsen II am 19. September hatte Gästetrainer Thomas Knop seine Mannschaft in der 73. Minute beim Stand von 3:0 für Neuenknick vom Platz genommen, nachdem er laut eigener Aussage von TSG-Co-Trainer Sascha Berndt mit den Worten „Ich zieh’ dich auf links“ bedroht worden war. Der Beschuldigte stritt diese Aussage ab.

Alexandros Papassimos, Vorsitzender des Kreissportgerichts (KSG), hat im schriftlichen Verfahren als Einzelrichter ein Ordnungsgeld in Höhe von 200 Euro für Berndt verhängt und zudem einen Verweis gegen diesen ausgesprochen. Die Partie wird mit 2:0 Toren für Neuenknick gewertet.

Auch das Heimspiel der TSG am 29. August gegen Union Minden II (4:3) zog ein schriftliches Verfahren nach sich. Betroffen war diesmal Union-Kapitän Bahrem Erbek wegen des Verdachts eines tätlichen Angriffs auf Schiedsrichter Ullrich Mespe. Er soll diesem aus Frust über eine Entscheidung den Ball aus kurzer Distanz in den Rücken geschossen haben. Union-Trainer Baris Agirman hatte seinerzeit geschildert, dass Erbek den Ball aus Ärger weggeschossen und dabei unglücklich den Schiedsrichter getroffen habe.

KSG-Vorsitzender Papassimos sah als Einzelrichter allerdings den Vorwurf eines tätlichen Angriffs als erwiesen an und sperrte Erbek für sechs Monate bis einschließlich 29. April. „Zugunsten des Spielers wurde ein minderschwerer Fall zugrunde gelegt“, heißt es in dem Urteil weiter.

Bereits nach 30 Minuten abgebrochen worden war am 10. Oktober die Partie zwischen FC BW Holtrup und SC Rodenbeck. Schiedsrichter Olaf Biere hatte das Spiel vorzeitig beendet und angegeben, von Gästespieler Alhaj Osman als „Nazi“ bezeichnet worden zu sein. Dieser beteuerte, eine derartige Äußerung nicht getätigt zu haben. Er habe sich nach Holtrups Führungstreffer zum 1:0 nur beschwert, dass dieses aus einer Abseitsposition gefallen sei. Die Beteiligten zeigten sich seinerzeit überrascht über den Abbruch.

Im schriftlichen Verfahren sprach Papassimos als Einzelrichter eine Sperre von acht Spielen gegen Osman aus. Zudem wird das Spiel mit 2:0 Toren für Holtrup gewertet.

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