SVKT-Fußballerinnen wollen mit großem Anlauf nach oben Sebastian Külbel Minden. Die Westfalenliga-Fußballerinnen der SV Kutenhausen-Todtenhausen wollen in der neuen Saison nichts dem Zufall überlassen. Seit dem 8. Mai haben Chefcoach Ronny Vogt und sein Team durchtrainiert, am 14. Juli begann die Vorbereitung für die erst am 20. September startende Saison. „Dann wollen wir absolut bereit sein“, sagt der Trainer. Denn die vorige Spielzeit war ihm eine Lehre. „Da haben wir einen schlechten Start erwischt und lagen dadurch schnell auf einer Position, an die wir nicht gehören“, blickt Vogt zurück. Bis zum Schluss hatte sein Team Kontakt zu den Abstiegsrängen und hätte ohne den coronabedingten Saisonabbruch wohl noch länger um den Klassenerhalt zittern müssen. „Das wollen wir in jedem Fall vermeiden“, nennt Vogt das Hauptziel für die neue Spielzeit. Die Ambitionen des Tabellenelften der Vorserie gehen sogar noch weiter. „Nach den ersten fünf Spielen werden wir das Saisonziel definieren. Ich hoffe, wir können dann nach oben schauen.“ Denn allein der Erhalt der Westfalenliga ist Vogt zu wenig: „Als ich letztes Jahr angefangen habe, haben wir einen Drei-Jahres-Plan gemacht. Dann wollen wir im oberen Drittel der Liga sein.“ Der Blick auf die personellen Voraussetzungen gibt diesen Anspruch durchaus her. Die Mannschaft blieb bis auf zwei Abgänge in Richtung eigene Reserve zusammen und hatte ein Jahr Zeit, sich an den neuen Trainer zu gewöhnen. Unter den Zugängen sind zudem beachtliche Namen. Allen voran Chiara Rösener, die beim Herforder SV Zweitliga-Erfahrung sammelte und nach einem Fußball-Stipendium aus den USA zurückkehrt. Auch Michele Haybat von RW Rehme weckt als gefürchtete Torjägerin in der Kreis- und Bezirksliga hohe Erwartungen. Die Rückkehrerinnen Linda Backhaus und Thandie Reinkensmeier haben ihre Westfalenliga-Tauglichkeit schon unter Beweis gestellt. Und Sarah Heine sowie Eigengewächs Melena Kruse bringen viel Perspektive mit in den 27-köpfigen Kader. Diese Größe sei so gewollt, erklärt Vogt, der so auch bei Absagen die Trainingsqualität hoch halten kann: „Wir hatten bis jetzt dauerhaft 22 Spielerinnen bei den Einheiten. Die Mädchen wollen und ziehen das knallhart durch.“ Das musste auch der erste Testspielgegner erfahren. Am vergangenen Sonntag fegten die SVKT-Frauen den Regionalligisten SV Bökendorf mit 5:2 von dessen Platz in Brakel. Die Tore erzielten Michele Haybat (2), Belinda Bockhop, Beverlie Bockhop und Paula Frohwitter. „Ein schöner Start, aber auch nur eine Momentaufnahme“, relativiert Vogt. Denn die Vorbereitung ist noch lang und die Aufgabenliste groß. Abgehakt hat das Team bereits den Punkt körperliche Fitness: „Wir kennen jetzt alle Laufstrecken in der Umgebung“, sagt der Chefcoach: „Die Gegner sollen merken, dass wir Dauerläufer und schneller als sie sind.“ Zudem soll das Team variabler werden: „Wir üben drei Systeme ein, um nicht mehr so leicht auszurechnen zu sein“, erklärt Vogt. Das ist auch die bereits in der Winterpause begonnene Abkehr von der bedingungslosen Offensive: „Wir haben in jeden Spiel mindestens zwei Tore erzielt, aber uns durch die Gegentore um den Sieg gebracht.“ Absoluter Schwerpunkt der Vorbereitung ist für den Trainer daher die defensive Stabilität. Im Zuge dessen wird die frühere Stoßstürmerin Belinda Bockhop umgeschult. „Sie soll als Innenverteidigerin der neue Turm in der Abwehr werden“ sagt Ronny Vogt. Der große Kader bringt es auch mit sich, dass er regelmäßig Spielerinnen an die zweite Mannschaft abgeben wird. Denn auch die will mit dem neuen Trainer Dennis Blaha ihre schlechte Saison vergessen machen und den Klassenerhalt nicht nur aufgrund der Corona-Sonderregeln schaffen. SV Kutenhausen-Todtenhausen Frauen 2020/2021 Abgänge: Emily Rusch, Hannah Kieslich (beide 2. Mannschaft). Zugänge: Linda Backhaus (nach Pause), Michele Haybat (RW Rehme), Sarah Heine (VfL Bückeburg), Melena Kruse (eigene B-Juniorinnen), Thandie Reinkensmeier, Chiara Rösener (beide nach USA-Aufenthalt). Kader: Celine Camacho-Schneider, Nina Göking - Linda Backhaus, Luise Ellerkamp, Paula Frohwitter, Melonie Grabowski, Nadine Jablonski, Sabrina Lietz, Mara Luckenbach, Lisa Sophie Reimer, Leonie Vogt, Vanessa Wiehe - Beverlie Bockhop, Carina Louisa Frenz, Christin Horst, Kim Müller, Thandie Reinkensmeier, Chiara Rösener, Michelle Rösener, Katja Selchow - Belinda Bockhop, Michele Haybat, Sarah Heine, Maisha Höbel, Melena Kruse, Lisa Lange, Alexandra Mallwitz. Trainer: Ronny Vogt mit Co-Trainerin Sabrina Schlottmann, Torwarttrainer Torsten Keese und Athletiktrainer Günter Masbruch.

SVKT-Fußballerinnen wollen mit großem Anlauf nach oben

SV Kutenhausen-Todtenhausens Frauen in der Saison 2020/2021: Christin Horst (obere Reihe von links), Linda Backhaus, Kim Müller, Michelle Rösener, Lisa Sophie Reimer, Chiara Rösener, Carina Louisa Frenz, Leonie Vogt, Michele Haybat, Trainer Ronny Vogt (mittlere Reihe von links), Co-Trainerin Sabrina Schlottmann, Luise Ellerkamp, Melonie Grabowsky, Melena Kruse, Belinda Bockhop, Beverlie Bockhop, Nadine Jablonski, Mara Luckenbach, Torwarttrainer Torsten Keese, Katja Selchow (untere Reihe von links), Thandie Reinkensmeier, Lisa Lange, Sabrina Lietz, Nina Göking, Celine Camacho-Schneider, Alexandra Mallwitz, Vanessa Wiehe, Sarah Heine, Paula Frohwitter. Es fehlt Maisha Höbel. MT- © Foto: Sebastian Külbel

Minden. Die Westfalenliga-Fußballerinnen der SV Kutenhausen-Todtenhausen wollen in der neuen Saison nichts dem Zufall überlassen. Seit dem 8. Mai haben Chefcoach Ronny Vogt und sein Team durchtrainiert, am 14. Juli begann die Vorbereitung für die erst am 20. September startende Saison. „Dann wollen wir absolut bereit sein“, sagt der Trainer. Denn die vorige Spielzeit war ihm eine Lehre.

„Da haben wir einen schlechten Start erwischt und lagen dadurch schnell auf einer Position, an die wir nicht gehören“, blickt Vogt zurück. Bis zum Schluss hatte sein Team Kontakt zu den Abstiegsrängen und hätte ohne den coronabedingten Saisonabbruch wohl noch länger um den Klassenerhalt zittern müssen. „Das wollen wir in jedem Fall vermeiden“, nennt Vogt das Hauptziel für die neue Spielzeit.

Die Ambitionen des Tabellenelften der Vorserie gehen sogar noch weiter. „Nach den ersten fünf Spielen werden wir das Saisonziel definieren. Ich hoffe, wir können dann nach oben schauen.“ Denn allein der Erhalt der Westfalenliga ist Vogt zu wenig: „Als ich letztes Jahr angefangen habe, haben wir einen Drei-Jahres-Plan gemacht. Dann wollen wir im oberen Drittel der Liga sein.“

Der Blick auf die personellen Voraussetzungen gibt diesen Anspruch durchaus her. Die Mannschaft blieb bis auf zwei Abgänge in Richtung eigene Reserve zusammen und hatte ein Jahr Zeit, sich an den neuen Trainer zu gewöhnen. Unter den Zugängen sind zudem beachtliche Namen. Allen voran Chiara Rösener, die beim Herforder SV Zweitliga-Erfahrung sammelte und nach einem Fußball-Stipendium aus den USA zurückkehrt. Auch Michele Haybat von RW Rehme weckt als gefürchtete Torjägerin in der Kreis- und Bezirksliga hohe Erwartungen.

Die Rückkehrerinnen Linda Backhaus und Thandie Reinkensmeier haben ihre Westfalenliga-Tauglichkeit schon unter Beweis gestellt. Und Sarah Heine sowie Eigengewächs Melena Kruse bringen viel Perspektive mit in den 27-köpfigen Kader. Diese Größe sei so gewollt, erklärt Vogt, der so auch bei Absagen die Trainingsqualität hoch halten kann: „Wir hatten bis jetzt dauerhaft 22 Spielerinnen bei den Einheiten. Die Mädchen wollen und ziehen das knallhart durch.“

Das musste auch der erste Testspielgegner erfahren. Am vergangenen Sonntag fegten die SVKT-Frauen den Regionalligisten SV Bökendorf mit 5:2 von dessen Platz in Brakel. Die Tore erzielten Michele Haybat (2), Belinda Bockhop, Beverlie Bockhop und Paula Frohwitter. „Ein schöner Start, aber auch nur eine Momentaufnahme“, relativiert Vogt.

Denn die Vorbereitung ist noch lang und die Aufgabenliste groß. Abgehakt hat das Team bereits den Punkt körperliche Fitness: „Wir kennen jetzt alle Laufstrecken in der Umgebung“, sagt der Chefcoach: „Die Gegner sollen merken, dass wir Dauerläufer und schneller als sie sind.“ Zudem soll das Team variabler werden: „Wir üben drei Systeme ein, um nicht mehr so leicht auszurechnen zu sein“, erklärt Vogt. Das ist auch die bereits in der Winterpause begonnene Abkehr von der bedingungslosen Offensive: „Wir haben in jeden Spiel mindestens zwei Tore erzielt, aber uns durch die Gegentore um den Sieg gebracht.“ Absoluter Schwerpunkt der Vorbereitung ist für den Trainer daher die defensive Stabilität.

Im Zuge dessen wird die frühere Stoßstürmerin Belinda Bockhop umgeschult. „Sie soll als Innenverteidigerin der neue Turm in der Abwehr werden“ sagt Ronny Vogt. Der große Kader bringt es auch mit sich, dass er regelmäßig Spielerinnen an die zweite Mannschaft abgeben wird. Denn auch die will mit dem neuen Trainer Dennis Blaha ihre schlechte Saison vergessen machen und den Klassenerhalt nicht nur aufgrund der Corona-Sonderregeln schaffen.

SV Kutenhausen-Todtenhausen Frauen 2020/2021

Abgänge: Emily Rusch, Hannah Kieslich (beide 2. Mannschaft).

Zugänge: Linda Backhaus (nach Pause), Michele Haybat (RW Rehme), Sarah Heine (VfL Bückeburg), Melena Kruse (eigene B-Juniorinnen), Thandie Reinkensmeier, Chiara Rösener (beide nach USA-Aufenthalt).

Kader: Celine Camacho-Schneider, Nina Göking - Linda Backhaus, Luise Ellerkamp, Paula Frohwitter, Melonie Grabowski, Nadine Jablonski, Sabrina Lietz, Mara Luckenbach, Lisa Sophie Reimer, Leonie Vogt, Vanessa Wiehe - Beverlie Bockhop, Carina Louisa Frenz, Christin Horst, Kim Müller, Thandie Reinkensmeier, Chiara Rösener, Michelle Rösener, Katja Selchow - Belinda Bockhop, Michele Haybat, Sarah Heine, Maisha Höbel, Melena Kruse, Lisa Lange, Alexandra Mallwitz.

Trainer: Ronny Vogt mit Co-Trainerin Sabrina Schlottmann, Torwarttrainer Torsten Keese und Athletiktrainer Günter Masbruch.

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