SVEW trennt sich vom Sportlichen Leiter - der Trainer geht daraufhin freiwillig Egon Bieber Bad Oeynhausen. Bei der SV Eidinghausen-Werste dreht sich das Personalkarussell: Am Freitagabend trennte sich der Vorstand von seinem Sportlichen Leiter Pierre Sander. Am Tag darauf trat Georg Wittner, Trainer der Landesliga-Mannschaft, zurück. Das Amt des Sportlichen Leiters übernehmen vorerst als Doppelspitze Shindar Mohammad und Marc Holtkamp. Ob mittelfristig extern ein neuer Sportlicher Leiter gesucht wird, ließ der Vorsitzende Alex Hafner offen. „Erst einmal müssen wir einen neuen Trainer installieren“, sagt er und erklärt die Trennung von Pierre Sander: „Es hat nicht mehr gepasst. Wir vom Vorstand sind der Meinung, dass wir uns punktuell noch mit zwei, drei erfahrenen Spielern verstärken müssen, um eine stressfreie Saison ohne Abstiegskampf zu erleben.“ Pierre Sander übernahm im Januar 2020 das Amt des Sportlichen Leiters und hatte dann reichlich zu tun. 13 Spieler verließen den Verein, 19 neue kamen, und der finanzielle Rahmen hatte sich um etwa die Hälfte reduziert. Seine Absetzung traf Sander überraschend: „Ich bin maßlos enttäuscht. Das kann ich gar nicht nachvollziehen. Vor drei Monaten war noch alles super. Ich bin sprachlos“, sagt Sander. Man sei auf einem guten Weg in der Kaderplanung gewesen. Zwei weitere Spieler sollten noch verpflichtet werden. „Ich und der Trainer waren überzeugt von dem Kader.“ Der Vorstand halte die Mannschaft aber für nicht konkurrenzfähig und hatte auf einmal andere Vorstellungen. „Es sollen noch zwei, drei Topspieler geholt werden. Wie das mit dem schmalen Budget klappen soll, ist mir ein Rätsel“, meint Sander. Kurz danach hat Trainer Georg Wittner freiwillig seinen Platz geräumt. Der Vorstand wollte mit ihm weitermachen, der Coach hatte sich nach dem Gespräch am Freitag Bedenkzeit erbeten und am Samstagmorgen Hafner dann seinen Rücktritt mitgeteilt. „Ich habe eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr gesehen. Dann ist es besser, man beendet das. Wir hatten einen guten Spielerkader zusammen, eine junge entwicklungsfähige Mannschaft. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit diesen Jungs eine gute Saison gespielt hätten. Deshalb finde ich diese Entwicklung nicht nachvollziehbar“, sagt Wittner. Der 52-Jährige kam im Sommer 2018 zur SVEW und übernahm die 2. Mannschaft. Im Oktober 2019 folgte er auf Christian Scheidies nach dessen Entlassung als Trainer des Landesliga-Teams. Mit dem Ende von Sanders und Wittners Dienstzeit ist auch klar, dass die Söhne Melvin Sander und Torwart Tim Wittner nicht mehr für die SVEW kicken werden. Beide hatten ihre Eignung für die Landesliga bereits nachgewiesen.

SVEW trennt sich vom Sportlichen Leiter - der Trainer geht daraufhin freiwillig

Georg Wittner trainierte seit Oktober 2019 die Landesligamannschaft der SVEW. Foto: Egon Bieber © Egon Bieber

Bad Oeynhausen. Bei der SV Eidinghausen-Werste dreht sich das Personalkarussell: Am Freitagabend trennte sich der Vorstand von seinem Sportlichen Leiter Pierre Sander. Am Tag darauf trat Georg Wittner, Trainer der Landesliga-Mannschaft, zurück.

Das Amt des Sportlichen Leiters übernehmen vorerst als Doppelspitze Shindar Mohammad und Marc Holtkamp. Ob mittelfristig extern ein neuer Sportlicher Leiter gesucht wird, ließ der Vorsitzende Alex Hafner offen. „Erst einmal müssen wir einen neuen Trainer installieren“, sagt er und erklärt die Trennung von Pierre Sander: „Es hat nicht mehr gepasst. Wir vom Vorstand sind der Meinung, dass wir uns punktuell noch mit zwei, drei erfahrenen Spielern verstärken müssen, um eine stressfreie Saison ohne Abstiegskampf zu erleben.“

Pierre Sander übernahm im Januar 2020 das Amt des Sportlichen Leiters und hatte dann reichlich zu tun. 13 Spieler verließen den Verein, 19 neue kamen, und der finanzielle Rahmen hatte sich um etwa die Hälfte reduziert. Seine Absetzung traf Sander überraschend: „Ich bin maßlos enttäuscht. Das kann ich gar nicht nachvollziehen. Vor drei Monaten war noch alles super. Ich bin sprachlos“, sagt Sander. Man sei auf einem guten Weg in der Kaderplanung gewesen. Zwei weitere Spieler sollten noch verpflichtet werden. „Ich und der Trainer waren überzeugt von dem Kader.“ Der Vorstand halte die Mannschaft aber für nicht konkurrenzfähig und hatte auf einmal andere Vorstellungen. „Es sollen noch zwei, drei Topspieler geholt werden. Wie das mit dem schmalen Budget klappen soll, ist mir ein Rätsel“, meint Sander.

Kurz danach hat Trainer Georg Wittner freiwillig seinen Platz geräumt. Der Vorstand wollte mit ihm weitermachen, der Coach hatte sich nach dem Gespräch am Freitag Bedenkzeit erbeten und am Samstagmorgen Hafner dann seinen Rücktritt mitgeteilt. „Ich habe eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr gesehen. Dann ist es besser, man beendet das. Wir hatten einen guten Spielerkader zusammen, eine junge entwicklungsfähige Mannschaft. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit diesen Jungs eine gute Saison gespielt hätten. Deshalb finde ich diese Entwicklung nicht nachvollziehbar“, sagt Wittner. Der 52-Jährige kam im Sommer 2018 zur SVEW und übernahm die 2. Mannschaft. Im Oktober 2019 folgte er auf Christian Scheidies nach dessen Entlassung als Trainer des Landesliga-Teams.

Mit dem Ende von Sanders und Wittners Dienstzeit ist auch klar, dass die Söhne Melvin Sander und Torwart Tim Wittner nicht mehr für die SVEW kicken werden. Beide hatten ihre Eignung für die Landesliga bereits nachgewiesen.

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