Revolution im Fußballkreis: Kreisliga A wird aufgestockt - und geteilt? Daniel Branahl Minden. Paukenschlag im Mindener Fußballkreis: Neben den bereits feststehenden B-Liga-Meistern TuS Minderheide und TuS Porta Westfalica steigen noch vier weitere Teams in die Kreisliga A auf. Damit ist die höchste Mindener Spielklasse in der kommenden Saison 20 Mannschaften stark. Das zwingt die Verantwortlichen des Fußballkreises dazu, über eine Teilung der Liga nachzudenken. Außerdem gaben die Verantwortlichen bekannt, dass es ab der Saison 2022/23 eine eingleisige B- sowie eine eingleisige C-Liga geben soll. Damit trägt der Fußballkreis dem Schwund an Mannschaften Rechnung. Entscheidungsspiel entfällt Zwei der vier unverhofften Aufsteiger sind der Haddenhauser SV (Kreisliga B Süd) und Union Minden II (Kreisliga B Nord). Die beiden Teams waren zum Zeitpunkt des Abbruchs Tabellenzweiter in ihren jeweiligen Staffeln. Sie profitieren von der vor der Saison vom Verband festgelegten Auf- und Abstiegsregel. Dort heißt es: „Sollte keine Mannschaft des Kreises aus der Bezirksliga in die Kreisliga A absteigen, ermitteln die Tabellenzweiten durch ein Entscheidungsspiel einen dritten Aufsteiger.“ Dann kam die Pandemie und mit ihr der Saisonabbruch in sämtlichen Amateurligen. „Da es keine Absteiger gibt und dieses Entscheidungsspiel aufgrund der Corona-Situation nicht ausgetragen werden kann, steigen nun beide Teams in die Kreisliga A auf“, berichtet Ulrich Faymann, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses. Sowohl Union als auch Haddenhausen haben damit überhaupt nicht gerechnet, freuen sich aber über den nachträglichen Aufstieg. „Für mich war es immer das Ziel, irgendwann wieder mit dem Verein in der Kreisliga A vertreten zu sein. Dass es tatsächlich in dieser Saison noch geklappt hat, ist natürlich super. Das haben sich die Jungs auch verdient“, sagt Haddenhausens Vorsitzender Thomas Ellerhoff. Die Reserve von Union Minden hat sich ebenfalls einstimmig dafür entschieden, den Aufstieg anzunehmen: „Wir freuen uns sehr und wollen uns nun eine Liga höher beweisen“, sagte Unions Trainer André Bentrup. Quotientenregel greift Neben den beiden Teams haben jetzt aber auch der TuS Victoria Dehme und der FSC Eisbergen II (beide Kreisliga B Süd) das Angebot erhalten, in die Kreisliga A aufzusteigen. Bei den beiden greift zum einen die Quotientenregel. Zum anderen die Tatsache, dass der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) festgelegt hat, dass beim Saisonabbruch sowohl die aktuelle Tabelle als auch die Hinrunden-Tabelle zählt. „Da Victoria Dehme und der FSC Eisbergen II bei der Wertung der Hinrunde zusammen mit dem Haddenhauser SV als Tabellenzweiter den exakt selben Quotienten aufweisen, sind auch diese Teams aufstiegsberechtigt“ erklärt Faymann. Der Quotient errechnet sich wie folgt: Die in der Hinrunde geholten Punkte geteilt durch die Anzahl der Spiele. Haddenhausen, Eisbergen und Dehme haben den identischen Wert von 2,0. Fehlendes Spiel Die FSC-Reserve hatte den Aufstieg bereits vor ein paar Wochen angeboten bekommen. Das hatte mit dem Umstand zutun, dass den Eisbergern aus der Hinrunde noch ein Spiel fehlte. Das war erst nach dem Lockdown angesetzt. Hätte der FSC das Spiel gewonnen, wäre er Herbstmeister geworden. Das erste Angebot aufzusteigen, hatten die Eisberger abgelehnt. „Wir hatten uns dagegen entschieden, weil wir aus der Corona-Situation kein Profit schlagen wollten“, berichtet Trainer Lars Brandt. Da neben uns jetzt aber auch drei weiteren Teams der nachträglich Aufstieg angeboten wurde, veränderte sich die Situation. „Wir haben uns noch einmal zusammengesetzt und uns nun dazu entschieden, die Herausforderung anzunehmen. Es fühlt sich natürlich nicht wie eine Meisterschaft an, aber wir haben große Lust auf das Abenteuer“, sagt Brandt. Die Eisberger Reserve ist zudem zum ersten Mal in der Kreisliga A vertreten. Der TuS Victoria Dehme nimmt ebenfalls die Chance wahr. „Wir freuen uns riesig, gerade weil wir damit überhaupt nicht mehr gerechnet haben“, erzählt der Sportliche Leiter Michael Wagner. Die Lage in der Kreisliga A Die Kreisliga A wächst nun von 15 auf 20 Teams an. Deshalb denkt der Kreisvorstand über eine Teilung der Liga in zwei Gruppen á zehn Mannschaften nach. „Mit 20 Teams ist es extrem schwierig, eine Saison im klassischen Modell zu spielen. Zumal wir überhaupt nicht wissen, wann die Saison starten kann. Deshalb ist die Teilung der Liga eine mögliche Option“, sagt Faymann, ergänzt aber: „Wir müssen zunächst den Rahmenterminkalender abwarten, bevor wir eine endgültige Entscheidung treffen.“ Szenario mit zwei Staffeln Sollte es tatsächlich zu einer Teilung in zwei Zehnergruppen kommen, stellt sich die Frage nach welchen Kriterien die Staffeln eingeteilt werden. Denkbar wäre eine regionale Aufteilung in Nord und Süd, wie es in der B-Liga seit Jahren üblich ist. Der Vorteil hierbei: die kurzen Anfahrtswege. Ein möglicher Nachteil: Die Gruppen könnten unterschiedlich stark sein, wenn eine Gruppe aus etablierten A-Ligisten besteht, die andere aber großteils aus Aufsteigern. Eine weitere Option wäre, die aktuelle Tabelle als Vorlage zu nehmen. Dann käme der Vizemeister in Staffel I, der Dritte in Staffel II, der Vierte in Staffel I und so weiter. Dieses Szenario ist realistischer, weil die A-Ligisten die Anfahrtswege bereits in der Vergangenheit hatten. Ulrich Faymann stellt aber klar: „Eine Einteilung wird erst erfolgen, wenn wir uns tatsächlich dazu entschließen, die Liga zu teilen“, sagte Faymann. Im Falle eine Teilung würde es am Ende der Serie zu einem Entscheidungsspiel der beiden Gruppenersten um den Aufstieg in die Bezirksliga kommen. Acht Absteiger möglich Fakt ist, dass die Liga nur übergangsweise 20 Mannschaften umfassen wird. In der Saison darauf soll es laut Faymann definitiv eine 16er-Staffel geben. Dies hat zur Folge, dass mindestens sechs Teams zum Ende der Saison in die Kreisliga B absteigen. Sollten drei heimische Teams zusätzlich aus der Bezirksliga absteigen, würde sich die Zahl sogar auf acht Absteiger erhöhen. Lage in den B- und C-Ligen Aus der C-Liga hätte es neben den beiden Meistern FC Roj Minden und SuS Wulferdingsen II ebenfalls noch vier weitere Aufsteiger geben können. Ihnen wurde ebenfalls der Aufstieg nachträglich angeboten. Doch TuS Porta Barkhausen, TuS Victoria Dehme II, FT Dützen III und SV Kutenhausen-Todtenhausen IV verzichten darauf. Bei der SVKT wird es zur neuen Saison nur noch drei Mannschaften geben und auch bei Dehme ist das Personal knapp. Wenn sich keine weiteren Spieler dem Team anschließen, ist sogar fraglich, ob die Mannschaft gemeldet wird. Die Dützer Drittvertretung verzichtete bereits die vergangenen Jahre auf den Aufstieg. Beim TuS Porta Barkhausen ist es hingegen ein wenig überraschend. „Für uns kommt die B-Liga noch etwas zu früh, da wir zurzeit einige Spieler haben die nicht jeden Sonntag dabei sein können. Das heißt aber nicht, dass es für die kommenden Jahre ausgeschlossen ist“, berichtete Barkhausens Spartenleiter Thomas Heisig. Aufgrund des Verzichts der Mannschaften, ist die Zahl der B-Ligisten auf 23 geschrumpft. Es ist davon auszugehen, dass eine Staffel mit elf, die andere mit zwölf Mannschaften gebildet wird. Ein- anstatt zweigleisig Darüber hinaus gab Faymann bekannt, dass ab der Saison 2022/23 nur noch eine eingleisige Kreisliga B und und eine eingleisige Kreisliga C geben wird. Dazu werden – vorausgesetzt es gibt genügend Mannschaften – zwei D-Ligen gebildet. „Wir wollten das eigentlich eine Saison früher umsetzen, aber aufgrund von Corona haben wir uns entschieden, das Ganze um eine Saison nach hinten zu schieben“, erklärt Faymann. Durch die Zusammenlegung der beiden B-Ligen erhoffen sich die Verantwortlichen eine dichtere Leistungsstärke und mehr Spannung im Auf- und Abstiegskampf. Die Kaderlisten der Aufsteiger in die Kreisliga A TuS Minderheide: Dane Hansing, Uwe Seele, Robert Morrison - Ibrahim Al Darbou, Bahjat Alikhan, Fahkri Ali-Khan, Khaled Ali-Khan, Amar Ali-Khan, Deniz Bärsch, Ernest Camic, Durim Elshani, Felix Groschinski, Seray Gül, Pascale Jacobs, Florian Jaha, Pierre Laroche, Nick Niggemann, Paul Olfert, Mohammet Ramadan, Yannic Schmitz, Jonas Sender, Nico Werthschulte. Trainer: Mahmoud Ali-Khan und Daniel Eickmeier. TuS Porta Westfalica: Dirk Wehling, Pascal Rodenberg, Eike Warnat, Henrik Horstmann - Jörn Böhme, Hendrik Brandt, Jonas Brune, Nico Brune, Ben Bünte, Florian Bünte, Andy Ebert, Mirko Faber, Erwin Felk, Armin Hartmann, Felix Hoffmann, Jan Horstmann, Jonas Horstmann, Christian Kirstein, Tim Lausch, Benni Lükens, Paul Meincke, Marcel Rodenberg, Pascal Rodenberg, Jannis Römming, Vincent Schäfer, Kevin Schaper, Chris Schilling, Daniel Schwenzel, Alexander Südmersen, Christian Thielecke, Patrick Vogel, Marvin Vogt, Julian Winterberg. Trainer: Michael Fromme und Bernd Supe. TuS Minderheide: Dane Hansing, Uwe Seele, Robert Morrison - Ibrahim Al Darbou, Bahjat Alikhan, Fahkri Ali-Khan, Khaled Ali-Khan, Amar Ali-Khan, Deniz Bärsch, Ernest Camic, Durim Elshani, Felix Groschinski, Seray Gül, Pascale Jacobs, Florian Jaha, Pierre Laroche, Nick Niggemann, Paul Olfert, Mohammet Ramadan, Yannic Schmitz, Jonas Sender, Nico Werthschulte. Trainer: Mahmoud Ali-Khan und Daniel Eickmeier. TuS Porta Westfalica: Dirk Wehling, Pascal Rodenberg, Eike Warnat, Henrik Horstmann - Jörn Böhme, Hendrik Brandt, Jonas Brune, Nico Brune, Ben Bünte, Florian Bünte, Andy Ebert, Mirko Faber, Erwin Felk, Armin Hartmann, Felix Hoffmann, Jan Horstmann, Jonas Horstmann, Christian Kirstein, Tim Lausch, Benni Lükens, Paul Meincke, Marcel Rodenberg, Pascal Rodenberg, Jannis Römming, Vincent Schäfer, Kevin Schaper, Chris Schilling, Daniel Schwenzel, Alexander Südmersen, Christian Thielecke, Patrick Vogel, Marvin Vogt, Julian Winterberg. Trainer: Michael Fromme und Bernd Supe. Union Minden II: Baris Agirman, Christopher Bachmann, Seyfeddine Belhedi, André Bentrup, Nico Bredemeyer, Stefan Böke, Bahrem Erbek, Cekdar Erbek, Mario Großheilmann, Benjamin Günnewich, Dean-Colin Hallet, Robin Hallet, Dilbrin Hamo, Faruq Hamo, Maikel Hamo, Bodo Heier, Florian Helm, Arton Jefkaj, Jerome Jutzewitz, Faruk Kalaf, Geoan Kanjo, Gjoke Keli, Ezzat Khdeda, Timo Kulmann, Joel Ley, Yohannes Misgiena, Nadir Osso, Bashar Othmann, Andreas Peters, Marc Plöger, Stefan Prüßner, Ali Remmo, Jens Rott, Serkan Rüzgar, Wjatschlaw Schneider, Silo Seydo, Marco Tonon, Maik Unger, Ismail Zanyar Spielertrainer: André Bentrup. Haddenhauser SV: Steven Abbott, Mohamed Achour, Ramon Bartsch, Denis Clemens, Adalberto da Fonseca Mendes, Waldemar Gauser, Eduart Geddert, Nico Gottschalk, Elsaid Hepaj, Pascal Holzapfel, John Kemp, Jonas Körbe, Marcel Kortum, Drison Kraja, Elidon Mustafa, Marlon Sandvoß, Stefan Söllner, Maximilian Sting, Philipp Struck, Noah von Behren, Thomas Wittek. Trainer: Cheftrainer Thomas Ehlert, Betreuerin Silvia Oestreich. TuS Victoria Dehme: Christian Körtner, Kevin Mölling, Nico Witt, Pierre Pade, Johannes Stichling, Lukas Weber, Niklas Blömker, Jan Peschke, Christopher Gieselmann, Philipp Spilker, Mahmoud Chahrour, Marius Lenk, Maxim Patzek, Dominik Schmidt, Alexander Hochweis, Kevin Drinkuth, Timo Schopmeier, Dominik Templin, Mateusz Augustyniak, Rouven Missing, Simonas Supranavicius, Mahmoud Fakih, Ali Ezzedine Trainerteam: Douglas Mees, Andreas Heilmann und Randolf Templin. FSC Eisbergen II: René Heyer, David Brandt, Sascha Grimme, Björn Korff, Joshua Mohme, Pascal Pleyer, Malte Rinne, Marvin Rinne, Alexander Tebbe, Leroy Teichmann, Thomas Wolter, Nico Kolepke, Filip Stahlhut, Kilian Arnsmeyer, Michael Behning, Torben Buck, Jan Bongard, Maurice Korfsmeier, Christopher Düker, Jannis Habecker, Pascal Klingenberg, Lennart Mohme, Paul Yannic Rahlfs, Nils Schünemann, Patrick Todeskino, Jan Freding, Nico Kolowsky, Sebastian Voth, Torben Oberhommert, Sascha Pleyer, Philipp Werner. Trainerteam: Lars Brandt und David Brandt.

Revolution im Fußballkreis: Kreisliga A wird aufgestockt - und geteilt?

Symbolfoto: MT-Archiv © All rights reserved by Jürgen Krüger

Minden. Paukenschlag im Mindener Fußballkreis: Neben den bereits feststehenden B-Liga-Meistern TuS Minderheide und TuS Porta Westfalica steigen noch vier weitere Teams in die Kreisliga A auf. Damit ist die höchste Mindener Spielklasse in der kommenden Saison 20 Mannschaften stark. Das zwingt die Verantwortlichen des Fußballkreises dazu, über eine Teilung der Liga nachzudenken. Außerdem gaben die Verantwortlichen bekannt, dass es ab der Saison 2022/23 eine eingleisige B- sowie eine eingleisige C-Liga geben soll. Damit trägt der Fußballkreis dem Schwund an Mannschaften Rechnung.

Entscheidungsspiel entfällt

Zwei der vier unverhofften Aufsteiger sind der Haddenhauser SV (Kreisliga B Süd) und Union Minden II (Kreisliga B Nord). Die beiden Teams waren zum Zeitpunkt des Abbruchs Tabellenzweiter in ihren jeweiligen Staffeln. Sie profitieren von der vor der Saison vom Verband festgelegten Auf- und Abstiegsregel. Dort heißt es: „Sollte keine Mannschaft des Kreises aus der Bezirksliga in die Kreisliga A absteigen, ermitteln die Tabellenzweiten durch ein Entscheidungsspiel einen dritten Aufsteiger.“ Dann kam die Pandemie und mit ihr der Saisonabbruch in sämtlichen Amateurligen. „Da es keine Absteiger gibt und dieses Entscheidungsspiel aufgrund der Corona-Situation nicht ausgetragen werden kann, steigen nun beide Teams in die Kreisliga A auf“, berichtet Ulrich Faymann, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses.

Meisterfoto mit Abstand: Der TuS Porta traf sich nach dem Saisonabbruch, um das spezielle Aufstiegsbild aufzunehmen. Der Meister der Kreisliga B Süd steigt mit fünf weiteren B-Ligisten ins Kreisoberhaus auf. Fotos: privat
Meisterfoto mit Abstand: Der TuS Porta traf sich nach dem Saisonabbruch, um das spezielle Aufstiegsbild aufzunehmen. Der Meister der Kreisliga B Süd steigt mit fünf weiteren B-Ligisten ins Kreisoberhaus auf. Fotos: privat

Sowohl Union als auch Haddenhausen haben damit überhaupt nicht gerechnet, freuen sich aber über den nachträglichen Aufstieg. „Für mich war es immer das Ziel, irgendwann wieder mit dem Verein in der Kreisliga A vertreten zu sein. Dass es tatsächlich in dieser Saison noch geklappt hat, ist natürlich super. Das haben sich die Jungs auch verdient“, sagt Haddenhausens Vorsitzender Thomas Ellerhoff. Die Reserve von Union Minden hat sich ebenfalls einstimmig dafür entschieden, den Aufstieg anzunehmen: „Wir freuen uns sehr und wollen uns nun eine Liga höher beweisen“, sagte Unions Trainer André Bentrup.

Quotientenregel greift

Das Mannschaftsfoto entstand vor der Corona-Situation. Der TuS Minderheide feierte die Meisterschaft in der Kreisliga B Nord.
Das Mannschaftsfoto entstand vor der Corona-Situation. Der TuS Minderheide feierte die Meisterschaft in der Kreisliga B Nord.

Neben den beiden Teams haben jetzt aber auch der TuS Victoria Dehme und der FSC Eisbergen II (beide Kreisliga B Süd) das Angebot erhalten, in die Kreisliga A aufzusteigen. Bei den beiden greift zum einen die Quotientenregel. Zum anderen die Tatsache, dass der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) festgelegt hat, dass beim Saisonabbruch sowohl die aktuelle Tabelle als auch die Hinrunden-Tabelle zählt. „Da Victoria Dehme und der FSC Eisbergen II bei der Wertung der Hinrunde zusammen mit dem Haddenhauser SV als Tabellenzweiter den exakt selben Quotienten aufweisen, sind auch diese Teams aufstiegsberechtigt“ erklärt Faymann. Der Quotient errechnet sich wie folgt: Die in der Hinrunde geholten Punkte geteilt durch die Anzahl der Spiele. Haddenhausen, Eisbergen und Dehme haben den identischen Wert von 2,0.

Fehlendes Spiel

Die FSC-Reserve hatte den Aufstieg bereits vor ein paar Wochen angeboten bekommen. Das hatte mit dem Umstand zutun, dass den Eisbergern aus der Hinrunde noch ein Spiel fehlte. Das war erst nach dem Lockdown angesetzt. Hätte der FSC das Spiel gewonnen, wäre er Herbstmeister geworden. Das erste Angebot aufzusteigen, hatten die Eisberger abgelehnt. „Wir hatten uns dagegen entschieden, weil wir aus der Corona-Situation kein Profit schlagen wollten“, berichtet Trainer Lars Brandt. Da neben uns jetzt aber auch drei weiteren Teams der nachträglich Aufstieg angeboten wurde, veränderte sich die Situation. „Wir haben uns noch einmal zusammengesetzt und uns nun dazu entschieden, die Herausforderung anzunehmen. Es fühlt sich natürlich nicht wie eine Meisterschaft an, aber wir haben große Lust auf das Abenteuer“, sagt Brandt. Die Eisberger Reserve ist zudem zum ersten Mal in der Kreisliga A vertreten. Der TuS Victoria Dehme nimmt ebenfalls die Chance wahr. „Wir freuen uns riesig, gerade weil wir damit überhaupt nicht mehr gerechnet haben“, erzählt der Sportliche Leiter Michael Wagner.

Die Lage in der Kreisliga A

Die Kreisliga A wächst nun von 15 auf 20 Teams an. Deshalb denkt der Kreisvorstand über eine Teilung der Liga in zwei Gruppen á zehn Mannschaften nach. „Mit 20 Teams ist es extrem schwierig, eine Saison im klassischen Modell zu spielen. Zumal wir überhaupt nicht wissen, wann die Saison starten kann. Deshalb ist die Teilung der Liga eine mögliche Option“, sagt Faymann, ergänzt aber: „Wir müssen zunächst den Rahmenterminkalender abwarten, bevor wir eine endgültige Entscheidung treffen.“

Szenario mit zwei Staffeln

Sollte es tatsächlich zu einer Teilung in zwei Zehnergruppen kommen, stellt sich die Frage nach welchen Kriterien die Staffeln eingeteilt werden. Denkbar wäre eine regionale Aufteilung in Nord und Süd, wie es in der B-Liga seit Jahren üblich ist. Der Vorteil hierbei: die kurzen Anfahrtswege. Ein möglicher Nachteil: Die Gruppen könnten unterschiedlich stark sein, wenn eine Gruppe aus etablierten A-Ligisten besteht, die andere aber großteils aus Aufsteigern. Eine weitere Option wäre, die aktuelle Tabelle als Vorlage zu nehmen. Dann käme der Vizemeister in Staffel I, der Dritte in Staffel II, der Vierte in Staffel I und so weiter. Dieses Szenario ist realistischer, weil die A-Ligisten die Anfahrtswege bereits in der Vergangenheit hatten. Ulrich Faymann stellt aber klar: „Eine Einteilung wird erst erfolgen, wenn wir uns tatsächlich dazu entschließen, die Liga zu teilen“, sagte Faymann. Im Falle eine Teilung würde es am Ende der Serie zu einem Entscheidungsspiel der beiden Gruppenersten um den Aufstieg in die Bezirksliga kommen.

Acht Absteiger möglich

Fakt ist, dass die Liga nur übergangsweise 20 Mannschaften umfassen wird. In der Saison darauf soll es laut Faymann definitiv eine 16er-Staffel geben. Dies hat zur Folge, dass mindestens sechs Teams zum Ende der Saison in die Kreisliga B absteigen. Sollten drei heimische Teams zusätzlich aus der Bezirksliga absteigen, würde sich die Zahl sogar auf acht Absteiger erhöhen.

Lage in den B- und C-Ligen

Aus der C-Liga hätte es neben den beiden Meistern FC Roj Minden und SuS Wulferdingsen II ebenfalls noch vier weitere Aufsteiger geben können. Ihnen wurde ebenfalls der Aufstieg nachträglich angeboten. Doch TuS Porta Barkhausen, TuS Victoria Dehme II, FT Dützen III und SV Kutenhausen-Todtenhausen IV verzichten darauf. Bei der SVKT wird es zur neuen Saison nur noch drei Mannschaften geben und auch bei Dehme ist das Personal knapp. Wenn sich keine weiteren Spieler dem Team anschließen, ist sogar fraglich, ob die Mannschaft gemeldet wird. Die Dützer Drittvertretung verzichtete bereits die vergangenen Jahre auf den Aufstieg. Beim TuS Porta Barkhausen ist es hingegen ein wenig überraschend. „Für uns kommt die B-Liga noch etwas zu früh, da wir zurzeit einige Spieler haben die nicht jeden Sonntag dabei sein können. Das heißt aber nicht, dass es für die kommenden Jahre ausgeschlossen ist“, berichtete Barkhausens Spartenleiter Thomas Heisig. Aufgrund des Verzichts der Mannschaften, ist die Zahl der B-Ligisten auf 23 geschrumpft. Es ist davon auszugehen, dass eine Staffel mit elf, die andere mit zwölf Mannschaften gebildet wird.

Ein- anstatt zweigleisig

Darüber hinaus gab Faymann bekannt, dass ab der Saison 2022/23 nur noch eine eingleisige Kreisliga B und und eine eingleisige Kreisliga C geben wird. Dazu werden – vorausgesetzt es gibt genügend Mannschaften – zwei D-Ligen gebildet. „Wir wollten das eigentlich eine Saison früher umsetzen, aber aufgrund von Corona haben wir uns entschieden, das Ganze um eine Saison nach hinten zu schieben“, erklärt Faymann. Durch die Zusammenlegung der beiden B-Ligen erhoffen sich die Verantwortlichen eine dichtere Leistungsstärke und mehr Spannung im Auf- und Abstiegskampf.

Die Kaderlisten der Aufsteiger in die Kreisliga A

TuS Minderheide: Dane Hansing, Uwe Seele, Robert Morrison - Ibrahim Al Darbou, Bahjat Alikhan, Fahkri Ali-Khan, Khaled Ali-Khan, Amar Ali-Khan, Deniz Bärsch, Ernest Camic, Durim Elshani, Felix Groschinski, Seray Gül, Pascale Jacobs, Florian Jaha, Pierre Laroche, Nick Niggemann, Paul Olfert, Mohammet Ramadan, Yannic Schmitz, Jonas Sender, Nico Werthschulte.

Trainer: Mahmoud Ali-Khan und Daniel Eickmeier.

TuS Porta Westfalica: Dirk Wehling, Pascal Rodenberg, Eike Warnat, Henrik Horstmann - Jörn Böhme, Hendrik Brandt, Jonas Brune, Nico Brune, Ben Bünte, Florian Bünte, Andy Ebert, Mirko Faber, Erwin Felk, Armin Hartmann, Felix Hoffmann, Jan Horstmann, Jonas Horstmann, Christian Kirstein, Tim Lausch, Benni Lükens, Paul Meincke, Marcel Rodenberg, Pascal Rodenberg, Jannis Römming, Vincent Schäfer, Kevin Schaper, Chris Schilling, Daniel Schwenzel, Alexander Südmersen, Christian Thielecke, Patrick Vogel, Marvin Vogt, Julian Winterberg.

Trainer: Michael Fromme und Bernd Supe.

TuS Minderheide: Dane Hansing, Uwe Seele, Robert Morrison - Ibrahim Al Darbou, Bahjat Alikhan, Fahkri Ali-Khan, Khaled Ali-Khan, Amar Ali-Khan, Deniz Bärsch, Ernest Camic, Durim Elshani, Felix Groschinski, Seray Gül, Pascale Jacobs, Florian Jaha, Pierre Laroche, Nick Niggemann, Paul Olfert, Mohammet Ramadan, Yannic Schmitz, Jonas Sender, Nico Werthschulte.

Trainer: Mahmoud Ali-Khan und Daniel Eickmeier.

TuS Porta Westfalica: Dirk Wehling, Pascal Rodenberg, Eike Warnat, Henrik Horstmann - Jörn Böhme, Hendrik Brandt, Jonas Brune, Nico Brune, Ben Bünte, Florian Bünte, Andy Ebert, Mirko Faber, Erwin Felk, Armin Hartmann, Felix Hoffmann, Jan Horstmann, Jonas Horstmann, Christian Kirstein, Tim Lausch, Benni Lükens, Paul Meincke, Marcel Rodenberg, Pascal Rodenberg, Jannis Römming, Vincent Schäfer, Kevin Schaper, Chris Schilling, Daniel Schwenzel, Alexander Südmersen, Christian Thielecke, Patrick Vogel, Marvin Vogt, Julian Winterberg.

Trainer: Michael Fromme und Bernd Supe.

Union Minden II: Baris Agirman, Christopher Bachmann, Seyfeddine Belhedi, André Bentrup, Nico Bredemeyer, Stefan Böke, Bahrem Erbek, Cekdar Erbek, Mario Großheilmann, Benjamin Günnewich, Dean-Colin Hallet, Robin Hallet, Dilbrin Hamo, Faruq Hamo, Maikel Hamo, Bodo Heier, Florian Helm, Arton Jefkaj, Jerome Jutzewitz, Faruk Kalaf, Geoan Kanjo, Gjoke Keli, Ezzat Khdeda, Timo Kulmann, Joel Ley, Yohannes Misgiena, Nadir Osso, Bashar Othmann, Andreas Peters, Marc Plöger, Stefan Prüßner, Ali Remmo, Jens Rott, Serkan Rüzgar, Wjatschlaw Schneider, Silo Seydo, Marco Tonon, Maik Unger, Ismail Zanyar

Spielertrainer: André Bentrup.

Haddenhauser SV: Steven Abbott, Mohamed Achour, Ramon Bartsch, Denis Clemens, Adalberto da Fonseca Mendes, Waldemar Gauser, Eduart Geddert, Nico Gottschalk, Elsaid Hepaj, Pascal Holzapfel, John Kemp, Jonas Körbe, Marcel Kortum, Drison Kraja, Elidon Mustafa, Marlon Sandvoß, Stefan Söllner, Maximilian Sting, Philipp Struck, Noah von Behren, Thomas Wittek.

Trainer: Cheftrainer Thomas Ehlert, Betreuerin Silvia Oestreich.

TuS Victoria Dehme: Christian Körtner, Kevin Mölling, Nico Witt, Pierre Pade, Johannes Stichling, Lukas Weber, Niklas Blömker, Jan Peschke, Christopher Gieselmann, Philipp Spilker, Mahmoud Chahrour, Marius Lenk, Maxim Patzek, Dominik Schmidt, Alexander Hochweis, Kevin Drinkuth, Timo Schopmeier, Dominik Templin, Mateusz Augustyniak, Rouven Missing, Simonas Supranavicius, Mahmoud Fakih, Ali Ezzedine

Trainerteam: Douglas Mees, Andreas Heilmann und Randolf Templin.

FSC Eisbergen II: René Heyer, David Brandt, Sascha Grimme, Björn Korff, Joshua Mohme, Pascal Pleyer, Malte Rinne, Marvin Rinne, Alexander Tebbe, Leroy Teichmann, Thomas Wolter, Nico Kolepke, Filip Stahlhut, Kilian Arnsmeyer, Michael Behning, Torben Buck, Jan Bongard, Maurice Korfsmeier, Christopher Düker, Jannis Habecker, Pascal Klingenberg, Lennart Mohme, Paul Yannic Rahlfs, Nils Schünemann, Patrick Todeskino, Jan Freding, Nico Kolowsky, Sebastian Voth, Torben Oberhommert, Sascha Pleyer, Philipp Werner.

Trainerteam: Lars Brandt und David Brandt.

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