Realismus in Oeynhausen, Zuversicht in Maaslingen Zwei Landesligisten mit Aufstiegschancen / Hausberges Rollentausch Minden (mt). Die Fußball-Landesliga bleibt spannend. Auch nach dem 0:0 im Derby zwischen RW Maaslingen und dem FC Bad Oeynhausen mischen zwei Vertreter aus dem Fußballkreis Minden oben mit. Ihre Aufstiegschancen bewerten beide Teams aber grundlegend unterschiedlich. Meisterchancen?: Beim FC Bad Oeynhausen ist Bescheidenheit eingekehrt. Der immer noch mögliche Aufstieg in die Verbandsliga wird von Trainer Michael Bühlmann und seinen Spielern ins Reich der Träume verwiesen. "Wer realistisch ist und das Umfeld in Bad Oeynhausen kennt weiß, dass das nicht geht", sagt Spielmacher David Mespe. Auch Coach Bühlmann übt sich in Zurückhaltung: "Von den Punkten her gehören wir da oben vielleicht noch hin, leistungsmäßig jedoch momentan nicht." (kül)Meisterchancen!: Wesentlich forscher gehen die Spieler von RW Maaslingen mit ihrer aussichtsreichen Tabellensituation um. "Trotz des Unentschiedens lief es heute für uns", sagte Heiner Zwingmann nach dem Spiel beim Blick auf die Niederlagen von Spexard und Fichte Bielefeld. "Wir bleiben oben und haben heute nichts verloren", fügte Marcel Wallbaum hinzu - und blickte bereits voraus: "Wenn wir Spexard am Donnerstag schlagen, sind wir an denen vorbei. Und schließlich hat die Saison noch ein paar Spiele, und wir haben einen guten Lauf. . ." (kül)Ständig und nur noch bergauf: "Das Jahr 2009 hat für mich sehr gut begonnen", freut sich Steven Jones und meint damit nicht nur das für ihn ausgetragene Benefizspiel vor vier Wochen zwischen einer heimischen Landesliga-Auswahl und Bundesligist Arminia Bielefeld (0:5). Mehr als 1200 Zuschauer im Weserstadion sorgten mit ihren Eintrittsgeldern für eine stattliche Summe, die zur Finanzierung der Rehabilitationsmaßnahmen beitragen soll. Einen entsprechenden Scheck überreichten mit Dank an die Zuschauer und alle Beteiligten Union-Vorsitzender Torsten Schwier und 2. Geschäftsführer Heinz Albersmeier am Sonntag in der Halbzeit-Pause des Landesliga-Spiels Union Minden - SV Avenwedde an den 30-Jährigen, der nach seiner lebensgefährlichen Kopfverletzung im Landesliga-Spiel der Unioner am 18. Mai 2008 in Verl zwei Wochen im künstlichen Koma lag. Genesung und Rehabilitation machen weiter Fortschritte, und wie Jones freut sich auch Mutter Michaela Büsing: "Es geht ständig und nur noch bergauf." Weitere Operationen sind vorerst nicht notwendig. "Fünf reichen schließlich" flachst Jones, der nach dem schweren Sportunfall sein Lehramtsstudium nicht wieder aufnehmen will und kann. Eine zuvor abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und seine sehr guten Englisch-Kenntnisse eröffnen aber neue Perspektiven, und von einer heimischen Firma liegt auch ein Job-Angebot vor. (kub)Premiere für Mario Heller: SVKT-Trainer Mario Heller feierte am Sonntag beim Bezirksliga-Spiel seiner Mannschaft in Mennighüffen eine Premiere. "Das war das erste 0:0 meiner Trainerkarriere", so Heller nach der Partie. Immerhin coacht er den Aufsteiger aus der Kreisliga A schon seit Beginn der Saison 2006/2007. Inklusive den Begegnungen im Kreispokal waren es 93 Spiele, in denen immer zumindest ein Tor fiel, ehe es Heller jetzt in der 94. Partie erwischte. (maw)6+5-Regel mal anders: Die von der FIFA viel diskutierte 6+5-Regel (6 einheimische Spieler + 5 Ausländer) wurde am Sonntag von der Drittvertretung des Landesligisten FT Dützen, die in der Kreisliga B Süd 3:1 beim TuS Holzhausen/Porta II gewann, auf andere Art und Weise umgesetzt. In der Startformation standen nämlich laut Spielertrainer Ulf Seifert (42) mit ihm selbst, Nana Mansouri (51), Bert Ernstmeyer (47), Andreas Schiller (43), Dirk Rohlfing (42) und Gunnar Mertens (41) sechs Ü-40-Spieler. "Mit so viel Routine haben wir natürlich nichts anbrennen lassen", spaßte Seifert anschließend. (maw)Vertauschte Rollen: Den Schalk im Nacken trugen am vergangenen Mittwoch die Akteure des SV Hausberge II in der Kreisliga B Süd. Anstatt auf ihren angestammten Positionen zu spielen, tauschten sie diese. So ging Verteidiger Artur Reimer ins Tor, Keeper Steffen Mattenklott lief im Sturm auf und erzielte sogar das 5:0 im Nachholspiel gegen den SuS Wulferdingsen II, das 5:1 endete. "Wir haben weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun und wollen Spaß am Fußball haben, deswegen haben wir die Positionen durchgetauscht", erklärte SVH-Coach Sven Schneider. Am Sonntag gegen Schlusslicht SC Oberbecksen-Babbenhausen (6:1) kehrte jeder Spieler wieder in seinen regulären Mannschaftsteil zurück. "Auch Steffen Mattenklott ging lieber wieder ins Tor. Der hatte sich am Mittwoch Blasen gelaufen", frotzelte Schneider. (maw)

Realismus in Oeynhausen, Zuversicht in Maaslingen

Minden (mt). Die Fußball-Landesliga bleibt spannend. Auch nach dem 0:0 im Derby zwischen RW Maaslingen und dem FC Bad Oeynhausen mischen zwei Vertreter aus dem Fußballkreis Minden oben mit. Ihre Aufstiegschancen bewerten beide Teams aber grundlegend unterschiedlich.

Torsten Schwier (links) und Heinz Albersmeier (rechts) freuen sich mit Steven Jones über dessen Fortschritte in punkto Genesung. - © MT-Foto: Ulrich Kuballa
Torsten Schwier (links) und Heinz Albersmeier (rechts) freuen sich mit Steven Jones über dessen Fortschritte in punkto Genesung. - © MT-Foto: Ulrich Kuballa

Meisterchancen?: Beim FC Bad Oeynhausen ist Bescheidenheit eingekehrt. Der immer noch mögliche Aufstieg in die Verbandsliga wird von Trainer Michael Bühlmann und seinen Spielern ins Reich der Träume verwiesen. "Wer realistisch ist und das Umfeld in Bad Oeynhausen kennt weiß, dass das nicht geht", sagt Spielmacher David Mespe. Auch Coach Bühlmann übt sich in Zurückhaltung: "Von den Punkten her gehören wir da oben vielleicht noch hin, leistungsmäßig jedoch momentan nicht." (kül)

Meisterchancen!: Wesentlich forscher gehen die Spieler von RW Maaslingen mit ihrer aussichtsreichen Tabellensituation um. "Trotz des Unentschiedens lief es heute für uns", sagte Heiner Zwingmann nach dem Spiel beim Blick auf die Niederlagen von Spexard und Fichte Bielefeld. "Wir bleiben oben und haben heute nichts verloren", fügte Marcel Wallbaum hinzu - und blickte bereits voraus: "Wenn wir Spexard am Donnerstag schlagen, sind wir an denen vorbei. Und schließlich hat die Saison noch ein paar Spiele, und wir haben einen guten Lauf. . ." (kül)

Ständig und nur noch bergauf: "Das Jahr 2009 hat für mich sehr gut begonnen", freut sich Steven Jones und meint damit nicht nur das für ihn ausgetragene Benefizspiel vor vier Wochen zwischen einer heimischen Landesliga-Auswahl und Bundesligist Arminia Bielefeld (0:5). Mehr als 1200 Zuschauer im Weserstadion sorgten mit ihren Eintrittsgeldern für eine stattliche Summe, die zur Finanzierung der Rehabilitationsmaßnahmen beitragen soll. Einen entsprechenden Scheck überreichten mit Dank an die Zuschauer und alle Beteiligten Union-Vorsitzender Torsten Schwier und 2. Geschäftsführer Heinz Albersmeier am Sonntag in der Halbzeit-Pause des Landesliga-Spiels Union Minden - SV Avenwedde an den 30-Jährigen, der nach seiner lebensgefährlichen Kopfverletzung im Landesliga-Spiel der Unioner am 18. Mai 2008 in Verl zwei Wochen im künstlichen Koma lag. Genesung und Rehabilitation machen weiter Fortschritte, und wie Jones freut sich auch Mutter Michaela Büsing: "Es geht ständig und nur noch bergauf." Weitere Operationen sind vorerst nicht notwendig. "Fünf reichen schließlich" flachst Jones, der nach dem schweren Sportunfall sein Lehramtsstudium nicht wieder aufnehmen will und kann. Eine zuvor abgeschlossene kaufmännische Ausbildung und seine sehr guten Englisch-Kenntnisse eröffnen aber neue Perspektiven, und von einer heimischen Firma liegt auch ein Job-Angebot vor. (kub)

Premiere für Mario Heller: SVKT-Trainer Mario Heller feierte am Sonntag beim Bezirksliga-Spiel seiner Mannschaft in Mennighüffen eine Premiere. "Das war das erste 0:0 meiner Trainerkarriere", so Heller nach der Partie. Immerhin coacht er den Aufsteiger aus der Kreisliga A schon seit Beginn der Saison 2006/2007. Inklusive den Begegnungen im Kreispokal waren es 93 Spiele, in denen immer zumindest ein Tor fiel, ehe es Heller jetzt in der 94. Partie erwischte. (maw)

6+5-Regel mal anders: Die von der FIFA viel diskutierte 6+5-Regel (6 einheimische Spieler + 5 Ausländer) wurde am Sonntag von der Drittvertretung des Landesligisten FT Dützen, die in der Kreisliga B Süd 3:1 beim TuS Holzhausen/Porta II gewann, auf andere Art und Weise umgesetzt. In der Startformation standen nämlich laut Spielertrainer Ulf Seifert (42) mit ihm selbst, Nana Mansouri (51), Bert Ernstmeyer (47), Andreas Schiller (43), Dirk Rohlfing (42) und Gunnar Mertens (41) sechs Ü-40-Spieler. "Mit so viel Routine haben wir natürlich nichts anbrennen lassen", spaßte Seifert anschließend. (maw)

Vertauschte Rollen: Den Schalk im Nacken trugen am vergangenen Mittwoch die Akteure des SV Hausberge II in der Kreisliga B Süd. Anstatt auf ihren angestammten Positionen zu spielen, tauschten sie diese. So ging Verteidiger Artur Reimer ins Tor, Keeper Steffen Mattenklott lief im Sturm auf und erzielte sogar das 5:0 im Nachholspiel gegen den SuS Wulferdingsen II, das 5:1 endete. "Wir haben weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun und wollen Spaß am Fußball haben, deswegen haben wir die Positionen durchgetauscht", erklärte SVH-Coach Sven Schneider. Am Sonntag gegen Schlusslicht SC Oberbecksen-Babbenhausen (6:1) kehrte jeder Spieler wieder in seinen regulären Mannschaftsteil zurück. "Auch Steffen Mattenklott ging lieber wieder ins Tor. Der hatte sich am Mittwoch Blasen gelaufen", frotzelte Schneider. (maw)

"Wir bleiben oben und haben einen guten Lauf": Marcel Wallbaum über Maaslingens Chancen. MT- - © Fotos: Külbel
"Wir bleiben oben und haben einen guten Lauf": Marcel Wallbaum über Maaslingens Chancen. MT- - © Fotos: Külbel
"Wer realistisch ist weiß, dass das nicht geht": FC Bad Oeynhausens David Mespe über einen möglichen Aufstieg.
"Wer realistisch ist weiß, dass das nicht geht": FC Bad Oeynhausens David Mespe über einen möglichen Aufstieg.
Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Fußball