RW Maaslingen ist bereit für das Spiel des Jahres Sebastian Külbel Petershagen. Das Spiel des Jahres ist es für RW Maaslingen ohnehin, und Jan-Werner Schmitz heizt die Vorfreude noch einmal an: „Ich höre immer, wir sollen und gut aus der Affäre ziehen und teuer verkaufen. Ich habe auf diese Sprüche keinen Bock, ich will auch dieses Spiel gewinnen. Punkt.“ Der Trainer und sein Fußball-Landesligist sind bereit für das Westfalenpokal-Achtelfinale heute Abend um 19 Uhr gegen den SC Verl aus der 3. Liga. Und der Verein ist es auch. „Wir sind planungsmäßig auf der Zielgeraden und tun, was möglich ist“, sagt Fußball-Obmann Daniel Gieseking, der als Anwohner der Sportanlage intensiv mit den Vorarbeiten beschäftigt ist. Vor allem die Austragung der Partie auf dem B-Platz bringt einige Herausforderungen mit sich. So wird zum Beispiel die kleine Straße, die sich an der südlichen Längsseite zwischen dem Rasen und einem kleinen Wäldchen entlangzieht, heute Abend gesperrt. Hier werden Zeltböden als Podeste verlegt, damit die Zuschauer in bis zu sechs Reihen stehen können. Denn der Ausrichter erwartet ein großes Interesse, zumal die Kapazität vorerst nicht begrenzt ist: „Ich gehe von 600 bis 700 Besuchern aus“, sagt Gieseking. Spielt das Wetter mit, könnten es auch mehr werden: „Ich hatte schon sehr viele Anfragen in den letzten Tagen. Auch von Leuten, die sonst nicht zum Fußball gehen.“ Corona-Regeln sind bei einer Außenveranstaltung kaum zu beachten. Einen Vorverkauf hat es aufgrund der kurzen Vorlaufzeit aus logistischen Gründen nicht gegeben, alle Gäste müssen durch die Abendkasse auf den Platz. Um den Andrang zu entzerren und Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt Gieseking, früh da zu sein und das Eintrittsgeld (sechs Euro für Vollzahler, vier Euro ermäßigt) passend mitzubringen: „Dann geht’s deutlich schneller.“ Das Wetter ist auch für die Parksituation ein entscheidender Faktor. Wenn der Boden nicht zu nass ist, kann der Verein wie schon beim Freundschaftsspiel gegen Arminia Bielefeld im Juni 2019 eine große Wiese an der Ösper nutzen. Ansonsten bleiben der Straßenrand sowie ein kleineres Rasenstück direkt gegenüber des Kabinengebäudes. Die Freiwillige Feuerwehr unterstützt RWM beim Einweisen der Fahrzeuge. Den Großteil des ehrenamtlichen Personals stellt der Verein selbst. Schon gestern waren die ersten Helfer für den Aufbau am Platz, heute geht es weiter. Beim Spiel planen die Maaslinger als Platzordner, Kassierer und für den Verkauf insgesamt mit 40 Personen. „Bei normalen Heimspielen brauchen wir 15 inklusive Aufbau“, sagt Daniel Gieseking. Auch der Platz soll sich in Bestform präsentieren. Die Tornetze sind neu, ein etwas schief stehendes Torgestänge wurde gerichtet und hinter dem Tor am Vereinsheim steht jetzt auch ein Geländer. Der Rasen wird zudem von einem Fachunternehmen noch einmal gestriegelt. Dennoch dürfte der Boden für die Gäste aus der Profiwelt gewöhnungsbedürftig sein. „Aber die wissen, was auf sie zukommt“, sagt Gieseking, der die Absprachen mit dem SC Verl lobt: „Wir hatten sehr netten Kontakt, haben schnell den Termin abgestimmt und die weiteren Dinge besprochen.“ Sportlich soll es dem Drittligisten aber nicht so angenehm gemacht werden. Denn die Maaslinger wollen ihre Erfolgswelle weiter reiten: Mit fünf Siegen und zwei Unentschieden sind sie in der Liga genauso ungeschlagen wie in den Pokalwettbewerben. Vor allem das 5:1 im Westfalenpokal gegen Oberligist TuS Haltern war eine echte Ansage. Ein Drittligist dürfte sich nicht so überrollen lassen. Dennoch hält Trainer Jan-Werner Schmitz nichts davon, sich dem Gegner anzupassen: „Es gibt dazu einen passenden Spruch: Andere wirken nur groß, wenn man sich selber duckt. Wir stellen uns nicht hinten rein und machen nichts anders als in anderen Spielen.“ Das fängt mit dem bewährten Abwehransatz an: „Wir haben uns sehr damit beschäftigt, wie man Spieler kontrolliert, die zwischen unsere Viererketten kommen. Das klappt mittlerweile echt gut und ist auch diesmal gefragt, und dann werden wir unsere Umschaltmomente kriegen.“ Personell kann Schmitz mit dem gleichen Kader wie in den vorigen Spielen planen. Hinter Bjarne Adick und Etrit Cakici stehen Fragezeichen, Tim Möller und Bastian Rode sind verletzt, Finn Wiese fehlt aus beruflichen Gründen. Die restlichen Akteure sind heiß auf das Spiel des Jahres. „Im Moment ist es das für uns schon“, bestätigt Schmitz, fügt jedoch hinzu: „Ich hoffe, das zum Saisonende noch ein paar Spiele des Jahres kommen.“ RW Maaslingens Ambitionen sind noch lange nicht gestillt.

RW Maaslingen ist bereit für das Spiel des Jahres

In der zweiten Westfalenpokalrunde überrollte RW Maaslingen Oberligist TuS Haltern phasenweise und jubelte gleich fünfmal in der ersten Hälfte. © Astrid Plaßhenrich

Petershagen. Das Spiel des Jahres ist es für RW Maaslingen ohnehin, und Jan-Werner Schmitz heizt die Vorfreude noch einmal an: „Ich höre immer, wir sollen und gut aus der Affäre ziehen und teuer verkaufen. Ich habe auf diese Sprüche keinen Bock, ich will auch dieses Spiel gewinnen. Punkt.“ Der Trainer und sein Fußball-Landesligist sind bereit für das Westfalenpokal-Achtelfinale heute Abend um 19 Uhr gegen den SC Verl aus der 3. Liga. Und der Verein ist es auch.

„Wir sind planungsmäßig auf der Zielgeraden und tun, was möglich ist“, sagt Fußball-Obmann Daniel Gieseking, der als Anwohner der Sportanlage intensiv mit den Vorarbeiten beschäftigt ist. Vor allem die Austragung der Partie auf dem B-Platz bringt einige Herausforderungen mit sich. So wird zum Beispiel die kleine Straße, die sich an der südlichen Längsseite zwischen dem Rasen und einem kleinen Wäldchen entlangzieht, heute Abend gesperrt. Hier werden Zeltböden als Podeste verlegt, damit die Zuschauer in bis zu sechs Reihen stehen können.

Denn der Ausrichter erwartet ein großes Interesse, zumal die Kapazität vorerst nicht begrenzt ist: „Ich gehe von 600 bis 700 Besuchern aus“, sagt Gieseking. Spielt das Wetter mit, könnten es auch mehr werden: „Ich hatte schon sehr viele Anfragen in den letzten Tagen. Auch von Leuten, die sonst nicht zum Fußball gehen.“ Corona-Regeln sind bei einer Außenveranstaltung kaum zu beachten.

Einen Vorverkauf hat es aufgrund der kurzen Vorlaufzeit aus logistischen Gründen nicht gegeben, alle Gäste müssen durch die Abendkasse auf den Platz. Um den Andrang zu entzerren und Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt Gieseking, früh da zu sein und das Eintrittsgeld (sechs Euro für Vollzahler, vier Euro ermäßigt) passend mitzubringen: „Dann geht’s deutlich schneller.“

Das Wetter ist auch für die Parksituation ein entscheidender Faktor. Wenn der Boden nicht zu nass ist, kann der Verein wie schon beim Freundschaftsspiel gegen Arminia Bielefeld im Juni 2019 eine große Wiese an der Ösper nutzen. Ansonsten bleiben der Straßenrand sowie ein kleineres Rasenstück direkt gegenüber des Kabinengebäudes. Die Freiwillige Feuerwehr unterstützt RWM beim Einweisen der Fahrzeuge.

Den Großteil des ehrenamtlichen Personals stellt der Verein selbst. Schon gestern waren die ersten Helfer für den Aufbau am Platz, heute geht es weiter. Beim Spiel planen die Maaslinger als Platzordner, Kassierer und für den Verkauf insgesamt mit 40 Personen. „Bei normalen Heimspielen brauchen wir 15 inklusive Aufbau“, sagt Daniel Gieseking.

Auch der Platz soll sich in Bestform präsentieren. Die Tornetze sind neu, ein etwas schief stehendes Torgestänge wurde gerichtet und hinter dem Tor am Vereinsheim steht jetzt auch ein Geländer. Der Rasen wird zudem von einem Fachunternehmen noch einmal gestriegelt. Dennoch dürfte der Boden für die Gäste aus der Profiwelt gewöhnungsbedürftig sein. „Aber die wissen, was auf sie zukommt“, sagt Gieseking, der die Absprachen mit dem SC Verl lobt: „Wir hatten sehr netten Kontakt, haben schnell den Termin abgestimmt und die weiteren Dinge besprochen.“

Sportlich soll es dem Drittligisten aber nicht so angenehm gemacht werden. Denn die Maaslinger wollen ihre Erfolgswelle weiter reiten: Mit fünf Siegen und zwei Unentschieden sind sie in der Liga genauso ungeschlagen wie in den Pokalwettbewerben. Vor allem das 5:1 im Westfalenpokal gegen Oberligist TuS Haltern war eine echte Ansage.

Ein Drittligist dürfte sich nicht so überrollen lassen. Dennoch hält Trainer Jan-Werner Schmitz nichts davon, sich dem Gegner anzupassen: „Es gibt dazu einen passenden Spruch: Andere wirken nur groß, wenn man sich selber duckt. Wir stellen uns nicht hinten rein und machen nichts anders als in anderen Spielen.“ Das fängt mit dem bewährten Abwehransatz an: „Wir haben uns sehr damit beschäftigt, wie man Spieler kontrolliert, die zwischen unsere Viererketten kommen. Das klappt mittlerweile echt gut und ist auch diesmal gefragt, und dann werden wir unsere Umschaltmomente kriegen.“

Personell kann Schmitz mit dem gleichen Kader wie in den vorigen Spielen planen. Hinter Bjarne Adick und Etrit Cakici stehen Fragezeichen, Tim Möller und Bastian Rode sind verletzt, Finn Wiese fehlt aus beruflichen Gründen. Die restlichen Akteure sind heiß auf das Spiel des Jahres. „Im Moment ist es das für uns schon“, bestätigt Schmitz, fügt jedoch hinzu: „Ich hoffe, das zum Saisonende noch ein paar Spiele des Jahres kommen.“ RW Maaslingens Ambitionen sind noch lange nicht gestillt.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Fußball