Papa Scholl und "Mehmets Söhne": Wie Mindens Bayern-Fanclub das Idol als Mitglied gewann Marcus Riechmann Minden. Seit fünf Jahren gibt es in Minden einen Fanclub des FC Bayern München. Er trägt den Namen „Söhne Mehmets". All diese Jahre hatte Mehmet Scholl keine Ahnung, dass es einen Verein mit seinem Namen gibt. Als er es nun erfuhr, ging alles ganz schnell: Keine Minute später hielt er den roten Fanclub-Schal in die Höhe und wurde zum Ehremitlied ernannt. „Das ist eine lange Geschichte", beginnt Malte Wallbaum die Erzählung, wie der bereits mehr als 150 Fans zählende Club nun ein besonderes neues Mitglied gewann. Es ist die Geschichte über die Gründung des Vereins, und es ist die Geschichte des Fußball-Podcasts „Phrasenmäher", in dem jüngst Mehmet Scholl zu Gast war. „Ich bin eigentlich eher der analoge Typ", erzählt Wallbaum, aber Podcasts hätten es ihm angetan. Auf den langen Autofahrten hört der Außendienstler gern den Talkformaten rund um den Fußball zu. Und so wurde er auf den Podcast von Kai Wilfried Traemann aufmerksam und dort auf den angekündigten nächsten Gast: Mehmet Scholl, von 1992 bis 2007 15 Jahre Starspieler des FC Bayern München. Als die Aufforderung kam, man möge Fragen einsenden, zögerte Walbaum nicht lange. Die Dinge nahmen ihren Lauf. „Scholl ist nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs, und so haben wir nie wirklich versucht, Kontakt aufzunehmen", berichtet Wallbaum, der als Kind allein wegen Scholl zum Bayern-Fan wurde. Nun aber packte er die Gelegenheit beim Schopfe und schickte eine E-Mail an Moderator Traemann. „Der hat sofort zurückgerufen", berichtete Wallbaum, dass die Idee , Scholl und die „Söhne Mehmets" zu verbinden, verfing. „Wir sind der einzige eingetragene Bayern-Fanclub, der Scholl im Namen trägt", hatte Wallbaum ein durchschlagskräftiges Alleinstellungsmerkmal zu bieten. Ruck zuck war auch der Seidenschal aus der eigenen Merchandising-Kollektion in der Post. Und kurz darauf wurde die Bayern-Ikone bei der Produktion im Berliner Hotel Adlon mit dem Thema und dem Mindener Fanclub bekanntgemacht. „Da muss ich wohl mal hinkommen", meinte der smarte Fußball-Renter in Richtung Fanclub und hielt den Schal in die Kamera. Von Gastgeber Traemann wurde der 50-jährige Ex-Nationalspieler daraufhin als Ehrenmitglied ausgerufen. Die Mindener Bayern-Fans waren verzückt. „Es ist absolut eine Ehre, dass wir so präsentiert worden sind", sagte Wallbaum. In der Folge erlebte die Facebook-Seite des Clubs erhöhten Zulauf, es gab zahlreiche Reaktionen auf allen Ebenen. Nun stellt sich den Mindenern die Frage: Wie geht man weiter vor? Klar ist: Echtes Ehrenmitglied ist Scholl noch nicht. „Einen Mitgliedsantrag hatten wir ja nicht mitgeschickt", bedauert Wallbaum. Nun gelte es, Kontakt zu Scholl herzustellen und vielleicht mal ein Treffen in Minden zu arrangieren. Der 38-jährige Bayern-Fan beschreibt seine Vision „Das habe ich als Zielfoto vor Augen: Wir haben eine Versammlung und dann kommt Mehmet durch die Tür. Da wär ich glatt nochmal 16."

Papa Scholl und "Mehmets Söhne": Wie Mindens Bayern-Fanclub das Idol als Mitglied gewann

Man gönnt sich was. Im Berliner Hotel Adlon wurde der Podcast aufgenommen. Mehmet Scholl hält den Schal des Fanclubs in die Kamera, hinter der Mütze reicht der Blick zum Brandenburger Tor. Foto: privat © privat

Minden. Seit fünf Jahren gibt es in Minden einen Fanclub des FC Bayern München. Er trägt den Namen „Söhne Mehmets". All diese Jahre hatte Mehmet Scholl keine Ahnung, dass es einen Verein mit seinem Namen gibt. Als er es nun erfuhr, ging alles ganz schnell: Keine Minute später hielt er den roten Fanclub-Schal in die Höhe und wurde zum Ehremitlied ernannt.

„Das ist eine lange Geschichte", beginnt Malte Wallbaum die Erzählung, wie der bereits mehr als 150 Fans zählende Club nun ein besonderes neues Mitglied gewann. Es ist die Geschichte über die Gründung des Vereins, und es ist die Geschichte des Fußball-Podcasts „Phrasenmäher", in dem jüngst Mehmet Scholl zu Gast war.

„Ich bin eigentlich eher der analoge Typ", erzählt Wallbaum, aber Podcasts hätten es ihm angetan. Auf den langen Autofahrten hört der Außendienstler gern den Talkformaten rund um den Fußball zu. Und so wurde er auf den Podcast von Kai Wilfried Traemann aufmerksam und dort auf den angekündigten nächsten Gast: Mehmet Scholl, von 1992 bis 2007 15 Jahre Starspieler des FC Bayern München. Als die Aufforderung kam, man möge Fragen einsenden, zögerte Walbaum nicht lange. Die Dinge nahmen ihren Lauf.

„Scholl ist nicht in den sozialen Netzwerken unterwegs, und so haben wir nie wirklich versucht, Kontakt aufzunehmen", berichtet Wallbaum, der als Kind allein wegen Scholl zum Bayern-Fan wurde. Nun aber packte er die Gelegenheit beim Schopfe und schickte eine E-Mail an Moderator Traemann. „Der hat sofort zurückgerufen", berichtete Wallbaum, dass die Idee , Scholl und die „Söhne Mehmets" zu verbinden, verfing. „Wir sind der einzige eingetragene Bayern-Fanclub, der Scholl im Namen trägt", hatte Wallbaum ein durchschlagskräftiges Alleinstellungsmerkmal zu bieten. Ruck zuck war auch der Seidenschal aus der eigenen Merchandising-Kollektion in der Post. Und kurz darauf wurde die Bayern-Ikone bei der Produktion im Berliner Hotel Adlon mit dem Thema und dem Mindener Fanclub bekanntgemacht. „Da muss ich wohl mal hinkommen", meinte der smarte Fußball-Renter in Richtung Fanclub und hielt den Schal in die Kamera. Von Gastgeber Traemann wurde der 50-jährige Ex-Nationalspieler daraufhin als Ehrenmitglied ausgerufen.

Die Mindener Bayern-Fans waren verzückt. „Es ist absolut eine Ehre, dass wir so präsentiert worden sind", sagte Wallbaum. In der Folge erlebte die Facebook-Seite des Clubs erhöhten Zulauf, es gab zahlreiche Reaktionen auf allen Ebenen. Nun stellt sich den Mindenern die Frage: Wie geht man weiter vor? Klar ist: Echtes Ehrenmitglied ist Scholl noch nicht. „Einen Mitgliedsantrag hatten wir ja nicht mitgeschickt", bedauert Wallbaum. Nun gelte es, Kontakt zu Scholl herzustellen und vielleicht mal ein Treffen in Minden zu arrangieren. Der 38-jährige Bayern-Fan beschreibt seine Vision „Das habe ich als Zielfoto vor Augen: Wir haben eine Versammlung und dann kommt Mehmet durch die Tür. Da wär ich glatt nochmal 16."

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