Neues Flutlicht in Kuthausen schont Umwelt und Geldbeutel Marcus Riechmann Minden. Es werde Licht. Auf dem Sportplatz in Kutenhausen heißt das: Ein Klick und es geht los. „Wie eine Zimmerlampe, einfach auf Knopfdruck“, sagt Dieter Rademacher und klingt dabei nahezu begeistert. Die leise elektrisch initiierte Euphorie erschließt sich, wenn man weiß worum es geht. Sein Verein, die Spielvereinigung Kutenhausen-Todtenhausen hat eine neue Flutlichtanlage installiert, LED-Leuchten haben die alten Lampen abgelöst. Für die Fußballer auf dem Kunstrasenplatz ist das ein echter Komfortgewinn. „Beim normalen Flutlicht muss man warten, biss es richtig hell wird. Hier geht es sofort“, beschreibt Rademacher. Die verkürzte Wartezeit ist aber lediglich ein netter Nebeneffekt der neuen etwa 28.000 Euro teuren Beleuchtung. Vor allem geht es um Ökologie und Ökonomie: „Wir sparen Kohlendioxid und Geld“, sagt Rademacher, der sich als Geschäftsführer bei der SVKT intensiv mit dem Projekt befasst hat. Um 60 Prozent sinken die Stromkosten, die Rademacher auf rund 1.500 Euro jährlich beziffert. Weniger Strom bedeutet auch weniger Stromerzeugung. Etwa 48 Tonnen Kohlendioxid spare der Verein in zehn Betriebsjahren, berichtet Rademacher. Auch Wartung und Reparaturen der LED-Anlage sind deutlich günstiger. Aus drei Fördertöpfen wird der Großteil der Anlage finanziert. Aus dem Wettbewerb „Klimasieger“ von Westfalen Weser Netz ist Geld bei der SVKT gelandet, mit dem bereits das Vereinsheim energetisch saniert wurde. Außerdem kommen Mittel aus einem Programm des Bundesministeriums für Umwelt sowie aus der Sportförderpauschale der Stadt Minden. „Das kostet Arbeit“, beschreibt Rademacher den Kampf mit den umfangreichen Antragsunterlagen. Eine Mühe, der sich nun auch mit dem SV Weser Leteln ein weiterer heimischer Fußballklub bei der Umrüstung seines Flutlichts unterziehen will. Die Kutenhauser haben rund um die Gestaltung des Vereinsgeländes Erfahrungen mit der Erschließung von Förderquellen gesammelt. Auch für das aktuelle Bauprojekt, einer neue Trainingsfläche neben dem vereinseigenen Kunstrasenplatz, hat man einen Topf gefunden. Mit 55.000 Euro wird der vielseitig nutzbare zweite kleine Kunstrasenplatz zu mehr als der Hälfte aus dem NRW-Programm „Moderne Sportstätten“ unterstützt. Bereits der Bolzplatz an der Grundschule entstand aus Fördermitteln, auch für den umfangreichen Umbau der Umkleidekabinen waren neben großer Eigenleistung auch öffentliche Gelder notwendig. Die Installation der neuen Lampen auf den vier Masten war nach dem Gang durch die Förderinstanzen dann ein Klacks: Knapp eine Woche benötigte das Kutenhauser Unternehmen Elektro Schmidt. Auch der Werbefilm war flott produziert. Mit Jugendtrainer Tobias Gaedtke, Inhaber des Indigo-Mediateams, hatte man kompetente Hilfe im Verein. „Eigentlich wollten wir die Inbetriebnahme offiziell feiern. Aber das geht ja im Moment nicht“, erzählt Rademacher. So hat man sich dazu entschieden, das Projekt erstmal mit einem Video und schicken Drohnen-Aufnahmen vorzustellen. Den mehr als 30 Fußballteams des Vereins wird das Licht erst im Herbst seinen Dienst erweisen, wenn die Tage wieder kürzer werden. Bis dahin, so hofft Rademacher, werde die Corona-Lage auch wieder Fußball möglich machen. Derzeit findet kaum Training statt. Das schöne neue Licht bleibt meistens aus.

Neues Flutlicht in Kuthausen schont Umwelt und Geldbeutel

LED-Leuchten haben das alte Flutlicht bei der SVKT abgelöst. Die Stromkosten sinken dadurch um 60 Prozent. Foto: privat © privat

Minden. Es werde Licht. Auf dem Sportplatz in Kutenhausen heißt das: Ein Klick und es geht los. „Wie eine Zimmerlampe, einfach auf Knopfdruck“, sagt Dieter Rademacher und klingt dabei nahezu begeistert. Die leise elektrisch initiierte Euphorie erschließt sich, wenn man weiß worum es geht. Sein Verein, die Spielvereinigung Kutenhausen-Todtenhausen hat eine neue Flutlichtanlage installiert, LED-Leuchten haben die alten Lampen abgelöst. Für die Fußballer auf dem Kunstrasenplatz ist das ein echter Komfortgewinn. „Beim normalen Flutlicht muss man warten, biss es richtig hell wird. Hier geht es sofort“, beschreibt Rademacher.

Die verkürzte Wartezeit ist aber lediglich ein netter Nebeneffekt der neuen etwa 28.000 Euro teuren Beleuchtung. Vor allem geht es um Ökologie und Ökonomie: „Wir sparen Kohlendioxid und Geld“, sagt Rademacher, der sich als Geschäftsführer bei der SVKT intensiv mit dem Projekt befasst hat. Um 60 Prozent sinken die Stromkosten, die Rademacher auf rund 1.500 Euro jährlich beziffert. Weniger Strom bedeutet auch weniger Stromerzeugung. Etwa 48 Tonnen Kohlendioxid spare der Verein in zehn Betriebsjahren, berichtet Rademacher. Auch Wartung und Reparaturen der LED-Anlage sind deutlich günstiger. Aus drei Fördertöpfen wird der Großteil der Anlage finanziert. Aus dem Wettbewerb „Klimasieger“ von Westfalen Weser Netz ist Geld bei der SVKT gelandet, mit dem bereits das Vereinsheim energetisch saniert wurde. Außerdem kommen Mittel aus einem Programm des Bundesministeriums für Umwelt sowie aus der Sportförderpauschale der Stadt Minden. „Das kostet Arbeit“, beschreibt Rademacher den Kampf mit den umfangreichen Antragsunterlagen. Eine Mühe, der sich nun auch mit dem SV Weser Leteln ein weiterer heimischer Fußballklub bei der Umrüstung seines Flutlichts unterziehen will.

Die Kutenhauser haben rund um die Gestaltung des Vereinsgeländes Erfahrungen mit der Erschließung von Förderquellen gesammelt. Auch für das aktuelle Bauprojekt, einer neue Trainingsfläche neben dem vereinseigenen Kunstrasenplatz, hat man einen Topf gefunden. Mit 55.000 Euro wird der vielseitig nutzbare zweite kleine Kunstrasenplatz zu mehr als der Hälfte aus dem NRW-Programm „Moderne Sportstätten“ unterstützt. Bereits der Bolzplatz an der Grundschule entstand aus Fördermitteln, auch für den umfangreichen Umbau der Umkleidekabinen waren neben großer Eigenleistung auch öffentliche Gelder notwendig.

Die Installation der neuen Lampen auf den vier Masten war nach dem Gang durch die Förderinstanzen dann ein Klacks: Knapp eine Woche benötigte das Kutenhauser Unternehmen Elektro Schmidt. Auch der Werbefilm war flott produziert. Mit Jugendtrainer Tobias Gaedtke, Inhaber des Indigo-Mediateams, hatte man kompetente Hilfe im Verein. „Eigentlich wollten wir die Inbetriebnahme offiziell feiern. Aber das geht ja im Moment nicht“, erzählt Rademacher. So hat man sich dazu entschieden, das Projekt erstmal mit einem Video und schicken Drohnen-Aufnahmen vorzustellen. Den mehr als 30 Fußballteams des Vereins wird das Licht erst im Herbst seinen Dienst erweisen, wenn die Tage wieder kürzer werden. Bis dahin, so hofft Rademacher, werde die Corona-Lage auch wieder Fußball möglich machen. Derzeit findet kaum Training statt. Das schöne neue Licht bleibt meistens aus.

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