Nachruf: Brückner, Graßnick und Co. - Prägende Persönlichkeiten des heimischen Fußball Jörg Wehling Minden/Porta Westfalica/Petershagen. Sie waren Persönlichen, die den heimischen Fußball prägten. Sowohl in ihrer aktiven Zeit als auch in ihren späteren Funktionen. Das verbindet den gebürtigen Berliner Klaus Graßnick, den Portaner Karl-Heinz Brückner sowie Klaus Ewald (Petershagen), Ewald Kaupmann (FT Dützen) sowie Schiedsrichter Wolfram Oppacher. Fünf Persönlichen, die in den vergangen Wochen aus dem Leben schieden. Klaus Graßnick hatte sich über den Fußballkreis Minden hinaus in den 60er-Jahren bis Mitte der 90er-Jahre erst als Spieler, danach als erfolgreicher, kreativer und professioneller Trainer einen Namen gemacht. Seine Trainerstationen waren unter anderem SV Weser Leteln, die Mindener Spielvereinigung 05 als Vorgängerverein von Union Minden, vor allem aber auch der TuS Kleinenbremen. Daneben war Graßnick im Jugendbereich als Trainer der Kreisauswahl aktiv. Graßnick wurde 78 Jahre alt. Karl-Heinz Brückner war legendärer Torwart des TuS Porta Neesen, dem Vorgängerverein des TuS Porta Westfalica. An der berüchtigten Schalksmühle schafften es Brückner und Co. in den 60er-Jahren bis in die Verbandsliga, der damals höchsten Amateurklasse Westfalens. Brückner war später Kreisauswahltrainer sowie als Funktionär aktiv. Er war beim TuS Porta Fußball-Obmann und Kassenwart. „Er hat viel für den Verein getan", sagt Fußball-Abteilungsleiter Michael Fromme und erinnert daran, dass Brückner Gründer des sogenannten Freundeskreises war, um den Nachwuchsfußball und die Seniorenmannschaft beim TuS Porta zu unterstützen. „Er war immer da, wenn er gebraucht wurde", sagt Fromme. Brückner verstarb kurz vor seinem 82. Geburtstag. Wolfram Oppacher war mit Leib und Seele Schiedsrichter und pfiff letztendlich bis zu seinem 70. Lebensjahr. Seine Vereine waren die Mindener Spielvereinigung 05 und der FC Bad Oeynhausen. In den 70er-Jahren stand er sogar kurz davor, klassenhöchster Schiedsrichter zu werden und hätte beinahe in der 2. Liga gepfiffen. Gewertschätzt wurde Oppacher, der sich auch als Jugendtrainer beim MSV 05 stark engagierte, weit über die Kreisgrenzen hinaus. Als zweiter Schiedsrichter neben Walter Eschweiler und Bernd Heynemann war Wolfram Oppacher beim Weserspucker-Turnier. Oppacher verstarb im Januar im Alter von 79 Jahren. Klaus Ewald war ein Vollblutstürmer, der ausschließlich für den TuS Petershagen auflief. „Er hieß bei uns nur der Präsident", berichtet Karl-Heinz Haßfeld, 2. TuSPO-Vorsitzender. Die größten sportlichen Erfolge feierte Ewald in der Altherrenabteilung. „Klaus war Wegbereiter der Kreismeisterschaften", sagt Haßfeld. Mitte der 80er-Jahr und Anfang der 90er-Jahre war er auch Trainer beim TuS Petershagen, bevor der Verein fusionierte. Mehr 60 Jahre gehörte er dem Verein an. Bis Ende 2019 kickte er in der TuSPO-Samstagsgruppe mit. Ewald wurde 73 Jahre alt. Ewald Kaupmann war ebenfalls eine Fußball-Persönlichkeit. Er war einer von wenigen Kickern, die für fast alle Mindener Traditionsvereine auflief. Er kickte für den ESV Minden, spielte zudem für den VfL Minden und auch für die Mindener Spielvereinigung 05. Beim VfL war er zudem Trainer. „Ewald war ein warmherziger Mensch mit viel Humor. Er hätte auch eine Beerdigungsgesellschaft zum Lachen gebracht", sagt der ehemalige Vorsitzender der FT Dützen, Klaus-Dieter Krug. Für die „Turner" hat er auch gespielt, hier engagierte er sich auch als Geschäftsführer. Kaupmann wurde 73 Jahre alt. 

Nachruf: Brückner, Graßnick und Co. - Prägende Persönlichkeiten des heimischen Fußball

Gemeinsam beim Weserspucker-Turnier in Minden dabei: (v.l.) Reinhard Beining, Walter Eschweiler und Wolfram Oppacher. Foto: pr © pr

Minden/Porta Westfalica/Petershagen. Sie waren Persönlichen, die den heimischen Fußball prägten. Sowohl in ihrer aktiven Zeit als auch in ihren späteren Funktionen. Das verbindet den gebürtigen Berliner Klaus Graßnick, den Portaner Karl-Heinz Brückner sowie Klaus Ewald (Petershagen), Ewald Kaupmann (FT Dützen) sowie Schiedsrichter Wolfram Oppacher. Fünf Persönlichen, die in den vergangen Wochen aus dem Leben schieden.

Klaus Graßnick hatte sich über den Fußballkreis Minden hinaus in den 60er-Jahren bis Mitte der 90er-Jahre erst als Spieler, danach als erfolgreicher, kreativer und professioneller Trainer einen Namen gemacht. Seine Trainerstationen waren unter anderem SV Weser Leteln, die Mindener Spielvereinigung 05 als Vorgängerverein von Union Minden, vor allem aber auch der TuS Kleinenbremen. Daneben war Graßnick im Jugendbereich als Trainer der Kreisauswahl aktiv. Graßnick wurde 78 Jahre alt.

Karl-Heinz Brückner war legendärer Torwart des TuS Porta Neesen, dem Vorgängerverein des TuS Porta Westfalica. An der berüchtigten Schalksmühle schafften es Brückner und Co. in den 60er-Jahren bis in die Verbandsliga, der damals höchsten Amateurklasse Westfalens. Brückner war später Kreisauswahltrainer sowie als Funktionär aktiv. Er war beim TuS Porta Fußball-Obmann und Kassenwart. „Er hat viel für den Verein getan", sagt Fußball-Abteilungsleiter Michael Fromme und erinnert daran, dass Brückner Gründer des sogenannten Freundeskreises war, um den Nachwuchsfußball und die Seniorenmannschaft beim TuS Porta zu unterstützen. „Er war immer da, wenn er gebraucht wurde", sagt Fromme. Brückner verstarb kurz vor seinem 82. Geburtstag.

Wolfram Oppacher war mit Leib und Seele Schiedsrichter und pfiff letztendlich bis zu seinem 70. Lebensjahr. Seine Vereine waren die Mindener Spielvereinigung 05 und der FC Bad Oeynhausen. In den 70er-Jahren stand er sogar kurz davor, klassenhöchster Schiedsrichter zu werden und hätte beinahe in der 2. Liga gepfiffen. Gewertschätzt wurde Oppacher, der sich auch als Jugendtrainer beim MSV 05 stark engagierte, weit über die Kreisgrenzen hinaus. Als zweiter Schiedsrichter neben Walter Eschweiler und Bernd Heynemann war Wolfram Oppacher beim Weserspucker-Turnier. Oppacher verstarb im Januar im Alter von 79 Jahren.

Klaus Ewald war ein Vollblutstürmer, der ausschließlich für den TuS Petershagen auflief. „Er hieß bei uns nur der Präsident", berichtet Karl-Heinz Haßfeld, 2. TuSPO-Vorsitzender. Die größten sportlichen Erfolge feierte Ewald in der Altherrenabteilung. „Klaus war Wegbereiter der Kreismeisterschaften", sagt Haßfeld. Mitte der 80er-Jahr und Anfang der 90er-Jahre war er auch Trainer beim TuS Petershagen, bevor der Verein fusionierte. Mehr 60 Jahre gehörte er dem Verein an. Bis Ende 2019 kickte er in der TuSPO-Samstagsgruppe mit. Ewald wurde 73 Jahre alt.

Ewald Kaupmann war ebenfalls eine Fußball-Persönlichkeit. Er war einer von wenigen Kickern, die für fast alle Mindener Traditionsvereine auflief. Er kickte für den ESV Minden, spielte zudem für den VfL Minden und auch für die Mindener Spielvereinigung 05. Beim VfL war er zudem Trainer. „Ewald war ein warmherziger Mensch mit viel Humor. Er hätte auch eine Beerdigungsgesellschaft zum Lachen gebracht", sagt der ehemalige Vorsitzender der FT Dützen, Klaus-Dieter Krug. Für die „Turner" hat er auch gespielt, hier engagierte er sich auch als Geschäftsführer. Kaupmann wurde 73 Jahre alt. 

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