Mit 72 Jahren verstorben: Hartmut Schwiering formte RW Maaslingen zum Leuchtturm des Fußballkreises Patrick Schwemling Petershagen. Seit vielen Jahren ist Rot-Weiß Maaslingen der Leuchtturm des Mindener Fußballkreises. Der Verein aus dem 400-Seelen-Dorf hat sich im westfälischen Amateurfußball einen Namen gemacht. Der Weg dahin ist eng verbunden mit einem Mann, der seinen Klub zwar in die erste Reihe führte, selbst aber gern in der zweiten stand: Hartmut Schwiering war der Macher in Maaslingen. Er feierte die größten Erfolge des Vereins – als Trainer, als Manager und als Vorsitzender. Bevor Schwiering zu einer RWM-Legende wurde, war er für seinen Heimatverein TuS Ovenstädt als Spieler und Trainer aktiv. 1982 wechselte Schwiering zum ersten Mal nach Maaslingen und führte den Klub 1986 erstmals in die Bezirksliga. Spätestens mit seinem zweiten Engagement ab 1990 fand Schwiering bei RWM auch seine sportliche Heimat. Zusammen mit Hauptsponsor Werner Wiese hatte er die Vision aus RW Maaslingen einen besonderen Verein zu formen. Diese Vision nahm 1992 mit dem abermaligen Aufstieg in die Bezirksliga Formen an, und wurde mit dem Sprung als erster Petershäger Verein in die Landesliga 1994 Wirklichkeit. Danach wechselte Schwiering den Trainer- gegen den Managerposten. Mit dem 2017 viel zu früh verstorbenen Trainer Andreas Schwemling bildete er 18 Jahre lang ein sehr erfolgreiches Duo. Zwei Aufstiege in die Verbands- und Westfalenliga, attraktiver Offensivfußball und die Förderung junger Talente, ließen RWM zur Top-Adresse des heimischen Fußballs werden. Der clevere Manager sorgte mit seinen Kontakten dafür, dass RWM finanziell stets gut aufgestellt war. „Dat", wie er es immer sagte, „kriegen wir schon hin", war ein Satz, der öfters fiel, wenn es um die Verpflichtung eines Wunschspielers ging. Schwiering war an sechs Aufstiegen beteiligt, vier Jahre lang Vorsitzender und begleitete RWM mehr als 30 Jahres seines Lebens. „Ohne Hartmut und seine Frau Monika wäre RW Maaslingen ein kleiner Dorfverein geblieben, der niemals diese Erfolge gefeiert hätte. Er war ein streitbarer Geist, eckte ab und zu mit seiner direkten Art an – aber immer im Sinne des Vereins", sagt RWM-Vorstandsmitglied Alexander Wiese über Schwiering, der sich 2018 als Manager und Vorsitzender aus dem Tagesgeschäft zurückzog, aber seinem Verein weiter beratend zur Seite stand. Am vergangenen Dienstag ist Hartmut Schwiering nach kurzer, schwerer Krankheit völlig unerwartet im Alter von 72 Jahren verstorben.

Mit 72 Jahren verstorben: Hartmut Schwiering formte RW Maaslingen zum Leuchtturm des Fußballkreises

Hartmut Schwiering begleitete RW Maaslingen mehr als 30 Jahre seines Lebens. Die großen Erfolg des Petershäger Vereins sind unumwunden mit seinem Namen verbunden. Am vergangenen Dienstag starb er mit 72 Jahren. MT-Foto: © Patrick Schwemling

Petershagen. Seit vielen Jahren ist Rot-Weiß Maaslingen der Leuchtturm des Mindener Fußballkreises. Der Verein aus dem 400-Seelen-Dorf hat sich im westfälischen Amateurfußball einen Namen gemacht. Der Weg dahin ist eng verbunden mit einem Mann, der seinen Klub zwar in die erste Reihe führte, selbst aber gern in der zweiten stand: Hartmut Schwiering war der Macher in Maaslingen. Er feierte die größten Erfolge des Vereins – als Trainer, als Manager und als Vorsitzender.

Bevor Schwiering zu einer RWM-Legende wurde, war er für seinen Heimatverein TuS Ovenstädt als Spieler und Trainer aktiv. 1982 wechselte Schwiering zum ersten Mal nach Maaslingen und führte den Klub 1986 erstmals in die Bezirksliga. Spätestens mit seinem zweiten Engagement ab 1990 fand Schwiering bei RWM auch seine sportliche Heimat. Zusammen mit Hauptsponsor Werner Wiese hatte er die Vision aus RW Maaslingen einen besonderen Verein zu formen. Diese Vision nahm 1992 mit dem abermaligen Aufstieg in die Bezirksliga Formen an, und wurde mit dem Sprung als erster Petershäger Verein in die Landesliga 1994 Wirklichkeit. Danach wechselte Schwiering den Trainer- gegen den Managerposten.

Mit dem 2017 viel zu früh verstorbenen Trainer Andreas Schwemling bildete er 18 Jahre lang ein sehr erfolgreiches Duo. Zwei Aufstiege in die Verbands- und Westfalenliga, attraktiver Offensivfußball und die Förderung junger Talente, ließen RWM zur Top-Adresse des heimischen Fußballs werden.

Der clevere Manager sorgte mit seinen Kontakten dafür, dass RWM finanziell stets gut aufgestellt war. „Dat", wie er es immer sagte, „kriegen wir schon hin", war ein Satz, der öfters fiel, wenn es um die Verpflichtung eines Wunschspielers ging. Schwiering war an sechs Aufstiegen beteiligt, vier Jahre lang Vorsitzender und begleitete RWM mehr als 30 Jahres seines Lebens.

„Ohne Hartmut und seine Frau Monika wäre RW Maaslingen ein kleiner Dorfverein geblieben, der niemals diese Erfolge gefeiert hätte. Er war ein streitbarer Geist, eckte ab und zu mit seiner direkten Art an – aber immer im Sinne des Vereins", sagt RWM-Vorstandsmitglied Alexander Wiese über Schwiering, der sich 2018 als Manager und Vorsitzender aus dem Tagesgeschäft zurückzog, aber seinem Verein weiter beratend zur Seite stand.

Am vergangenen Dienstag ist Hartmut Schwiering nach kurzer, schwerer Krankheit völlig unerwartet im Alter von 72 Jahren verstorben.

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