MT-Interview: Kevin Nenneker hat hart an sich gearbeitet - jetzt will der Kapitän mit der SG SVPC/Fri-Wie aufsteigen Daniel Branahl Petershagen. Die SG SVPC/Frille-Wietersheim ist mit fünf Punkten Vorsprung auf den SC Hille Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga B. Kapitän Kevin Nenneker hat mit seinen Toren dazu beigetragen. Warum der 27-Jährige von der Tabellenführung überrascht ist und ob er sich trotz seiner Vereinstreue einen Wechsel vorstellen könnte, erzählt Nenneker im MT-Interview. Seit November ruht aufgrund der Pandemie der Ball. Wie sehr fehlt dir der Fußball und das Vereinsleben? Beides fehlt mir mega. Wer mich kennt, weiß, dass ich fussballverrückt bin und alles dafür gebe, auf dem Platz zu stehen und mit den Jungs nach den Spielen gerne zusammenzusitzen. Fußball ist für mich auch ein guter Ausgleich zum Arbeitsalltag. Der fällt jetzt komplett weg. Mit 21 Punkten aus den bisherigen acht Spielen seid ihr souveräner Tabellenführer. Hast du vor der Serie damit gerechnet? Nein, überhaupt nicht. Vor der Saison haben uns mit Patrick Ludwig, Marvin Panke, Adrian Meyer und Bastian Grünewald vier Leistungsträger verlassen. Deshalb war vor der Saison auch unklar, ob wir überhaupt zwei Mannschaften melden können oder ob wir die erste Mannschaft mit Spielern der Zweiten aufstocken müssen. Aber die Verantwortlichen haben super Verstärkungen geholt. Was macht euren Erfolg aus? Wir haben in dieser Saison einen außergewöhnlich guten Zusammenhalt. Der Kern der Mannschaft kennt sich seit Jahren und unternimmt auch außerhalb des Platzes viel miteinander. Aber auch die neuen, jüngeren Spieler passen perfekt ins Team. Dazu haben die Zugänge noch einmal eine neue Qualität und frischen Wind in die Mannschaft gebracht. Benjamin Hahne ist im Sommer vom Co-Trainer zum Trainer aufgestiegen. Was für ein Trainertyp ist er? Benny hat einen sehr großen Anteil an unserem derzeitigen Erfolg. Ich fand es von Anfang an klasse, dass er die Mannschaft übernimmt. Dadurch, dass er bis vor kurzem noch selbst für uns gespielt hat, weiß er genau, was ein Spieler in dieser Liga machen will und auch braucht. Er kennt viele der Jungs schon jahrelang. Die Mischung zwischen gutem Kumpel und forderndem Trainer bekommt er sehr gut hin, so dass der Mix aus Spaß und Ehrgeiz stimmt. Mit unserem Co-Trainer Sebastian Schach bildet er ein super Duo. Vor der Saison habt ihr das Ziel ausgegeben, mindestens Fünfter zu werden. Müsst ihr das Ziel korrigieren? Natürlich haben wir uns intern darüber schonmal unterhalten. Die Jungs ziehen super mit. Wenn wir so weitermachen, können wir sicherlich bis zum Ende um den Aufstieg mitspielen und würden uns dann auch nicht dagegen wehren. Wir dürfen aber nicht glauben, dass alles von alleine läuft. Was würde dir der Aufstieg bedeuten? Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr ehrgeizig bin. Ich habe bisher immer nur in der Kreisliga B gespielt und würde mich natürlich gerne auch mal eine Liga höher beweisen. Mit dem Heimatverein im ersten Jahr als Kapitän aufzusteigen, wäre sehr besonders. Zudem wäre es mein erster Aufstieg. Vor der Saison wurdest du von der Mannschaft gemeinsam mit Routinier Patrick Schäfer zum Kapitän ernannt. Was bedeutet dir dieses Amt? Ich war schon immer jemand, der auf dem Platz und beim Training viel pusht und motiviert. Die Wahl zum Kapitän ist ein schöner Vertrauensbeweis und macht mich auch ein stückweit stolz. Es ist cool, Kapitän meines Heimatvereins zu sein und meine Jungs aufs Feld führen zu dürfen. Du hast bislang zehn Tore in acht Spielen geschossen. Wie erklärst du dir deinen Leistungsschub? Ich habe mich noch mehr auf den Fußball konzentriert, weil ich mehr Verantwortung übernehmen wollte und auch musste. Ich habe mehr auf meine Ernährung geachtet, mehr Sport getrieben und war weniger feiern. Dadurch habe ich um die 20 Kilo abgenommen, was sich definitiv auszahlt. Ich habe jetzt auch einen Stammplatz in der Spitze, früher haben wir im Sturm oft rotiert. Zudem haben mir aber auch meine Mitspieler einige Tore super aufgelegt, da musste ich den Ball nur noch einschieben. Wie hältst du dich im Moment fit? Ich gehe regelmäßig laufen. Ich merke, wie gut es mir tut und möchte bei einer, hoffentlich baldigen Fortsetzung der Saison, topfit sein. Die Spielgemeinschaft des SV Päpinghausen/Cammer mit dem einstigen Rivalen SV Frille-Wietersheim besteht seit zweieinhalb Jahren. Wie beurteilst du den Zusammenschluss? Die Rivalität bestand immer nur auf auf dem Platz, war aber auch abgeflacht, weil Frille zuletzt immer eine Liga höher gespielt hat. Neben dem Platz haben wir uns immer gut verstanden. Teilweise haben wir auch schon jahrelang in der Jugend zusammen gespielt. Deshalb hatte ich nie Bedenken, dass die Fusion schief gehen könnte. Aus der Sicht von beiden Vereinen war sie definitiv auch notwendig, weil sonst aufgrund der Nachwuchsprobleme einer der beiden oder vielleicht sogar beide Vereine nicht hätten überleben können. Unser Ziel ist es, Jungs aus den eigenen Dörfern von uns zu überzeugen. Und wir haben mit vier Ortsteilen natürlich eine höhere Reichweite als mit zwei. Seit dem Zusammenschluss sind bei unseren Spielen viel mehr Leute am Platz, was uns Spieler zusätzlich motiviert. Du hast im Herrenbereich immer für deinen Heimatverein gespielt. Kannst du dir trotzdem einen Wechsel vorstellen? Natürlich wäre ich auch stolz darauf, wenn ich immer nur für meinen Heimatverein gespielt hätte. Aber man sollte niemals nie sagen. Wie schon gesagt, würde ich gerne noch einmal in der Kreisliga A spielen. Wenn das mit der SG gelingt, wäre das natürlich überragend.

MT-Interview: Kevin Nenneker hat hart an sich gearbeitet - jetzt will der Kapitän mit der SG SVPC/Fri-Wie aufsteigen

Kevin Nenneker behauptet sich auch gegen zwei Gegenspieler. Der Kapitän der SG SVPC/Frille Wietersheim führt zusammen mit Hasan Aosman (FC Roj Minden) die Torjägerliste der Kreisliga B Nord an. Foto: Daniel Branahl © Daniel Branahl

Petershagen. Die SG SVPC/Frille-Wietersheim ist mit fünf Punkten Vorsprung auf den SC Hille Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga B. Kapitän Kevin Nenneker hat mit seinen Toren dazu beigetragen. Warum der 27-Jährige von der Tabellenführung überrascht ist und ob er sich trotz seiner Vereinstreue einen Wechsel vorstellen könnte, erzählt Nenneker im MT-Interview.

Seit November ruht aufgrund der Pandemie der Ball. Wie sehr fehlt dir der Fußball und das Vereinsleben?

Beides fehlt mir mega. Wer mich kennt, weiß, dass ich fussballverrückt bin und alles dafür gebe, auf dem Platz zu stehen und mit den Jungs nach den Spielen gerne zusammenzusitzen. Fußball ist für mich auch ein guter Ausgleich zum Arbeitsalltag. Der fällt jetzt komplett weg.

Mit 21 Punkten aus den bisherigen acht Spielen seid ihr souveräner Tabellenführer. Hast du vor der Serie damit gerechnet?

Nein, überhaupt nicht. Vor der Saison haben uns mit Patrick Ludwig, Marvin Panke, Adrian Meyer und Bastian Grünewald vier Leistungsträger verlassen. Deshalb war vor der Saison auch unklar, ob wir überhaupt zwei Mannschaften melden können oder ob wir die erste Mannschaft mit Spielern der Zweiten aufstocken müssen. Aber die Verantwortlichen haben super Verstärkungen geholt.

Was macht euren Erfolg aus?

Wir haben in dieser Saison einen außergewöhnlich guten Zusammenhalt. Der Kern der Mannschaft kennt sich seit Jahren und unternimmt auch außerhalb des Platzes viel miteinander. Aber auch die neuen, jüngeren Spieler passen perfekt ins Team. Dazu haben die Zugänge noch einmal eine neue Qualität und frischen Wind in die Mannschaft gebracht.

Benjamin Hahne ist im Sommer vom Co-Trainer zum Trainer aufgestiegen. Was für ein Trainertyp ist er?

Benny hat einen sehr großen Anteil an unserem derzeitigen Erfolg. Ich fand es von Anfang an klasse, dass er die Mannschaft übernimmt. Dadurch, dass er bis vor kurzem noch selbst für uns gespielt hat, weiß er genau, was ein Spieler in dieser Liga machen will und auch braucht. Er kennt viele der Jungs schon jahrelang. Die Mischung zwischen gutem Kumpel und forderndem Trainer bekommt er sehr gut hin, so dass der Mix aus Spaß und Ehrgeiz stimmt. Mit unserem Co-Trainer Sebastian Schach bildet er ein super Duo.

Vor der Saison habt ihr das Ziel ausgegeben, mindestens Fünfter zu werden. Müsst ihr das Ziel korrigieren?

Natürlich haben wir uns intern darüber schonmal unterhalten. Die Jungs ziehen super mit. Wenn wir so weitermachen, können wir sicherlich bis zum Ende um den Aufstieg mitspielen und würden uns dann auch nicht dagegen wehren. Wir dürfen aber nicht glauben, dass alles von alleine läuft.

Was würde dir der Aufstieg bedeuten?

Wer mich kennt, weiß, dass ich sehr ehrgeizig bin. Ich habe bisher immer nur in der Kreisliga B gespielt und würde mich natürlich gerne auch mal eine Liga höher beweisen. Mit dem Heimatverein im ersten Jahr als Kapitän aufzusteigen, wäre sehr besonders. Zudem wäre es mein erster Aufstieg.

Vor der Saison wurdest du von der Mannschaft gemeinsam mit Routinier Patrick Schäfer zum Kapitän ernannt. Was bedeutet dir dieses Amt?

Ich war schon immer jemand, der auf dem Platz und beim Training viel pusht und motiviert. Die Wahl zum Kapitän ist ein schöner Vertrauensbeweis und macht mich auch ein stückweit stolz. Es ist cool, Kapitän meines Heimatvereins zu sein und meine Jungs aufs Feld führen zu dürfen.

Du hast bislang zehn Tore in acht Spielen geschossen. Wie erklärst du dir deinen Leistungsschub?

Ich habe mich noch mehr auf den Fußball konzentriert, weil ich mehr Verantwortung übernehmen wollte und auch musste. Ich habe mehr auf meine Ernährung geachtet, mehr Sport getrieben und war weniger feiern. Dadurch habe ich um die 20 Kilo abgenommen, was sich definitiv auszahlt. Ich habe jetzt auch einen Stammplatz in der Spitze, früher haben wir im Sturm oft rotiert. Zudem haben mir aber auch meine Mitspieler einige Tore super aufgelegt, da musste ich den Ball nur noch einschieben.

Wie hältst du dich im Moment fit?

Ich gehe regelmäßig laufen. Ich merke, wie gut es mir tut und möchte bei einer, hoffentlich baldigen Fortsetzung der Saison, topfit sein.

Die Spielgemeinschaft des SV Päpinghausen/Cammer mit dem einstigen Rivalen SV Frille-Wietersheim besteht seit zweieinhalb Jahren. Wie beurteilst du den Zusammenschluss?

Die Rivalität bestand immer nur auf auf dem Platz, war aber auch abgeflacht, weil Frille zuletzt immer eine Liga höher gespielt hat. Neben dem Platz haben wir uns immer gut verstanden. Teilweise haben wir auch schon jahrelang in der Jugend zusammen gespielt. Deshalb hatte ich nie Bedenken, dass die Fusion schief gehen könnte. Aus der Sicht von beiden Vereinen war sie definitiv auch notwendig, weil sonst aufgrund der Nachwuchsprobleme einer der beiden oder vielleicht sogar beide Vereine nicht hätten überleben können. Unser Ziel ist es, Jungs aus den eigenen Dörfern von uns zu überzeugen. Und wir haben mit vier Ortsteilen natürlich eine höhere Reichweite als mit zwei. Seit dem Zusammenschluss sind bei unseren Spielen viel mehr Leute am Platz, was uns Spieler zusätzlich motiviert.

Du hast im Herrenbereich immer für deinen Heimatverein gespielt. Kannst du dir trotzdem einen Wechsel vorstellen?

Natürlich wäre ich auch stolz darauf, wenn ich immer nur für meinen Heimatverein gespielt hätte. Aber man sollte niemals nie sagen. Wie schon gesagt, würde ich gerne noch einmal in der Kreisliga A spielen. Wenn das mit der SG gelingt, wäre das natürlich überragend.

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