Landesliga: Zwei SVEW-Spieler monatelang gesperrt Björn Kenter,Jürgen Krüger Bad Oeynhausen. Fußball-Landesligist SV Eidinghausen-Werste muss in den kommenden Monaten auf zwei Spieler verzichten. Abwehrspieler Mihail Yanev und Marten Stallmann wurden von der Spruchkammer des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes (FLVW) mit sofortiger Wirkung bis zum 11. Februar 2021 gesperrt. Stallmann ist verletzt und hat in dieser Saison noch nicht für seinen neuen Verein gespielt. Yanev stand alle sechs Partien über 90 Minuten für die SVEW auf dem Platz. Der Grund für dieses Urteil liegt einige Monate zurück. Vor dieser Saison wechselte Yanev zusammen mit Stallmann vom Bezirksligisten BV Stift Quernheim zur SVEW, obwohl er zuvor bei Quernheim einen Vertrag unterschrieben habe. „Die Abmeldungen der beiden Spieler haben uns völlig unerwartet einen Tag vor Ende der Wechselfrist am 30. Juni erreicht“, berichtet Malte Rompf, neben Thomas Jakowatz Sportlicher Leiter beim BV. „Wir haben die SVEW schriftlich über die Vertragssituation informiert und auch beide Spieler noch einmal auf ihre Zusagen hingewiesen“, ergänzt Rompf. Die Verantwortlichen der „Stifte“ ärgern sich über das Verhalten der Werster, die sich zwar nach einer schriftlichen Beschwerde für ihr Vorgehen und das Verhalten der Spieler telefonisch entschuldigt und eine gütliche Lösung in Aussicht gestellt hatten, danach aber nichts mehr in diese Richtung von sich hören ließen. Stattdessen habe die SVEW Mitte August ohne weitere Rücksprache mit den Quernheimern die vom Verband festgeschriebene Wechselentschädigung für Yanev überwiesen und so die Spielberechtigung erhalten. Stift Quernheim stellte daraufhin beim Verbandssportgericht einen Antrag auf eine sportgerichtliche Entscheidung, nachdem eine außergerichtliche Einigung zuvor gescheitert sei. Diese Darstellung möchte Alex Hafner, Vorsitzender der SV Eidinghausen-Werste, so nicht stehen lassen. „Wir wollten von Stift Quernheim die Verträge mit den Unterschriften sehen und haben diese auch angefordert. Leider kam vom Verein keine Reaktion. Wir hätten die Sache gerne außergerichtlich geregelt. Aber ich kann doch keine Stellung beziehen, wenn ich die Verträge nicht kenne“, sagt der 46-Jährige, der als selbstständiger Rechtsanwalt in Bad Oeynhausen arbeitet. Als er die Nachricht bekommen habe, dass Klage eingereicht worden sei, habe er beim Verbandssportgericht auf die Anforderung der Verträge beim BV Stift Quernheim per E-Mail hingewiesen. Hafner weiter: „Die Dokumente sind erst seit Eröffnung des Verfahrens bekannt. Für mich handelt es sich nicht um verbindliche Verträge.“ Das Gericht unter dem Vorsitz von Richter Oliver Topp fällte dennoch sein Urteil und sperrte Yanev und Stallmann im schriftlichen Verfahren wegen grober Unsportlichkeit bis Februar. Die Spieler müssen auch zusammen mit der SVEW die Kosten des Verfahrens tragen. Damit werde sich die SV Eidinghausen-Werste nicht abfinden. Alex Hafner kündigte an,nach Prüfung gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen.

Landesliga: Zwei SVEW-Spieler monatelang gesperrt

Bad Oeynhausen. Fußball-Landesligist SV Eidinghausen-Werste muss in den kommenden Monaten auf zwei Spieler verzichten. Abwehrspieler Mihail Yanev und Marten Stallmann wurden von der Spruchkammer des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes (FLVW) mit sofortiger Wirkung bis zum 11. Februar 2021 gesperrt. Stallmann ist verletzt und hat in dieser Saison noch nicht für seinen neuen Verein gespielt. Yanev stand alle sechs Partien über 90 Minuten für die SVEW auf dem Platz.

SVEW-Abwehrspieler Mihail Yanev ist vorerst gesperrt. - © Foto: Egon Bieber
SVEW-Abwehrspieler Mihail Yanev ist vorerst gesperrt. - © Foto: Egon Bieber

Der Grund für dieses Urteil liegt einige Monate zurück. Vor dieser Saison wechselte Yanev zusammen mit Stallmann vom Bezirksligisten BV Stift Quernheim zur SVEW, obwohl er zuvor bei Quernheim einen Vertrag unterschrieben habe. „Die Abmeldungen der beiden Spieler haben uns völlig unerwartet einen Tag vor Ende der Wechselfrist am 30. Juni erreicht“, berichtet Malte Rompf, neben Thomas Jakowatz Sportlicher Leiter beim BV. „Wir haben die SVEW schriftlich über die Vertragssituation informiert und auch beide Spieler noch einmal auf ihre Zusagen hingewiesen“, ergänzt Rompf. Die Verantwortlichen der „Stifte“ ärgern sich über das Verhalten der Werster, die sich zwar nach einer schriftlichen Beschwerde für ihr Vorgehen und das Verhalten der Spieler telefonisch entschuldigt und eine gütliche Lösung in Aussicht gestellt hatten, danach aber nichts mehr in diese Richtung von sich hören ließen.

Stattdessen habe die SVEW Mitte August ohne weitere Rücksprache mit den Quernheimern die vom Verband festgeschriebene Wechselentschädigung für Yanev überwiesen und so die Spielberechtigung erhalten. Stift Quernheim stellte daraufhin beim Verbandssportgericht einen Antrag auf eine sportgerichtliche Entscheidung, nachdem eine außergerichtliche Einigung zuvor gescheitert sei.

Diese Darstellung möchte Alex Hafner, Vorsitzender der SV Eidinghausen-Werste, so nicht stehen lassen. „Wir wollten von Stift Quernheim die Verträge mit den Unterschriften sehen und haben diese auch angefordert. Leider kam vom Verein keine Reaktion. Wir hätten die Sache gerne außergerichtlich geregelt. Aber ich kann doch keine Stellung beziehen, wenn ich die Verträge nicht kenne“, sagt der 46-Jährige, der als selbstständiger Rechtsanwalt in Bad Oeynhausen arbeitet. Als er die Nachricht bekommen habe, dass Klage eingereicht worden sei, habe er beim Verbandssportgericht auf die Anforderung der Verträge beim BV Stift Quernheim per E-Mail hingewiesen. Hafner weiter: „Die Dokumente sind erst seit Eröffnung des Verfahrens bekannt. Für mich handelt es sich nicht um verbindliche Verträge.“ Das Gericht unter dem Vorsitz von Richter Oliver Topp fällte dennoch sein Urteil und sperrte Yanev und Stallmann im schriftlichen Verfahren wegen grober Unsportlichkeit bis Februar. Die Spieler müssen auch zusammen mit der SVEW die Kosten des Verfahrens tragen. Damit werde sich die SV Eidinghausen-Werste nicht abfinden. Alex Hafner kündigte an,nach Prüfung gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen.

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