Landesliga: RW Maaslingen zelebriert Zauberfußball gegen den TuS Dornberg Thomas Kühlmann Petershagen. Denkwürdiger Nachmittag auf dem Fußballplatz in Maaslingen: Mit einem in dieser Höhe nie für möglich gehaltenen 8:1(7:1)-Sieg gegen den Aufsteiger TuS Dornberg hat Fußball-Landesligist RW Maaslingen den hervorragenden Start in die neue Saison eindrucksvoll fortgesetzt. Während die Gästespieler nach dem Schlusspfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Tim Jarczyk verständlicherweise wie begossene Pudel das Spielfeld verließen, kannte der Jubel bei den Gastgebern keine Grenzen. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ skandierten sie lautstark und tanzten dazu ausgelassen im Teamkreis. Zumindest für eine Nacht hatten die Rot-Weißen nach diesem Husarenstreich die Tabellenführung übernommen. Diese wollten sie zudem am Abend noch weiter ausgiebig feiern, hatte doch Philipp Rusteberg zur Geburtstagsparty geladen. Mit zwei Treffern hatte er sich zudem selbst ein ganz tolles Geschenk gemacht. Maaslingens Trainer Jan-Werner Schmitz war voll des Lobes ob der überzeugenden Vorstellung seiner Schützlinge. „Ich hatte gewusst und immer gesagt: Wenn wir unsere PS auf das Spielfeld bekommen, sind die Jungs aufgrund ihrer großen technischen Fähigkeiten zu allem fähig. Das haben sie heute eiskalt bewiesen. Klar sind wir in der Abwehr nach dem Seitenwechsel etwas leichtsinniger geworden, so dass Dornberg zu drei Konterchancen kam, die unser Keeper Marcel Redeker jedoch glänzend vereitelt hat. Doch dieser Leichtsinn war einer historischen ersten Halbzeit geschuldet, die ich so noch nicht bei uns gesehen habe“, schwärmte der RWM-Coach. In der Tat erinnerten die ersten 45 Minuten bei Schmuddelwetter ein wenig an die Galavorstellung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim WM-Halbfinale 2014, als man Gastgeber und Mitfavorit Brasilien mit einem 7:1 aus den Angeln gehoben und bereits zur Halbzeit 5:0 geführt hatte. In Maaslingen hatte das Endergebnis von Belo Horizonte bereits zur Pause Bestand, und auch hier zelebrierten die Hausherren Zauberfußball in der Offensive. Es waren gerade einmal 30 Sekunden gespielt, als Kilian Tschöpe mit einem Lattentreffer das Signal zum bedingungslosen Angriff gab. Der verdiente Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Bereits in der dritten Minute schoss der überragende Bastian Rode auf Vorarbeit von Connor Wlotzka zum 1:0 ein. Der traurige Beginn eines denkwürdigen Nachmittags für den nicht zu beneidenden Gästekeeper Joschka Leier. In der 14. Minute tauschten Rode und Wlotzka nur die Rollen. Nachdem der Torschütze eine zu lasche Rückgabe zum Torwart erlaufen hatte, schob er quer zu Wlotzka, der nur noch abstauben brauchte. Mit dem ersten ernst zu nehmenden Angriff allerdings kamen die Gäste in der 20. Minute zum 2:1. Dominik Kuck schloss eigenen Konter aus halbrechter Position ab. Doch Maaslingen bewies Stärke und schlug gnadenlos zurück. Philipp Rusteberg (21.), und erneut Bastian Rode (22.) schraubten das Ergebnis in Windeseile auf 4:1. Den Dornberger Abwehrspielern blieb kaum Zeit zum Luft holen. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das TuS-Gehäuse. Doch die Zuschauer mussten sich bis zur 35. Minute gedulden, ehe Connor Wlotzka zum zweiten Mal erfolgreich war. Die beiden schönsten Tore des Nachmittags sollten jedoch noch folgen. Vier Minuten nach Wlotzkas 5:1 sah Bastian Rode, dass Keeper Leier etwas zu weit aus seinem Tor stand und überwand ihn mit einem traumhaften Schlenzer aus fast 30 Metern. Direkt vor dem Halbzeitpfiff nahm Jesper Fuchs eine Vorlage Rodes volley und jagte den Ball aus 18 Metern unhaltbar in die Maschen. Selbst eingefleischte Maaslinger Fans trauten ihren Augen nicht konnten sich nicht erinnern, die eigene Elf in einer Halbzeit mal in einem derartigen Spielrausch erlebt zu haben. Nach der Pause besorgte Philipp Rusteberg den Endstand (56.), ehe Trainer Jan-Werner Schmitz munter durchwechselte. Sein Gegenüber Jens Horstmann hatte seinen Mannen in der Pause nur ans Herz gelegt: Verliert nicht auch noch die zweite Halbzeit.“ Doch auch dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung an diesem geschichtsträchtigen Samstag auf dem Maaslinger Fußballplatz. RW Maaslingen: Redeker - Franzmeier (57. Wiese), Müller, Waltke, Fuchs, Schreiber, Tschöpe, Wlotzka (57. Siekmann), Haßfeld, Rusteberg (57. Celik), Rode (68. Agirman). Tore: 1:0 Rode (3.), 2:0 Rusteberg (15.), 2:1 Dominik Kuck (20.), 3:1 Wlotzka (21.), 4:1 Rode (22.), 5:1 Wlotzka (35.), 6:1 Rode (39.), 7:1 Fuchs (45.), 8:1 Rusteberg (56.).

Landesliga: RW Maaslingen zelebriert Zauberfußball gegen den TuS Dornberg

Vollendete Glückseligkeit: Die Maaslinger Kilian Tschöpe (von links), Connor Wlotzka, Philipp Rusteberg (hinten, verdeckt) und Bastian Rode feiern Rustebergs Treffer zum 8:1. © MT-Foto: Thomas Kühlmann

Petershagen. Denkwürdiger Nachmittag auf dem Fußballplatz in Maaslingen: Mit einem in dieser Höhe nie für möglich gehaltenen 8:1(7:1)-Sieg gegen den Aufsteiger TuS Dornberg hat Fußball-Landesligist RW Maaslingen den hervorragenden Start in die neue Saison eindrucksvoll fortgesetzt. Während die Gästespieler nach dem Schlusspfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Tim Jarczyk verständlicherweise wie begossene Pudel das Spielfeld verließen, kannte der Jubel bei den Gastgebern keine Grenzen. „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ skandierten sie lautstark und tanzten dazu ausgelassen im Teamkreis. Zumindest für eine Nacht hatten die Rot-Weißen nach diesem Husarenstreich die Tabellenführung übernommen.

Diese wollten sie zudem am Abend noch weiter ausgiebig feiern, hatte doch Philipp Rusteberg zur Geburtstagsparty geladen. Mit zwei Treffern hatte er sich zudem selbst ein ganz tolles Geschenk gemacht. Maaslingens Trainer Jan-Werner Schmitz war voll des Lobes ob der überzeugenden Vorstellung seiner Schützlinge. „Ich hatte gewusst und immer gesagt: Wenn wir unsere PS auf das Spielfeld bekommen, sind die Jungs aufgrund ihrer großen technischen Fähigkeiten zu allem fähig. Das haben sie heute eiskalt bewiesen. Klar sind wir in der Abwehr nach dem Seitenwechsel etwas leichtsinniger geworden, so dass Dornberg zu drei Konterchancen kam, die unser Keeper Marcel Redeker jedoch glänzend vereitelt hat. Doch dieser Leichtsinn war einer historischen ersten Halbzeit geschuldet, die ich so noch nicht bei uns gesehen habe“, schwärmte der RWM-Coach.

In der Tat erinnerten die ersten 45 Minuten bei Schmuddelwetter ein wenig an die Galavorstellung der deutschen Fußball-Nationalmannschaft beim WM-Halbfinale 2014, als man Gastgeber und Mitfavorit Brasilien mit einem 7:1 aus den Angeln gehoben und bereits zur Halbzeit 5:0 geführt hatte. In Maaslingen hatte das Endergebnis von Belo Horizonte bereits zur Pause Bestand, und auch hier zelebrierten die Hausherren Zauberfußball in der Offensive.

Es waren gerade einmal 30 Sekunden gespielt, als Kilian Tschöpe mit einem Lattentreffer das Signal zum bedingungslosen Angriff gab. Der verdiente Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Bereits in der dritten Minute schoss der überragende Bastian Rode auf Vorarbeit von Connor Wlotzka zum 1:0 ein. Der traurige Beginn eines denkwürdigen Nachmittags für den nicht zu beneidenden Gästekeeper Joschka Leier. In der 14. Minute tauschten Rode und Wlotzka nur die Rollen. Nachdem der Torschütze eine zu lasche Rückgabe zum Torwart erlaufen hatte, schob er quer zu Wlotzka, der nur noch abstauben brauchte.

Mit dem ersten ernst zu nehmenden Angriff allerdings kamen die Gäste in der 20. Minute zum 2:1. Dominik Kuck schloss eigenen Konter aus halbrechter Position ab. Doch Maaslingen bewies Stärke und schlug gnadenlos zurück. Philipp Rusteberg (21.), und erneut Bastian Rode (22.) schraubten das Ergebnis in Windeseile auf 4:1. Den Dornberger Abwehrspielern blieb kaum Zeit zum Luft holen. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das TuS-Gehäuse. Doch die Zuschauer mussten sich bis zur 35. Minute gedulden, ehe Connor Wlotzka zum zweiten Mal erfolgreich war. Die beiden schönsten Tore des Nachmittags sollten jedoch noch folgen. Vier Minuten nach Wlotzkas 5:1 sah Bastian Rode, dass Keeper Leier etwas zu weit aus seinem Tor stand und überwand ihn mit einem traumhaften Schlenzer aus fast 30 Metern. Direkt vor dem Halbzeitpfiff nahm Jesper Fuchs eine Vorlage Rodes volley und jagte den Ball aus 18 Metern unhaltbar in die Maschen.

Selbst eingefleischte Maaslinger Fans trauten ihren Augen nicht konnten sich nicht erinnern, die eigene Elf in einer Halbzeit mal in einem derartigen Spielrausch erlebt zu haben. Nach der Pause besorgte Philipp Rusteberg den Endstand (56.), ehe Trainer Jan-Werner Schmitz munter durchwechselte. Sein Gegenüber Jens Horstmann hatte seinen Mannen in der Pause nur ans Herz gelegt: Verliert nicht auch noch die zweite Halbzeit.“ Doch auch dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung an diesem geschichtsträchtigen Samstag auf dem Maaslinger Fußballplatz.

RW Maaslingen: Redeker - Franzmeier (57. Wiese), Müller, Waltke, Fuchs, Schreiber, Tschöpe, Wlotzka (57. Siekmann), Haßfeld, Rusteberg (57. Celik), Rode (68. Agirman).

Tore: 1:0 Rode (3.), 2:0 Rusteberg (15.), 2:1 Dominik Kuck (20.), 3:1 Wlotzka (21.), 4:1 Rode (22.), 5:1 Wlotzka (35.), 6:1 Rode (39.), 7:1 Fuchs (45.), 8:1 Rusteberg (56.).

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