Kreisliga A: Ärger nach dem Trainer-Aus in Leteln Fabian Terwey Minden (mt). Rene Badde und Frank Schubert ziehen die Konsequenzen aus ihrem Ärger. Das geschasste Trainerduo des SV Weser Leteln tritt nach langjähriger Mitgliedschaft aus dem Verein aus. Dazu veranlasste die Coaches des Fußball-A-Ligisten aber nicht das vom Klub kommunizierte Aus zum Saisonende, sondern etwas anderes. „Im Nachhinein ist mir zu Ohren gekommen, dass Spieler und potentielle Neuzugänge schon vor uns von unserem Aus wussten“, sagt Ex-Chefcoach Badde und verzichtet aus Rücksicht auf seine Quellen darauf, Namen zu nennen: „Das ist nicht gerade der beste Stil – vor allem, wenn man schon so lange im Verein ist.“ 35 Jahre lang gehörte der 52-Jährige dem Klub an: „Ich habe alles mitgemacht – Aufstiege, Abstiege. 80 Prozent der Mannschaft und auch den Sportlichen Leiter kenne ich noch aus der Zeit, als sie klein waren. Solch ein Abschied ist traurig.“ Schubert, der Badde seit der gemeinsamen Amtsübernahme in der Winterpause 2017/18 als Co-Trainer zur Seite stand, sieht es genauso: „Auf diese Weise abserviert zu werden, ist nicht schön.“ Der 53-Jährige war seit knapp 30 Jahren im Verein. Letelns Sportlicher Leiter André Bigga teilte Badde und Schubert in einem Gespräch am 6. Dezember das Ende der Zusammenarbeit zum Saisonende mit. „Ein legitimer Vorgang. Die Saison ist gut losgegangen. Dann kamen Verletzungen. Irgendwann lief es nicht mehr. Dafür sind die Trainer verantwortlich. Wir haben dann im Gespräch Bedenken geäußert, unter diesen Umständen bis zum Saisonende weiterzumachen und schließlich entschlossen, dass wir es sein lassen“, kommentiert Badde. Zur Winterpause rangiert Leteln auf Platz zwölf. Schubert erklärt: „Die Trainingsbeteiligung ließ immer mehr nach. Teilweise waren nur noch fünf, sechs Leute da. Was willst du da machen? Vor allem, wenn die Spieler so wie wir kein Geld bekommen.“ Bigga berichtet: „Ich habe die Trainer darum gebeten, die Saison zu Ende zu machen. In unserem Gespräch haben wir vereinbart, dass ich deswegen nochmal mit der Mannschaft spreche. Das wollte ich zu Beginn des neuen Jahres machen. Doch die Trainer haben sich vorher entschieden, nicht weiterzumachen. Es entspricht aber nicht der Wahrheit, dass ich die Spieler zuerst über das Aus der Trainer informiert habe. Reinhold Stierl, Burkhard Link und ich hatten die Entscheidung erst wenige Tage zuvor gefällt.“ Das Thema Nachfolger stand auf der gestrigen Vorstandssitzung mit dem 1. Vorsitzenden und dem Geschäftsführer auf Biggas Agenda. Die beiden Ex-Trainer haben keinen neuen Klub. Badde sagt: „Ich lasse das Ganze jetzt erst einmal sacken.“

Kreisliga A: Ärger nach dem Trainer-Aus in Leteln

Letelns Ex-Trainer Rene Badde tritt aus dem Verein aus. MT- © Foto: Sebastian Külbel

Minden (mt). Rene Badde und Frank Schubert ziehen die Konsequenzen aus ihrem Ärger. Das geschasste Trainerduo des SV Weser Leteln tritt nach langjähriger Mitgliedschaft aus dem Verein aus. Dazu veranlasste die Coaches des Fußball-A-Ligisten aber nicht das vom Klub kommunizierte Aus zum Saisonende, sondern etwas anderes.

„Im Nachhinein ist mir zu Ohren gekommen, dass Spieler und potentielle Neuzugänge schon vor uns von unserem Aus wussten“, sagt Ex-Chefcoach Badde und verzichtet aus Rücksicht auf seine Quellen darauf, Namen zu nennen: „Das ist nicht gerade der beste Stil – vor allem, wenn man schon so lange im Verein ist.“ 35 Jahre lang gehörte der 52-Jährige dem Klub an: „Ich habe alles mitgemacht – Aufstiege, Abstiege. 80 Prozent der Mannschaft und auch den Sportlichen Leiter kenne ich noch aus der Zeit, als sie klein waren. Solch ein Abschied ist traurig.“ Schubert, der Badde seit der gemeinsamen Amtsübernahme in der Winterpause 2017/18 als Co-Trainer zur Seite stand, sieht es genauso: „Auf diese Weise abserviert zu werden, ist nicht schön.“ Der 53-Jährige war seit knapp 30 Jahren im Verein.

Letelns Sportlicher Leiter André Bigga teilte Badde und Schubert in einem Gespräch am 6. Dezember das Ende der Zusammenarbeit zum Saisonende mit. „Ein legitimer Vorgang. Die Saison ist gut losgegangen. Dann kamen Verletzungen. Irgendwann lief es nicht mehr. Dafür sind die Trainer verantwortlich. Wir haben dann im Gespräch Bedenken geäußert, unter diesen Umständen bis zum Saisonende weiterzumachen und schließlich entschlossen, dass wir es sein lassen“, kommentiert Badde. Zur Winterpause rangiert Leteln auf Platz zwölf. Schubert erklärt: „Die Trainingsbeteiligung ließ immer mehr nach. Teilweise waren nur noch fünf, sechs Leute da. Was willst du da machen? Vor allem, wenn die Spieler so wie wir kein Geld bekommen.“

Bigga berichtet: „Ich habe die Trainer darum gebeten, die Saison zu Ende zu machen. In unserem Gespräch haben wir vereinbart, dass ich deswegen nochmal mit der Mannschaft spreche. Das wollte ich zu Beginn des neuen Jahres machen. Doch die Trainer haben sich vorher entschieden, nicht weiterzumachen. Es entspricht aber nicht der Wahrheit, dass ich die Spieler zuerst über das Aus der Trainer informiert habe. Reinhold Stierl, Burkhard Link und ich hatten die Entscheidung erst wenige Tage zuvor gefällt.“ Das Thema Nachfolger stand auf der gestrigen Vorstandssitzung mit dem 1. Vorsitzenden und dem Geschäftsführer auf Biggas Agenda. Die beiden Ex-Trainer haben keinen neuen Klub. Badde sagt: „Ich lasse das Ganze jetzt erst einmal sacken.“

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