Kommentar zur Fortsetzung der Fußballsaison: Was für ein Eiertanz Astrid Plaßhenrich Das ist Deutschland. Selbst in Situationen, in denen das Ziel am Horizont vielleicht zu erahnen, aber längst noch nicht zu sehen ist, gibt es Paragraphen, Satzungen oder Gesetze, die den Weg weisen sollen. Da ist es auch egal, dass diese in nie dagewesenen Szenarien öfter mal einen Weg in Sackgassen ebnen. Gehorsam wird den Statuten gefolgt - auch wenn der Verstand sagt, dass es ein Irrweg ist.   FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski charakterisiert die Coronaschutzverordnungen mit seinen regionalen Unterschieden, die NRW zu einem Flickenteppich werden lassen, als „Wahnsinn". Für ihn sei es unumgänglich die Saison zu annullieren und alles auf „Null" zu stellen. Doch das geht nicht – die Statuten. Andere Landesverbände haben die Saison längst abgebrochen. Hessen fasste erst am Samstag den Beschluss. Dafür musste ein Antrag gestellt werden, der von den Mitgliedern des Verbandes angenommen wird. Im Westdeutschen Fußballverband dagegen ist alles schwierig. Sicherlich werden Satzungen nicht innerhalb von drei Tagen angeglichen. Die Pandemie wütet aber nicht erst seit einer Woche, sondern bereits seit einem Jahr. Schon einmal musste eine Saison abgebrochen werden. Spätestens zu dem Zeitpunkt hätten neue Fakten geschaffen werden müssen, wenn so ein Szenario ein zweites Mal eintritt. Das wurde offensichtlich versäumt. Stattdessen wird ein unnötiger Eiertanz veranstaltet, der weder den Funktionären noch den Vereinen gefallen kann.

Kommentar zur Fortsetzung der Fußballsaison: Was für ein Eiertanz

© Alex Lehn

Das ist Deutschland. Selbst in Situationen, in denen das Ziel am Horizont vielleicht zu erahnen, aber längst noch nicht zu sehen ist, gibt es Paragraphen, Satzungen oder Gesetze, die den Weg weisen sollen. Da ist es auch egal, dass diese in nie dagewesenen Szenarien öfter mal einen Weg in Sackgassen ebnen. Gehorsam wird den Statuten gefolgt - auch wenn der Verstand sagt, dass es ein Irrweg ist.  

FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski charakterisiert die Coronaschutzverordnungen mit seinen regionalen Unterschieden, die NRW zu einem Flickenteppich werden lassen, als „Wahnsinn". Für ihn sei es unumgänglich die Saison zu annullieren und alles auf „Null" zu stellen. Doch das geht nicht – die Statuten.

Andere Landesverbände haben die Saison längst abgebrochen. Hessen fasste erst am Samstag den Beschluss. Dafür musste ein Antrag gestellt werden, der von den Mitgliedern des Verbandes angenommen wird.

Im Westdeutschen Fußballverband dagegen ist alles schwierig. Sicherlich werden Satzungen nicht innerhalb von drei Tagen angeglichen. Die Pandemie wütet aber nicht erst seit einer Woche, sondern bereits seit einem Jahr. Schon einmal musste eine Saison abgebrochen werden. Spätestens zu dem Zeitpunkt hätten neue Fakten geschaffen werden müssen, wenn so ein Szenario ein zweites Mal eintritt. Das wurde offensichtlich versäumt. Stattdessen wird ein unnötiger Eiertanz veranstaltet, der weder den Funktionären noch den Vereinen gefallen kann.

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