Interview mit Hausberge II-Kapitän Dammann: Diesmal klappt es mit dem Aufstieg Jörg Wehling Porta Westfalica. Der SV Hausberge II gehört in der Fußball-Kreisliga C1 Jahr für Jahr zu den Mitfavoriten, scheitert dann aber knapp, wenn es um den Aufstieg geht. In der vergangenen Saison, die Corona-bedingt vorzeitig endete, wurden die Portaner Vierter. In der Saison 2018/2019 sprang Platz drei heraus, wobei da zwei Teams aufsteigen konnten. Zuletzt in der Kreisliga B kickte das Team um Mannschaftskapitän Marc Dammann (32) in der Serie 2016/2017. Dort wurde die Mannschaft damals aus personellen Gründen während der Serie aus der Wertung genommen und stieg ab. Warum es in dieser derzeit unterbrochenen Saison mit dem Aufstieg klappen wird, das erklärt der Schalke-Fan Marc Dammann im MT-Interview. Denn zurzeit führt der SV Hausberge II die Wertung klar an. Was stimmt Sie optimistisch, dass Sie in der kommenden Saison wieder in der Kreisliga B spielen werden? Weil wir eine sehr gute und eine eingespielte Mannschaft beisammen haben. Wir haben aus den Fehlern der vergangenen Saison gelernt. Da haben wir in den wichtigen Spielen gegen direkte Konkurrenten nicht gewonnen. Ich bin mir aber sicher, dass wir es auch in der vergangenen Saison noch gepackt hätten. Aber dann hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Fehlt es ihrer Mannschaft an Qualität, um in die Kreisliga B aufzusteigen? Woran liegt es, dass sie in der Kreisliga C feststecken? Ich glaube nicht, dass uns für die Kreisliga B die Qualität fehlt. Ich bin der Meinung, dass die ersten fünf Mannschaft der Kreisliga C das spielerische Potenzial haben, in der B-Liga zu bestehen. Das zeigt sich ja auch daran, dass die Aufsteiger der vergangenen Jahre ohne Probleme die Liga halten konnten. Man muss nur erst dahin kommen. Das ist die Kunst. Was zeichnet ihre Mannschaft aus, warum läuft es besser als zuletzt? Bei uns zeigt sich, dass wir einen echten Zusammenhalt haben. Die Jungs kommen fast alle aus Hausberge. Sie haben viel Spiel und richtig gute Laune. Auch die Trainingsbeteiligung ist sehr hoch. Wir haben einen guten Kader, der über die Jahre zusammengewachsen ist. Damit sind doch eigentlich viele Kriterien erfüllt. Warum spielt die Mannschaft dann noch immer in der Kreisliga C? Das liegt vielleicht auch an unserer Philosophie. Wir wollen mit eigenen Leuten den Aufstieg schaffen und verzichten bewusst auf Spieler von außerhalb. Es gibt andere Teams, die haben einige Leute dabei, die schon weitaus höher gespielt haben. Das hat es zuletzt schwer für uns gemacht, weil der Gegner dann über mehr Erfahrung verfügt. Wir wollen aber etwas Nachhaltiges aufbauen. Ich bin sicher, dass das funktionieren wird. Was können Sie als Mannschaftskapitän tun, damit der Ziel Kreisliga B erreicht wird? Wichtig ist es, die Jungs während der Saison an unser sportliches Ziel zu erinnern. Dazu gehört auch, dass wir jeden Gegner ernst nehmen müssen und keinen unterschätzen dürfen. Die aktuelle Tabelle zeigt ja, dass wir auf einem sehr guten Weg sind. Welcher Rolle spielt das Verhältnis zu ihrem Trainer dabei? Sind Sie der typische verlängerte Arm zum Trainer, mit dem man sich bespricht? Das kann man so sehen. Wir sind auch privat sehr gut miteinander befreundet und tauschen uns aus. Er fragt nach meiner Meinung zur Taktik, aber er trifft am Spielfeldrand die Entscheidungen allein. Ihr seid auch beide eingefleischte Schalke-Fans. Trübt das die Stimmung im Training angesichts der schlechten S04-Platzierung? Und hat man damit nicht auch automatisch das „Vize-Gen?" (Lacht) Natürlich ist die Bundesliga wie bei vielen anderen auch ein großes Thema in der Mannschaft. Es wird heiß diskutiert. Die Fan-Struktur ist ausgeglichen, wir haben viele Bayern-Fans. Aber natürlich haben auch die Dortmunder bei uns im Moment mehr zu lachen, als wir Schalker. Aber auf die Leistung unser Mannschaft in der Saison hat das keine Auswirkung. Dabei gibt sogar einen Leverkusen-Fan bei euch. Die werden ja auch sehr gerne einmal Zweiter? Das stimmt. Mischa Meier ist Bayer-Fan. Warum das so ist, weiß ich auch nicht so genau. Er kommt von hier und hat meines Wissen auch keine familiäre Bindung nach Leverkusen. Vielleicht möchte er Fan-mäßig einen Kontrapunkt setzen. Ihre sportliche Biografie verrät, dass sie Portaner durch und durch sind. Hatten Sie nicht einmal Lust höherklassig zu spielen, oder waren Sie nie gut genug für FT Dützen, Union Minden oder RW Maaslingen? Mir ist es ehrlich gesagt nie darum gegangen, vielleicht in der Landesliga oder in der Bezirksliga zu spielen. Ich habe in der Jugend in Hausberge gespielt und bin nach einigen kurzen Abstechern in Costedt und Lerbeck nach Hausberge zurückgekehrt. Jetzt gehe ich hier beim SV Hausberge in mein elftes Jahr. Und ich glaube, ich werde den Verein auch nicht mehr verlassen. Zusammenhalt und ein intaktes Vereinsleben sind mir wichtiger. Dafür setzte ich mich ein und kümmere mich darum auch um das Drumherum in der Mannschaft. Dafür lobt Sie ihr Trainer. Wenn es Kritik gibt, dann allenfalls, dass Sie notorisch fünf bis zehn Minuten zu spät zum Treffpunkt kommen. Hat er das gesagt (lacht erneut)? Damit hat er aber Recht. Ich sammle aber auch einige Mitspieler unterwegs ein und habe zudem einen stressigen Job. Darum verzeiht er mir das. Was machen Sie, wenn der Aufstieg in dieser Saison gelingen sollte. Hören Sie dann auf, weil ihre Mission erfüllt ist? Nein, ans Aufhören denke ich noch nicht. So lange ich Spaß habe, ich es mit Familie und Beruf vereinbaren kann, spiele ich noch ein paar Jahre, bevor es dann vielleicht in die Altherren-Abteilung geht. Ich bin ein Mensch, der sehr gerne Sport treibt über den Fußball hinaus. Und das wäre? Ich betreibe gerne verschiedene Fun-Sport-Aktivitäten. Von Skifahren, Kiten bis hin zu Quad-Touren ist alles dabei. Hierbei ist mir frische Luft und eine Portion Action besonders wichtig. Wo landet der SV Hausberge II in dieser Saison und und bleibt ihr Lieblingsklub Schalke 04 in der Bundesliga? Ich bin ein positiv denkender Mensch. So fern uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht, schaffen wir mit Hausberge II den Aufstieg in die Kreisliga B. Und Schalke schafft das Unmögliche und rettet sich noch über die Relegation. Dann haben wir hoffentlich doppelt Grund zur Freude.

Interview mit Hausberge II-Kapitän Dammann: Diesmal klappt es mit dem Aufstieg

SVH-Kapitän Marc Dammann (Dritter von links). Foto: privat © pr

Porta Westfalica. Der SV Hausberge II gehört in der Fußball-Kreisliga C1 Jahr für Jahr zu den Mitfavoriten, scheitert dann aber knapp, wenn es um den Aufstieg geht. In der vergangenen Saison, die Corona-bedingt vorzeitig endete, wurden die Portaner Vierter. In der Saison 2018/2019 sprang Platz drei heraus, wobei da zwei Teams aufsteigen konnten. Zuletzt in der Kreisliga B kickte das Team um Mannschaftskapitän Marc Dammann (32) in der Serie 2016/2017. Dort wurde die Mannschaft damals aus personellen Gründen während der Serie aus der Wertung genommen und stieg ab. Warum es in dieser derzeit unterbrochenen Saison mit dem Aufstieg klappen wird, das erklärt der Schalke-Fan Marc Dammann im MT-Interview. Denn zurzeit führt der SV Hausberge II die Wertung klar an.

Was stimmt Sie optimistisch, dass Sie in der kommenden Saison wieder in der Kreisliga B spielen werden?

Weil wir eine sehr gute und eine eingespielte Mannschaft beisammen haben. Wir haben aus den Fehlern der vergangenen Saison gelernt. Da haben wir in den wichtigen Spielen gegen direkte Konkurrenten nicht gewonnen. Ich bin mir aber sicher, dass wir es auch in der vergangenen Saison noch gepackt hätten. Aber dann hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Fehlt es ihrer Mannschaft an Qualität, um in die Kreisliga B aufzusteigen? Woran liegt es, dass sie in der Kreisliga C feststecken?

Ich glaube nicht, dass uns für die Kreisliga B die Qualität fehlt. Ich bin der Meinung, dass die ersten fünf Mannschaft der Kreisliga C das spielerische Potenzial haben, in der B-Liga zu bestehen. Das zeigt sich ja auch daran, dass die Aufsteiger der vergangenen Jahre ohne Probleme die Liga halten konnten. Man muss nur erst dahin kommen. Das ist die Kunst.

Was zeichnet ihre Mannschaft aus, warum läuft es besser als zuletzt?

Bei uns zeigt sich, dass wir einen echten Zusammenhalt haben. Die Jungs kommen fast alle aus Hausberge. Sie haben viel Spiel und richtig gute Laune. Auch die Trainingsbeteiligung ist sehr hoch. Wir haben einen guten Kader, der über die Jahre zusammengewachsen ist. Damit sind doch eigentlich viele Kriterien erfüllt.

Warum spielt die Mannschaft dann noch immer in der Kreisliga C?

Das liegt vielleicht auch an unserer Philosophie. Wir wollen mit eigenen Leuten den Aufstieg schaffen und verzichten bewusst auf Spieler von außerhalb. Es gibt andere Teams, die haben einige Leute dabei, die schon weitaus höher gespielt haben. Das hat es zuletzt schwer für uns gemacht, weil der Gegner dann über mehr Erfahrung verfügt. Wir wollen aber etwas Nachhaltiges aufbauen. Ich bin sicher, dass das funktionieren wird.

Was können Sie als Mannschaftskapitän tun, damit der Ziel Kreisliga B erreicht wird?

Wichtig ist es, die Jungs während der Saison an unser sportliches Ziel zu erinnern. Dazu gehört auch, dass wir jeden Gegner ernst nehmen müssen und keinen unterschätzen dürfen. Die aktuelle Tabelle zeigt ja, dass wir auf einem sehr guten Weg sind.

Welcher Rolle spielt das Verhältnis zu ihrem Trainer dabei? Sind Sie der typische verlängerte Arm zum Trainer, mit dem man sich bespricht?

Das kann man so sehen. Wir sind auch privat sehr gut miteinander befreundet und tauschen uns aus. Er fragt nach meiner Meinung zur Taktik, aber er trifft am Spielfeldrand die Entscheidungen allein.

Ihr seid auch beide eingefleischte Schalke-Fans. Trübt das die Stimmung im Training angesichts der schlechten S04-Platzierung? Und hat man damit nicht auch automatisch das „Vize-Gen?"

(Lacht) Natürlich ist die Bundesliga wie bei vielen anderen auch ein großes Thema in der Mannschaft. Es wird heiß diskutiert. Die Fan-Struktur ist ausgeglichen, wir haben viele Bayern-Fans. Aber natürlich haben auch die Dortmunder bei uns im Moment mehr zu lachen, als wir Schalker. Aber auf die Leistung unser Mannschaft in der Saison hat das keine Auswirkung.

Dabei gibt sogar einen Leverkusen-Fan bei euch. Die werden ja auch sehr gerne einmal Zweiter?

Das stimmt. Mischa Meier ist Bayer-Fan. Warum das so ist, weiß ich auch nicht so genau. Er kommt von hier und hat meines Wissen auch keine familiäre Bindung nach Leverkusen. Vielleicht möchte er Fan-mäßig einen Kontrapunkt setzen.

Ihre sportliche Biografie verrät, dass sie Portaner durch und durch sind. Hatten Sie nicht einmal Lust höherklassig zu spielen, oder waren Sie nie gut genug für FT Dützen, Union Minden oder RW Maaslingen?

Mir ist es ehrlich gesagt nie darum gegangen, vielleicht in der Landesliga oder in der Bezirksliga zu spielen. Ich habe in der Jugend in Hausberge gespielt und bin nach einigen kurzen Abstechern in Costedt und Lerbeck nach Hausberge zurückgekehrt. Jetzt gehe ich hier beim SV Hausberge in mein elftes Jahr. Und ich glaube, ich werde den Verein auch nicht mehr verlassen. Zusammenhalt und ein intaktes Vereinsleben sind mir wichtiger. Dafür setzte ich mich ein und kümmere mich darum auch um das Drumherum in der Mannschaft.

Dafür lobt Sie ihr Trainer. Wenn es Kritik gibt, dann allenfalls, dass Sie notorisch fünf bis zehn Minuten zu spät zum Treffpunkt kommen.

Hat er das gesagt (lacht erneut)? Damit hat er aber Recht. Ich sammle aber auch einige Mitspieler unterwegs ein und habe zudem einen stressigen Job. Darum verzeiht er mir das.

Was machen Sie, wenn der Aufstieg in dieser Saison gelingen sollte. Hören Sie dann auf, weil ihre Mission erfüllt ist?

Nein, ans Aufhören denke ich noch nicht. So lange ich Spaß habe, ich es mit Familie und Beruf vereinbaren kann, spiele ich noch ein paar Jahre, bevor es dann vielleicht in die Altherren-Abteilung geht. Ich bin ein Mensch, der sehr gerne Sport treibt über den Fußball hinaus.

Und das wäre?

Ich betreibe gerne verschiedene Fun-Sport-Aktivitäten. Von Skifahren, Kiten bis hin zu Quad-Touren ist alles dabei. Hierbei ist mir frische Luft und eine Portion Action besonders wichtig.

Wo landet der SV Hausberge II in dieser Saison und und bleibt ihr Lieblingsklub Schalke 04 in der Bundesliga?

Ich bin ein positiv denkender Mensch. So fern uns Corona keinen Strich durch die Rechnung macht, schaffen wir mit Hausberge II den Aufstieg in die Kreisliga B. Und Schalke schafft das Unmögliche und rettet sich noch über die Relegation. Dann haben wir hoffentlich doppelt Grund zur Freude.

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