Bielefeld Infektionszahlen steigen: Arminia droht Geisterspiel gegen FC Bayern Bielefeld. 5.460 Zuschauer oder gar keine? Diese Frage stellen sich viele Fans von Arminia Bielefeld – insbesondere jene, die sich im Vorverkauf bereits mit einem Ticket für das Spiel gegen den FC Bayern München eingedeckt haben. Am Dienstag meldete die Stadt Bielefeld 24 neue Coronavirus-Infektionsfälle, die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 30,2 Fälle pro 100.000 Einwohner. Ab einem Wert von 35 sieht das Schutzkonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) Geisterspiele vor – spätestens am Freitag sollte eine Entscheidung fallen. Derzeit dürfen bereits an sieben von 18 Bundesliga-Standorten Spiele nur noch vor gar keinen beziehungsweise wenigen Hundert Besuchern stattfinden. Bei Arminia bereitet man sich unterdessen, das erklärte der Verein, weiterhin auf ein Spiel vor einigen Tausend Zuschauern vor. Die gestiegenen Coronafälle könnten auch ein Grund dafür sein, warum das Interesse an FCB-Karten letztlich nicht so hoch ausfiel wie unter normalen Umständen üblich. Am Donnerstag werden sogar noch einige Restkarten unter Dauerkarteninhabern verteilt, die sich bislang nicht eingedeckt haben. Erneut standen gut 4.000 Tickets für Fans mit Saisonkarte zur Verfügung, die übrigen gehen an Sponsoren und fließen in Sonderkontingente. Einige Anhänger wollen zudem lieber, so es die Infektionslage zu dem Zeitpunkt überhaupt zulässt, das Heimspiel gegen Borussia Dortmund in zwei Wochen sehen – wer ein Ticket für das Bayern-Spiel erhält, ist automatisch für das zweite Topspiel am 31. Oktober gesperrt. Auch für Medienschaffende von Journalisten bis hin zur TV-Produktion ergeben sich durch die hohen Infektionsraten unterdessen in vielen Städten Sorgen. Sogar ein TV-Blackout, sprich eine fehlende Übertragung am Wochenende, stand mancherorts zur Debatte, soll nun aber abgewendet sein. Das Problem: Gemäß DFL-Konzept darf niemand ins Stadion, der sich in den vorherigen 14 Tagen in einem nationalen oder internationalen Corona-Risikogebiet aufgehalten hat. Doch diesen Status tragen mittlerweile beispielsweise auch Metropolen wie Berlin, Köln und München. Laut Kicker überarbeitet die DFL das Konzept derzeit, unter anderem soll bald eine permanente Maskenpflicht im Stadion gelten. Zudem stellt der Ligaverband in Aussicht, auf einem Passus im beim Einlass verpflichtend vorzulegenden Gesundheitsfragebogen zu verzichten, in dem nach einem Risikogebiet-Aufenthalt in den vergangenen zwei Wochen gefragt wird.
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Infektionszahlen steigen: Arminia droht Geisterspiel gegen FC Bayern

Nichts los auf dem Weg zur Südtribüne der Schüco-Arena - dieses Bild droht auch beim Arminia-Heimspiel gegen den FC Bayern am Samstag, wenn die Infektionszahlen bis dahin noch weiter steigen. © imago images/Kirchner

Bielefeld. 5.460 Zuschauer oder gar keine? Diese Frage stellen sich viele Fans von Arminia Bielefeld – insbesondere jene, die sich im Vorverkauf bereits mit einem Ticket für das Spiel gegen den FC Bayern München eingedeckt haben. Am Dienstag meldete die Stadt Bielefeld 24 neue Coronavirus-Infektionsfälle, die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 30,2 Fälle pro 100.000 Einwohner.

Ab einem Wert von 35 sieht das Schutzkonzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) Geisterspiele vor – spätestens am Freitag sollte eine Entscheidung fallen. Derzeit dürfen bereits an sieben von 18 Bundesliga-Standorten Spiele nur noch vor gar keinen beziehungsweise wenigen Hundert Besuchern stattfinden. Bei Arminia bereitet man sich unterdessen, das erklärte der Verein, weiterhin auf ein Spiel vor einigen Tausend Zuschauern vor.

Die gestiegenen Coronafälle könnten auch ein Grund dafür sein, warum das Interesse an FCB-Karten letztlich nicht so hoch ausfiel wie unter normalen Umständen üblich. Am Donnerstag werden sogar noch einige Restkarten unter Dauerkarteninhabern verteilt, die sich bislang nicht eingedeckt haben. Erneut standen gut 4.000 Tickets für Fans mit Saisonkarte zur Verfügung, die übrigen gehen an Sponsoren und fließen in Sonderkontingente.

Einige Anhänger wollen zudem lieber, so es die Infektionslage zu dem Zeitpunkt überhaupt zulässt, das Heimspiel gegen Borussia Dortmund in zwei Wochen sehen – wer ein Ticket für das Bayern-Spiel erhält, ist automatisch für das zweite Topspiel am 31. Oktober gesperrt.

Auch für Medienschaffende von Journalisten bis hin zur TV-Produktion ergeben sich durch die hohen Infektionsraten unterdessen in vielen Städten Sorgen. Sogar ein TV-Blackout, sprich eine fehlende Übertragung am Wochenende, stand mancherorts zur Debatte, soll nun aber abgewendet sein. Das Problem: Gemäß DFL-Konzept darf niemand ins Stadion, der sich in den vorherigen 14 Tagen in einem nationalen oder internationalen Corona-Risikogebiet aufgehalten hat. Doch diesen Status tragen mittlerweile beispielsweise auch Metropolen wie Berlin, Köln und München.

Laut Kicker überarbeitet die DFL das Konzept derzeit, unter anderem soll bald eine permanente Maskenpflicht im Stadion gelten. Zudem stellt der Ligaverband in Aussicht, auf einem Passus im beim Einlass verpflichtend vorzulegenden Gesundheitsfragebogen zu verzichten, in dem nach einem Risikogebiet-Aufenthalt in den vergangenen zwei Wochen gefragt wird.

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