Hausberger "Jonny" Hupe will bei Werder Bremen hoch hinaus Torhüter hat Wechsel von der SVKT nach Bremen vollzogen / Angebote von BVB und Bayern / Vorbild Oliver Kahn Von Michael Lorenz Minden (much). Es passiert wahrlich nicht jeden zweiten Donnerstag, dass die Jugend-Abteilungen der Champions-League-Finalisten Bayern München und Borussia Dortmund bei einem heimischen Nachwuchs-Fußballer vorstellig werden. Bei Torhüter Jonas Hupe aus der C-Jugend der SV Kutenhausen-Todtenhausen war es der Fall. Doch er entschied sich für eine weitere Offerte: Die von Werder Bremen. Seit gut zwei Wochen schwitzt der talentierte Hausberger nun bereits in der Vorbereitung der C-Jugend der Hanseaten - die attraktive Reise der SVKT-C-Jugend zum Großturnier im dänischen Frederikshavn musste er schweren Herzens absagen. "Das hätte Werder nicht mitgemacht", schilderte Vater Axel Hupe, der gleichwohl als Betreuer in Dänemark dabei war.Fußball-Start bei den Mini-KickernMit dem Fußball in Berührung kam Jonas Hupe bei den Minikickern der SG Hausberge-Holzhausen. "Aber auf das Torschusstraining hatte ich keinen Bock", sagt der heute 13-Jährige. Rund ein Jahr später wurde sein Interesse am Fußball erneut geweckt: "Mein älterer Bruder Oliver hat Fußball gespielt, und er hat mich mitgenommen", erinnert sich Jonas, "und der einzige Posten, der frei war, das war der im Tor. Also war ich von Beginn an Torhüter."In der D-Jugend spielte er als jüngerer Jahrgang zunächst noch für Hausberge-Holzhausen. Doch Jörg Eisberg, Trainer des Bezirksligisten SV Kutenhausen-Todtenhausen, war bereits auf das hochgewachsene Talent aufmerksam geworden, er lotste ihn zur Rückrunde zur SVKT. "Er war auf Anhieb der herausragende Torhüter in der Klasse", beschreibt Eisberg, "er ist trotz seiner Größe sehr beweglich, denkt und spielt mit, was für einen Torhüter in dieser Altersklasse alles andere als gewöhnlich ist." Der einsatzfreudige, mutige Keeper fand sich schnell in der Westfalenauswahl wieder, in der Bernd-Uwe Humbracht, zu der Zeit noch D-Jugend-Coach der FT Dützen, als Co-Trainer fungierte.Zuletzt ragten die Leistungen des Jonas Hupe als jüngerer Jahrgang in der C-Jugend-Landesliga derart heraus, dass sich ein halbes Dutzend hochkarätige Vereine um ihn rissen. Neben den genannten waren auch die ostwestfälischen Klubs Arminia Bielefeld, SC Paderborn und VfL Theesen an ihm dran.Bei Borussia Dortmund absolvierte er ein Probetraining. "Doch das hat mir dort nicht so zugesagt, alle waren eher distanziert", schildert er. Der Umstand, dass er wie sein Vater glühender Fan von Schalke 04 ist, hat demnach nicht die dominierende Rolle gespielt. Und München war einfach zu weit. "650 Kilometer - da hätte ich als Vater mein Veto eingelegt", so Axel Hupe.Bremen kam da gerade recht: "Dort sind sie meiner Meinung nach lockerer, familiärer", berichtet Jonas, "dort habe ich mich sofort wohlgefühlt. Und überhaupt: Bremen ist die schönste Großstadt, die ich bislang kennengelernt habe."Wohnung im Internat am WeserstadionIn der alten Weserstadt sind die Wege kurz für die Fußballer. Jonas wohnt im Werder-Internat direkt im Weserstadion. "Ich gehe zur Tür raus, durch eine weitere und stehe auf der Tribüne", sagt er. Nach den Ferien besucht er das Gymnasium Obervieland auf der anderen Seite der Weser, welches seit 2008 eine Eliteschule des Deutschen Fußballbundes (DFB) ist.Das Vorbild des Jonas Hupe ist Oliver Kahn: "Er war sehr diszipliniert, hatte seine Leute im Griff und die Gegner hatten Respekt vor ihm", zählt Jonas auf. Von den aktuellen Torhütern gefallen ihm in erster Linie Roman Weidenfeller und Manuel Neuer."Jonny", wie er genannt wird, ist bereits 1,92 Meter groß und noch nicht ausgewachsen. Die Prognose für seine endgültige Größe beträgt zwei Meter plus minus zwei Zentimeter. Auch sonst will er hoch hinaus: "Mein Ziel ist es, mit 17 bereits in der Bundesliga zu spielen. Und ich möchte Nationalspieler und irgendwann Welttorhüter werden. Wenn schon, denn schon."

Hausberger "Jonny" Hupe will bei Werder Bremen hoch hinaus

Minden (much). Es passiert wahrlich nicht jeden zweiten Donnerstag, dass die Jugend-Abteilungen der Champions-League-Finalisten Bayern München und Borussia Dortmund bei einem heimischen Nachwuchs-Fußballer vorstellig werden. Bei Torhüter Jonas Hupe aus der C-Jugend der SV Kutenhausen-Todtenhausen war es der Fall. Doch er entschied sich für eine weitere Offerte: Die von Werder Bremen.

"Jonny" will bei Werder hoch hinaus - © FUSSBALL
"Jonny" will bei Werder hoch hinaus - © FUSSBALL

Seit gut zwei Wochen schwitzt der talentierte Hausberger nun bereits in der Vorbereitung der C-Jugend der Hanseaten - die attraktive Reise der SVKT-C-Jugend zum Großturnier im dänischen Frederikshavn musste er schweren Herzens absagen. "Das hätte Werder nicht mitgemacht", schilderte Vater Axel Hupe, der gleichwohl als Betreuer in Dänemark dabei war.

Fußball-Start bei den Mini-Kickern

Mit dem Fußball in Berührung kam Jonas Hupe bei den Minikickern der SG Hausberge-Holzhausen. "Aber auf das Torschusstraining hatte ich keinen Bock", sagt der heute 13-Jährige. Rund ein Jahr später wurde sein Interesse am Fußball erneut geweckt: "Mein älterer Bruder Oliver hat Fußball gespielt, und er hat mich mitgenommen", erinnert sich Jonas, "und der einzige Posten, der frei war, das war der im Tor. Also war ich von Beginn an Torhüter."

Vater Axel Hupe unterstützt seinen begabten Filius Jonas, wo es nur geht und besucht ihn in Bremen, wann immer es seine Zeit erlaubt. - © Foto: Michael Lorenz
Vater Axel Hupe unterstützt seinen begabten Filius Jonas, wo es nur geht und besucht ihn in Bremen, wann immer es seine Zeit erlaubt. - © Foto: Michael Lorenz

In der D-Jugend spielte er als jüngerer Jahrgang zunächst noch für Hausberge-Holzhausen. Doch Jörg Eisberg, Trainer des Bezirksligisten SV Kutenhausen-Todtenhausen, war bereits auf das hochgewachsene Talent aufmerksam geworden, er lotste ihn zur Rückrunde zur SVKT. "Er war auf Anhieb der herausragende Torhüter in der Klasse", beschreibt Eisberg, "er ist trotz seiner Größe sehr beweglich, denkt und spielt mit, was für einen Torhüter in dieser Altersklasse alles andere als gewöhnlich ist." Der einsatzfreudige, mutige Keeper fand sich schnell in der Westfalenauswahl wieder, in der Bernd-Uwe Humbracht, zu der Zeit noch D-Jugend-Coach der FT Dützen, als Co-Trainer fungierte.

Zuletzt ragten die Leistungen des Jonas Hupe als jüngerer Jahrgang in der C-Jugend-Landesliga derart heraus, dass sich ein halbes Dutzend hochkarätige Vereine um ihn rissen. Neben den genannten waren auch die ostwestfälischen Klubs Arminia Bielefeld, SC Paderborn und VfL Theesen an ihm dran.

Bei Borussia Dortmund absolvierte er ein Probetraining. "Doch das hat mir dort nicht so zugesagt, alle waren eher distanziert", schildert er. Der Umstand, dass er wie sein Vater glühender Fan von Schalke 04 ist, hat demnach nicht die dominierende Rolle gespielt. Und München war einfach zu weit. "650 Kilometer - da hätte ich als Vater mein Veto eingelegt", so Axel Hupe.

Bremen kam da gerade recht: "Dort sind sie meiner Meinung nach lockerer, familiärer", berichtet Jonas, "dort habe ich mich sofort wohlgefühlt. Und überhaupt: Bremen ist die schönste Großstadt, die ich bislang kennengelernt habe."

Wohnung im Internat am Weserstadion

In der alten Weserstadt sind die Wege kurz für die Fußballer. Jonas wohnt im Werder-Internat direkt im Weserstadion. "Ich gehe zur Tür raus, durch eine weitere und stehe auf der Tribüne", sagt er. Nach den Ferien besucht er das Gymnasium Obervieland auf der anderen Seite der Weser, welches seit 2008 eine Eliteschule des Deutschen Fußballbundes (DFB) ist.

Das Vorbild des Jonas Hupe ist Oliver Kahn: "Er war sehr diszipliniert, hatte seine Leute im Griff und die Gegner hatten Respekt vor ihm", zählt Jonas auf. Von den aktuellen Torhütern gefallen ihm in erster Linie Roman Weidenfeller und Manuel Neuer.

"Jonny", wie er genannt wird, ist bereits 1,92 Meter groß und noch nicht ausgewachsen. Die Prognose für seine endgültige Größe beträgt zwei Meter plus minus zwei Zentimeter. Auch sonst will er hoch hinaus: "Mein Ziel ist es, mit 17 bereits in der Bundesliga zu spielen. Und ich möchte Nationalspieler und irgendwann Welttorhüter werden. Wenn schon, denn schon."

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