?„Gelbe Karte“ für Lübbecker Lehrwart Lübbecke (pep). Der Lübbecker Kreis-Schiedsrichterlehrwart Eike Schäffer soll 50 Euro wegen unsportlichen Verhaltens und die Kosten des schriftlichen Verfahrens wegen Beleidigung eines Spielers bezahlen. So urteilte Arne Bethlehem, Vorsitzender des Bezirkssportgerichts 3 Mitte im schriftlichen Verfahren. Schäffer hatte wie berichtet am 7. November die Bezirksligapartie TuS Jöllenbeck - Aramäer Gütersloh geleitet. Der an der Seitenlinie stehende Co-Trainer des TuS, Fabian Gehring, kritisierte eine Entscheidung und rief in Richtung des Schiedsrichters, dass dieser mehr laufen müsse, um solche Spielsituationen zu sehen. Schäffer erwiderte „sinngemäß, dass er zumindest – im Gegensatz zu Herrn Gehring – laufen könne“, heißt es im Bericht von Sportrichter Arne Bethlehem. Nach dem Spiel soll Gehring zum Schiedsrichter gesagt haben: „In drei Wochen kann ich wieder laufen und bewege ich mich sicher mehr, als du es heute getan hast.“ Schäffer soll laut Urteilsbegründung geantwortet haben: „Verschwinde und humpel ganz schnell wieder zurück, Hinkebein.“ Es kam zu einem dritten Wortwechsel in dessen Verlauf Schäffer „Meine Zerrung ist eine Woche her, f... dich“, gesagt haben soll. Gegenüber Sportrichter Arne Bethlehem wollte Schäffer die ihm vorgeworfene Wortwahl nicht bestätigen. Der Sportrichter gibt jedoch an, dass er überzeugt ist, dass der Schiedsrichter Gehring als „Hinkebein“ bezeichnet und „f... dich“ zu ihm gesagt hat. Er stützt sich dabei auf schriftliche Zeugenaussagen und Gespräche mit Zeugen. Mit der Bezeichnung als „Hinkebein“ und durch die Aussage „f... dich“ habe sich der Schiedsrichter unsportlich verhalten. Es wäre eine Geldstrafe von bis zu 1500 Euro möglich gewesen. Bethlehem berücksichtigte aber, dass Schäffer sich teilweise zu den Vorfällen eingelassen habe und provoziert worden sei. „Ferner war strafmildernd zu berücksichtigen, dass der Schiedsrichter Schäffer in über 1000 Spielleitungen keinerlei Fehlverhalten gezeigt hat“, heißt es weiter. Unterm Strich blieben damit 50 Euro Strafe und die Verfahrenskosten für Schäffer.

?„Gelbe Karte“ für Lübbecker Lehrwart

Eine im übertragenen Sinn "Gelbe Karte" sah der Schiedsrichter-Lehrwart. Foto: © MT-Archiv

Lübbecke (pep). Der Lübbecker Kreis-Schiedsrichterlehrwart Eike Schäffer soll 50 Euro wegen unsportlichen Verhaltens und die Kosten des schriftlichen Verfahrens wegen Beleidigung eines Spielers bezahlen. So urteilte Arne Bethlehem, Vorsitzender des Bezirkssportgerichts 3 Mitte im schriftlichen Verfahren. Schäffer hatte wie berichtet am 7. November die Bezirksligapartie TuS Jöllenbeck - Aramäer Gütersloh geleitet. Der an der Seitenlinie stehende Co-Trainer des TuS, Fabian Gehring, kritisierte eine Entscheidung und rief in Richtung des Schiedsrichters, dass dieser mehr laufen müsse, um solche Spielsituationen zu sehen. Schäffer erwiderte „sinngemäß, dass er zumindest – im Gegensatz zu Herrn Gehring – laufen könne“, heißt es im Bericht von Sportrichter Arne Bethlehem.

Nach dem Spiel soll Gehring zum Schiedsrichter gesagt haben: „In drei Wochen kann ich wieder laufen und bewege ich mich sicher mehr, als du es heute getan hast.“ Schäffer soll laut Urteilsbegründung geantwortet haben: „Verschwinde und humpel ganz schnell wieder zurück, Hinkebein.“ Es kam zu einem dritten Wortwechsel in dessen Verlauf Schäffer „Meine Zerrung ist eine Woche her, f... dich“, gesagt haben soll. Gegenüber Sportrichter Arne Bethlehem wollte Schäffer die ihm vorgeworfene Wortwahl nicht bestätigen. Der Sportrichter gibt jedoch an, dass er überzeugt ist, dass der Schiedsrichter Gehring als „Hinkebein“ bezeichnet und „f... dich“ zu ihm gesagt hat. Er stützt sich dabei auf schriftliche Zeugenaussagen und Gespräche mit Zeugen. Mit der Bezeichnung als „Hinkebein“ und durch die Aussage „f... dich“ habe sich der Schiedsrichter unsportlich verhalten. Es wäre eine Geldstrafe von bis zu 1500 Euro möglich gewesen. Bethlehem berücksichtigte aber, dass Schäffer sich teilweise zu den Vorfällen eingelassen habe und provoziert worden sei. „Ferner war strafmildernd zu berücksichtigen, dass der Schiedsrichter Schäffer in über 1000 Spielleitungen keinerlei Fehlverhalten gezeigt hat“, heißt es weiter. Unterm Strich blieben damit 50 Euro Strafe und die Verfahrenskosten für Schäffer.

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